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November

Musikalische Vorweihnachtszeit

28.11.2017 -

Die musikalischen Ensembles der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg laden im letzten Monat des Jahres zu vorweihnachtlichen Konzerten ein. Den Anfang macht der Universitätschor.

Adventskonzerte der Chöre

Mit Solisten und dem Mitteldeutschen Kammerorchester führt der Universitätschor am 2. Dezember 2017 das Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach in der Johanniskirche auf. Karten gibt es an den bekannten Vorverkaufsstellen.

 

WAS: Aufführung der Kantaten 1-3 und 5 durch den Universitätschor, Solisten und das Mitteldeutsche Kammerorchester
WANN: Samstag, 2. Dezember 2017, 17.00 bis 19.00 Uhr
WO: Johanniskirche, Johannisbergstraße 1, 39104 Magdeburg

 

Fortgesetzt werden die Adventskonzerte des Universitätschores mit einem Auftritt in der Katholischen Universitätskirche.

 

WAS: Auftritt des Universitätschors
WANN: Sonntag, 10. Dezember 2017, 16.00 bis 18.00 Uhr
WO: Katholische Universitätskirche St. Petri, Neustädter Straße 4, 39104 Magdeburg

 

Außerdem singt der Universitätschor am 13. Dezember 2017 auf den Stationen im Haus 60A auf dem Campus der Universitätsmedizin der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

 

WAS: Stationssingen des Universitätschors
WANN: Mittwoch, 13. Dezember 2017, 17.00 bis 18.00 Uhr
WO: Campus der Universitätsmedizin, Leipziger Straße 44, 39120 Magdeburg 

 

Die Chöre der Fakultät für Informatik und der Medizinischen Fakultät der Universität Magdeburg treten zum weihnachtlichen Singen gemeinsam auf. Nach dem ersten erfolgreichen Sommerkonzert folgt am 13. Dezember 2017 ein Konzert in der Wallonerkirche. In der stressigen Adventszeit wird schnell vergessen, die Vorfreude auf Weihnachten zu genießen. Die Chöre Acafin und Ligamentum Vocale laden daher alle Freunde der weihnachtlichen A-cappella-Musik ein, sich gemeinsam auf die Festtage einzustimmen.

 

WAS: Weihnachtskonzert a cappella der Chöre Acafin und Ligamentum Vocale
WANN: Mittwoch, 13. Dezember 2017, Einlass: 17.30 Uhr, Beginn: 18.00 Uhr
WO: Wallonerkirche, Wallonerberg 6, 39104 Magdeburg

 

Für das Konzert werden warme Kleidung und Decken empfohlen, da die Kirche unbeheizt ist. Der Eintritt ist frei.

Adventskonzerte der Big Band 

Zum Abschluss der kleinen vorweihnachtlichen Konzertreihe tritt die Big Band der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg auf. Unter der professionellen Leitung von Stefan Schultze werden am 14. und 15. Dezember 2017 zwei Weihnachtskonzerte im Gesellschaftshaus Magdeburg stattfinden.

 

WAS: Weihnachtskonzert „Süßer die Bläser nie swingen“
WANN: Donnerstag, 14. Dezember 2017, Einlass: 19.00 Uhr, Beginn: 20.00 Uhr
Freitag, 15. Dezember 2017, Einlass: 19.00 Uhr, Beginn: 20.00 Uhr
WO: Gesellschaftshaus Magdeburg, Schönebecker Straße 129, 39104 Magdeburg

 

Die Karten gibt es im Vorverkauf für 12 Euro / erm. 7 Euro an den bekannten Vorverkaufsstellen und an der Abendkasse für 14 Euro / erm. 9 Euro.

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Wenn aus Sonnenblumen Kunststoff wird

28.11.2017 -

Verfahrenstechniker der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg arbeiten erfolgreich daran, die für die Herstellung vieler chemischer Produkte bisher verwendeten Ausgangsstoffe Erdöl und Erdgas durch nachwachsende Rohstoffe zu ersetzen. Im Rahmen des Sonderforschungsbereichs/Transregio 63 InPROMPT: Integrierte chemische Prozesse in flüssigen Mehrphasensystemen suchen sie vor dem Hintergrund knapper werdender fossiler Rohstoffe hochschulübergreifend nach neuen effizienten und nachhaltigen Produktionsprozessen, mit deren Hilfe langkettige Kohlenwasserstoffe in Ausgangsstoffe für Farben, Lacke, Arznei-, Wasch- oder Reinigungsmittel umgewandelt werden können. Mehr als 60 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, der Technischen Universitäten Berlin und Dortmund, der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin sowie des Max-Planck-Instituts für Dynamik komplexer technischer Systeme Magdeburg sind an diesem Verbundprojekt beteiligt.

Header SFB-TR63 (c) Harald Krieg

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat soeben zum dritten Mal eine Förderung des Sonderforschungsbereichs in Höhe von neun Millionen Euro bestätigt. Das Fördervolumen des SFBs steigt damit insgesamt auf 27 Millionen Euro.

Grüne Chemie aus Sonnenblumen

„Die meisten chemischen Produktionsprozesse basieren heute noch immer auf petrochemischen Rohstoffen, also letztlich auf Erdöl, welches langfristig zunehmend teurer werden wird und dessen Verwendung die Umwelt belastet“, erläutert Prof. Dr.-Ing. Kai Sundmacher vom Institut für Verfahrenstechnik der Universität. „Wir wollen an Stelle von Erdöl nun langkettige Kohlenwasserstoffe einsetzen, die aus nachwachsenden Rohstoffen, beispielsweise aus Sonnenblumen, gewonnen werden können.“ Um die chemischen Umwandlungsprozesse effizienter und umweltverträglicher durchzuführen, werden spezielle Katalysatoren eingesetzt. Diese Katalysatoren schwimmen im Reaktionsgemisch und können jedes Rohstoffmolekül zielgerichtet in das gewünschte Produktmolekül umbauen. Allerdings müssen die Katalysatoren nach ihrem Einsatz vom Produkt getrennt werden. Dieses Recycling sei eine große Herausforderung, so Sundmacher, aber aus ökonomischen Gründen notwendig, weil die eingesetzten Katalysatoren aus hochwertigen Metallen, z. B. Rhodium sowie aus komplexen organischen Strukturen bestehen. 

Langfristig wollen wir eine Methodik entwickeln, mit der man auf Basis von Computersimulationen die optimale Prozesskonfiguration, die intelligenteste Betriebsführung und das beste Lösungsmittel vorausberechnen kann. Damit könnte man die Prozessentwicklung insgesamt stark beschleunigen und die Experimente so planen, dass man den größtmöglichen Informationsgewinn erzielt“, erklärt Prof. Dr.-Ing. Kai Sundmacher, der Magdeburger Koordinator des Projekts. „Die Magdeburger Teilprojekte übernehmen innerhalb des Sonderforschungsbereichs eine wichtige Brückenfunktion, indem sie die chemisch-physikalischen Grunddaten und Teilprozesse in effiziente Produktionskonzepte übersetzen.“

10 Millionen Euro für weiteren Sonderforschungsbereich

Neben diesem hochschulübergreifenden Verbundprojekt der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg wurde von der DFG auch eine dritte Förderung des Sonderforschungsbereichs SFB 854 der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg für weitere vier Jahre mit mehr als 10 Millionen Euro bewilligt. In diesem Forschungsschwerpunkt der Medizinischen Fakultät werden Kommunikationsprozesse zwischen Zellen als Grundlage eines funktionierenden Immunsystems erforscht. Laufen sie optimal, eliminiert das Immunsystem Krankheitserreger, aber auch entstehende Krebszellen. Ist die Kommunikation jedoch gestört, kann sich das Immunsystem z. B. gegen körpereigene Zellen wenden, was in der Folge zu Autoimmunerkrankungen, wie Rheuma oder Multipler Sklerose führen kann. 

 

Bilder zum Download:

Bild 1 // Quelle: Harald Krieg/Universität Magdeburg // Bildunterschrift: Magdeburger Projektgruppe des Sonderforschungsbereichs/ Transregio 63 mit Prof. Dr.-Ing. Kai Sundmacher (3.v.l.)

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25 Jahre Exzellenz für nachfolgende Generationen

24.11.2017 -

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg hat anlässlich des 415. Geburtstages ihres Namenspatrons auf dem Akademischen Festakt, der wichtigsten Veranstaltung der Alma Mater im akademischen Jahr, exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ausgezeichnet.

Im Beisein des Staatssekretärs im Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Jürgen Ude, und zahlreicher weiterer Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur wurden

Den Festvortrag hielt Dr. Stefan Rhein, Direktor und Vorstand der Luthergedenkstätten in Sachsen-Anhalt zum Thema „Zum Gespräch geboren - Das Politikverständnis Philipp Melanchthons“. Zu Ehren eines ghanaischen Preisträgers war der stellvertretende Botschafter des Landes, Mr. Samuel Henry Dwamen-Yeboah, anwesend. Die Veranstaltung bildete außerdem den feierlichen Auftakt zum akademischen Jubiläumsjahr anlässlich der Gründung der Otto-von-Guericke-Universität vor 25 Jahren.

Forschungspreis 2017

Den 19. Otto-von-Guericke-Forschungspreis, die höchste Auszeichnung der Universität, erhielt Prof. Dr.-Ing. Achim Kienle von der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der Universität. Seine wissenschaftlichen Leistungen und hervorragenden Innovationen hätten die Universität Magdeburg national und international sichtbar gemacht, hieß es in der Begründung. Prof. Kienle befasst sich intensiv mit der Erforschung komplexer dynamischer Systeme. „Dynamik spielt bei chemischen, biotechnologischen, aber auch Energieproduktionsprozessen eine große Rolle“, so Kienle. „Nämlich immer dann, wenn diese Prozesse starken Schwankungen unterliegen oder Störungen auftreten. Um dann eingreifen zu können und die Qualität des Produktes sicherzustellen, braucht man spezielle Methoden und um die kümmern wir uns,“ beschreibt er seinen Forschungsgegenstand. Ein typisches Beispiel sind biologische Zellen, die aus einem weit verzweigten Stoffwechselnetzwerk und einem hochkomplexen Regulationsnetzwerk bestehen, die sie an veränderte Umgebungsbedingungen anpassen, um das Überleben der Zellen zu sichern. Achim Kienle und sein Team wollen diese dynamischen Prozesse im Detail verstehen, beschreiben, simulieren und letztendlich auch beeinflussen können. Zum Beispiel für die von Biopolymeren in Mikroorganismen. In speziellen Verfahren werden Kohlenwasserstoffe so miteinander verbunden, dass ein Produkt mit neuen Eigenschaften entsteht, erklärt Kienle. „Die ähneln dann den erdölbasierten Kunststoffen, sind aber biologisch abbaubar und eine absolut vielversprechende Alternative für die Herstellung von Implantaten und Prothesen in der Medizintechnik.“ Seit 2008 ist Prof. Kienle einer der drei Sprecher des universitären Forschungsschwerpunktes Dynamische Systeme in Biomedizin und Prozesstechnik.

Lehrpreis 2017

Der 6. Otto-von-Guericke-Lehrpreis wurde an ein Team aus zwei Maschinenbauern und einer Bildungsforscherin vergeben und würdigt verschiedene Aspekte guter Lehre. Dr.-Ing. Hartwig Haase, Dr.-Ing. Henning Strubelt und Katja Richter erhielten den Preis für die fakultätsübergreifende Lehrveranstaltung „Nachhaltigkeit und Mobilität“. Lehramtsstudierende und Logistiker im Master arbeiten im Rahmen einer interdisziplinären Vorlesung gemeinsam am Thema Nachhaltigkeit, bringen unterschiedliche Denkweisen und Perspektiven ein und lernen voneinander, so Henning Strubelt. „Wie bei so vielen Kooperationen ist das Ergebnis mehr als die Summe von Fachwissen. Die Studierenden haben gelernt, Sachverhalte komplexer zu betrachten und im Zusammenhang zu sehen, haben erfahren, wie wichtig es ist, andere Positionen einzunehmen.“ Nachhaltigkeit ist aus der Sicht der Lehrpreisgewinner ein Thema für alle Fakultäten, aller Disziplinen und sollte eigentlich in der Lehre prinzipiell verankert sein. Es müsse so früh wie möglich damit begonnen werden, für das Thema zu sensibilisieren. Die Augen zu verschließen, helfe niemandem, so die Nachwuchswissenschaftlerin Katja Richter. „Gerade Lehramtsstudierende sind künftige Multiplikatoren und haben eine Schlüsselfunktion inne. Sie sollen Schülerinnen und Schüler dafür gewinnen, ihr Leben in Hinblick auf die Zukunft auszurichten, dazu müssen wir sie befähigen.“ Ihre Aufgaben in der Lehre ermöglichten dem Trio vor allem auch, eigene Erfahrung und Wissen weiterzutragen und damit auch wirksam zu werden, so Dr. Hartwig Haase. „Das Thema Nachhaltigkeit beschäftigt mich sehr, weil wir mit den bisherigen Verhaltensmustern nicht mehr weiterkommen. Vor allem meine beiden Enkelkinder erinnern mich stets daran, dass dieser Planet auch für zukünftige Generationen erhalten bleiben muss!“

Eike-von-Repgow-Stipendium

Ein Eike-von-Repgow-Stipendium erhielten die beiden Historikerinnen Alena Katharina Reeb und Katja Bauer. Der Oberbürgermeister, Dr. Lutz Trümper, überreichte ihnen die Auszeichnungen für das Engagement bei der Erforschung der Geschichte und Kultur Mitteldeutschlands. Die Stadt Magdeburg und die Otto-von-Guericke-Universität verleihen seit 2005 im Gedenken an die herausragende Bedeutung Eike von Repgows für die historische Stellung Magdeburgs diesen Preis. Er soll junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die erst am Anfang ihrer wissenschaftlichen Laufbahn stehen, bei der weiteren Auseinandersetzung mit der europäischen Rechtsgeschichte unterstützen.

Klaus-Erich-Pollmann-Forschungsförderpreis

Der Klaus-Erich-Pollmann-Forschungsförderpreis, gestiftet vom Karin-Witte-Fonds, ging in diesem Jahr an die Politikwissenschaftlerin Dr. rer. pol. Nicole Siebold vom Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft. Ihr wissenschaftliches Interesse gilt der Erforschung und Weiterentwicklung des sozialen Unternehmertums, das gesellschaftliche und unternehmerische Ziele nachhaltig verbindet.

Promotionspreise der Fakultäten

Wie schon in den vergangenen Jahren wurden auf dem Akademischen Festakt 2017 auch die besten Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der neun Fakultäten mit den Promotionspreisen ausgezeichnet. Zu ihnen gehören Dr.-Ing. Anna Igorivna Federova (Fakultät für Maschinenbau), Dr.-Ing. Emmanuel Kwasi Addai (Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik), Dr.-Ing. Robert Dürr (Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik), Dr.-Ing. Pawel Matuszyk (Fakultät für Informatik), Dr. rer. nat. Tobias Windisch (Fakultät für Mathematik), Dr. rer. nat. Judith Wesenberg (Fakultät für Naturwissenschaften), Dr. med. Katharina Wex (Medizinische Fakultät), Prof. Dr. phil. Cosimo Mangione (Fakultät für Humanwissenschaften), Dr. rer. pol. Benedikt Mihm (Fakultät für Wirtschaftswissenschaft). Die Promotionspreise für die sogenannten MINT-Fakultäten (Elektrotechnik- und Informationstechnik, Informatik, Maschinenbau, Naturwissenschaften, Verfahrens- und Systemtechnik) werden mit Unterstützung der Karin-Witte-Stiftung finanziert. Der aus Ghana stammende Dr.-Ing. Emmanuel Kwasi Addai erhielt als bester Doktorand außerdem den Otto-von-Guericke-Dissertationspreis 2017 für seine wissenschaftliche Arbeit.

Die Otto-von-Guericke-Verdienstmedaille erhielt in diesem Jahr Dr. Jürgen Zimmermann für sein langjähriges Engagement in der Otto-von-Guericke-Gesellschaft.

Wie bereits im vergangenen Jahr waren die Gäste der Veranstaltung wieder die Ersten, denen die neue Ausgabe des Forschungsmagazins der Universität Magdeburg, GUERICKE`17, überreicht wurde. Auf 100 Seiten informiert die Universität Magdeburg in populärwissenschaftlichen Beiträgen über ihre neuesten Forschungsergebnisse und stellt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ihrem Alltag vor. Die Beiträge sind demnächst auch in der kostenlos zugänglichen App „GUERICKEmag“ nachlesbar und mit multimedialen Inhalten ergänzt.

 

Bilder zum Download:

Bild 1 // Quelle: Harald Krieg / Universität Magdeburg // Bildunterschrift: Prof. Dr. Monika Brunner-Weinzierl, Prorektorin für Forschung, Technologie und Chancengleichheit, Otto-von-Guericke-Forschungspreisträger 2017, Prof. Dr.-Ing. Achim Kienle, und der Rektor der Universität Magdeburg, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan (v.l.n.r.).

Bild 2 // Quelle: Harald Krieg / Universität Magdeburg // Bildunterschrift: Prof. Dr. Franziska Scheffler, Prorektorin für Studium und Lehre, Dr.-Ing. Henning Strubelt, Dr.-Ing. Hartwig Haase und Katja Richter, Lehrpreisträger 2017, Madeleine Linke vom Studierendenrat der Universität und der Rektor der Universität Magdeburg, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan (v.l.n.r.).

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Kurzfristige Belohnungen beeinflussen uns bei langfristigen Entscheidungen

23.11.2017 -

Kurzfristige Belohnungs- und Bestrafungserlebnisse verzerren unser Urteilsvermögen und halten uns davon ab, die besten Lösungen für langfristige Entscheidungen zu finden. So ist die Entscheidung, langfristig abzunehmen zunächst mit zeitnaher Anstrengung verbunden, die Entscheidung, Fastfood zu essen, unmittelbar zwar belohnend, langfristig aber negativ.

Den Zusammenhang zwischen kurzfristigen Ergebnissen und langfristigem Entscheiden wurde in einer Studie von Neuropsychologen um Dr. rer. nat. Adrian Fischer von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg untersucht, die soeben im international renommierten Fachjournal Nature Communications veröffentlicht wurde. Die Forschungsergebnisse könnten künftig helfen, zum Beispiel Suchtverhalten und -mechanismen besser verstehen und behandeln zu können.

Portrait Fischer, Adrian (c) Stefan Berger 2Dr. rer. nat. Adrian Fischer (Foto: Stefan Berger) 

„Der Mensch kann als einziges Lebewesen Wissen direkt nutzen, um sich – ungeachtet kurzfristiger Belohnungen oder Bestrafungen – für langfristig optimale Lösungen zu entscheiden“, so Dr. Adrian Fischer. „Manchmal basieren diese Entscheidungen auf eigenen Erfahrungen, aber oft müssen wir uns auf abstrakte Informationen verlassen, da wir langfristige Konsequenzen unserer Entscheidungen nicht selbst erlebt haben. Zum Beispiel verzichteten viele Menschen auf ungesundes Essen, aber nicht etwa, weil sie schon selbst erlebt hätten, dass Gewicht oder Cholesterinspiegel stiegen, sondern aufgrund von Informationen über die negativen Langzeitfolgen. „Unsere Daten zeigen aber, dass auch Menschen, die wissen, dass Fastfood langfristig schlecht ist, unter bestimmten Bedingungen die Folgen verharmlosen: Hat es uns gut geschmeckt, halten wir wider besseres Wissen die Langzeitfolgen für weniger schlimm. Gleiches gilt umgekehrt für das Erleben von Bestrafungen.“

Die Wissenschaftler verglichen die Entscheidungen ihrer Probanden auch mit denen von Computerprogrammen: Wählte der Computer immer die langfristig vernünftigen Lösungen, waren die Versuchspersonen bei der Entscheidungsfindung von kurzfristigen, zeitlich davor liegenden Ergebnissen stark beeinflusst und nicht mehr in der Lage, künftige Konsequenzen korrekt einzuschätzen. Mittels funktioneller Kernspintomographie fanden die Forscher außerdem heraus, dass überraschenderweise gerade die Versuchsteilnehmer am besten in der Lage waren, spätere Konsequenzen ihrer Entscheidungen real einzuschätzen, deren Hirnaktivität am stärksten kurzfristige Ereignisse widerspiegelte. „Das legt nahe“, so Dr. Adrian Fischer, „dass nicht ein Mangel von Wissen einzelne Menschen schlechtere langfristige Entscheidungen treffen lässt, sondern die fehlende Integration von direkten Erlebnissen.“

 

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Bild 1 // Quelle: Stefan Berger // Bildunterschrift: Dr. rer. nat. Adrian Fischer

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Exellenz für nachfolgende Generationen

20.11.2017 -

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg wird anlässlich des 415. Geburtstages ihres Namenspatrons auf dem Akademischen Festakt, der wichtigsten Veranstaltung der Alma Mater im akademischen Jahr, wieder exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auszeichnen.

Im Beisein des Staatssekretärs im Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Jürgen Ude, und weiterer Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur des Landes Sachsen-Anhalt werden der „Otto-von-Guericke-Forschungspreis“, der „Otto-von-Guericke-Lehrpreis“, der „Klaus-Erich-Pollmann-Forschungsförderpreis“, das „Eike-von-Repgow-Stipendium“ sowie der „Dissertationspreis“ vergeben.

 

WAS: Akademischer Festakt der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
WANN: 23. November 2017, 18:30 bis 21:00 Uhr
WO: Johanniskirche Magdeburg, Johannisbergstraße 1, 39104 Magdeburg

 

Den Festvortrag hält Dr. Stefan Rhein, Direktor der Luthergedenkstätten zum Thema „Zum Gespräch geboren. Das Politikverständnis Philipp Melanchtons“.

Wie in den vergangenen Jahren, werden die Gäste der Veranstaltung wieder die Ersten sein, denen die druckfrische Ausgabe des Forschungsmagazins der Universität Magdeburg, GUERICKE`17, überreicht wird. Auf über 100 Seiten berichtet die Universität von aktuellen Forschungsprojekten und stellt Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vor.

Die Veranstaltung wird von der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Universität Magdeburg unterstützt und von Mitgliedern der musikalischen Ensembles der Universität begleitet.

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Universität Magdeburg verabschiedet 2509 hochqualifizierte Fachkräfte aus 48 Nationen

20.11.2017 -

2509 Absolventinnen und Absolventen aus 48 Nationen verlassen im Abschlussjahrgang 2016/17 als hochqualifizierte Fachkräfte die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg; 1057 von ihnen sind Frauen. Die zahlenmäßig stärkste Gruppe bildeten Absolventen der ingenieurwissenschaftlichen Studiengänge, gefolgt von denen der Humanwissenschaften, der Wirtschaftswissenschaft und der Informatik. In wenigen Wochen verlassen darüber hinaus rund 200 approbierte Ärztinnen und Ärzte nach einem erfolgreichen Studium die Universität Magdeburg.

Header_Absolventenverabschiedung Uni Magdeburg (c) Harald KriegDie besten Bachelor- und Masterabsolventinnen und -absolventen ihres Jahrgangs auf der Feierlichen Absolventenverabschiedung 2017 mit Rektor Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan und Fakultätsvertretern. (Foto: Harald Krieg / Universität Magdeburg)

Auf der Feierlichen Absolventenverabschiedung am 18. November 2017 wurden sie im Magdeburger MARITIM-Hotel vom Rektor der Universität, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan, und Mitgliedern ihrer Fakultäten feierlich in ihr Berufsleben entlassen. „Sie haben es geschafft, halten mit mehr als 2500 ehemaligen Kommilitonen Ihre Abschlusszeugnisse in den Händen, feiern nach anstrengenden Wochen und Monaten den Studienabschluss. Ein großer persönlicher Erfolg, zu dem ich Ihnen auf das Herzlichste gratulieren möchte“, so Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan.

Auf der Festveranstaltung wurden auch die besten Bachelor- und Masterabsolventinnen und -absolventen der Fakultäten ausgezeichnet und vom Rektor beglückwünscht. „Ihre weiteren Lebenswege sind so unterschiedlich und individuell wie Sie selbst“, unterstrich Prof. Strackeljan. Einige blieben der Universität, der Stadt oder Region sicher erhalten, nicht wenige würden aber ihren Studienort verlassen und irgendwo in Deutschland oder auch im Ausland erste Berufserfahrungen sammeln, vielleicht auch ein Unternehmen gründen. „Aber, ganz gleich, wohin es sie verschlägt: Wir möchten ein wichtiger Teil Ihrer Erinnerung bleiben und Sie ermutigen, sich nun in der Rolle der Alumni in die weitere Entwicklung Ihrer Alma Mater einzubringen. Sei es, weil Sie gemeinsam mit uns Forschungsprojekte betreiben, unsere Weiterbildungsangebote nutzen oder einfach eines Tages auf der Suche nach gut ausgebildeten Fachkräften bei uns vorbeischauen. Lassen Sie die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg weiter ein Teil Ihres Lebens sein, bleiben sie mit uns in Verbindung!“

Zur Erinnerung an ihre Studienzeit erhielten die Absolventinnen und Absolventen In diesem Jahr zum ersten Mal ein Fotobuch, in dem unzählige Momente und Ereignisse aus fünf Jahren Unialltag festgehalten sind.

 

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Bild 1 // Quelle: Harald Krieg / Universität Magdeburg // Bildunterschrift: Die besten Bachelor- und Masterabsolventinnen und -absolventen ihres Jahrgangs auf der Feierlichen Absolventenverabschiedung 2017 mit Rektor Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan und Fakultätsvertretern.

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Wie viel Strahlenbelastung verträgt der Mensch?

17.11.2017 -

Prof. Dr. rer. nat. Christoph Hoeschen vom Lehrstuhl Medizintechnische Systeme der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ist Gründungspräsident der ersten europäischen Plattform zur Erforschung des medizinischen Strahlenschutzes. Der Medizintechniker wird künftig maßgeblich daran beteiligt sein, medizinische Diagnose- und Therapieverfahren zu individualisieren, Patienten, aber auch Mediziner vor übermäßiger Strahlenbelastung zu schützen und einheitliche europäische Standards für die Nuklearmedizin durchzusetzen.

Im Rahmen eines mit 10 Millionen Euro geförderten EU-Verbundprojekts MEDIRAD - Implications of Medical Low Dose Radiation Exposure entwickelt Professor Hoeschen bereits passgenaue und personalisierte Therapien und Diagnoseverfahren. Gemeinsam mit Prof. Dr. med. Maciej Pech von der Magdeburger Universitätsklinik für Radiologie und Nuklearmedizin geht er vor allem der Frage nach, wie künftig die röntgenstrahlenbasierte Diagnostik verbessert werden kann, persönliche Bedürfnisse von Patienten berücksichtigt und Risiken minimiert werden können.

Am Lehrstuhl von Professor Hoeschen werden modernste Technologien für eine verbesserte Bildgebung mit Röntgenstrahlen sowie für die Bildgebung während medizinischer Eingriffe entwickelt. Dazu gehören ein spezieller Computertomograph (CT) für dreidimensionale Röntgenbilder der weiblichen Brust oder ein robotergestützter CT zur besseren Diagnostik von Veränderungen im Bereich der Wirbelsäule. Darüber hinaus interessieren die Forscher neue Röntgenverfahren, die Informationen über Zellfunktionen im lebenden Menschen ermöglichen und die Fragen, wie und mit welchen Effekten sich radioaktive Substanzen im Körper verteilen.

„Bisher ist es in Deutschland so, dass die medizinische Strahlenexposition pro Kopf genauso groß ist, wie die aller natürlichen, aus dem Boden, der Atmosphäre oder unserer Nahrung abgegeben Strahlung zusammen“, so der Medizintechniker Prof. Hoeschen. „Wir wissen, dass nicht jeder Patient die gleiche Menge Strahlung benötigt, bisher gibt es aber noch viel zu wenig Verfahren, diese Individualisierung der medizinischen Anwendung ionisierender Strahlung zu ermöglichen. Zudem fehlen europäische Standards, die an Kliniken europaweit die gleichen Therapie- und Diagnoseverfahren anbieten.“

Portrait_Hoeschen, Christoph (c) Harald Krieg 2Prof. Dr. rer. nat. Christoph Hoeschen (Foto: Harald Krieg/Universität Magdeburg) 

Bis 2020 wollen die 32 europäischen Projektpartner die gesundheitlichen Folgen schon von geringen Mengen ionisierender Strahlung durch diagnostische und therapeutische Verfahren in der Medizin erforschen und damit die wissenschaftlichen Grundlagen schaffen, klinische Anwendungen künftig mehr und mehr individualisieren zu können und auf die konkreten Bedarfe der Patientinnen und Patienten zuzuschneiden.

„Wir werden durch eine verbesserte Einschätzung von Effekten medizinischer Strahlung künftig die Dosis optimieren und für den einzelnen Patienten personalisieren können“, so Hoeschen. „Wenn wir verstehen, welche Auswirkung eine bestimmte Strahlendosierung auf Gefäße oder unser Herz-Kreislauf-System und andere Organe haben, wird es möglich sein, die bei jedem Patienten besonders gefährdeten Regionen besser zu schützen.“

Zum Ende des auf vier Jahre angelegten Forschungsprojektes sollen wissenschaftlich basierte Empfehlungen und Richtlinien entwickelt werden, um künftig die Patienten und Mediziner gleichermaßen besser zu schützen.

 

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Bild 1 // Quelle: Harald Krieg/Universität Magdeburg // Bildunterschrift: Portrait Prof. Dr. rer. nat. Christoph Hoeschen

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Luxus oder Daseinsfürsorge für Sachsen-Anhalt?

14.11.2017 -

Anlässlich des 10-jährigen Bestehens des Exzellenzforschungszentrums Centre for Behavioral Brain Sciences CBBS an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg wollen die Forscherinnen und Forscher einen gesellschaftlichen Diskurs zur Rolle der neurowissenschaftlichen Grundlagenforschung für das Land Sachsen-Anhalt beginnen. Gemeinsam mit Landespolitikerinnen und -politikern sowie Gästen aus Wirtschaft und Wissenschaft soll auf einem Parlamentarischen Abend zum einen Bilanz gezogen werden, zum anderen aber auch ein Austausch darüber begonnen werden, wie neurowissenschaftliche Grundlagenforschung in Sachsen-Anhalt künftig gestaltet werden kann und welche konkreten Erwartungen sowohl die Politik als auch die Neurowissenschaften haben.

„Die Neurowissenschaften sind eine Schlüsseldisziplin der Forschung im 21. Jahrhundert“, so Prof. Dr. med. Hans Jochen Heinze, Sprecher des CBBS. „In den vergangenen Jahren ist am Standort Magdeburg ein neurowissenschaftlicher Forschungsschwerpunkt mit großer nationaler und internationaler Ausstrahlung herangewachsen, der sich ein Renommee weit über die Landesgrenzen hinaus erarbeitet hat. Wir müssen nun aber in den Austausch darüber treten, welche Rahmenbedingungen moderne Forschung angesichts großer internationaler Konkurrenz braucht und hinterfragen, welche Forderungen die Landespolitik an die Neuroforschung stellt.“

 

WAS: Parlamentarischer Abend des Landesforschungszentrums
„10 Jahre Center for Behavioral Brain Sciences CBBS“
WANN: 22. November 2017, Einlass ab 17:30 Uhr, Beginn 18:00 Uhr, Ende ca. 21:00 Uhr
WO: Kulturhistorisches Museum Magdeburg, Kaiser-Otto-Saal, Otto-von-Guericke-Str. 68-73, 39104 Magdeburg

 

Nach der Begrüßung durch den Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff, und die Präsidentin des Landtages Sachsen-Anhalt, Gabriele Brakebusch, werden der Rektor der Universität Magdeburg, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan, der Präsident der Leibniz-Gemeinschaft, Prof. Dr. Matthias Kleiner, das Mitglied des CBBS-Beirats, Prof. Dr. Thomas Münte, und der CBBS-Forscher Jun.-Prof. Dr. Michael Hanke ihre Standpunkte und Sichtweisen zum Thema präsentieren.

Daran schließt sich unter dem Motto "Wie kann das Land vom CBBS profitieren? Ist Grundlagenforschung Luxus oder Daseinsfürsorge für die Entwicklung des Landes?" eine Diskussion zum Thema an. Die Magdeburger CBBS-Forscherin, Prof. Dr. Daniela Dieterich, und der Sprecher des CBBS, Prof. Hans-Jochen Heinze, werden dazu mit Parlamentariern und dem Präsidenten des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle, Prof. Dr. Reint Gropp, diskutieren.

Ein Empfang mit musikalischer Begleitung bietet danach Raum für weiterführende Gespräche und Interviews.

Das Centre for Behavioral Brain Sciences CBBS

2007 wurde das Center for Behavioral Brain Sciences, kurz CBBS, als Dachstruktur neurowissenschaftlicher Forschung in Magdeburg gegründet. Mit dem CBBS wurde eine Struktur geschaffen, um exzellente Nachwuchswissenschaftler innerhalb des Forschungsschwerpunktes weiter zu fördern und durch Bündelung vielfältiger Herangehensweisen, Methodiken und Themen Synergien zu schaffen und Kompetenzen zu bündeln. Als zentrale Einrichtung der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg wird sie wissenschaftlich gemeinsam von der Universität Magdeburg und dem Leibniz-Institut für Neurobiologie LIN getragen. Das CBBS vereint gegenwärtig 100 Neurowissenschaftlerinnen und –wissenschaftler aus sechs Fakultäten der Universität Magdeburg, aus dem Leibniz-Institut für Neurobiologie sowie dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE). Aus CBBS-Verbünden sind inzwischen zwei von der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG geförderte Sonderforschungsbereiche (TRR-SFB 62 und SFB 779) hervorgegangen. Das CBBS wird gefördert aus Mitteln des Landes Sachsen-Anhalt und des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).

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Uni für die Ohren: Jubiläumskonzert auf den Campus

13.11.2017 -

Anlässlich seines 5-jährigen Bestehens veranstaltet das studentische Radio der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Guericke FM, ein Live-Radiokonzert mit der Band Berlin Syndrome. Am 1. Dezember 2017 sind Studierende und Universitätsangehörige, aber auch musikinteressierte und radiobegeisterte Magdeburgerinnen und Magdeburger dazu ins CampusTheater eingeladen. Die fünf Musiker der 2014 gegründeten Band kommen aus Magdeburg, Manchester und Berlin und werden eine Mischung aus Indie, Post Rock und Alternative präsentieren.

Grafik Radiokonzert

 

WAS: 11. Guericke FM Radiokonzert mit der Band Berlin Syndrome
WANN: Freitag, 1. Dezember 2017, Einlass 19:00 Uhr, Beginn 20:00 Uhr
WO: CampusTheater (ehem. Projekt 7), Johann-Gottlob-Nathusius-Ring 5, 39106 Magdeburg

 

Der Eintritt ist kostenfrei und ohne Voranmeldung möglich. Das Konzert wird über den Livestream unter www.guericke.fm übertragen.

Guericke FM

Bereits seit fünf Jahren machen an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg Studierende für Studierende Radio, berichten über Hochschulpolitik, informieren über Kulturereignisse und den Studienalltag, veranstalten Radiokonzerte und Off-Air-Aktionen auf dem Campus, moderieren zentrale Veranstaltungen der Universität und unterstützen Lehrveranstaltungen im Bereich Medien. Durch ihre Begeisterung und Präsenz hat sich das Team der Medienmacher um Guericke FM einen Namen auf dem Campus, aber auch außerhalb der Hörsäle in Magdeburg gemacht.

 

Grafiken zum Download:

Bild 1 // Quelle: Medienzentrum/Universität Magdeburg

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Von hungrigen Gehirnen und vollen Portemonnaies

10.11.2017 -

Kann unser Gehirn irgendwann nichts Neues mehr lernen und wie wird aus gedrucktem Papier Geld? Diese beiden Fragen sollen während der Dezemberausgabe der Kinder-Uni Magdeburg von Wissenschaftlern der Otto-von-Guericke-Universität beantwortet werden.

Weihnachtsausgabe der Kinder-Uni MagdeburgWeihnachtsausgabe der Kinder-Uni Magdeburg findet am 2.12. statt

In der ersten Vorlesung „Neue Dinge braucht das Gehirn“ werden die Neurologen Dr. med. Daniel Bittner und Dr. med. Wenzel Glanz erklären, warum unser Gehirn in jungen Jahren besonders leistungsfähig ist, wir aber auch bis ins hohe Alter in der Lage sind, Neues zu lernen.

Die zweite Vorlesung beantwortet die Frage, wie aus gedrucktem Papier Geld wird. Der Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Matthias Raith wird anschaulich erläutern, warum es viele unterschiedliche Münzen und Banknoten gibt, wie Geld seinen Wert bekommt und es diesen ganz schnell auch wieder verlieren kann, wenn man nicht ganz vorsichtig damit umgeht.

Nach der Vorlesung klingt die letzte Kinder-Uni-Veranstaltung des Jahres weihnachtlich aus.

 

WAS: Kinder-Uni Magdeburg der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg „Neue Dinge braucht das Gehirn“ und „Woher kommt der Wert des Geldes“
WANN: 2. Dezember 2017, 11.00 bis 13.00 Uhr
WO: Gebäude 16, Hörsaal 5, Universitätsplatz 2, 39106 Magdeburg

 

Die kostenfreie Anmeldung für die Kinder-Uni ist ab dem 20. November 2017 möglich online und montags bis freitags von 13.00 bis 16.00 Uhr über die Kinder-Uni-Hotline 0391 67-51888.

Die Kinder-Uni Magdeburg ist seit 2003 eine von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg initiierte Veranstaltungsreihe für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren, auf der spannende Themen aus Forschung und Wissenschaft unterhaltsam und altersgruppengerecht vorgestellt werden. Über 19.000 Schülerinnen und Schüler haben bereits die über 90 Vorlesungen besucht.

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Optisches Chaos zur Kontrolle von Licht

01.11.2017 -

Physiker der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg haben gemeinsam mit Kollegen aus China und den USA erstmals eine Methode entwickelt, bei der Licht so kontrolliert gesteuert wird, dass es breitbandig und schnell in einen Lichtspeicher, einen sogenannten Mikroresonator, eingespeist und wieder entnommen werden kann. Dieses Verfahren könnte künftig die bisher auf der Mobilität von Elektronen basierende Weiterleitung digitaler Informationen durch kontrolliert gelenkte Lichtwellen ersetzen. Im Gegensatz zu den sich relativ langsam und mit Reibungsverlust bewegenden Elektronen wäre Licht wesentlich schneller unterwegs.

Die Wissenschaftler um Prof. Jan Wiersig haben zusammen mit den Gruppen von Prof. Yun-Feng Xiao (Peking University, China), Prof. Marko Loncar (Harvard University, USA) und Prof. Lan Yang (Washington University, USA) ihre Forschungsergebnisse soeben in dem renommierten internationalen Fachjournal Science veröffentlicht.

Extrem kompakte optische Schaltkreise, in denen Licht statt Elektronen zur Datenübertragung verwendet wird, könnten künftig die Kommunikation und Datenverarbeitung revolutionieren. Aber die Kontrolle von Licht stellt eine große Herausforderung dar,“ so Prof. Jan Wiersig. „Das Hauptproblem dabei ist, dass das Licht in den verschiedenen Bestandteilen des Schaltkreises, z. B. im Lichtspeicher oder auch im Wellenleiter, was dem Draht in einem elektrischen Schaltkreis entspricht, unterschiedliche Geschwindigkeiten hat. Das bedeutet, dass es nicht effizient und kontrolliert von einem Bestandteil des Schaltkreises zum nächsten wechseln kann.“

Wellenleiter und Lichtspeicher 1 Wellenleiter und Lichtspeicher 2

Illustration des Kopplungsprozesses zwischen einem geraden Wellenleiter und einem Lichtspeicher. Der Fahrradfahrer versucht, dem schnell fahrenden Auto Lichtpakete zu übergeben. Bild 1: Ohne Chaos ist die Kopplung ineffizient. Bild 2: Mittels Chaos können die Lichtpakete effizient übergeben werden. (Bilder: Zeichnungen von Yin Feng und Xuejun Huang)

Um die unterschiedlichen Geschwindigkeiten des Lichts in dem Wellenleiter und in einem angrenzenden ringförmigen Lichtspeicher aneinander anzugleichen und somit eine schnelle Übergabe von Lichtpaketen in den Speicher zu ermöglichen, benutzten die Wissenschaftler erstmals ein besonderes Verfahren: Sie verformten die ringförmige Struktur des Lichtspeichers leicht und erzeugten damit ein sogenanntes optisches Chaos. Das äußert sich darin, dass es zu schnellen Schwankungen der Geschwindigkeit des Lichts im Lichtspeicher kommt. Diese schnellen Schwankungen haben zur Folge, dass die unterschiedlichen Geschwindigkeiten im Wellenleiter und Lichtspeicher für einen sehr kurzen Moment gleich und synchronisiert sind. Diese extrem kurze Zeitspanne reicht aus, um Licht sehr schnell aus dem Wellenleiter in den Lichtspeicher einzuspeisen oder auch wieder zu entnehmen. Mit diesem Verfahren könnten künftig Licht statt Elektronen genutzt werden, um sehr große Datenmengen breitbandig in optischen Schaltkreisen zu verarbeiten.

 

Grafiken zum Download:

Bild 1 // Bild 2 // Quelle: Zeichnungen von Yin Feng und Xuejun Huang // Bildunterschrift: Illustration des Kopplungsprozesses zwischen einem geraden Wellenleiter und einem Lichtspeicher. Der Fahrradfahrer versucht, dem schnell fahrenden Auto Lichtpakete zu übergeben. Bild 1: Ohne Chaos ist die Kopplung ineffizient. Bild 2: Mittels Chaos können die Lichtpakete effizient übergeben werden.

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Letzte Änderung: 06.12.2017 - Ansprechpartner:

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