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April

Von Menschenrechten, Kampf der Kulturen, Pazifismus und Meinungsäußerung

25.04.2017 -

Die Arbeitsstelle Menschenrechte an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg thematisiert im Sommersemester in einer öffentlichen Vortragsreihe aktuelle Fragen der politischen und philosophischen Menschenrechtstheorie.

Menschenrechte sind Rechte, die jedem Menschen unabhängig von seinem Geschlecht, seinem Alter, seiner Religionszugehörigkeit und ethnischen Herkunft zukommen. Ihnen liegt ein fundamentales Freiheits- und Gleichheitsethos zugrunde, das jeden Einzelnen vor willkürlicher staatlicher Gewalt, Rassismus und religiöser Verfolgung schützt, ein gleiches Recht auf Teilnahme am politischen und kulturellen Leben verbürgt sowie ein Recht auf Lebensunterhalt sichert. Die einzelnen Menschenrechte sind u. a. in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte von 1948 und weiteren UN-Menschenrechtsabkommen zusammengefasst.

 

WAS: Drei Vorträge zu Menschenrechten, veranstaltet von der Arbeitsstelle Menschenrechte an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, der Fakultät für Humanwissenschaften / Bereich Philosophie
WANN: 3. Mai 2107, 31. Mai 2107, 28. Juni 2107, jeweils 17 bis 19 Uhr
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Fakultät für Humanwissenschaften
Gebäude 40B, Zschokkestraße 23, Raum 238

 

Die interessierte Öffentlichkeit ist zu den Vorträgen herzlich eingeladen, der Eintritt ist frei.

Die Arbeitsstelle Menschenrechte wurde 2006 an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg von den Professoren Dr. Georg Lohmann und Dr. Karl-Peter Fritzsche sowie Privatdozent Dr. Arnd Pollmann gegründet und steht am Schnittpunkt zwischen akademischen und öffentlichen Menschenrechtsdiskursen. Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter forschen und lehren in unterschiedlichen geistes-, sozial- und politikwissenschaftlichen Bereichen zu Fragen der Begründung, der Umsetzung sowie der politischen und kulturellen Bedeutung von Menschenrechten und damit verbundenen Themengebieten.

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Sensoren gegen Krisensituationen bei Demenzpatienten

20.04.2017 -

Wissenschaftler der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg entwickeln gemeinsam mit Partnern aus Forschung und Industrie eine neue Mess- und Sensortechnologie, die künftig Krisensituationen erkennt und die Behandlung und Versorgung von Demenzpatienten wesentlich sicherer macht. Das unter dem Namen Modulare Messsysteme für die individuelle Therapie und Betreuung von Demenzpatienten PYRAMID vom Bund mit zwei Millionen Euro geförderte Verbundprojekt wird vom 24. bis 28. April 2017 auf der Hannover Messe, der wichtigsten Industriemesse, präsentiert.

Elektroingenieure vom Institut für Mikro- und Sensorsysteme der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der Universität Magdeburg entwickeln gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft ein miniaturisiertes Messsystem, das Gesundheits- und Pflegedaten von Demenzpatienten mit unauffälligen, kaum wahrnehmbaren Sensoren erheben kann. Auf Basis dieser erhobenen und anschließend strukturierten Parameter wird eine Software individualisierte Therapie- und Betreuungsmöglichkeiten vorschlagen, die allen am Pflegeprozess Beteiligten z. B. per Tablet-PC zugänglich sein wird.

Die neue Technologie soll auftretende Übermittlungsfehler bei der Versorgung von Demenzpatienten reduzieren, Notfallsituationen schneller erkennen und so die Patientensicherheit wesentlich verbessern. Damit sollen Patienten möglichst lange zu Hause in gewohnter Umgebung wohnen können.

Hintergrund des Vorhabens ist, dass die zahlreichen im Betreuungs-, Pflege- und Behandlungsprozess anfallenden Informationen, Messwerte und Ergebnisse bisher oft nicht ausreichend strukturiert sind. Das hat zur Folge, dass die zum Teil bereits für präventive Maßnahmen notwendigen Informationen viel zu spät vorliegen und die sich bei dieser Patientengruppe oft langsam entwickelnden Krisen- und Notfallsituationen nicht frühzeitig erkannt werden können.

Die Universität Magdeburg ist mit insgesamt 14 Projekten auf der Hannover Messe 2017 vertreten. Unter anderem wird die Transfer-Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung embedded vorgestellt. Der Forschungsfokus des Verbundvorhabens liegt auf der Herstellung medizinischer Werkzeuge für die bildgeführte minimalinvasive Therapie. Darüber hinaus präsentieren sich der Wachstumskern Fluss-Strom-Plus, das Kooperationsnetzwerk Indiwa zur Wartung von Windenergieanlagen sowie eine Reihe erfolgreicher Start-ups aus der Universität.

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Universität Magdeburg kooperiert mit Guericke-Gesellschaft und gleichnamiger Stiftung

19.04.2017 -

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg will in Zusammenarbeit mit der Otto-von-Guericke-Gesellschaft und der gleichnamigen Stiftung künftig die Ausbildung von Lehramtsstudierenden im Fach Technik verbessern, junge Leute für Technik und Naturwissenschaft begeistern und gemeinsam das Erbe Otto von Guerickes in die Zukunft führen.

So sollen Studierende der Universität Magdeburg künftig gemeinsam bei Praktika und Abschlussarbeiten bis hin zu Promotionen im Rahmen der Guericke-Forschung betreut werden, gemeinsame wissenschaftliche Veranstaltungen stattfinden und die Projektarbeit für Schülerinnen und Schüler des Landes Sachsen-Anhalt ausgebaut werden. Außerdem werden Studierende des Lehramtes Technik der Universität verstärkt den außerschulischen Unterricht in den beiden Schülerlaboren der Guericke-Gesellschaft betreuen.

Mit dem heute im Guericke-Zentrum der Landeshauptstadt Magdeburg gemeinsam unterschriebenen Kooperationsvertrag wurde für diese Ziele eine verlässliche Infrastruktur geschaffen.

Gut ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer sollen für Technik und Naturwissenschaften begeistern

„Neugier, Diplomatie, Weltoffenheit und Forschergeist, dafür steht der Name Otto von Guericke. Es sind Werte, die sich auch im Leitbild der Universität Magdeburg wiederfinden“, so deren Rektor, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan bei der Unterzeichnung. „Die Stiftung, die Guericke-Gesellschaft und die Universität Magdeburg verbindet aber mehr als nur Otto von Guericke im Namen. Wir fühlen uns gemeinsam verpflichtet, das, wofür der große Magdeburger steht weiterzutragen und so auch künftig zukunftsweisende wissenschaftliche Erkenntnisse und kluge Köpfe im Land zu generieren.“

Die Abbrecherquoten im Lehramt seien, nicht nur in Sachsen-Anhalt, aber eben auch hier, sehr hoch, so Strackeljan weiter. „Wir müssen etwas dagegen tun, müssen dafür sorgen, dass gut ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer künftigen Generationen Technikbegeisterung und Freude an den Naturwissenschaften mitgeben können. Dafür müssen wir alle Potenziale nutzen, insbesondere solche außerschulischen Lernorte wie die Schülerlabore der Otto-von-Guericke-Gesellschaft.“ Hier hätten die Lehramtsstudierenden Gelegenheit, ihr an der Uni erworbenes Wissen anzuwenden, sich auszuprobieren und auf das Berufsleben vorzubereiten.

„Nur 14 junge Magdeburger haben beispielsweise 2014 an einer Universität in Deutschland ein Physikstudium begonnen, davon 5 an der Universität Magdeburg. Fehlen die Lehrer, dann fehlt die Orientierung und anschließend junge Menschen, die einen technischen Beruf oder ein ingenieurwissenschaftliches oder naturwissenschaftliches Studium aufnehmen.“ Der Vorsitzende der Otto-von-Guericke-Gesellschaft, Prof. Dr. Matthias Tullner, wies darüber hinaus darauf hin, dass der Name Guericke untrennbar mit der Geschichte der Stadt, aber auch der Universität verbunden ist. Daher sei die künftige enge Zusammenarbeit und Verzahnung der Universität mit der Otto-von-Guericke-Gesellschaft und deren Stiftung wichtig, um den Geist Guerickes in die Zukunft zu tragen und nicht nur rückwärtsgewandt in die Geschichte zu blicken.

Die Lukasklause wird zukünftig vollständig in die Verantwortung der Otto-von-Guericke-Stiftung übergehen. Der Vorsitzende der Stiftung, Dr. Manfred Tröger, brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass zukünftig sicherlich noch mehr als die derzeit 400 Schüler und Schülerinnen die Labore besuchen werden.

 

Bilder zum Download:

Bild 1 // Quelle: Harald Krieg/Universität Magdeburg // Bildunterschrift: Prof. Dr. Matthias Tullner, Vorsitzender der Otto-von-Guericke-Gesellschaft, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan, Rektor der Universität Magdeburg, und Dr. Manfred Tröger, Vorstandsvorsitzender der Otto-von-Guericke-Stiftung, (v.li.n.re.) bei der Unterzeichnung der Kooperationsvereinbarung

Bild 2 // Quelle: Harald Krieg/Universität Magdeburg // Bildunterschrift: Prof. Dr. Matthias Tullner, Vorsitzender der Otto-von-Guericke-Gesellschaft, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan, Rektor der Universität Magdeburg, und Dr. Manfred Tröger, Vorstandsvorsitzender der Otto-von-Guericke-Stiftung, (v.li.n.re.) im Schülerlabor I im Guericke-Zentrum Magdeburg

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Smartphones clever im Unterricht einsetzen

19.04.2017 -

Das Zentrum für Lehrerbildung der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg startet gemeinsam mit der Professur für Technische Bildung und ihre Didaktik der Universität ein neues Weiterbildungsformat für Lehrerinnen und Lehrer aller Schulformen des Landes. Im sogenannten App-Labor, kurz AppLab, wird erstmalig in einer zweitägigen Weiterbildung institutionsübergreifend mit dem Einsatz von Apps im Unterricht experimentiert.

In Tandems aus Lehrern und Lehramtsstudierenden der Universität werden modellhaft mit einer App die Einsatzmöglichkeiten von Smartphones für Übungs- und Erkenntniszwecke getestet. Ziel ist es, einen möglichen späteren Unterrichtseinsatz sicherer und gezielter gestalten zu können.

 

WAS: „Smartphones im Unterricht?“ Neues Weiterbildungsformat für Lehrerinnen und Lehrer Sachsen-Anhalts an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
WANN: 12. Mai 2017, 25. August 2017, jeweils von 12.00 bis 15.00 Uhr
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Gebäude 40
Zschokkestraße 32, 39104 Magdeburg
der Raum wird den Teilnehmern noch bekannt gegeben

 

Smartphones und Apps sind bereits fester Bestandteil im Leben der Schülerinnen und Schüler, doch werden sie im Unterricht kaum genutzt“, so Bildungswissenschaftler Prof. Frank Bünning von der Fakultät für Humanwissenschaften der Universität Magdeburg. „Moderne Lehre braucht aus unserer Sicht einfach mehr Platz zum Experimentieren.“

Interessierte Lehrerinnen und Lehrer aller Fächer und Schulformen Sachsen-Anhalts sind eingeladen. Sie können sich bis zum 30. April 2017 telefonisch unter +49 391 67-56555 oder per E-Mail über das Zentrum für Lehrerbildung der Universität Magdeburg oder über das Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung anmelden.

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Bundesbildungsministerin besucht Ausgründung der Uni Magdeburg

18.04.2017 -

Am 20. April 2017 wird die Bundesbildungsministerin Johanna Wanka die TEPROSA GmbH, eine Ausgründung aus der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, besuchen und sich über ein besonderes Weiterbildungsangebot für berufliche Quereinsteiger informieren, das seit 2016 im Rahmen der BMBF-Förderrichtlinie „Innovative Ansätze zukunftsorientierter beruflicher Weiterbildung“ vom Bund mit 480.000 Euro gefördert wird.

 

WAS: Besuch der Bundesbildungsministerin Johanna Wanka
WANN: 20. April 2017, 16.00 bis ca. 17.30 Uhr
WO: TEPROSA GmbH, Paul-Ecke-Str. 6, 39114 Magdeburg

 

Als Gäste werden Vertreter des Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt, der Rektor der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg sowie der Hochschule Magdeburg-Stendal sowie regionaler Unternehmen erwartet.

Composite für Flugzeuge und Schiffe

Die TEPROSA GmbH ist eine Ausgründung der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft werden hier mit Hilfe innovativer Fertigungstechnologien Hochleistungsverbundwerkstoffe, sogenannte Composite, mit miniaturisierten intelligenten, elektrotechnischen Sensoren und Messsystemen ausgestattet. Anwendungsbeispiele für Composite sind u. a. Rotorblätter von Windkraftanlagen oder die Rümpfe von Flugzeugen und Schiffen.

Weiterbildung gegen Fachkräftemangel

Im Verbund mit der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, der Hochschule Magdeburg-Stendal und der RKW Sachsen-Anhalt GmbH entwickelt und erprobt die TEPROSA GmbH das Weiterbildungsprojekt Zukunftsorientierte berufliche Weiterbildungen für die Composite-Berufe.

Zielgruppe der Weiterbildung sind berufliche Quereinsteiger, also Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, die in der Regel eine artfremde oder gar keine Berufsausbildung vorweisen. Dazu müssen die Technologiethemen auf nicht formal qualifizierte Mitarbeiter adaptiert werden, um Lehr-Lern-Arrangements entsprechend auszugestalten. „Strategische Personalplanung und -weiterentwicklung wird zukünftig, vor allem vor dem Hintergrund des demographischen Wandels, zu einem noch wichtigeren Handlungsfeld für kleine und mittlere Unternehmen werden“, so der Mitarbeiter im Verbundprojekt Stefan Brämer vom Lehrstuhl für Mikrosystemtechnik weiter. „Wir wollen mit dem Projekt ComWeiter helfen, die dringend benötigten Fachkräfte passgenau und zielgruppengerecht zu qualifizieren.“

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Brauchen wir in Zukunft noch einen Führerschein?

18.04.2017 -

Die nächste Vorlesung der Kinder-Uni der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg beschäftigt sich am 6. Mai 2017 mit dem Automobil der Zukunft. Der Automobilexperte Jun.-Prof. Stephan Schmidt vom Institut für Mobile Systeme erklärt, warum noch nicht alle mit einem Elektroauto fahren, an welchen Steckdosen das E-Mobil aufgeladen werden kann, wieviel Strom man für eine Fahrt benötigt und, ob es sich eigentlich noch lohnt, den Führerschein zu machen, wenn unsere Autos irgendwann sowieso von allein fahren.

Darüber hinaus erfahren die Schülerinnen und Schüler viel über aktuelle Entwicklungstrends im Bereich Elektromobilität und können gemeinsam mit dem Wissenschaftler einen Blick in die Zukunft des Autoverkehrs wagen.

Die Kinder-Uni Magdeburg ist mit dieser Vorlesung zu Gast auf der vom 5. bis 7. Mai 2017 stattfindenden Messe „Technik begeistert - Perspektive MINT“. Neben der Kinder-Uni-Vorlesung bieten die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Universität Magdeburg viele weitere Mitmachaktionen an. So können junge Besucherinnen und Besucher in Workshops Brennstoffzellenautos zum Fahren bringen, Kräne konstruieren, E-Mobile bauen oder selbst ein Musikinstrument zusammenlöten. Studierende der Universität zeigen, wie in Teamarbeit ein Rennwagen entsteht. 

 

WAS: „Wie sieht dein Auto der Zukunft aus?“ Kinder-Uni der Otto-von-Guericke-Universität auf der Messe „Technik begeistert - Perspektive MINT“
WANN: 6. Mai 2017, 11.00 bis 12.00 Uhr
WO: Messegelände Elbauenpark, Halle 1
Tessenowstraße 9a, 39114 Magdeburg

 

Die kostenfreie Anmeldung für die Kinder-Uni ist ab Montag, 24. April 2017 auf der Website oder telefonisch Montag bis Freitag von 13:00 bis 16:00 Uhr unter der Hotline 0391 67-11888 möglich. Besucher ohne Kinder-Uni-Studentenausweis können diesen bei der Anmeldung beantragen.

Die Kinder-Uni Magdeburg ist eine 2003 initiierte Veranstaltungsreihe für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren. Wissenschaftsthemen werden abseits vom Schulunterricht unterhaltsam und altersgruppengerecht vorgestellt. Über 17.000 Schüler haben die bereits über 80 Vorlesungen besucht.

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Pause mit Studentenfutter

12.04.2017 -

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und die Hochschule Magdeburg-Stendal laden am 20. April 2017 die Schülerinnen und Schüler des Ökumenischen Domgymnasiums Magdeburg zu einer ungewöhnlichen Mittagspause mit „Studentenfutter“ ein. Ab 12.15 Uhr sind die Hochschulen der Landeshauptstadt mit Studierenden und Mitmachaktionen vor Ort, um gemeinsam mit dem Oberbürgermeister der Landeshauptstadt, Dr. Lutz Trümper, dem Rektor der Universität, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan, und der Rektorin der Hochschule Magdeburg-Stendal, Prof. Dr. Anne Lequy, ihre attraktiven Studiengänge vorzustellen und auf ihre Studieninformationstage am 20. Mai 2017 aufmerksam zu machen.

Rettungswagen der Zukunft

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg wird den Schülerinnen und Schülern den Rettungswagen der Zukunft präsentieren, der bis unter das Dach mit modernster Medizintechnik ausgestattet ist. Darüber hinaus werden Studierende ihren selbstgebauten Rennwagen auf den Schulhof fahren und zeigen, dass für den Bau eines solchen Mobils Kenntnisse sowohl aus der Elektrotechnik, dem Maschinenbau, der Informatik als auch der Mathematik gleichermaßen gebraucht werden.

Brieföffner aus Fischernetzen

Die Hochschule Magdeburg-Stendal präsentiert Spannendes aus den Gebieten Recycling, nachwachsende Rohstoffe und Maschinenbau. In interdisziplinären Projekten entstehen neue Produkte aus Plastikmüll. Im Bereich Recycling und Entsorgungsmanagement wird beispielsweise Meeresmüll gesichtet, gewaschen und zerkleinert. In weiteren Schritten entsteht ein Granulat, woraus dann Rohstoffe für neue Design-Produkte wie Brillengestelle und Brieföffner gefertigt werden.

 

WAS: „Mittagspause mit Studentenfutter“; Presseauftakt von Universität und Hochschule der Landeshauptstadt für die Studieninformationstage
WANN: 20. April 2017, 12.15 bis 13.00 Uhr
WO: Ökumenisches Domgynmasium Magdeburg, Hegelstraße 5, 39104 Magdeburg (Schulhof)

 

Die Veranstaltung ist gleichzeitig der letzte Stopp einer zweiwöchigen Roadshow der Universität Magdeburg durch vier Bundesländer. An über 16 Schulen informierte die Uni über ihr umfangreiches Studienangebot und lud Studieninteressierte zum zentralen Studieninformationstag, dem campusdateLIVE, am 20. Mai 2017, ab 13.00 Uhr am Campus Universitätsplatz ein.

Der Studieninformationstag der Hochschule Magdeburg-Stendal, der Campus Day, beginnt am 20. Mai 2017, um 14.00 Uhr auf dem Campus am Herrenkrug.

Studieninteressierte können sich bereits jetzt online über die jeweiligen Angebote von Universität und Hochschule informieren: www.campusdate.de (Universität Magdeburg), www.studieren-im-gruenen.de (Hochschule Magdeburg-Stendal)

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Deutsche Bioökonomiepolitik zwischen Ökonomie und Ökologie

07.04.2017 -

Politikwissenschaftler der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg untersuchen in einer großangelegten Studie, welche politischen Prozesse in Deutschland dazu beitragen können, Konflikte zwischen wirtschaftlichen Interessen und Umweltschutzbelangen, zwischen Ökonomie und Ökologie, zu lösen und zu einer nachhaltig produzierenden, also bioökonomisch basierten Volkswirtschaft führen.

Im Rahmen des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung BMBF geförderten Verbundprojektes Bio-Ökopoli analysiert das Team um Prof. Michael Böcher vom Institut für Gesellschaftswissenschaften, wie regional, national, aber auch europaweit bioökonomische Prozesse politisch gesteuert werden müssen, damit Konflikte zwischen wirtschaftlichen Interessen und ökologischen Folgen politisch entschärft bzw. gelöst werden können.

Der Begriff Bioökonomie beschreibt eine nachhaltige Form des Wirtschaftens, die auf der effizienten Nutzung von biologischen Ressourcen basiert. Der Wandel hin zu einer biobasierten Volkswirtschaft sei, so Böcher, ein wesentlicher Teil aktueller deutscher und europäischen Wirtschafts- und Technologiepolitik. Zum einen, um wirtschaftliche Standortvorteile zu schaffen, zum anderen als Beitrag zum Klimaschutz.

Zwischen Konflikten und Konkurrenzen

„Das Konzept der Bioökonomie beansprucht, eine Brücke zwischen innovativen Technologien, einer effizienten Wirtschaft und positiven Umwelteffekten zu schlagen“, so Böcher weiter. „Allerdings sind die ökologischen Wirkungen keineswegs immer eindeutig und durchaus gesellschaftlich umstritten.“ Im Hinblick auf die Produktion von Biomasse z. B. werden Konkurrenzen und Konflikte zwischen verschiedenen Nutzungsarten der Flächen, etwa für die Nahrungs- und Futtermittelproduktion einerseits oder für die Erzeugung von Rohstoffen für die stoffliche oder energetische Nutzung andererseits, immer wieder kontrovers diskutiert. Zwar sei die energetische Nutzung von Biomasse für das Klima prinzipiell besser als die Verbrennung fossiler Brennstoffe, weil hier nur der Kohlenstoff freigesetzt wird, der zuvor in der Biomasse gebunden wurde. „Aber bei Berücksichtigung der Produktionsbedingungen der Biomasse - Stickstoff-Düngung, Reduzierung der Wald- und Naturschutzflächen, Auswirkungen auf die Biodiversität – könnte am Ende der positive Umwelteffekt fraglich sein“, so der Nachhaltigkeitsexperte.

In Kooperation mit Kolleginnen und Kollegen der FernUniversität in Hagen werden Prof. Michael Böcher und sein Magdeburger Team die kommenden drei Jahre auf verschiedenen territorialen Ebenen die Wechselwirkungen zwischen bioökonomischen Entscheidungen und ökologischen Folgen untersuchen und eine Reihe von Fragen beantworten: Lassen sich ökologische Forderungen nach einer naturverträglicheren Landwirtschaft und Ernährungssicherheit mit einer intensivierten Landnutzung zur Biomasseerzeugung vereinbaren? Tragen Verfahren und Techniken der Bioökonomie tatsächlich zum Klimaschutz bei, welche politischen Maßnahmen sind angesichts zu erwartender Wirkungen und Konflikte sinnvoll, welche nicht?

„In der Forschung fehlt es bislang an Studien über den Verlauf politischer Prozesse zur Nutzung, Förderung oder Regulierung bioökonomischer Verfahren“, so der Politikwissenschaftler. „Diese Lücke wollen wir schließen. Darüber hinaus werden wir die Projektergebnisse auch fortlaufend in den gesellschaftlichen Diskurs über Bioökonomie einspeisen und zum Beispiel Workshops mit Praktikern aus der Bioökonomie veranstalten. Auch die Studierenden der Uni Magdeburg werden profitieren, da wir innerhalb des Forschungsprojektes auch universitäre Lehrformate entwickeln werden.“

Nach Abschluss des Projektes werden die Forschungsergebnisse in wissenschaftliche Publikationen und Praxisbeiträge einfließen. Ende Mai dieses Jahres wird eine Projekthomepage freigeschaltet und so auch der interessierten Öffentlichkeit die Möglichkeit gegeben, sich über das Projekt und dessen Ergebnisse zu informieren.

Zur Person Prof. Dr. Michael Böcher

Mit dem Politikwissenschaftler Prof. Michael Böcher ist an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg Ende 2016 erstmals der Lehrstuhl Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Nachhaltige Entwicklung berufen worden. Der Lehrstuhl ist mit dieser Denomination deutschlandweit einer der ersten seiner Art. Schwerpunkte in Forschung und Lehre liegen in der politikwissenschaftlichen Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung, insbesondere in den Bereichen Klima-, Naturschutz- und ländliche Regionalentwicklungspolitik. Ein weiterer wichtiger Forschungszweig sind die wissenschaftliche Politikberatung und insbesondere Studien dazu, wie wissenschaftliches Wissen aus den Umweltwissenschaften Wirkungen in Politik und Gesellschaft erzielen kann.

Prof. Böcher absolvierte ein Studium der Politikwissenschaft, Volkswirtschaftslehre und Medienwissenschaft an der Universität Marburg. Nach einer Tätigkeit als Wissenschaftlicher Mitarbeiter der Abteilung Forst- und Naturschutzpolitik an der Universität Göttingen folgte 2008 die Promotion an der Universität Göttingen. 2015 wechselte Böcher an das Institut für Politikwissenschaft der FernUniversität in Hagen. Böcher beriet unter anderem das Bundesamt für Naturschutz, das Umweltbundesamt, das Bundeslandwirtschaftsministerium und das österreichische Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft.

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Öffentliche Ringvorlesung zu ökonomischen, soziologischen, politischen und technischen Aspekten nachhaltiger Entwicklung

03.04.2017 -

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus der Politikwissenschaft, der Umweltpsychologie, der Soziologie, der Wirtschaftswissenschaft, Psychologie, Informatik und dem Maschinenbau der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg werden ab dem 11. April 2017 erstmals in einer gemeinsamen Ringvorlesung ihr Fachwissen, Konzepte und mögliche Lösungsansätze zur Gestaltung einer nachhaltigen Gesellschaft öffentlich vorstellen.

Studierende aller Fakultäten, aber auch die interessierte Öffentlichkeit sind eingeladen, jede Woche aus einer anderen Perspektive zu erörtern, wie ein globaler gesellschaftlicher Wandel in Richtung Nachhaltigkeit zu schaffen sei. Dabei geht es um Fragen nach Wissenschaftlern in der Politikberatung, darum, wie wir künftig den „großen Umzug der Menschheit“ in Megastädte gestalten können, wie wirtschaftliches Wachstum und alternative volkswirtschaftliche Geschäftsmodelle zusammenpassen, was künftig global vernetzte Informations- und Kommunikationssysteme leisten müssen oder auch darum, welche Rolle Bürgerbeteiligung und Konsumverhalten spielen.

 

WAS: Interdisziplinäre Ringvorlesung „Nachhaltigkeit – Dimensionen eines gesellschaftlichen Wandels“ an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
WANN: 11. April bis 4. Juli 2017, dienstags, 19.00 bis 21.00 Uhr
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Universitätsplatz 2
Volksbank-Hörsaal Gebäude 22, 39106 Magdeburg

 

Die Veranstaltung ist öffentlich, der Eintritt ist kostenfrei. Auf Wunsch erhalten Studierende nach einer Klausur ein schriftliches Teilnahmezertifikat (3CP).

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Letzte Änderung: 25.04.2017 - Ansprechpartner:

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