http://www.uni-magdeburg.de/search

Pressemitteilungen November 2016

Umweltpsychologin der Universität Magdeburg berät Bundesregierung

29.11.2016 -

Die Umweltpsychologin Prof. Ellen Matthies von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ist im November 2016 erneut in den Wissenschaftlichen Beirat Globale Umweltveränderungen (WBGU) berufen worden. Für die nächsten vier Jahre wird die Wissenschaftlerin gemeinsam mit acht weiteren Beiräten die Bundesregierung in Fragen der globalen Nachhaltigkeitspolitik beraten.

Portrait Prof. Ellen Matties

Der WBGU wurde 1992 im Vorfeld der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung („Erdgipfel von Rio“) von der Bundesregierung als unabhängiges wissenschaftliches Beratergremium eingerichtet. Seine Hauptaufgaben sind globale Umwelt- und Entwicklungsprobleme zu analysieren und darüber in Gutachten zu berichten, nationale und internationale Forschung auf dem Gebiet des globalen Wandels auszuwerten, im Sinne von Frühwarnung auf neue Problemfelder hinzuweisen, Forschungsdefizite aufzuzeigen und Impulse für die Wissenschaft zu geben.

Die neun Mitglieder des WBGU werden vom Bundeskabinett auf Vorschlag der Minister für Bildung und Forschung (BMBF) sowie Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMUB) für eine Dauer von vier Jahren berufen.

„Ich bin dankbar, dass ich mich weiter in den WBGU einbringen darf und freue mich auf die interdisziplinäre Zusammenarbeit“, so die Wissenschaftlerin Prof. Ellen Matthies. Seit Dezember 2011 ist sie Professorin für Umweltpsychologie an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Ihr Forschungsinteresse gilt vorrangig der Mensch-Umwelt-Interaktion sowie der Untersuchung umweltrelevanter Verhaltensweisen und Entscheidungen, z. B. bei der Energie- und Autonutzung. Darüber hinaus arbeitet sie an der Entwicklung und Bewertung von Maßnahmen zur Förderung eines nachhaltigen Konsums.

 

Bilder zum Download:

Bild 1 // Quelle: Universität Magdeburg / Stefan Berger // Bildunterschrift: Prof. Dr. Ellen Matthies

 

mehr ...

Erster Game Dev Day an der Uni Magdeburg

24.11.2016 -

Am 26. November 2016 findet der erste Game Dev Day der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg statt. Die Veranstaltung des studentischen Spieleentwicklerclubs Acagamics e.V. richtet sich an Studierende, Schülerinnen und Schüler sowie die interessierte Öffentlichkeit.

Game Dev Day

 

Als Pac-Man durch die Tetris-Welt

In Workshops, Vorträgen und Diskussionen wird ihnen der Einstieg in die verschiedenen Bereiche der professionellen Computer-Spieleentwicklung gegeben.

Insgesamt werden über 210 Teilnehmer erwartet. Für die Workshops haben sich bereits über 50 Schülerinnen und Schüler aus der Region angemeldet.

 

WAS: 1. Acagamics Game Dev Day an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
WANN: Samstag, 26. November 2016, 10.00 Uhr bis 24.00 Uhr
WO: Festung Mark, Hohepfortwall 1, 39104 Magdeburg
Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Fakultät für Informatik, Gebäude 29

 

Die Veranstaltung ist öffentlich, es wird aber um Anmeldung gebeten. Der Eintritt ist kostenfrei.

Ab 20.00 Uhr findet die feierliche Verleihung des ersten Acagamics Game Award statt. Außerdem werden die im Vorfeld eingereichten Projekte präsentiert. Darüber hinaus ist ein Publikumspreis zu gewinnen.

 

mehr ...

Duale Berufsausbildung in Sachsen-Anhalt in Schieflage

23.11.2016 -

Die Zahl der Ausbildungsverträge in den neuen Bundesländern sinkt in einigen Berufen dramatisch, es gibt einen Höchststand an unbesetzten Berufsausbildungsstellen, immer mehr Ausbildungsabbrecher sowie einen enormen Rückgang der unternehmerischen Ausbildungsbeteiligung. Zu dieser Einschätzung kommt das von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg gegründete „Forschungsnetzwerk Demografie und Fachkräftesicherung in den neuen Bundesländern.“

Im Netzwerk kooperierende Berufsbildungsexperten der Universitäten Magdeburg, Rostock und Dresden sowie Experten des Bundesinstituts für Berufsbildung stellen nun mögliche Lösungen, Forschungs- und Handlungsansätze auf der Fachtagung „Demografie und Fachkräftesicherung in den neuen Bundesländern“ am 24. und 25. November 2016 vor.

 

WAS: Fachtagung der Otto-von-Guericke-Universität „Demografie und Fachkräftesicherung
in den neuen Bundesländern“
WANN: 24./25. November 2016, 10.00 bis 18.00 Uhr
WO: Virtual Development and Training Centre VDTC des Fraunhofer Instituts IFF
Joseph-von-Fraunhofer-Straße 1, 39106 Magdeburg

 

Gemeinsam gegen den Nachwuchs- und Fachkräftemangel

„Der demografische Wandel führt zu beträchtlichen Verwerfungen insbesondere für die kleinen und mittleren Unternehmen“, so der Berufs- und Betriebspädagoge Prof. Klaus Jenewein von der Universität Magdeburg. „Dem Nachwuchs- und Fachkräftemangel in Mitteldeutschland können die Betriebe aber nur mit großer gemeinsamer Anstrengung und abgestimmt mit ihren Ausbildungspartnern entgegenwirken“, so Jenewein. Dafür könnten seiner Ansicht nach Ergebnisse eines bundesweiten Modellversuchsprogramms des Bundesinstituts für Berufsbildung herangezogen werden. Dieses wurde unter Mitarbeit der Magdeburger Berufsbildungsforscher durchgeführt und zeigte neue Ansätze für den Umgang mit demografischen Veränderungen. „Die gemeinsame Aufgabe ist nur in enger Zusammenarbeit mit den Sekundarschulen und ihrer Bildungsarbeit in den berufsorientierenden Fächern Technik und Wirtschaft zu bewältigen“, so der Stiftungsprofessor für Wirtschaftsdidaktik der Universität Magdeburg, Prof. Dr. Robert Jahn. Auch die Pädagogen der Berufsbildenden Schulen stünden durch eine wachsende Heterogenität aufgestellte Berufsschulklassen vor großen Herausforderungen, das Gleiche gelte für die betrieblichen Ausbilder in den Unternehmen des Landes.

 

Die demografische Entwicklung in den neuen Bundesländern

In den mitteldeutschen Bundesländern hat der demografische Wandel zu einem rapiden Rückgang der nicht studienberechtigten Schulabsolventen geführt. Waren es in den neuen Bundesländern im Jahr 2001 noch über 170.000 Schulabsolventen, lag der Tiefpunkt im Jahr 2011 bei nur noch 75.000. Diese Entwicklung hat gravierende Konsequenzen: Kamen für Elektriker im Wirtschaftsbereich Handwerk im Jahr 1995 noch 2.793 neue Ausbildungsverträge in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen zustande, lag die Zahl 2013 bei gerade mal 750 – zwei Drittel weniger und Tendenz weiter fallend.

Abbildung_Entwicklung nicht studienberechtigter Schulabgänger 2000 bis 2020_Quelle BMBF-Berufsbildungsgericht 2009

Abbildung 1: Entwicklung nicht studienberechtigter Schulabgänger in den Jahren 2000 bis 2020
Quelle: BMBF-Berufsbildungsgericht 2009

 

Konsequentes Handeln erforderlich

Verschärft werde dieser Trend durch eine weitere Entwicklung, so der Berufsbildungsforscher Jenewein: Die Zahl der sogenannten Vertragslösungen steigt seit Jahren gravierend an. In manchen Berufen betrifft die Vertragslösungsquote bereits die Hälfte der betroffenen Ausbildungsverhältnisse, was zu einem weiteren Rückgang der neu ausgebildeten Fachkräfte führt. Jenewein stellt fest, „dass diese Entwicklungen weder in der Bildungs- und Wirtschaftspolitik noch bei den Berufsbildungsakteuren in Betrieben, Berufsbildenden Schulen und überbetrieblichen Bildungseinrichtungen sehr präsent sind. Wir sind längst an einem Punkt, der gerade in unserer Region konsequentes Handeln erfordert.“

Abbildung_Vorzeitge Vetragslösungen 2014
Abbildung 2: Vorzeitge Vetragslösungen 2014 
Quelle: Bundesinstitut für Berufsbildung

 

mehr ...

Luther und seine Bedeutung für die deutsche Sprache

22.11.2016 -

Anlässlich des Reformationsjubiläums laden der Bereich Germanistik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und die Gesellschaft für Deutsche Sprache gemeinsam zum Vortrag über die Rolle Luthers für die deutsche Sprache ein. Der Vortrag des Sprachwissenschaftlers Prof. Dr. Rudolf Hoberg bietet darüber hinaus weitere interessante Informationen über Luthers Lieder, Fabeln, Kampf- und Streitschriften.

 

Vom Lästermaul, Feuertaufe und Machtwort

Martin Luthers Bibelübersetzung prägt unser Deutsch bis heute. Auf Luther gehen Ausdrücke wie Lästermaul, Feuertaufe oder Machtwort zurück, auch Redewendungen wie im Dunkeln tappen oder ein Stein des Anstoßes sein stammen aus seiner Feder. 

 

WAS: Luther und die deutsche Sprache
Vortrag von Prof. Dr. Rudolf Hoberg, Berlin
WANN: Donnerstag, 24. November 2016, 19.00 Uhr
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Fakultät für Humanwissenschaften
Zschokkestr. 32, Gebäude 40, Raum 238

 

Hintergrundinformationen

Der Sprachwissenschaftler Rudolf Hoberg studierte Germanistik, Allgemeine Sprachwissenschaft und Philosophie an den Universitäten Bonn, Freiburg und Münster. Er war seit 1974 Professor für Germanistische Sprachwissenschaft an der Technischen Universität Darmstadt. Von 1999 bis 2011 war er Vorsitzender der Gesellschaft für deutsche Sprache und von September 2007 bis September 2009 Vorsitzender des Deutschen Sprachrates.

Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) ist eine politisch unabhängige Vereinigung zur Pflege und Erforschung der deutschen Sprache. Seit ihrer Gründung im Jahr 1947 sieht sie es als ihre Aufgabe an, in der Öffentlichkeit das Bewusstsein für die deutsche Sprache zu vertiefen und ihre Funktion im globalen Rahmen sichtbar zu machen.

 

mehr ...

Uniradio Guericke FM präsentiert Singer-Songwriterin LEA

21.11.2016 -

Zum Jahresabschluss verabschiedet sich das Uniradio Guericke FM am 9. Dezember 2016 mit dem 8. Live-Radiokonzert auf dem Campus der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg in die Weihnachtspause. Zu Gast ist die Singer-Songwriterin LEA, die am Piano ihr Album „Vakuum“ vorstellen wird. Das einstündige Konzert wird von den Radiomachern des Uniradios moderiert und begleitet. In den Gesprächsblöcken und Showelementen bekommen Musikbegeisterte die Chance, die junge Künstlerin und ihre Musik hautnah kennenzulernen.

Für alle, die nicht live vor Ort sein können, wird das komplette Konzert über den Livestream auf der Website des Uniradios übertragen. 

 

WAS: Guericke FM Radiokonzert No.8 mit LEA
WANN: Freitag, 09.12.2016, Einlass ab 19.00 Uhr
Konzertbeginn: 20.00 Uhr
WO: Campus Service Center der Otto-von-Guericke-Univerität Magdeburg
Gebäude 01, Universitätsplatz 2, 39106 Magdeburg

 

Der Eintritt ist kostenfrei. Aufgrund der begrenzten Plätze wird um eine Voranmeldung über die Website gebeten. Reservierungen sind bis zum 4. Dezember 2016 möglich und am Tag der Veranstaltung bis 19.45 Uhr gültig.

Uniradio Guericke FM präsentiert Singer-Songwriterin LEA

 

Das Uniradio Guericke FM

Radio machen, Radio sein. Gern etwas lauter und vor allem mit einer Menge Spaß. Guericke FM, das Uniradio der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, ist innovativ, kreativ und humorvoll. Mit Radiothemen aus dem Bereich Hochschulpolitik, Kultur und Studium wird ein vielfältiges Programm von Studierenden für Studierende abgebildet. Dazu gehören Radiokonzerte, Off-Air-Aktionen auf dem Campus, Live-Moderationen von in- und externen Veranstaltungen oder die Lern- und Lehrtätigkeiten im Bereich Medien. Guericke FM verkörpert die Leidenschaft junger Medienmacher, die neben ihrem Studium etwas in die Welt tragen wollen. Durch diese Begeisterung und Präsenz haben sich die Mitglieder rund um Guericke FM bereits einen Namen auf dem Campus und auch außerhalb der Hörsäle in Magdeburg gemacht. 

 

Die Singer-Songwriterin LEA

Im Alter von 15 Jahren hat die heute 23-jährige Lea-Marie Becker ihren Song „Wo ist die Liebe hin“ auf dem Videoportal YouTube veröffentlicht. Heute, neun Jahre später, sind auf ihrem Kanal professionelle Musikvideos zu ihrem aktuellen Album „Vakuum“ zu finden. Ihre Texte sind wie Vergrößerungsgläser: Mikroskopisch seziert sie Stimmungen, erlaubt sich dabei, das große Ganze aus dem Auge zu verlieren im Zentrum ihres eigenen Lebens zu stehen. Mehr Infos über LEA finden Sie auf der Website oder dem Facebook-Kanal.

 

Bilder zum Download:

Bild 1 // Quelle: Uniradio Guericke FM // Bildunterschrift: Ankündigung Radiokonzert mit LEA am 9. Dezember 2016 

 

mehr ...

Höchste akademische Preise der Universität für Strömungsmechaniker und Finanzwissenschaftler

18.11.2016 -

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg hat anlässlich des 414. Geburtstages ihres Namenspatrons auf dem Akademischen Festakt, der wichtigsten Veranstaltung der Alma Mater im akademischen Jahr, am Abend in der Magdeburger Johanniskirche exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ausgezeichnet. Im Beisein des Ministers für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Armin Willingmann, und weiteren Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur des Landes Sachsen-Anhalt wurden der „“, der „Otto-von-Guericke Lehrpreis“ sowie der „Karin-Witte-Forschungspreis für Wissenschaftlerinnen“ vergeben.

Der Rektor der Universität, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan, verwies in seiner Rede auf herausragende Einzelprojekte, wie die Einwerbung von sogenannten ERC Starting Grants des Europäischen Forschungsrates oder die erneute Steigerung der von der Universität Magdeburg eingeworbenen Drittmittel auf nun 58 Millionen Euro. 

 

Forschungspreisträger 2016

Den 19. „Otto-von-Guericke-Forschungspreis“, die höchste Auszeichnung der Universität, erhielt der Strömungsmechaniker Prof. Dr.-Ing. Dominique Thévenin von der Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik der Universität. Seine wissenschaftlichen Leistungen und hervorragenden Innovationen hätten die Universität Magdeburg national und international sichtbar gemacht, hieß es in der Begründung. 

Sein Forschungsgebiet umfasst die Berechnung, Beeinflussung, Optimierung und Nutzung von Strömen von Flüssigkeiten und Gasen, seien es Blutströme in krankhaft verformten Gefäßen, Flussströme zur Energiegewinnung oder Umströmungen von Fahrzeugen und Flugzeugen, die den Kraftstoffverbrauch bestimmen.

Begonnen hat sein Leben als Wissenschaftler 1989 nach Abschluss des Studiums an der für seine Ingenieurstudiengänge renommierten École Polytechnique. Anschließend promovierte der Strömungsexperte 1992 mit summa cum laude zum Doktor in Energietechnik an der nicht minder bekannten École Centrale Paris. Nach einem Post-Doc-Aufenthalt am Interdisziplinären Zentrum für Wissenschaftliches Rechnen (IWR) der Universität Heidelberg wurde er 1999 habilitiert und an der École Centrale Paris zum Professor für Gasdynamik ernannt. Seit 2002 ist der Besitzer einer Privatpilotlizenz Inhaber des Lehrstuhls für Strömungsmechanik und Strömungstechnik an der Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik der Universität Magdeburg. 

 

Lehrpreisträger 2016

Der „Otto-von-Guericke-Lehrpreis“ wurde an Prof. Dr. Andreas Knabe von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft verliehen. Die Auszeichnung wurde zum fünften Mal vergeben und berücksichtigt die verschiedenen Aspekte und den Facettenreichtum guter Lehre. Prof. Knabe wurde für seine Skripte ausgezeichnet, die seinen Studierenden vor, während und nach der Vorlesung die Möglichkeit bieten, den Stoff strukturiert, anschaulich und verständlich vorzubereiten, zu verfolgen und zu verinnerlichen.

Der Inhaber des Lehrstuhls für Finanzwissenschaft begann vor 14 Jahren an der Universität Magdeburg Volkswirtschaftslehre zu studieren. Nach einem Aufenthalt als Fulbright-Stipendiat an der University of Kentucky, Lexington, folgte an der Uni Magdeburg der Master. 2008 wurde er promoviert und war anschließend bis zu seiner Berufung Juniorprofessor für Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik an der Freien Universität Berlin. Den Wirtschaftswissenschaftler begeistert, Wissen weiterzutragen, Denkweisen zu vermitteln, gemeinsam Antworten auf drängende gesellschaftliche Fragen zu finden. 

 

Karin-Witte-Preisträgerin 2016

Der „Karin-Witte-Preis für Wissenschaftlerinnen“ ging an die Biologin Dr. Anne Schumacher, Wissenschaftliche Mitarbeiterin in der Universitätsfrauenklinik Magdeburg, Bereich Experimentelle Gynäkologie und GeburtshilfeDas wissenschaftliche Interesse von Dr. Schumacher gilt der Erforschung der Funktion von Immunzellen in der Schwangerschaft. In den letzten Jahren konnte verstärkt nachgewiesen werden, dass verschiedene Immunzelltypen einen entscheidenden Beitrag zur Toleranz des Fötus während der Schwangerschaft leisten. Das Verständnis dieser Mechanismen ist die Grundlage, um in der Zukunft hilfreiche Therapien für Patientinnen mit Schwangerschaftskomplikationen entwickeln zu können.

Geboren 1981 in Berlin, studierte Anne Schumacher Biologie an der Humboldt-Universität. Nach Abschluss ihres Studiums begann sie ihre Promotion zunächst an der Charité. 2008 folgte sie Prof. Dr. Ana Claudia Zenclussen, die kurz zuvor an die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg berufen worden war. Seitdem ist Dr. Schumacher im Bereich Experimentelle Gynäkologie und Geburtshilfe in der Arbeitsgruppe von Prof. Zenclussen tätig. 

 

Die besten Nachwuchswissenschaftler 2016

Traditionell wurden auf dem Akademischen Festakt auch die besten Nachwuchswissenschaftler der Fakultäten mit den Promotionspreisen ausgezeichnet. Zu ihnen gehören:

Dr.-Ing. Tobias Günther & Dr. Stefan Weltge erhielten außerdem den Dissertationspreis 2016 für die beste Doktorarbeit.

 

Otto-von-Guericke-Plakette 2016

Der diesjährige Preisträger der von der Otto-von-Guericke-Gesellschaft verliehenen „Otto-von-Guericke-Plakette“ ist der Diplommathematiker Gerd Schmidtko. Er ist seit 2000 ein aktives Mitglied und setzt sich mit dem Leben und Werk des Magdeburger Naturwissenschaftlers und Bürgermeisters Otto von Guericke auseinander.

 

Neues Forschungsmagazin der Universität erschienen

Wie bereits im vergangenen Jahr waren die Gäste der Veranstaltung wieder die Ersten, denen die druckfrische Ausgabe des Forschungsmagazins der Universität Magdeburg, GUERICKE`16, überreicht wurde. Auf 130 Seiten berichtet die Universität u.a. vom Superhirn der Energiewende, von Informatikerinnen, die sich für die Forschung hinter Gefängnistüren begeben oder über sportliche Höchstleistungen in der campuseigenen Höhenkammer. 

Die Veranstaltung wurde von der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Universität Magdeburg unterstützt und von Mitgliedern der musikalischen Ensembles der Universität begleitet.

 

Bilder zum Download: 

Bild 1 // Quelle: Harald Krieg, Universität Magdeburg // Bildunterschrift: Preisträger Akademischer Festakt: Alle Preisträger gemeinsam mit Universitätsleitung, den Laudatoren sowie Betreuerinnen und Betreuern aus den Fakultäten.

Bild 2 // Quelle: Harald Krieg, Universität Magdeburg // Bildunterschrift: Forschungs- und Lehrpreis: Prof.Dr.-Ing. Jens Strackeljan, Rektor; Prof. Dr.-Ing. Dominique Thévenin, Forschungspreisträger 2016; Prof. Dr. rer. nat. Monika Brunner-Weinzierl, Prorektorin für Forschung, Technologie und Chancengleichheit; Prof. Andreas Knabe, Lehrpreisträger 2016. (v.l.n.r.)

 

mehr ...

Neue Führungsriege der Universität Magdeburg nimmt Arbeit auf

16.11.2016 -

Mit der Wahl der Immunologin Prof. Dr. rer. nat. Monika C. Brunner-Weinzierl zur Prorektorin für Forschung, Technologie und Chancengleichheit durch den Senat ist das neue Rektorat der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg um den in seinem Amt bestätigten Rektor, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan, komplett. Zur fünfköpfigen Leitungsriege gehören auch die bereits im Oktober wiedergewählte Prorektorin für Studium und Lehre, Prof. Dr. rer. nat. Franziska Scheffler, und der Prorektor für Planung und Haushalt, Prof. Dr. rer. nat. Helmut Weiß. Der Kanzler, Dr. rer. nat. Jörg Wadzack, ist als oberster Verwaltungschef ebenfalls Mitglied der Universitätsleitung.

Das neue Rektorat der Universität Magdeburg
Das neue Rektorat der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg: Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan, Rektor; Prof. Dr. rer. nat. Monika Brunner-Weinzierl, Prorektorin für Forschung, Technologie und Chancengleichheit; Prof. Dr. rer. nat. Helmut Weiß, Prorektor für Planung und Haushalt; Prof. Dr. rer. nat. Franziska Scheffler, Prorektorin für Studium und Lehre; Dr. rer. nat. Jörg Wadzack, Kanzler. (v.l.n.r.) (Foto: Anja Sinang)

 

Erstmals zwei Frauen im fünfköpfigen Leitungsgremium der Alma Mater 

„Ich freue mich auf die nächsten vier Jahre gemeinsamer Arbeit in einem erstmals mit zwei Wissenschaftlerinnen besetzten Rektorat“, so Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan. „Damit stehen wir in Einklang mit unserem Ziel, in Führungspositionen den Anteil von Frauen zu erhöhen. Da die Rektoratsmitglieder aus ganz unterschiedlichen Bereichen ihre Erfahrungen und Kompetenzen einbringen, bin ich sicher, dass die Universität Magdeburg für die anstehenden Aufgaben und Herausforderungen der kommenden Monate und Jahre sehr gut aufgestellt ist. Neben der Umsetzung und Fortschreibung der Hochschulentwicklungsplanung beschäftigen uns aktuell vor allem die aktuellen Themen Innovative Hochschule, Exzellenzcluster und Professorennachwuchsprogramm.“ 

Das Rektorat ist verantwortlich für die inhaltliche und organisatorische Leitung der Universität. Es entscheidet nach Erörterung im Senat, mit den Fakultäten und Instituten unter anderem über den Abschluss von Zielvereinbarungen mit dem Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes oder die Verteilung zugewiesener Mittel und Stellen. Die Amtszeit ist befristet auf vier Jahre.

 

Zu den Personen

Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan - Rektor

Geboren 1962 in Wilhelmshaven, erhielt der studierte Maschinenbauer 1988 sein Diplom an der TU Clausthal, 1993 folgte die Promotion zum Dr.-Ing.. 2002 habilitierte er sich mit der Venia Legendi für das Fachgebiet Technische Mechanik und war bis 2004 Vertretungsprofessor für Festkörpermechanik in Clausthal. 2004 wurde Jens Strackeljan als Professor für Technische Dynamik an die Universität Magdeburg berufen. Er war Prodekan der Fakultät für Maschinenbau und Vorsitzender des Prüfungsausschusses. Von 2008 bis 2012 war er Prorektor für Studium und Lehre, im Oktober 2012 wählte ihn der Senat der Universität zum Rektor. Im Sommer 2016 ist er mit großer Mehrheit in diesem Amt bestätigt worden. 

Dr. rer. nat. Jörg Wadzack - Kanzler

Dr. Wadzack wurde 1965 in Berlin geboren. Er ist studierter Diplom-Wirtschaftschemiker und verfügt über 20 Jahre Berufserfahrung im Forschungs- und Wissenschaftsmanagement. Durch seine Tätigkeiten u.a. in einem bundesweit aufgestellten, internationalen Großforschungsprojekt, als Referent im Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie seine Erfahrungen in der Implementierung des Zukunftskonzepts der Freien Universität Berlin, bringt Dr. Wadzack ein sehr breites Wissen über die Perspektiven des Wissenschaftssystems mit. Vor seinem Wechsel an die OVGU war er Geschäftsbereichsleiter beim Projektträger Jülich, wo er die Themen Existenzgründungen, Technologietransfer und regionale Innovationsförderung verantwortete.

Prof. Dr. rer. nat. Monika Brunner-Weinzierl – Prorektorin für Forschung, Technologie und Chancengleichheit

1966 in Landshut geboren, studierte Monika Brunner-Weinzierl an der Freien Universität Berlin Biologie und Informatik. 1995 erfolgte die Promotion zum Dr. rer. nat., 2003 die Habilitation und Venia Legendi für das Fach Immunologie. Von 1992 bis 1995 war sie als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Deutschen Rheuma-Forschungszentrum DRFZ Berlin tätig, bevor sie als Postdoktorandin mit einem Stipendium des Programms HIV- und Infektionsforschung des BMBF, vergeben durch das Krebs-Forschungszentrum Heidelberg (DKFZ), an die University of California, Berkeley, USA ging. Von 1997 bis 2007 war sie Arbeitsgruppenleiterin am DRFZ und an der Charité, Berlin, sowie Oberassistentin an der Klinik für Innere Medizin der Charité. Seit 2007 hat Monika Brunner-Weinzierl die Professur für das Fach Experimentelle Pädiatrie und Neonatalogie an der Universitätskinderklinik Magdeburg inne.

Prof. Dr. rer. nat. Franziska Scheffler - Prorektorin für Studium und Lehre

Die aus Thüringen stammende Chemikerin schloss 1989 ein Studium der Chemie an der Technischen Hochschule Leuna-Merseburg ab und nahm anschließend ein Forschungsstudium auf, dass Sie 1993 mit der Promotion zum Dr. rer. nat. am Institut für Anorganische Chemie der Universität Halle/S. abschloss. Es folgten Tätigkeiten als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am dort ansässigen Institut für Technische Chemie sowie am Lehrstuhl für Chemische Reaktionstechnik der Universität Erlangen. Im Jahr 2003 ging sie für zwei Jahre als Stipendiatin der Humboldt-Stiftung an die University of British Columbia, Vancouver, Kanada. Nach ihrer Rückkehr wurde sie Gruppenleiterin und anschließend Abteilungsleiterin am Bayrischen Zentrum für Angewandte Energieforschung in Erlangen. 2008 übernahm sie den Lehrstuhl für Technische Chemie an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

Prof. Dr. rer. nat. Helmut Weiß – Prorektor für Planung und Haushalt

Der 1958 in Hannover geborene Helmut Weiß erhielt 1983 von der Universität Hannover sein Diplom in Chemie, bevor er dort 1986 zum Dr. rer. nat. promovierte. Nach einem zweijährigen Aufenthalt an der University of Toronto bei J. C. Polanyi (Nobelpreis 1986) folgte 1995 die Habilitation mit der Venia Legendi für das Fachgebiet Physikalische Chemie. Nach einer Zeit als Oberassistent und einer Lehrstuhlvertretung an der Universität Erlangen-Nürnberg wurde er 1999 auf den Lehrstuhl für Physikalische Chemie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg berufen. Er war Leiter des Instituts für Chemie, von 2005 bis 2012 bereits Prorektor für Planung und Haushalt, und danach bis September 2016 Dekan der Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik.

 

Bilder zum Download:

Bild 1 // Quelle: Anja Sinang // Bildunterschrift: Das neue Rektorat der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan, Rektor; Prof. Dr. rer. nat. Monika Brunner-Weinzierl, Prorektorin für Forschung, Technologie und Chancengleichheit; Prof. Dr. rer. nat. Helmut Weiß, Prorektor für Planung und Haushalt; Prof. Dr. rer. nat. Franziska Scheffler, Prorektorin für Studium und Lehre; Dr. rer. nat. Jörg Wadzack, Kanzler. (v.l.n.r.)

 

mehr ...

Magdeburger Neurowissenschaftler veröffentlichen weltweit einzigartige Hirn-Datenbank

16.11.2016 -

Juniorprofessor Dr. Michael Hanke von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und Dr. Jörg Stadler vom Leibniz-Institut für Neurobiologie machen weltweit einzigartige Forschungsdaten für die internationale Hirnforschung zugänglich. Im Rahmen ihrer neurowissenschaftlichen Studien im Center for Behavioral Brain Sciences CBBS, einem Forschungsschwerpunkt der Universität Magdeburg, untersuchen sie die Funktionsweise des menschlichen Gehirns im Alltag, sehen ihm quasi bei der Verarbeitung von Alltagssituationen zu. 

Die Magdeburger Forscher haben in den letzten Monaten dafür Probanden zu einem ungewöhnlichen Experiment eingeladen: einem Kinobesuch „in der Röhre“. In einem Magnetresonanztomografen (MRT) liegend, wurden während der einzelnen Filmszenen komplexe Daten über ihre Hirnaktivität, Blickbewegungen, Puls und Atemfrequenz aufgezeichnet. Das Gehirn musste gleichzeitig Gesehenes und Gehörtes, Gefühle und Affekte verarbeiten, Personen wiedererkennen und Filmschnitte verstehen. Anschließend stellten die Wissenschaftler den von ihnen in aufwändigen Messungen erhobenen neurowissenschaftlichen Datensatz allen Interessierten weltweit zur Verfügung. 

Bereits 2013 begannen sie mit den ersten Untersuchungen von Probanden im MRT. Die Wissenschaftler spielten ihnen damals die Tonspur des Filmklassikers „Forrest Gump“ in einer Version für Sehbehinderte vor und erfassten dabei über zwei Stunden lang die Hirnaktivitätsmuster. Im Zentrum der Datenerhebungen 2016 stand die gleichzeitige Messung von Hirnaktivität und Augenbewegungen sowie weiterer physiologischer Parameter über die gesamte Dauer des Spielfilms, im Vergleich mit 2013 mit Bild und Ton. Dadurch konnten Aktivitätszustände des Gehirns bei einer großen Zahl paralleler laufender kognitiver Prozesse erfasst werden.

Studyforrest-Projekt Prof. Hanke@Dirk Mahler 2
Kino im Kernspin: Jörg Stadler (r.) im MRT-Kontrollraum, während der Proband für die Messung im Speziallabor Nicht-Invasive Bildgebung im LIN Magdeburg vorbereitet wird. (Foto: Center for Behavioral Brain Sciences / Dirk Mahler)

„Wir wissen, dass im Alltag viele Prozesse im Gehirn gleichzeitig ablaufen und sich dabei gegenseitig beeinflussen“, so der Neurowissenschaftler Hanke. Die gleichzeitige Messung der Blickbewegung im Tomografen erlaube ihnen auch zu untersuchen, welche Aspekte des Films für die einzelne Versuchsperson interessant sind, worauf sie ihr Augenmerk legt und welche Hirnprozesse den Gemeinsamkeiten und Unterschieden zwischen den Probanden zugrunde liegen.

„Eine einzelne Arbeitsgruppe kann einen solchen Datensatz kaum umfassend auswerten. Dafür ist die Bandbreite der Fragestellungen einfach viel zu groß“, so Hanke. Der Forscher setzt nun darauf, internationale Kollegen für ihre Daten zu begeistern und so die wichtige Grundlagenforschung um das menschliche Gehirn schneller voranzubringen. Der komplexe Datensatz kann Antworten auf viele Fragen der Neurowissenschaften zur Funktionsweise des Hirns im Alltag geben. Arbeitsgruppen unterschiedlicher Disziplinen aus den USA, Großbritannien und Australien haben die Daten bereits erfolgreich für ihre Studien verwendet. 

Mittlerweile ist die Publikation zum „studyforrest-Projekt“ eines der meist zitierten Paper der Nature-Zeitschrift „Scientific Data“:

Den frei verfügbaren Datensatz finden Sie online auf der Website zum Forschungsprojekt.

 

Bilder zum Download:

Bild 1 // Quelle: Center for Behavioral Brain Sciences / Dirk Mahler // Bildunterschrift: Kino im Kernspin: Jörg Stadler (r.) im MRT-Kontrollraum, während der Proband für die Messung im Speziallabor Nicht-Invasive Bildgebung im LIN Magdeburg vorbereitet wird.

 

mehr ...

Absolventenrekord an der Universität Magdeburg

16.11.2016 -

Mit 2.673 Absolventinnen und Absolventen verließen im Abschlussjahrgang 2015/16 so viele hochqualifizierte Fachkräfte die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, wie nie zuvor. 2009/10 waren es mit 2.064 noch über 600 Frauen und Männer weniger, die nach einem erfolgreichen Studienabschluss in ihr Berufsleben starteten. Von den frischgebackenen Absolventen aus insgesamt 51 Nationen sind 1.146 Frauen. Die zahlenmäßig stärkste Gruppe bildeten die Absolventen der Ingenieurstudiengänge, gefolgt von den Humanwissenschaften. Außerdem verlassen zum Ende des Jahres rund 200 approbierte Ärzte die Universität. 

Auf der Feierlichen Absolventenverabschiedung am 12. November 2016 wurden sie im Magdeburger KULTURWERK-fichte vom Rektor der Universität, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan, und Mitgliedern ihrer Fakultäten in einem festlichen Rahmen verabschiedet. 

Absolventenberschiedung 2016

„Ihr weiterer Lebensweg wird so unterschiedlich sein, wie jeder Einzelne von Ihnen: Einige bleiben der Universität, der Stadt oder Region erhalten. Nicht wenig werden aber ihren Studienort verlassen und irgendwo in Deutschland oder auch im Ausland erste Berufserfahrungen sammeln, vielleicht auch ein Unternehmen gründen“, so Universitätsrektor Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan an die Absolventen. „Uns ist es wichtig, trotz der räumlichen Entfernung durch ein unsichtbares Band mit Ihnen in Verbindung zu bleiben. Lassen Sie die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg auch weiterhin ein Teil Ihres Lebens sein.“

Wie in jedem Jahr erschien auch 2016 unter dem Titel „Macht`s gut!“ ein Absolventenmagazin.  

Mehr Informationen zur Alumni-Arbeit an der Universität Magdeburg unter www.ovgu.de/Alumni 

 

Bilder zum Download:

Bild 1 // Quelle: Yan Arnold // Bildunterschrift: Absolventinnen und Absolventen der Fakultät für Maschinenbau 2016 mit dem Rektor Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan (rechts)

 

mehr ...

Universität Magdeburg erhält Millionenförderung für mathematischen Nachwuchs

15.11.2016 -

An der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg wird die Ausbildung von Spitzenforschern in der Mathematik mit 3.5 Millionen Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) unterstützt. Im Graduiertenkolleg Mathematische Komplexitätsreduktion werden ab April 2017 Doktorandinnen und Doktoranden an mathematischen Fragestellungen forschen. Der Sprecher des Graduiertenkollegs ist Prof. Dr. Sebastian Sager vom Lehrstuhl für Mathematische Optimierung der Universität Magdeburg.

Die Bewilligung durch die DFG bedeutet eine enorme Wertschätzung unserer international erfolgreichen Forschung und Lehre an der Fakultät für Mathematik“, so Prof. Sebastian Sager. „Wir möchten die nächste Generation von wissenschaftlichen Führungskräften ausbilden, die die vielen komplexen Herausforderungen in Forschung und Industrie kompetent angehen kann.“

Die Mathematik sei eine Schlüsseltechnologie unserer modernen Gesellschaft, mathematische Techniken ein oftmals unsichtbarer, aber unverzichtbarer Bestandteil effizienter Logistik, des autonomen Fahrens, des Designs von Computerchips, der Konzeption erneuerbarer Energien, der Genanalyse, der Verschlüsselung von Daten oder des Einsatzes neuartiger medizinischer Verfahren.

 

Bundesweit einmaliges Ausbildungskonzept

„Ein besonders spannendes und verbindendes Element zwischen mathematischer Grundlagenforschung und angewandter Mathematik ist die Komplexität“, so der Mathematiker Sager weiter. „Die im Graduiertenkolleg verfolgte Leitidee besteht darin, neue Techniken zu entwickeln, um ganz allgemein Lösungen schneller berechnen sowie Strukturen, Eigenschaften und Unsicherheiten besser verstehen und abbilden zu können. Der Mehrwert liegt im mathematischen Erkenntnisgewinn, aber auch in einem möglichen Transfer in andere Disziplinen, in denen komplexe Sachverhalte das Finden guter Lösungen erschweren. Bundesweit einmalig ist die Magdeburger Herangehensweise dadurch, dass sich so viele unterschiedliche mathematische Disziplinen wie Algebra, Analysis, Geometrie, Numerik, Optimierung und Stochastik in das forschungsgetriebene Ausbildungskonzept einbringen.

Die Fakultät für Mathematik der Universität Magdeburg wurde in diesem Jahr im CHE-Ranking der ZEIT gemeinsam mit Bonn und Göttingen auf Platz 1 gerankt. Die Auszeichnung mit einem der begehrten Graduiertenkollegs ergänze und festige die wichtige Rolle Magdeburgs in der Mathematik, so Prof. Sebastian Sager.

Die DFG hat zur weiteren Stärkung des wissenschaftlichen Nachwuchses in Deutschland insgesamt 20 neue Graduiertenkollegs eingerichtet. Die Einrichtungen werden zunächst viereinhalb Jahre lang gefördert, mit der Chance auf einmalige Verlängerung. Die Graduiertenkollegs bieten Doktorandinnen und Doktoranden die Chance, in einem strukturierten Forschungs- und Qualifizierungsprogramm auf hohem fachlichen Niveau zu promovieren.

Insgesamt fördert die DFG zurzeit 206 Graduiertenkollegs, darunter 41 Internationale Graduiertenkollegs; die 20 neuen Kollegs werden 2017 ihre Arbeit aufnehmen.

mehr ...

Medizintechnik aus Magdeburg auf weltgrößter Fachmesse MEDICA 2016

10.11.2016 -

Wissenschaftler der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg entwickeln gemeinsam mit Partnern aus Forschung und Industrie eine neue Mess- und Sensortechnologie, die künftig Krisensituationen erkennt und die Behandlung und Versorgung von Demenzpatienten wesentlich sicherer macht. Das unter dem Namen Modulare Messsysteme für die individuelle Therapie und Betreuung von Demenzpatienten PYRAMID vom Bund mit zwei Millionen Euro geförderte Projekt wird vom 14. bis zum 17. November 2016 auf der MEDICA, der weltweit größten Medizin-Fachmesse mit begleitendem Kongress, vorgestellt.

Weniger Krisensituationen für Demenzpatienten durch intelligente Sensoren

Elektroingenieure vom Institut für Mikro- und Sensorsysteme der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der Universität Magdeburg entwickeln gemeinsam mit Wissenschaftlern des Fraunhofer-Instituts für Zuverlässigkeit und Mikrointegration IZM und den Entwicklern der AEMtec GmbH ein miniaturisiertes Messsystem, das Gesundheits- und Pflegedaten von Demenzpatienten mit unauffälligen, kaum wahrnehmbaren Sensoren erheben kann

Auf Basis dieser erhobenen und anschließend strukturierten Parameter wird eine Software individualisierte Therapie- und Betreuungsmöglichkeiten vorschlagen. Alle erhobenen Daten und Behandlungsinformationen werden anschließend in einem Dokumentationssystem allen am Pflegeprozess Beteiligten z. B. per Tablet-PC zugänglich sein. Die neue Technologie soll auftretende Übermittlungsfehler bei der Versorgung von Demenzpatienten reduzieren, Notfallsituationen schneller erkennen und so die Patientensicherheit wesentlich verbessern.

individualisierte Therapie- und Betreuungsmöglichkeiten für Demenzkranke

Unsere Forschung hat das vordringliche Ziel, Lösungen dafür zu finden, dass Patienten möglichst lange zu Hause in gewohnter Umgebung wohnen können“, so Dr.-Ing. Markus Detert vom Institut für Mikro- und Sensorsysteme. „Die zahlreichen im Betreuungs-, Pflege- und Behandlungsprozess anfallenden Informationen, Messwerte und Ergebnisse sind bisher oft nicht ausreichend strukturiert. Das hat zur Folge, dass die zum Teil bereits für präventive Maßnahmen notwendigen Informationen viel zu spät vorliegen und die sich bei dieser Patientengruppe oft langsam entwickelnden Krisen- und Notfallsituationen nicht frühzeitig erkannt werden können.“

Bei der Erhebung der Daten und deren Interpretation würden alle ethisch und datenschutzrechtlich relevanten Fragen berücksichtigt.  

Auf der MEDICA wird außerdem die Transfer-Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung "embedded" vorgestellt, an der Wissenschaftler der Universität Magdeburg beteiligt sind. Der Forschungsfokus des Verbundvorhabens liegt auf der Herstellung funktionalisierter medizinischer Werkzeuge für die bildgeführte minimalinvasive Therapie auf der Basis einer modularisierten Fertigung.

 

mehr ...

Wirtschaftswissenschaftler erklärt in der Kinder-Uni Magdeburg den Wert des Geldes

08.11.2016 -

Wie wird aus gedrucktem Papier Geld? Warum kann ich damit in den Supermarkt gehen und Schokolade kaufen und im Restaurant meine Pommes bezahlen? Warum gibt es Münzen und Banknoten überhaupt, warum sehen sie überall anders aus und warum kann ich die nicht selbst herstellen? Der Umgang mit Geld sieht eigentlich ganz einfach aus, aber ein funktionierendes Bezahlsystem einzuführen und zu erhalten ist gar nicht so einfach.

In dieser Vorlesung wird der Wirtschaftswissenschaftler der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Prof. Dr. Matthias Raith, den Besucherinnen und Besuchern der Kinder-Uni Magdeburg darüber hinaus erklären, wofür Geld benötigt wird und wie Geld seinen Wert bekommt und es diesen ganz schnell auch wieder verlieren kann, wenn man nicht ganz vorsichtig damit umgeht.

 

WAS: Dezemberausgabe der Kinder-Uni Magdeburg
WANN: 3. Dezember 2016, 11.00 bis 13.00 Uhr, Einlass ab 10.15 Uhr
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Universitätsplatz 2, 39106 Magdeburg
Gebäude 16, Hörsaal 5

 

Nach der Vorlesung klingt die letzte Kinder-Univeranstaltung des Jahres weihnachtlich aus. Die Teilnahme an der Kinder-Uni Magdeburg ist kostenfrei.

Anmeldungen sind ab dem 21. November 2016 online über www.kinderuni-magdeburg.de und ab 13.00 Uhr telefonisch über die Kinder-Uni-Hotline 0391 67-11888 möglich.

Die Kinder-Uni Magdeburg ist seit 2003 eine von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg initiierte Veranstaltungsreihe für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren. Themen aus Forschung und Wissenschaft werden unterhaltsam und altersgruppengerecht vorgestellt. Über 17.000 Schülerinnen und Schüler haben bereits die über 90 Vorlesungen besucht.

mehr ...

Vom Sachsenspiegel und Magdeburger Recht zur europäischen Kulturhauptstadt

08.11.2016 -

Zum sechsten Mal veranstalten der Bereich Geschichte der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, das Kulturhistorische Museum Magdeburg und das Zentrum für Mittelalterausstellungen die Vortragsreihe „Das Magdeburger Recht“.

Das „Magdeburger Recht“ war wegweisend für Europas Geschichte seit dem Mittelalter. Bis heute zeigt sich der Einfluss sowohl auf die europäische Rechtsgeschichte als auch auf die Stadtentwicklung in Mittel- und Osteuropa. Deshalb bildet das Magdeburger Recht einen Grundpfeiler der Bewerbung Magdeburgs zur Kulturhauptstadt Europas 2025.

Die Vorträge widmen sich zwei mittelalterlichen Juristen und Geistlichen, die weit über die heutigen Landesgrenzen hinaus wirkten: Johannes Klenkok, der "Bekämpfer des Sachsenspiegels" im 14. Jahrhundert und Johannes Teutonicus, bedeutender Gelehrter und Kommentator des kanonischen Rechts im frühen 13. Jahrhundert und Domprobst zu Halberstadt.

 

WAS: 6. Vortragsreihe „Magdeburger Recht“ mit den Referenten
Dr. Lars Rentmeister und Prof. Dr. Andrè Niedostadek
WANN: 15.11. und 29.11.2016, Beginn 19.00 Uhr
WO: Kulturhistorisches Museum Magdeburg, Kaiser-Otto-Saal
Otto-von-Guericke-Straße 68, 39104 Magdeburg

 

Alle interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich eingeladen. Der Eintritt ist kostenfrei. 

Wer sich mit der Geschichte Magdeburgs und des Magdeburger Stadtrechts beschäftigt, stößt unweigerlich auch auf den Sachsenspiegel, das erste Rechtsbuch in deutscher Sprache. Zwischen beiden Rechten bestehen wirkmächtige Verbindungen. „So verwundert es nicht, dass die Angriffe des Augustiner-Eremiten Johannes Klenkok gegen den Sachsenspiegel Mitte des 14. Jahrhunderts auch als Angriffe gegen die althergebrachten Rechte empfunden wurden“, kommentiert der Referent Dr. Lars Rentmeister. Im Mittelpunkt des Vortrags stehen die Darstellung der historischen Ereignisse, ihre Verbindung zur Stadt Magdeburg sowie die Konsequenzen von Klenkoks Bemühungen.

Während des zweiten Vortrags begibt sich der Rechtswissenschaftler Prof. Dr. André Niedostadek auf die Suche nach der Identität des Kirchenrechtlers Johannes Teutonicus: Waren der Halberstädter Domprobst Johannes Zemeke und der berühmte Bologneser Rechtsgelehrte Johannes Teutonicus ein und dieselbe Person?

mehr ...

Universität Magdeburg präsentiert Exzellenz in Forschung und Lehre

04.11.2016 -

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg wird anlässlich des 414. Geburtstages ihres Namenspatrons auf dem Akademischen Festakt, der wichtigsten Veranstaltung der Alma Mater im akademischen Jahr, exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auszeichnen.

Im Beisein des Ministers für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt, Jörg Felgner, und weiteren Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur werden am 17. November 2016 der „Forschungspreis der Otto-von-Guericke Universität“, der „Lehrpreis der Otto-von-Guericke-Universität“ sowie der „Karin-Witte-Forschungspreis für Wissenschaftlerinnen“ und die „Otto-von-Guericke-Verdienstmedaille“ verliehen. Außerdem zeichnet die Universität Magdeburg ihre besten Nachwuchswissenschaftler mit dem Dissertationspreis bzw. den Promotionspreisen der Fakultäten aus.

Wie bereits im vergangenen Jahr werden die Gäste der Veranstaltung wieder die Ersten sein, denen die druckfrische aktuelle Ausgabe des Forschungsmagazins der Universität Magdeburg, GUERICKE`16, überreicht wird. Auf 130 Seiten geht es unter anderem um das Superhirn der Energiewende, Informatikerinnen, die sich für die Forschung hinter Gefängnistüren begeben oder um sportliche Höchstleistungen in der campuseigenen Höhenkammer.

 

WAS: 24. Akademischer Festakt der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
WANN: 17. November 2016, 18.30 Uhr, Einlass ab 17.45 Uhr
WO: Johanniskirche Magdeburg, Johannisbergstraße 1, 39104 Magdeburg

 

Der Akademische Festakt wird wieder von Mitgliedern der musikalischen Ensembles der Universität begleitet.
Der Akademische Festakt wird wieder von Mitgliedern der musikalischen Ensembles der Universität begleitet.

Im Anschluss an den Festakt gibt es ca. 21.00 Uhr die Möglichkeit für ein Foto mit allen Preisträgerinnen und Preisträgern. Ab 21.15 Uhr klingt der Festakt mit einem Empfang aus.

Die Veranstaltung wird von der Gesellschaft der Freunde und Förderer der Universität Magdeburg unterstützt und von Mitgliedern der musikalischen Ensembles der Universität begleitet.

mehr ...

15 Jahre SAP University Competence Center an der Universität Magdeburg

02.11.2016 -

Das SAP University Competence Center (UCC) der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg feiert am 2. November 2016 mit einem Festakt sein 15-jähriges Bestehen. Das mit fast 500 angeschlossenen Bildungseinrichtungen und über 100.000 Nutzern weltweit größte SAP-Zentrum seiner Art entwickelt innovative IT-Konzepte für Universitäten, Fachhochschulen und andere Bildungseinrichtungen. Es unterstützt darüber hinaus regionale sowie global agierende Unternehmen bei der Umsetzung neuartiger IT-Lösungen.

 

WAS: Festakt “15 Jahre SAP University Competence Center der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg“
WANN: 2. November 2016, 13.00 Uhr
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Universitätsplatz 2, 39106 Magdeburg
Fakultät für Informatik, Gebäude 29, Raum 307V

 

Bei den aktuellen Themen Digitale Transformation, Industrie 4.0 und Internet of Things ist das UCC Magdeburg bereits heute Impulseber für wegweisende Entwicklungen. Dabei erstrecken sich die Betätigungsfelder von der Steuerung von Offshore-Windpark-Anlagen über die Analyse des menschlichen Genoms bis hin zu Smart-Data-Anwendungen in Produktion und Logistik. 

„Das UCC ist mit seinem Big-Data-Innovation-Center eng in unseren Forschungsverbund eingebettet. Praktische Unternehmens-IT, verwertbare Forschung und die Ausbildung von Talenten liegen so in einer Hand. Davon haben in den vergangenen 15 Jahren über zwei Millionen Studierende aus mittlerweile 61 Ländern profitiert“, so Prof. Dr. Klaus Turowski, Wissenschaftlicher Leiter des UCC Magdeburg.

„Für uns ist das UCC Magdeburg, mit dem wir seit seiner Gründung eng zusammen arbeiten, ein echter Standortfaktor. Unter anderem schätzen wir, dass so der gemeinsame Wissens- und Erfahrungsaustausch unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ein praxisrelevantes Fundament erhält, das wir international nutzen", so Dr. Wolfgang Schröder, IT-Systems International – Global Delivery Unit SAP.

Das UCC Magdeburg wurde 2001 feierlich eröffnet. Gründungspartner waren neben der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg die SAP AG, Hewlett-Packard und T-Systems. Seit 2003 ist das UCC Magdeburg das weltweit größte Zentrum seiner Art und betreut heute im Zuge der Internationalisierung fast 500 Bildungs- und Forschungseinrichtungen weltweit. Es ist als Vordenker für effiziente Leistungserstellung im IT-Service-Bereich beispielgebend für die Wirtschaft und im Kontext der universitären Einbindung Impulsgeber für die Forschung. In Zusammenarbeit mit dem VLBA Lab Magdeburg, einer Forschungseinrichtung für große betriebliche Anwendungssysteme, werden Forschungs- und Pilotprojekte z. B. im Bereich Industrie 4.0 durchführt. Wissenschaftlicher Leiter des UCC ist Prof. Klaus Turowski. 

mehr ...

Vier Millionen Euro für Spitzenforschungsprojekt der Universität Magdeburg

01.11.2016 -

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg werden innerhalb der nächsten drei Jahre neue Verfahren zur Herstellung von Arznei- und Pflanzenschutzmitteln entwickeln. Im Rahmen eines mit knapp vier Millionen Euro von der Europäischen Union finanzierten Forschungsverbundprojektes Continuous Resolution and Deracemization of Chiral Compounds by Crystallization – CORE wollen sie gemeinsam mit Kolleginnen und Kollegen aus Großbritannien, Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz und Deutschland sowie global agierenden Industriepartnern erstmals industriell verwertbare Verfahren zur Trennung von synthetischen Molekülen entwickeln, sogenannten Enantiomeren.

Diese paarweise auftretenden Moleküle sind aufgrund ihrer Ähnlichkeit sehr schwer voneinander zu trennen. „Man kann sie sich wie unsere beiden spiegelbildlich zueinander aufgebauten Hände vorstellen“, so der Leiter des Lehrstuhls für Chemische Verfahrenstechnik an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und Direktor am Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme, Prof. Dr.-Ing. Andreas Seidel-Morgenstern. „Aufgrund der Tatsache, dass die lebende Materie auf unserem Planeten nur aus einer der beiden möglichen Formen von Aminosäuren, den L-Aminosäuren, aufgebaut ist, ist die Bereitstellung enantiomerenreiner Substanzen von großer Bedeutung für die pharmazeutische Industrie und zunehmend auch für die Agrochemie.

Die gleichzeitige Verabreichung der beiden spiegelbildlichen Teile des Thalidomidmoleküls als Wirkstoff in „Contergan“ sei in den 1960er Jahren Auslöser für die Missbildungen an zahlreichen Neugeborenen gewesen, so Seidel-Morgenstern. Mit dem CORE-Projekt sollen neuartige Möglichkeiten der effizienteren Molekültrennung gefunden werden, bei denen gleichzeitig das unerwünschte, jedoch ebenfalls wertvolle Gegenstück gezielt und ressourcenschonend rückgeführt werden kann.

„Erstmals werden im Rahmen dieses Projekts die europäischen Spitzengruppen auf diesem Fachgebiet intensiv kooperieren, um die schwierigen Trennaufgaben besser zu lösen“, konstatiert Seidel-Morgenstern. „Wir haben vor, auf diesem Gebiet weltweit Vorreiter zu werden.“

Für die nachhaltige Optimierung und Etablierung dieser Verfahren und Prozesse zur Gewinnung hochwertiger pharmazeutischer Produkte benötigt die Industrie neben den zu entwickelnden Werkzeugen aber auch akademisch trainierte Experten. Darum werden im Rahmen des Forschungsnetzwerkes 15 hochqualifizierte Nachwuchsforscher ausgebildet.

Das Trainingsnetzwerk Continuous Resolution and Deracemization of Chiral Compounds by Crystallization – CORE wird durch das EU-Rahmenprogramm für Forschung und Innovation Horizont 2020 über eine Laufzeit von vier Jahren gefördert. Die koordinierende Universität ist die University of Strathclyde, Großbritannien. In Magdeburg sind Prof. Andreas Seidel-Morgenstern sowie Prof. Heike Lorenz, Leiterin der Kristallisationsgruppe am Max-Planck-Institut für Dynamik komplexer technischer Systeme, beteiligt.

mehr ...

Wie werden aus Studierenden Existenzgründer?

01.11.2016 -

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg möchte junge Menschen zu mehr unternehmerischem Denken und Handeln motivieren, dafür nötige Kompetenzen fördern, den Austausch von Ideen, Erfahrungen und Meinungen zum Thema Gründung und Selbstständigkeit ermöglichen und Initiativen zur Förderung von Gründungsideen vorstellen. Das Transfer- und Gründerzentrum (TUGZ) der Universität ist den gründungsinteressierten Studierenden dabei ein verlässlicher Partner und wird auch während der deutschlandweit stattfindenden Gründerwoche mit vielfältigen Veranstaltungsformaten den Gründergeist auf dem Campus und im Land stärken.

Vom 14. bis 18. November 2016 stellen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des TUGZ notwendiges Gründungsknowhow bereit, bieten informative Vorträge, Seminare, Workshops und Networking-Veranstaltungen sowie einen Tag der offenen Tür. Studierende, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie junge Start-ups oder vielleicht noch Unentschlossene sind eingeladen, sich mit dem Einmaleins für Start-ups auszurüsten und interessante Kontakte in das Netzwerk der Gründerszene der Region zu knüpfen. Seit das TUGZ vor gut einem Jahr seine Arbeit aufgenommen hat, haben sich bereits 6 Teams aus der Magdeburger Universität mithilfe des Transfer- und Gründerzentrums gegründet und 15 Teams wurden erfolgreich in intensive Förderprojekte des Landes und der EU vermittelt (ego.-Gründungstransfer und ego.-START). An den Ausgründungen waren insgesamt 10 Absolventen der Universität Magdeburg beteiligt. 

 

WAS: Perspektive Chemie-Start-up - Auftaktveranstaltung der Gründerwoche an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
WANN: 14.11.2016, 10.00 Uhr bis 15.00 Uhr
WO: Festung Mark, Hohepfortewall 1, 39104 Magdeburg

 

Die Teilnahme an allen Veranstaltungen ist kostenfrei.
Anmeldemöglichkeiten und das detaillierte Programm gibt es online unter www.tugz.ovgu.de/gruenderwoche2016

Der Auftakt der Aktionswoche steht ganz im Zeichen der Chemie als Innovationsmotor. Gründungsinteressierte aus der Verfahrenstechnik, den Materialwissenschaften oder der Biochemie erfahren in Impulsvorträgen und Workshops mehr über den nicht unproblematischen Wechsel aus der Forschung in die Existenzgründung. Es präsentieren etablierte Unternehmen ihr Know-how und junge Start-ups ihre Erfahrungen. Eine Podiumsdiskussion wird unter dem Titel „Wie schaffen wir eine neue Gründerzeit in der Chemie?“ die unterschiedlichen Sichtweisen, Bedürfnisse und Erfahrungen von etablierten Unternehmen, jungen Start-ups der Chemieindustrie, gründungsinteressierten Studierenden und Nachwuchswissenschaftlern beleuchten.

Prototyp_FabLab (c) Stefan Berger
Prototypentwicklung im FabLab der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg: Am 3D-Drucker tüfteln der Gründungsbetreuer des TUGZ, Sebastian Hichert (re.), und der gründungsinteressierte Student, Stefan Tidemann (li.), an einem ersten Prototypen. (Foto: Stefan Berger/Universität Magdeburg)

In den Folgetagen liefern u. a. Vorträge wichtige Informationen rund um die Themen Finanzierung und Förderung für Unternehmensgründungen, gewerbliche Schutzrechte oder Produktentwicklung. Speziell an ausländische Studierende richtet sich das Angebot „business international“, in dem Experten zielgruppenspezifisches Wissen vermitteln und internationale Gründer von ihren Erfahrungen berichten werden.

Am 17. November 2016 werden auf dem Gründertag an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg Jungunternehmer und Start-ups aus der Region ihren individuellen Weg zur Gründung aufzeigen. In Mini-Workshops können die Teilnehmenden einen Gründungsprozess live erleben. Anschließend lädt das Transfer- und Gründerzentrum zum Erfahrungsaustausch und Networking am Gründer-Stammtisch ein.

Die Gründerwoche der Universität Magdeburg endet am 18. November 2016 mit einem „Tag der offenen Tür“ am TUGZ sowie einem Workshop der neu gegründeten Startup School. Unter dem Motto „Start small, finish big“ beschäftigt sich der Workshop mit einem der häufigsten Fehler vieler Gründer und Gründerinnen: Sie denken ihr Geschäft zu groß. Coaches zeigen risikoärmere Lösungen und beraten zu einzelnen Schritten auf dem Weg in ein erfolgreiches Unternehmen.

Die Gründerwoche Deutschland findet vom 14. bis 18. November 2016 zum siebten Mal unter Federführung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) statt. Ziel ist es, die Gründungskultur und das Gründungsklima in Deutschland zu stärken. 

 

Bilder zum Download:

Bild 1 // Quelle: Stefan Berger/Universität Magdeburg // Bildunterschrift: Prototypentwicklung im FabLab der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg: Am 3D-Drucker tüfteln der Gründungsbetreuer des TUGZ, Sebastian Hichert (re.), und der gründungsinteressierte Student, Stefan Tidemann (li.), an einem ersten Prototypen.

 

mehr ...

Letzte Änderung: 03.04.2017 - Ansprechpartner:

Sie können eine Nachricht versenden an: Webmaster
Sicherheitsabfrage:
Captcha
 
Lösung: