https://www.ovgu.de/search

Pressemitteilungen Juni 2016

Werden Roboter bald Finanzmanager und Anlagenberater?

29.06.2016 -

An der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg werden im ersten FinTechLab ab sofort Möglichkeiten modernster Informationstechnologien mit finanzwirtschaftlichen Herausforderungen und Fragestellungen im Kontext von Industrie 4.0 verknüpft. Studierenden der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft sowie der technischen Fakultäten, hier insbesondere den Wirtschaftsingenieuren, steht in der Lehre ab sofort ein Reallabor für Financial Technologies zur Verfügung, um künftig als Fachkräfte die Digitalisierung regionaler Unternehmen besser unterstützten zu können.

Das erste FinTechLab auf dem Magdeburger Universitätscampus ist beim Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre, insb. Innovations- und Finanzmanagement angesiedelt und ermöglicht es, auf der Basis hochmoderner Computeralgebra- und Statistikssoftwaresysteme finanztheoretische Modelle zur Steuerung des unternehmerischen Risikomanagements zu entwickeln bzw. zu erforschen. So können Betriebswirte und Wirtschaftsingenieure an der Schnittstelle von Ökonomie und Wirtschaft unter kontrollierten Bedingungen u. a. unternehmerische Finanzströme simulieren, optimale Investitionsentscheidungszenarien modellieren und visualisieren sowie finanzielle und nicht-finanzielle Risiken analysieren. Die Studierenden könnten so ihr theoretisches Grundwissen aus den Vorlesungen und Seminaren des Lehrstuhls in praktische Lösungskonzepte einfließen lassen und ihr Wissen vertiefen, erläutert Prof. Dr. Elmar Lukas vom Lehrstuhl für Innovations- und Finanzmanagement der Universität Magdeburg. Zusätzlich erhielten sie ingenieurtechnische Grundlagen z. B. aus den Bereichen Energiewirtschaft, Anlagenbau etc. sowie vertiefende Programmierkenntnisse in Zusammenhang mit Computeralgebra- und Statistiksoftwareprogramme.

Das Labor verfügt über eine Client-Server-Architektur mit zwölf Arbeitsplätzen, einen Funktionsplotter, diverse Lego-Mindstorm-Sets, neueste Computeralgebrasysteme und relevante Datenbanken.

 

Erstes FinTechLab an der Universität Magdeburg unterstützt künftig Digitalisierung der regionalen Wirtschaft

Die eingesetzte Hard- und Software des FinTechLab ist in ihrer Kombination einmalig in Deutschland, und wir freuen uns sehr, als erste Hochschule des Landes über ein solches Labor zur verfügen“, führt Professor Lukas aus. „Die Idee zur Gründung eines Reallabors für Financial Technologies liegt bei einem Finance-Lehrstuhl unweit der technischen Fakultäten sehr nahe und trifft den Zeitgeist einer immer stärkeren Digitalisierung von Wertschöpfungsaktivitäten. Die Notwendigkeit, in Echtzeit unternehmerische Risiken zu steuern stellt da keine Ausnahme dar. Im neuen FinTechLab können wir unseren mathematischen Modelle Echtzeitdaten hinzufügen und ihr Verhalten im Labor studieren. Nehmen sie den Brexit als Beispiel. So können wir globale Produktionsnetze simulieren und schauen, wie operationelle und finanzielle Absicherungsstrategien im Bereich des Währungsmanagement interagieren und welche Werte für ein Unternehmen generiert werden. Grundsätzlich können solche dynamischen Entscheidungsmodelle für Unternehmen eine maßgebliche Quelle von strategischen Wettbewerbsvorteilen und damit von neuen Wertschöpfungspotenzialen sein.“

FinTech steht für Financial Technology. Diese Finanztechnologie ist ein Ergebnis der zunehmenden Digitalisierung der globalen Gesellschaft. Der Kerngedanke dieser aufkommenden Branche ist es, die gegenwärtigen Innovationen der Informations- und Kommunikationstechnologien in finanzwirtschaftliche Produkte und Dienstleistungen zu integrieren. Dabei reicht die Palette von intelligenten Risikomanagementsystemen für den Mittelstand über Technologien zum bargeldlosen Zahlungsverkehr bis hin zu Robotern als Anlageberater.

Es ist kein Science-Fiction-Szenario, dass Algorithmen über die Bonität von Kunden entscheiden, den Einsatz von Hedging-Instrumenten steuern oder optimale Anlagenstrategien auswählen. Gerade die neuen Informations- und Kommunikationstechnologien bieten hier ideale Möglichkeiten zur Automatisierung von standardisierten Finanzentscheidungen“, so Professor Lukas.

 

mehr ...

Kontinuität an der Führungsspitze der Universität Magdeburg

17.06.2016 -

Am 15. Juni 2016 hat der erweiterte Senat der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg den bisherigen Rektor, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan, mit überwältigender Mehrheit im ersten Wahlgang im Amt bestätigt. Die zweite vierjährige Amtszeit des Professors für Technische Mechanik beginnt am 1. Oktober 2016.

Der Senat ist das höchste Gremium der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. In ihm sind alle Statusgruppen vertreten: Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer, Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Mitarbeitende der Bereiche Technik und Verwaltung und Studierende.

Prof. Jens Strackeljan nahm die Wahl an und dankte für das entgegengebrachte Vertrauen. „Die letzten vier Jahre waren für die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg keine einfachen. Es standen Strukturentscheidungen an, die sicher nicht von jedem Universitätsangehörigen geteilt, aber letztendlich doch von allen getragen wurden“, so Prof. Strackeljan.

In Strackeljans erste Amtszeit fielen die in ihrem Ausmaß bisher einzigartigen Kürzungspläne der Landesregierung für die Hochschulen Sachsen-Anhalts. In gemeinsamer Anstrengung von Studierenden und Universitätsmitarbeitern konnten die Millionenkürzungen sowie die beabsichtigte Schließung der Fakultät für Humanwissenschaften verhindert werden. Als Rektor zeichnet Jens Strackeljan zudem verantwortlich für die Erarbeitung des Hochschulentwicklungsplanes, in dem die strategischen Ziele der Universität bis 2025 festgelegt sind. Im Januar 2015 unterzeichnete Prof. Strackeljan in seiner Verantwortung als Rektor die Zielvereinbarungen der Universität Magdeburg mit dem Land.

Unter der Amtsführung Strackeljans brachte sich die Universität Magdeburg zunehmend sichtbar in den nationalen hochschulpolitischen Diskurs ein. Im Mai dieses Jahres übernahm er die Sprecherfunktion des Netzwerks Mittelgroße Universitäten Deutschlands. In die Bilanz der vergangenen vier Jahre gehören auch verstärkte Bemühungen zur Internationalisierung der Universität Magdeburg. Internationale Studienprogramme wurden ausgebaut und intensiviert, wie z.B. das GRIAT-Projekt zur Etablierung von Ingenieurstudiengängen an der Kasaner Staatlichen Technischen Forschungsuniversität. Der Anteil der ausländischen Studierenden an der Universität Magdeburg stieg auf 17 Prozent.

 

Herausforderungen der nächsten Jahre

„Auch wenn wir schon viel erreicht haben, stehen wir vor enormen Herausforderungen“, so Strackeljan nach der Wahl. Die Erwartungen der Gesellschaft an die Universität würden vielfältiger, gleichzeitig müssten Lehre und Forschung auf hohem Niveau weitergeführt werden. „Zu den vor uns stehenden Aufgaben zählen die Teilnahme an der Exzellenzinitiative bzw. dem Professorennachwuchsprogramm, die weitere Internationalisierung und, nicht zuletzt, große Anstrengungen, einen substantiellen Beitrag bei der Ausbildung von dringend benötigten Lehrerinnen und Lehrern zu leisten. Um diese Ziele zu erreichen und weiterhin zur Stärkung des Innovationssystems Sachsen-Anhalt beizutragen, brauchen wir entsprechende Ressourcen. Dazu muss die gesamte Budgetverteilung im Land auf den Prüfstand. Wir werden uns dafür einsetzen, dass innerhalb der nächsten vier Jahre endlich ein geeignetes Verteilungsmodell gefunden wird.“

Der Verfahrenstechniker und Vorsitzende der Rektor-Findungskommission, Prof. Dr. rer. nat. Prof. Helmut Weiß, gratulierte dem Rektor zu seiner Wiederwahl: „Wir haben mit Jens Strackeljan einen Rektor, der es versteht, in einem komplizierten Umfeld die in unserer Universität angelegten Synergien zu nutzen und Kräfte zu bündeln. Gegenüber der Politik und der breiteren Öffentlichkeit vermag er überzeugend darzustellen, welch wertvolles Gut für Stadt und Land eine über die Landesgrenzen hinaus attraktive Otto-von-Guericke-Universität verkörpert. Bereits im Findungsprozess wurde die große Akzeptanz der bisherigen Amtsführung Strackeljans in der Universität deutlich. Seine fast einstimmige Wiederwahl ist jetzt die Bestätigung und gibt ihm auch ein starkes Mandat. Das braucht er auch, insbesondere in den Verhandlungen auf politischer Ebene. Die Festlegungen des Koalitionsvertrages lassen uns zwar darauf hoffen, dass längst überfällige Anpassungen der Hochschulregulierung an ein modernes Wissenschaftssystem getroffen werden, von einer Ausfinanzierung der unter Überlast stehenden Hochschulen kann jedoch nach wie vor nicht die Rede sein.“

 

Vita Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan

Geboren 1962, erhielt Jens Strackeljan 1988 das Diplom im Allgemeinen Maschinenbau, Fachrichtung Mechanik, an der TU Clausthal, 1993 folgte die Promotion zum Dr. - Ing., 2002 habilitierte er sich mit der venia legendi für das Fachgebiet Technische Mechanik und war bis 2004 Vertretungsprofessor für Festkörpermechanik.

2004 wurde Jens Strackeljan auf den Lehrstuhl Technische Dynamik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg berufen. Neben seinen Tätigkeiten als Prorektor für Studium und Lehre, als Vorsitzender der Kommission für Studium und Lehre und der Vergabekommission für Promotionsstipendien, als Prodekan der Fakultät für Maschinenbau und Vorsitzender des Prüfungsausschusses der Fakultät für Maschinenbau war Prof. Strackeljan maßgeblich am Aufbau des Instituts für Kompetenz in AutoMobilität (IKAM) beteiligt.

Die Universität Kiew verlieh ihm 2012 für seine wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der Dynamik und die Aktivitäten zum Ausbau der ukrainisch-deutschen Fakultät für Maschinenbau die Ehrendoktorwürde.

Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan ist verheiratet und hat vier Kinder.

 

mehr ...

Licht kontrolliert leiten: Physiker entwickeln neues Verfahren

15.06.2016 -

Physiker der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg haben gemeinsam mit Kollegen aus Österreich und den USA eine neue Art von Lichtspeichern, so genannten Mikroresonatoren, entwickelt, die erstmals Lichtwellen nicht nur einschließen, sondern auch gezielt und kontrolliert leiten können.

 

Forschungsergebnisse lassen künftige Steuerung hocheffizienter Laser zu

Diese Forschungsergebnisse könnten künftig die bisher auf der Mobilität von Elektronen basierende Weiterleitung digitaler Informationen durch kontrolliert gelenkte Lichtwellen ersetzen. Im Gegensatz zu den sich relativ langsam und mit großem Reibungsverlust bewegenden Elektronen wäre Licht wesentlich schneller unterwegs. Zudem würden sich Prozessoren aufgrund der fehlenden Reibungswärme nicht aufheizen.

Das Team um den Physiker Prof. Jan Wiersig vom Lehrstuhl für Theoretische Physik der Universität Magdeburg hat ihre Forschungsergebnisse soeben in dem renommierten internationalen Fachjournal Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlicht.

„Licht ist nicht greifbar und bewegt sich zudem mit großer Geschwindigkeit“, so Prof. Jan Wiersig. „Es lässt sich jedoch auf kleinstem Raum einfangen, indem man es an den Wänden eines mikroskopischen Containers totalreflektieren lässt. Durch die ständige Spiegelung wird das Licht gewissermaßen eingesperrt und kann nicht entweichen.“ Ähnlich einem Karussell laufe das Licht dabei im Kreis, allerdings ohne wohldefinierten Umlaufsinn. Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler haben nun nachgewiesen, wie dieser Lichtfluss dynamisch kontrolliert werden kann. „Dadurch erhalten diese Strukturen neue Funktionalitäten und potentielle Anwendungen, wie z.B. die Informationsübertragung oder das Steuern der Lichtausstrahlungsrichtung von winzigen hocheffizienten Lasern“, so Wiersig.

Bereits vor einigen Jahren hatte seine Arbeitsgruppe die Vermutung aufgestellt, dass Licht in asymmetrisch geformten Mikroresonatoren eine gewisse Vorzugsrichtung habe und so zielgerichtet gesteuert und gelenkt werden könne. Nun wurde diese Vorhersage in einer Kooperation mit den Teams von Prof. Stefan Rotter von der TU Wien und Prof. Lan Yang von der Washington University experimentell bestätigt.

Die Veröffentlichung der Originalstudie finden Sie auf der Website des Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS). 

 

mehr ...

Magdeburger Fahrradaktionstag: Rektor übernimmt Schirmherrschaft

14.06.2016 -

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ist in diesem Jahr erstmalig Kooperationspartner des
6. Magdeburger Fahrradaktionstages und präsentiert sich am 18. Juni 2016 mit Aktionen rund um das Thema nachhaltige Mobilitätskonzepte. So führt das Institut für Logistik und Materialflusstechnik den auf dem Unicampus startenden Elektrobike- und Lastenradcorso mit Lastenrädern aus dem E-Mobility-Lab an. Am Zielort City Carrè beteiligt sich das Institut an der Lastenradausstellung und der Logistikexperte Prof. Hartmut Zadek wird Interessierten Fragen rund um die Elektro-Nahmobilität beantworten.

 

Uni Magdeburg hat ihren ökologischen Fußabdruck im Blick 

Der Rektor der Universität Magdeburg, Prof.-Ing. Jens Strackeljan, hat in diesem Jahr die Schirmherrschaft der Großveranstaltung übernommen. „An einer Universität mit mehr als 14.400 Studierenden sind die Themen Fahrradfahren, Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein natürlich immer präsent“, so der Maschinenbauingenieur. „Wir müssen in Sinne der „nachwachsenden Generation“ unseren ökologischen Fußabdruck im Blick behalten. Das schaffen wir einerseits durch Spitzenforschung zu E-Mobility und zu ressourcenschonenden Antriebskonzepten. Andererseits müssen wir dieses Bewusstsein auch im Alltag leben und an unsere Studierenden weitergeben. Nicht zuletzt gilt: Wenn die Landeshauptstadt durch unser Engagement fahrradfreundlicher wird und an Lebensqualität gewinnt, profitieren davon auch unsere künftigen Studierenden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler.“

 

Angebote für Mitarbeitende der Universität Magdeburg

Im Rahmen ihres Engagements für einen fahrradfreundlichen Campus organisierte die Universität bereits im April einen Uni-Fahrradaktionstag. Die Angebote für die Universitätsangehörigen reichten von Radreparaturen über Präsentationen neuer Antriebskonzepte bis hin zu Sicherheitstests von Kindersitzen. Darüber hinaus veranstaltet das Gesundheitsmanagement der Universität monatliche Feierabend-Fahrradtouren für Beschäftigte. Auf dem Unicampus gibt es außerdem bereits Luftpumpenstationen und Automaten Reparaturmaterialien. 

 

mehr ...

Uni-Triathlon mit 400 Anmeldungen ausgebucht

07.06.2016 -

Am 15. Juni 2016 bildet der Uni-Triathlon des Universitätssportclubs USC Magdeburg den alljährlichen Auftakt für die Wettkampfsaison 2016. Mit rund 400 Voranmeldungen ist die 29. Auflage des laut Veranstalter beliebtesten Sportereignisses der Region bereits ausgebucht. Hunderte Volkssportlerinnen und –sportler, aber auch Mitglieder der Traditionsvereine Sachsen-Anhalts und der Leistungszentren in Neubrandenburg und Potsdam werden an den Start gehen. Gleichzeitig finden in diesem Jahr die 7. Triathlon-Studentenmeisterschaften Sachsen-Anhalts statt.

Der Tradition folgend, wird der Rektor der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Prof. Dr. Jens Strackeljan, um 18.20 Uhr den Startschuss geben. Nach 850 Metern im voraussichtlich 17 bis 21 Grad Celsius warmen See geht es für die Triathleten anschließend 20 Kilometer auf die gut asphaltierte, fast ebene Radstrecke, vorbei am historischen Schiffshebewerk Rothensee, durch die Orte Glindenberg und Heinrichsberg und zurück, bevor sie abschließend die fünf Kilometer lange Laufrunde um den Barleber See absolvieren. Gegen 20.30 Uhr werden die Sieger des UNI-TRIATHLONS 2016 feststehen.

Für die Anwohner rund um den Barleber See wird es in der Zeit zwischen 18.00 und 21.00 Uhr zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen. Die Organisatoren bitten um Verständnis und Geduld.

Weitere Infos zu den Wettkampfstrecken und Fotos unter www.uni-triathlon.de 

 

mehr ...

Wissenschaftler kuratieren Sonderausstellung „750 Jahre Stadtrecht Aschersleben“

01.06.2016 -

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vom Lehrstuhl für mittelalterliche Geschichte der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg haben eine ungewöhnliche Schau über die älteste Stadt des Landes Sachsen-Anhalt konzipiert und kuratiert. Gemeinsam mit der Aschersleber Kulturanstalt und der Stadt Aschersleben werden die Historiker die Sonderausstellung „750 Jahre Stadtrecht Aschersleben – Die Geschichte der Stadt von ihrer Ersterwähnung bis zum Stadtrecht“ am 12. Juni 2016 im Museum der Stadt feierlich eröffnen.

Im Ratssaal des Rathauses findet dazu ab 11.00 Uhr eine Festveranstaltung statt, auf der der Mittelalterexperte der Universität Magdeburg, Prof. Dr. Stephan Freund, mit seinem Vortrag „Wege, Waren, Rechte - Ascherslebens Weg zur Stadtrechtsverleihung“ in das Thema einführen wird.

 

WAS: Ausstellungseröffnung „750 Jahre Stadtrecht Aschersleben – Die Geschichte der Stadt von ihrer Ersterwähnung bis zum Stadtrecht“
WANN: 12. Juni bis 31. Juli 2016, Eröffnungsveranstaltung 11.00 Uhr
WO: Museum Aschersleben, Markt 21, 06449 Aschersleben

Die Eröffnungsveranstaltung ist nicht öffentlich, Vertreter der Medien sind jedoch herzlich zur Berichterstattung eingeladen.

Die Sonderschau bettet die Stadt Aschersleben in den geschichtlichen und naturräumlichen Kontext ein, zeigt anschaulich ihre Einbindung in das Wegenetz der Zeit, schildert die Zeit Albrechts des Bären und der Askanier, präsentiert historische Urkunden, Werkzeuge und zeitgeschichtliche Funde und macht Besucherinnen und Besucher mit städtischem Leben und Recht im Hochmittelalter vertraut.

1266 verleiht Heinrich II. Graf von Aschersleben aus dem Geschlecht der Askanier dem Ort das Stadtrecht. Das bedeutete neben dem Handels- und Strafrecht insbesondere Freiheit ihrer Bürger, freien Grundbesitz und freies Erbrecht. „Es ist der Höhepunkt auf dem Weg der Stadtwerdung Ascherslebens“, so der Professor für Mittelalterliche Geschichte Stephan Freund. „Aber welche Entwicklung nahm der Ort Aschersleben in den Jahrzehnten zuvor, wer waren eigentlich die Askanier, welche Handels- und Verkehrswege prägten diesen Landstrich und ließen ihn schließlich zu einem bedeutenden Ort werden? Eine spannende Zeit, die es zu entdecken gilt.“

Kontakt für die Medien: Prof. Dr. Stephan Freund, Professor für Mittelalterliche Geschichte an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Fakultät für Humanwissenschaften, Fachdisziplin Geschichte, Tel.: +49 391 67-56614, E-Mail: stephan.freund@ovgu.de

 

mehr ...

Letzte Änderung: 03.04.2017 - Ansprechpartner:

Sie können eine Nachricht versenden an: Webmaster
Sicherheitsabfrage:
Captcha
 
Lösung: