Umweltpsychologie/Mensch-Technik-Interaktion

STUDIENGANG

Umweltpsychologie/Mensch-Technik-Interaktion

Abschluss Master of Science (M.Sc.) Regelstudienzeit 4 Semester Studienbeginn Wintersemester Zulassungsbeschränkt N.C. Zulassungsvoraussetzung Die Bewerbung für den Masterstudiengang Umweltpsychologie/Mensch-Technik Interaktion setzt den erfolgreichen Abschluss eines mindestens dreijährigen forschungsorientierten Bachelor-Studiums mit mindestens 180 ECTS (CP) im Fach Psychologie voraus, oder eines vergleichbaren dreijährigen forschungsorientierten Bachelor-Studiums mit fachlich einschlägigem Schwerpunkt, für Handlungsfelder der Umweltpsychologie/Mensch-Technik Interaktion (z.B. Umweltwissenschaften, Sozialwissenschaften) voraus. Die Mindestnote 2,5 ist nachzuweisen. Der absolvierte Abschluss muss mindestens 22 CP in Lehrveranstaltungen aus dem Bereich quantitativer Methoden der Psychologie oder der Sozialwissenschaften beinhalten und mindestens 50 CP in Lehrveranstaltungen im Bereich der Grundlagen- und Anwendungsfächer der Psychologie.

Satzung zur Durchführung des Zulassungs- und Auswahlverfahrens für den Masterstudiengang Umweltpsychologie/Mensch-Technik-Interaktion
Bewerbungsfrist   Bewerbung mit deutschem Bachelorabschluss      an der OVGU 15. Juli   Bewerbung mit internationalem Bachelorabschluss      über uni-assist 15. Juli Unterrichtssprache Deutsch/Englisch


Studienziel

Der Masterstudiengang qualifiziert dazu, aktuellen und zukünftigen gesellschaftsrelevanten Transformationsherausforderungen mit psychologischen Kompetenzen zu begegnen. Im Mittelpunkt stehen dabei die großen Nachhaltigkeitsthemen Klimaschutz, Klimaanpassung und der Erhalt der Biodiversität sowie die menschengerechte Gestaltung soziotechnischer Veränderungsprozesse – etwa im Kontext künstlicher Intelligenz oder der Digitalisierung von Beruf und Alltag. Der Studiengang vermittelt fundierte fachliche Kenntnisse sowie methodische und analytische Fähigkeiten, die eine kritische Einordnung wissenschaftlicher Erkenntnisse und verantwortungsvolles Handeln in inter- und transdisziplinären Kontexten ermöglichen. Eine breite, kompetenzorientierte Methodenausbildung bildet dabei das Rückgrat des Studiums. Inhaltlich zielt der Master darauf ab, das Potenzial der Psychologie gezielt zur Unterstützung der beschriebenen gesellschaftlichen Transformationsprozesse zu aktivieren. Vor diesem Hintergrund stützt sich der Studiengang auf drei Säulen: die klassische Umweltpsychologie, die Transformationspsychologie sowie die Psychologie der Mensch-Technik-Interaktion. Die Integration dieser drei Säulen stellt ein deutschlandweites Alleinstellungsmerkmal dar. 
Im Rahmen der Methodenausbildung erwerben die Studierenden vertiefte Kenntnisse in den Bereichen Forschungsmethoden, Evaluationsforschung und Diagnostik. Darüber hinaus setzen sie sich mit den Besonderheiten der Forschungspraxis sowie mit spezifischen methodischen Ansätzen der Umwelt- und Transformationsforschung auseinander. Auf dem Gebiet der klassischen Umweltpsychologie steht die Schärfung einer systemischen Perspektive im Mittelpunkt, die menschliches Handeln in physische und soziale Kontexte einbettet. Thematisiert werden sowohl die Gestaltung von Umwelten – etwa im Zuge nachhaltiger Stadtentwicklung oder integrierter Verkehrsplanung – als auch die Anwendung partizipativer Verfahren. Im Bereich der Transformationspsychologie fokussieren die Studieninhalte auf die unterschiedlichen Rollen, in denen Menschen als Individuen und als Teil von Gruppen zur sozial-ökologischen Transformation beitragen können, beispielsweise als Konsument:innen, Bürger:innen, oder Aktivist:innen. In diesem Zusammenhang werden auch Erkenntnisse der Interventions- und Akzeptanzforschung einbezogen. Im Feld der Mensch-Technik-Interaktion erlangen die Studierenden gestaltungsorientierte Kompetenzen im Umgang mit soziotechnischen Innovationen. Die Studierenden werden befähigt, Menschen dabei zu unterstützen die vielfältigen Veränderungen einer zunehmend technologiegeprägten Arbeits- und Lebenswelt – etwa neue Mobilitätsformen – aktiv mitzugestalten und konstruktiv zu bewältigen.

Spätere Berufsfelder

Dieser Master ist bundesweit einzigartig, bietet eine breite Ausbildung und eröffnet berufliche Perspektiven sowohl in Feldern der Umweltpsychologie, d.h. in Verbänden, der öffentlichen Verwaltung, Betrieben und Bildungseinrichtungen, als auch in klassischen Anwendungsfeldern (etwa Arbeits- und Organisationspsychologie). 
Selbstverständlich ergeben sich auch vielfältige Perspektiven, selbst die umweltpsychologische Forschung weiterzuentwickeln - zumal das Thema in seiner gesellschaftlichen Bedeutung stetig zunimmt. Möglich sind hier das wissenschaftliche Arbeiten an Universitäten, Forschungsinstitutionen, und ThinkTanks zu Themen wie beispielsweise der Transformation zu einer nachhaltigen Gesellschaft oder der digitalen Transformation.
Aber auch außerhalb von Universitäten und Forschungsinstituten greifen immer mehr Betriebe und Institutionen das Thema auf und sind an neugierigen und informierten Umweltpsycholog*innen interessiert, die mit ihnen gemeinsam die Zukunft gestalten wollen. Beispiele für solche außeruniversitären Arbeitsbereiche sind NGOs,  kommunales Klimaschutz- oder Nachhaltigkeitsmanagement, Energie- und Umweltagenturen, Stadtverwaltungen und Planungsbüros, Institute zur Gestaltung und Moderation von Partizipationsprozessen ,  Nachhaltigkeitsmanagement in Unternehmen,  Politikberatung, und vieles mehr.

Notwendige Kenntnisse / Erfahrungen / Interessen

Vorausgesetzt werden die bereits vorhandenen Kenntnisse aus dem abgeschlossenen Bachelorstudium, das Interesse an der Vertiefung der theoretischen Kenntnisse und der Entwicklung von Kompetenzen in praxisorientierten Veranstaltungen und Berufspraktika sowie die Bereitschaft zur kritischen Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Transformationsherausforderungen.
Weitere Informationen

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Das Studium dauert vier Semester und umfasst 120 CP, die sich auf den (Wahl)pflichtbereich, die Masterarbeit, das Praktikum, interdisziplinäre Lehrveranstaltungen sowie frei wählbare Ergänzungsfächer verteilen. Kleine Kursgrößen ermöglichen dabei interaktive Lehr-Lern-Formate und erlauben eine enge Betreuung der Studierenden. Um eine hohe Praxisnähe zu gewährleisten, wird in diesem Zusammenhang auch eine tiefgehende Berufsberatung angeboten. Zusätzlich werden vielfältige Möglichkeiten zur aktiven Mitarbeit in laufenden Projekten eröffnet. Im Sommersemester finden die Lehrveranstaltungen teilweise in englischer Sprache statt. Den Aufbau und Ablauf des Masterstudiums regelt die Studien- und Prüfungsordnung. Ihr sind der Studienverlaufsplan inkl. Aufteilung der CP für die einzelnen Module, Art und Umfang der Prüfungsleistungen sowie der Arbeitsaufwand für das Studium zu entnehmen. Die Einzelheiten des Berufspraktikums regelt die Praktikumsordnung des Studiengangs.

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Letzte Änderung: 25.03.2026 -
Ansprechpartner: Allgemeine Studienberatung