Virtuelle Trainingsmethoden und Apps in der Rehabilitation

20.06.2017 -  

An der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg diskutieren Sportwissenschaftler und Ingenieure gemeinsam mit Unternehmensvertretern über aktuelle Trends und Möglichkeiten in der Sportgerätetechnologie, über den Einsatz virtueller Trainingsmethoden und Apps in der Rehabilitation und die Rolle von Sportingenieuren im Leistungs- und Gesundheitssport.

Bewegungsanalyse Karate (c) Stefan BergerEye Tracking und Bewegunganalyse im Karate (Foto: Stefan Berger/Universität Magdeburg)

Anlass der Expertentagung vom 22. bis 23. Juni 2017 ist das 20-jährige Bestehen des Studienganges Sport und Technik. 1997 startete die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg als erste Hochschule im deutschsprachigen Raum die interdisziplinäre Ausbildung von Sportingenieuren und verknüpft intensiv Wissen der Ingenieur- mit Inhalten der Sportwissenschaft. An dem fachübergreifenden Studienangebot sind sieben der neun Fakultäten der Universität Magdeburg beteiligt.

 

WAS: Jubiläumskolloquium „20 Jahre Sport und Technik“ an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
WANN: 22./23. Juni 2017; Beginn am 22. Juni 2017 um 14:00 Uhr
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Zschokkestraße 23, Sporthalle 2

 

Die zweitägige Veranstaltung mit internationaler Beteiligung aus Österreich, Großbritannien, Ägypten und Pakistan wird einen historischen Rückblick geben und Fachvorträge zu aktuellen Anforderungen im Bereich Sport und Technik bieten. Darüber hinaus gibt es eine Kontaktmesse, auf der Firmen und Alumni über beruflichen Einsatzmöglichkeiten und Erfahrungen berichten und für Gespräche zur Verfügung stehen. In Vorträgen und Videos stellen sich Studierende den Firmen und Institutionen vor, die sich so ein Bild vom beruflichen Nachwuchs machen können.

Den Alumni steht die Arbeitswelt offen

Über 300 Absolventinnen und Absolventen haben in den vergangenen 20 Jahren ihr Studium erfolgreich absolviert, haben eigene Start-Ups gegründet, arbeiten als Sportingenieure bei Sportartikelherstellern, Firmen für Messtechnik und Softwareentwicklung, in Olympiastützpunkten, Forschungsinstituten, der Orthopädietechnik, in Rehabilitationskliniken oder an Universitäten und Hochschulen.

„Uns ist es wichtig, die Studierenden frühzeitig in Forschungsprojekte einzubinden“, unterstreicht Studiengangsleiterin Prof. Dr. Kerstin Witte. „Das sind beispielsweise die Entwicklung eines Messplatzes am Olympiastützpunkt in Magdeburg oder eines Trainings- und Diagnostikgerätes für Amputationspatienten.“ Die Studierenden lernen während der Forschungsprojekte auch, virtuelle Realitäten für Trainings- oder Rehabilitationsziele einzusetzen. Weitere Beispiele sind die Entwicklung eines Tanzrollators für Senioren, die Leistungsdiagnostik im Reiten oder musikunterstützte Trainingsmethoden für Demenzpatienten.

Seit seiner Gründung erfreut sich der Studiengang wachsender Beliebtheit und steigender Immatrikulations- und Absolventenzahlen. Im Wintersemester 2016/17 wurden insgesamt 90 Studierende immatrikuliert. Das ist für den Bereich Sport und Technik / Bewegungswissenschaften Anlass, dieses Jubiläum mit einem Kolloquium würdig zu begehen“, informiert Lehrstuhlleiter Prof. Dr. Jürgen Edelmann-Nusser.

 

Bilder zum Download:

Bild 1 // Quelle: Stefan Berger/Universität Magdeburg // Bildunterschrift: Eye Tracking und Bewegunganalyse im Karate

Letzte Änderung: 14.11.2018 - Ansprechpartner: Katharina Vorwerk