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Pressemitteilungen April 2016

Herzfehler am Computer visualisieren

28.04.2016 -

Computervisualisten der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg haben neue Visualisierungsverfahren entwickelt, mit denen die Geschwindigkeit und Richtung von Blutflüssen dreidimensional dargestellt werden können. Diese auf Patientendaten beruhenden Computervisualisierungen machen mit krankhaften Veränderungen einhergehende Fließmuster sichtbar und werden Mediziner künftig bei der zuverlässigen Diagnose behandlungsbedürftiger Herz- und Gefäßerkrankungen unterstützen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft DFG hat für das innovative Forschungsvorhaben eine Förderung im Umfang von 250.000 Euro für die Dauer von zwei Jahren bewilligt.

Forschungsprojekt der Universität Magdeburg mit dem Herzzentrum Leipzig

Grundlage der neuen Technologie ist eine relativ neue Form der Bildgebung, bei der für jeden Punkt im dreidimensionalen Raum die Geschwindigkeit und Richtung des Blutflusses gemessen wird. Die mathematischen Berechnungen dafür sind am Lehrstuhl für Visualisierung an der Fakultät für Informatik der Universität entwickelt und werden bereits für ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Herzzentrum Leipzig eingesetzt. Die Leipziger Radiologen um Prof. Dr. Matthias Gutberlet und PD. Dr. Matthias Grothoff nutzen diese Daten insbesondere für die Diagnostik von Herzklappenerkrankungen und Verengungen der Aorta. Sie untersuchen, wie bestimmte Erkrankungen mit besonderen Flussmustern und Verwirbelungen in den Blutgefäßen korrelieren. 

Diese komplexen Messdaten sind allerdings durch eine manuelle Auswertung schwer zu erfassen, zu identifizieren und nur von erfahrenen Medizinern zu interpretieren. „Die bisherige Darstellung der Blutflussmessungen lässt keine eindeutigen Aussagen darüber zu, wo die Grenzen normaler Blutflussmuster liegen“, so der Informatiker und Computervisualist Prof. Bernhard Preim vom Lehrstuhl für Visualiserung der Universität Magdeburg. „Mit dem neuentwickelten Visualisierungsverfahren können die auf Patientendaten basierenden Fließmuster bei Gefäßuntersuchungen anschaulich im Computer gezeigt, zuverlässig erkannt und weitestgehend automatisch klassifiziert werden, so dass eine korrekte Auswertung der Messdaten nicht mehr von der Erfahrung der Radiologen abhängt. So kann zuverlässiger bestimmt werden, in welchen Teilen z. B. der Aorta der Wirbel auftritt, ob er rechts- oder linksdrehend ist und wie stark er ausgeprägt ist.“

Eine im Rahmen dieses Forschungsprojektes entstandene wissenschaftliche Arbeit von Benjamin Köhler fand auf internationalen Konferenzen große Anerkennung und wurde mehrfach ausgezeichnet, so Professor Preim weiter. Der wissenschaftliche Mitarbeiter aus dem Team am Institut für Simulation und Graphik der Uni Magdeburg entwickelte eine Software, die seit Jahren im Herzzentrum Leipzig eingesetzt wird und immer wieder an die Bedürfnisse in der Diagnostik angepasst werden kann. „Die Qualität dieser Vorarbeiten war maßgeblich für die positive Förderentscheidung der DFG. In dem geförderten Projekt arbeitet auch Professor Siegfried Kropf vom Institut für Biometrie und Medizinische Informatik mit. Er unterstützt beratend mit seinem statistischen Knowhow eine größere Studie, in der Normwerte für den Blutfluss erhoben und dargestellt werden sollen.“

Bisher unterstützen die Computervisualisten der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg die Radiologen bei der Erkennung und Klassifizierung von Gefäß- und Herzkrankheiten. In Zukunft wollen die Wissenschaftler das Verfahren in Richtung Therapie- und Operationsunterstützung für Herzchirurgen ausbauen. So könnten künftig z. B. Klappen-Operationen durch Computervisualisierungen besser geplant werden.

Kontakt für die Medien: Prof. Dr.-Ing. habil. Bernhard Preim, Lehrstuhl für Visualisierungen, Fakultät für Informatik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Tel.: 0391 67-5851, E-Mail: bernhard@isg.cs.uni-magdeburg.de

 

 

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Behandlung von Demenz auf dem Prüfstand

27.04.2016 -

Ab sofort wird die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg federführend ein internationales Forschungsprojekt koordinieren, dass erstmals systematisch und interdisziplinär die Wirksamkeit verschiedener Therapieansätze zur Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen wie der Alzheimer-Demenz oder des Morbus Huntington untersucht.

Das Team um Prof. Dr. rer. nat. Volkmar Leßmann vom Institut für Physiologie der Universität Magdeburg wird gemeinsam mit Medizinern, Biochemikern, Neurowissenschaftlern und Informatikern aus Finnland, Frankreich, Norwegen, Italien und Deutschland die Wirkungen vielversprechender Pharmaka und anderer Therapien am Tiermodell untersuchen, die perspektivisch zur Behandlung dieser Erkrankungen am Menschen eingesetzt werden könnten.

Zum Start des mit 2,3 Millionen Euro von der EU und verschiedenen nationalen Förderorganisationen der beteiligten Länder unterstützten internationalen Forschungsvorhabens werden sich die rund 30 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus acht Forschungsstandorten zum Kickoff-Meeting in Magdeburg treffen. Bei diesem ersten Austausch werden sie einzelne Arbeitsaufgaben und Projektziele festlegen und einen detaillierten Fahrplan zur Vernetzung aller europäischen Teilprojekte erstellen.

 

WAS: Kickoff-Meeting des internationalen Forschungsverbundprojekts zur Therapie neurodegenerativer Erkrankungen CircProt: Synaptic Circuit Protection in AD and HD CircProt an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
WANN: 5. bis 7. Mai 2016, Eröffnungsveranstaltung 6. Mai 2016, 8.30 Uhr
WO: Roncalli-Haus Magdeburg, Max-Josef-Metzger-Straße 12/13, 39104 Magdeburg

Hintergrund

Neurodegenerative Erkrankungen wie Alzheimer Demenz und Morbus Huntington werden durch eine fehlerhafte Signalweitergabe zwischen Nervenzellen des Gehirns hervorgerufen. Im gesunden Organismus reguliert das von den Nervenzellen hergestellte Protein BDNF die geordnete Informationsübertragung. BDNF sorgt dafür, dass Informationen im Gehirn als Gedächtnisinhalte abgespeichert werden. Im gesunden Gehirn verhindert das Protein das Auftreten von Demenzen. Im Falle des Morbus Huntington ist BDNF an der Steuerung der koordinierten Bewegungen unserer Muskeln beteiligt.

„Bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Alzheimer Demenz oder Morbus Huntington können wir einen reduzierten Stoffwechsel des Proteins BDNF in den betroffenen Hirnarealen beobachten“, so der Physiologe Volkmar Leßmann von der Universität Magdeburg. „Wir vermuten deshalb schon länger, dass Veränderungen der Proteinkonzentration, bzw. ein gestörter Transport in den neuronalen Netzwerken, den Ausbruch der beiden Krankheiten mit verursachen. Die grundlegenden zellulären Zusammenhänge sind aber bisher unverstanden, was die Entwicklung effektiver Therapien bisher verhindert hat.“

BDNF sorgt dafür, dass Informationen im Gehirn als Gedächtnisinhalte abgespeichert werden.

Das Verbundprojekt CircProt wird nun mögliche BDNF-abhängige Therapien für die Alzheimer-Demenz und den Morbus Huntington überprüfen. Die beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden in den nächsten 36 Monaten in dieser Vollständigkeit erstmals disziplinübergreifend ermitteln, wie eine reduzierte Verfügbarkeit des Proteins BDNF sich in den komplex verschalteten neuronalen Netzwerken in den betroffenen Hirnregionen auswirkt und den Krankheitsausbruch begünstigt. Mithilfe biochemischer, elektrophysiologischer, und verhaltensphysiologischer Methoden sowie mathematischer Modelle und computergestützter Simulationen wollen sie krankhafte Veränderungen in neuronalen Schaltkreisen erfassen und Pharmaka sowie auf körperlicher Aktivität beruhende Therapieansätze austesten, die diese Schaltkreise vor Degeneration schützen können. Ziel ist es, mögliche BDNF-abhängige Therapien für die Alzheimer-Demenz und den Morbus Huntington zu überprüfen.

 

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Gutachten für die Bundesregierung

27.04.2016 -

Als Mitglied im Wissenschaftlichen Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen WBGU übergab die Umweltpsychologin Prof. Dr. Ellen Matthies von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg gemeinsam mit weiteren Mitgliedern des Beirates der Bundesregierung das Gutachten Der Umzug der Menschheit: Die transformative Kraft der Städte.

Das Gutachten beschäftigt sich mit der globalen Situation von Städten und ihrer Bedeutung für Klimaschutz und Nachhaltige Entwicklung. Das interdisziplinäre Team der Gutachterinnen stellte fest, dass das Wachstum der Städte unverhältnismäßig stark zum Ausstoß von Treibhausgasen beitrüge, gleichzeitig würden Städte von den Folgen der globalen Erwärmung besonders hart getroffen. Das Gutachten befasst sich insbesondere mit der Lebensqualität in Städten und dem Potenzial von Stadtgesellschaften je eigene Transformationspfade in eine nachhaltige Zukunft zu finden. Statt allein auf immer mehr Verdichtung solle deshalb auch auf Entwicklung in der Region gesetzt werden: Statt wuchernder Megastädte viele Mittelzentren, das steigere die Widerstandsfähigkeit gegen Krisen und senke den Druck auf örtliche Ressourcen wie Wasser oder Land.

Mehr als 2 bis 3 Milliarden Menschen würden innerhalb weniger Jahrzehnte weltweit vom Land in die Städte drängen, dabei werde sich die Einwohnerzahl der globalen Slums verdoppeln, heißt es im Bericht. Es sei die größte Migrationsbewegung unserer Zeit. Die Wucht dieses Urbanisierungsschubs sei der zentrale Treiber globalen Wandels im 21. Jahrhundert.

„Das Wachstum der Städte ist so ungeheuer, dass es dringend in neue Bahnen geleitet werden muss“, sagt der WBGU Ko-Vorsitzende Dirk Messner, Direktor des Deutschen Instituts für Entwicklungspolitik. Würden in den Städten der Entwicklungs- und Schwellenländer immer neue Siedlungen mit Zement und Stahl gebaut, könnte allein die energieaufwändige Herstellung dieses Baumaterials bis 2050 soviel Treibhausgase freisetzen, dass damit das weltweite Emissionsbudget unter dem 1,5-°C-Ziel bereits beinahe aufgebraucht wäre. Dabei gebe es Alternativen, etwa den Bau mit Holz und anderen natürlichen Baumaterialien. „Ohne entschlossenes politisches Handeln und internationale Zusammenarbeit werden durch den Ressourcenbedarf und den CO2-Ausstoß des Städtebaus die natürlichen Lebensgrundlagen der Menschheit gefährdet“, so Messner.

 

Zum Hintergrund

Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) wurde 1992 im Vorfeld der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung („Erdgipfel von Rio“) von der Bundesregierung als unabhängiges wissenschaftliches Beratergremium eingerichtet. Seine Hauptaufgaben liegen darin, globale Umwelt- und Entwicklungsprobleme zu analysieren und darüber in Gutachten zu berichten, nationale und internationale Forschung auf dem Gebiet des Globalen Wandels auszuwerten, im Sinne von Frühwarnung auf neue Problemfelder hinzuweisen, Forschungsdefizite aufzuzeigen und Impulse für die Wissenschaft zu geben. Die neun Mitglieder des WBGU werden vom Bundeskabinett auf Vorschlag der Ministerien für Bildung und Forschung (BMBF) und Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) für eine Dauer von vier Jahren berufen.

„Von der Berufung in den Beirat fühle ich mich geehrt und freue mich nicht nur für mein Fach, die Umweltpsychologie, sondern auch für meine Universität, die das so wichtige Thema Umwelt und Nachhaltige Entwicklung von Beginn ihrer Gründung vor zwanzig Jahren beständig in Forschung und Lehre ausgebaut hat“, sagt Prof. Dr. Ellen Matthies. „Der WBGU hat seit der Riokonferenz 1992 mit Weitblick und Nachdrücklichkeit drängende Themen der globalen Umweltkrise aufgegriffen und in die öffentliche wissenschaftliche Debatte gebracht, nun wendet er sich mit dem neuen Gutachten der wichtigen Rolle der Urbanisierung zu.“

 

Zur Person

Ellen Matthies ist seit Dezember 2011 Professorin für Umweltpsychologie an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Ihr Forschungsinteresse gilt vorrangig dem Bereich der Mensch-Umwelt-Interaktion mit Schwerpunkt auf umweltrelevanten Verhaltensweisen und Entscheidungen (Energienutzung, Autonutzung) sowie theoriegeleiteter Entwicklung und Evaluation von Interventionsmaßnahmen zur Förderung eines nachhaltigen Konsums.

Von August 2009 bis November 2011 war Ellen Matthies Professorin für Umweltpsychologie an der Norwegischen Universität für Naturwissenschaften und Technik in Trondheim, Norwegen. In den Jahren 2001 bis 2010 war sie als Hochschuldozentin für Angewandte Psychologie an der Ruhr-Universität Bochum tätig. Dort vollendete Ellen Matthies 2001 ihre Habilitation zum Thema „Coping with environmental threats and global environmental change“ am Institut für Psychologie. 1993 promovierte sie zum Dr. phil.

Ellen Matthies hat zahlreiche Forschungsprojekte geleitet, die den Bereichen der angewandten Sozialpsychologie und der Umweltpsychologie zugehörig sind. Die Finanzierung erfolgte zumeist durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG), aber auch durch den Norwegischen Forschungsrat und das Deutsche Bundesministerium für Bildung und Forschung. In den Projekten wurde unter anderem die Rolle von persönlichen und sozialen Normen bei der Ressourcennutzung, die Bedeutung von Gewohnheiten bei Verhaltensänderungen und die Entwicklung und Evaluation von Interventionen zur Förderung umweltverträglichen Verhaltens untersucht.

 

Mehr Informationen zur Abteilung Umweltpsychologie der Universität Magdeburg www.ipsy.ovgu.de/Umweltpsychologie.html

Mehr Information zum Bericht www.wbgu.de/presse-termine/presseerklaerungen/2016-04-25-presseerklaerung/

Foto und BU unter: www.wbgu.de/presse-termine/presseerklaerungen/2016-04-25-presseerklaerung/

 

Kontakt für die Medien:
Prof. Dr. Ellen Matthies, Institut für Psychologie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Tel: 0391 67-18471, E-Mail: ellen.matthies@ovgu.de

 

 

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Wohin mit dem schwankenden Öko-Strom?

26.04.2016 -

Elektro- und Energietechniker der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg haben neuartige Überwachungs- und Steuerungssysteme entwickelt und erprobt, die erstmalig die schwankenden Einspeisungen dezentraler Öko-Stromerzeuger zur Stabilisierung des Energieversorgungsnetzes in Sachsen-Anhalt nutzen.

„Die wachsende, aber naturgegeben sehr unregelmäßige Einspeisung erneuerbarer Energien führt zu neuen und zum Teil auch kritischen Situationen im Verteilnetz. Dadurch sind die Anforderungen an die Stabilität des Netzes enorm gewachsen“, so Prof. Martin Wolter vom Lehrstuhl Elektrische Netze und Erneuerbare Energie der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik der Universität Magdeburg. „Kam der Strom bisher stetig und regelmäßig aus zentralen Kraftwerken, stellt die dezentrale Zuführung von Öko-Strom aus allen Ecken des Landes die Netzbetreiber vor enorme Probleme.“

Im Rahmen des Forschungsprojektes SECVER - Sicherheit und Zuverlässigkeit von Verteilungsnetzen auf dem Weg zu einem Energieversorgungssystem von morgen haben die Ingenieure vom Lehrstuhl Elektrische Netze und Erneuerbare Energie der Universität Magdeburg zusammen mit Forschern vom Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF in den letzten 36 Monaten neue Überwachungsverfahren und Steuerungssysteme entwickelt. Gemeinsam mit weiteren Partnern aus Industrie und Forschung, wie der Siemens AG, den RegenerativKraftwerken Harz, dem Netzbetreiber Avacon und dem Fraunhofer-Institut für Windenergie und Energiesystemtechnik IWES sind neuartige Verfahren und Technologien entwickelt worden, die präzise, in Echtzeit und zuverlässig den aktuellen Zustand des Netzes erfassen und kritische Situationen sofort erkennen. Auf diesem Monitoringsystem aufbauend, leitet das parallel entwickelte Steuerungssystem automatisch effektive Gegenmaßnahmen ein, indem es koordiniert Erneuerbare-Energien-Anlagen hoch- bzw. herunterregelt. Käme es zum Beispiel zu einer Überlastung einer elektrischen Leitung, würde die neue Technologie durch intelligente Steuerbefehle regulierend eingreifen und kritische Zustände beheben.

Die im Konsortium entwickelte Mess- und Sensortechnik wurde seit Mitte 2015 im 110-kV-Verteilnetz in der Harzregion um den Windpark Dardesheim erfolgreich erprobt.

Der Projektkoordinator vom Fraunhofer IFF, Dr. Przemyslaw Komarnicki, fasst die Ergebnisse so zusammen: „Das entwickelte Messsystem schafft optimale Voraussetzungen für eine koordinierte Nutzung regenerativer Energiequellen zur Stabilisierung des Netzzustandes. Im Feldtestversuch konnten wir nachweisen, dass die daraus berechneten Stellmaßnahmen effektiv auf mögliche Störungen im elektrischen Verteilnetz wirken.“

Künftig soll diese moderne Überwachungs- und Steuerungstechnologie die Verteilnetze auch über die Region Sachsen-Anhalt hinaus sicher überwachen, kritische Situationen und Systeminstabilitäten erkennen, reagieren und regulieren.

Die Ergebnisse dieses vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie BMWi mit über zwei Millionen Euro geförderten Forschungsvorhabens SECVER werden am Freitag, dem 29. April 2016, 10.00 Uhr im Rahmen einer Abschlussveranstaltung im Rathaus Dardesheim (Harz) im Beisein von Wissenschaft, Wirtschaft und Kommunalpolitik erstmals öffentlich präsentiert.

Mehr Informationen zum Forschungsprojekt unter www.secver.de.

 

Kontakt für die Medien:
Marc Richter, M.sc., Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl Elektrische Netze und Erneuerbare Energie, Institut für Elektrische Energiesysteme der Universität Magdeburg, Tel.: +49 391 67-51901, E-Mail: marc.richter@ovgu.de
Dr.-Ing. Przemyslaw Komarnicki, stellvertretender Geschäftsfeldleiter Prozess- und Anlagentechnik am Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF, Tel. 0391 40 90 373, E-Mail: komarn@iff.fraunhofer.de

 

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Uniradio Guericke FM präsentiert Radiokonzert

20.04.2016 -

Am 21. Mai 2016 wird auf dem Campus der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg nicht nur Wissenschaft zum Anfassen geboten, sondern auch handgemachte Live-Musik. Das Uniradio Guericke FM präsentiert seinen Gästen im Rahmen der 11. Langen Nacht der Wissenschaft ein musikalisches Highlight mit dem aufstrebenden Duo JOCO.

Die Schwestern Josepha und Cosima Carls alias JOCO verzauberten in diesem Jahr schon mit ihrem Song „Full Moon“ beim deutschen Vorentscheid zum Eurovision Songcontest. Nun wird das Hamburger Duo mit ihren verträumten Klangwelten ab 22.00 Uhr auf der Campus-Bühne für eine ganz besondere Atmosphäre sorgen: Verspielte Pianoparts, tosende Paukenschläge und zwei perfekt-harmonisierende Stimmen lassen auf eine magische Nacht hoffen.

Die Radiomacher von Guericke FM moderieren das einstündige Konzert mit einem Mix aus hintergründigen Interviews und sympathischen Aktionen.

Für alle, die nicht live vor Ort sein können, wird das komplette Konzert über den Livestream unter www.guericke.fm übertragen.

 

WAS: Guericke FM Radiokonzert No.6 mit JOCO
WANN: Samstag, 21.05.2016, im Rahmen der 11. Langen Nacht der Wissenschaft, Beginn: 22.00 Uhr
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Universitätsplatz 2, 39106 Magdeburg, Campuswiese vor Gebäude 16

Der Eintritt ist kostenfrei und ohne Voranmeldung möglich. Das Team von Guericke FM freut sich, die Reihe der beliebten Guericke FM-Radiokonzerte fortzusetzen und heißt Wissenschaftler sowie Musikliebhaber aus Magdeburg und der Region herzlich willkommen!

 

Uniradio Guericke FM

Radio machen, Radio sein. Gern etwas lauter und vor allem mit einer Menge Spaß. Guericke FM, das Uniradio der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, ist innovativ, kreativ und humorvoll. Mit Radiothemen aus dem Bereich Hochschulpolitik, Kultur und Studium wird ein buntes Programm von Studierenden für Studierende abgebildet. Dazu gehören Radiokonzerte, Off-Air-Aktionen auf dem Campus, Live-Moderationen von in- und externen Veranstaltungen oder die Lern- und Lehrtätigkeiten im Bereich Medien. Guericke FM verkörpert eine Leidenschaft junger Medienmacher, die neben ihrem Studium etwas in die Welt tragen wollen. Durch diese Begeisterung und ständige Präsenz haben sich die Mitglieder rund um Guericke FM bereits einen Namen auf dem Campus und auch außerhalb der Hörsäle in Magdeburg gemacht. Dank einer hervorragenden Musikredaktion ist Guericke FM für gute Unterhaltung bekannt und sorgt regelmäßig in gewohnter Lässigkeit für die richtige Musik und Abwechslung – für die auch immer nach kreativer Verstärkung im Team gesucht wird. Mehr Informationen unter www.guericke.fm.

 

JOCO

Das Duo besteht aus den beiden in Schleswig-Holstein geborenen und in Ostfriesland aufgewachsenen Schwestern Josepha (Vocals, Drums) und Cosima (Vocals, Klavier, Gitarre). Von Kindesbeinen an haben sie zusammen Musik gemacht. Vor zwei Jahren folgte ein konsequenter Cut: Josepha und Cosima trennten sich von ihren damaligen Formationen und ihren Jobs als Dozentin und Gesangslehrerin, um nach Hamburg zu ziehen und sich auf ihre eigene Musik im Duo zu fokussieren. Mehr Infos zu JOCO unter www.jocomusic.com.

 

Kontakt für die Medien: Andrea Jozwiak, Redaktionsleitung Guericke FM, Uniradio der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Tel.: +49 391 67- 52377, E-Mail: kontakt@guericke.fm

 

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InspektoKopter überwacht Windenergieanlagen

20.04.2016 -

Ein an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg mitentwickelter so genannter InspektoKopter wird künftig in über 150 Metern Höhe die Rotorblätter von Windenergieanlagen inspizieren. Mit hochauflösender Kameratechnik, intuitiv bedienbarer Steuerung und einem intelligenten Flugassistenzsystem ausgestattet, wird er eine gründliche und gefahrlose optische 360-Grad-Außeninspektion übernehmen und sicherheitsrelevante Material- oder Konstruktionsfehler zuverlässig erkennen.

Die Experimentelle Fabrik an der Fakultät für Maschinenbau der Universität Magdeburg stellt diese Flugroboter zur sicheren Überwachung von Windenergieanlagen erstmals gemeinsam mit ihren Kooperationspartnern vom 25. bis 29. April 2016 auf der HANNOVER MESSE 2016, der weltweit führenden Industriemesse, vor. Die Premiere feiert der InspektoKopter-Prototyp auf dem Gemeinschaftsstand „Forschung für die Zukunft“ der Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen in der Halle 2 (Research & Technology), Stand A38.

Als Flugroboter soll der InspektoKopter die manuelle Prüfung ersetzen, die nicht nur kosten- und zeitintensiv ist, sondern vor allem auch gefährlich. Mit einem Antikollisionssystem ausgestattet, übernimmt der InspektoKopter die Prüfung der Rotorblätter. Die zudem entwickelte Software ermöglicht eine anschauliche und exakte 3D-Darstellung des Anlagenzustandes zur Bewertung durch das Fachpersonal.

Entwickelt wurde diese Technologie unter Leitung des Zentrums für Produkt-, Verfahrens- und Prozessinnovation (ZPVP) in der Experimentellen Fabrik im Rahmen des überregionalen Netzwerkes „InDiWa - Inspektion, Diagnostik, Wartung“. Das Netzwerk entwickelt in verschiedenen Projekten innovative Produkte und Verfahren zur zerstörungsfreien und automatisierten Inspektion und Betriebsüberwachung von Bauteilen aus Faser-Kunststoff-Verbund bei Windenergieanlagen. Mehr Informationen finden Sie unter www.indiwa.exfa.de.

 

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ist darüber hinaus mit weiteren für die Industrie interessanten Forschungsprojekten auf der HANNOVER MESSE 2016 vertreten.

• Der an der Universität Magdeburg verankerte regionale Wachstumskern „Fluss-Strom Plus“ präsentiert Lösungen und neue Technologien zur Nutzung wirtschaftlich effizienter und ökologisch verträglicher Fluss-Wasserkraftanlagen. Ziel ist es, in enger Zusammenarbeit mit Unternehmen die Technologie- und Produktführerschaft im Bereich „Barrierefreie Wasserkraft“ weltweit auf- und auszubauen.

• Das Institut für Fertigungstechnik und Qualitätssicherung stellt eine katastrophenfeste unterirdische Strompipeline auf Mineralgussbasis vor, mit der die Übertragung aller Stromarten möglich ist. Dabei wird in ein 16-Zoll-Stahlrohr ein Aluminiumrohr als Leiter eingebracht. Vorgefertigte Segmente werden dann vor Ort zusammengeschweißt und in zwei Metern Tiefe versenkt. Durch Innenbelüftung und Sensorüberwachung ist diese Technologie äußerst zuverlässig.

• Der Lehrstuhl für Mikrosystemtechnik der Universität Magdeburg entwickelt in enger Zusammenarbeit mit Unternehmen innovative Kathetertechnologien für minimalinvasive Operationsverfahren. Im Rahmen der BMBF-Transfer-Initiative „Embedded“ liegt der Fokus auf der Entwicklung und Herstellung mulitifunktionaler medizinsicher Werkzeuge für eine bildgeführte minimalinvasive Therapie.

• Ein weiteres Forschungsprojekt des Lehrstuhls für Mikrosystemtechnik präsentiert mechanische Sensoren, die das Potenzial haben, auch in kleinsten Bauräumen physikalische Größen wie Kraft oder Druck zuverlässig zu erfassen. Ein Anwendungsbeispiel ist die Messung der Kontaktnormalkraft in miniaturisierten Steckverbindern. Die in einem Exponat vorgestellte siliziumbasierte Sensorlösung ermöglicht ein lückenloses Qualitätsmanagement.

• Das von Absolventen der Uni Magdeburg gegründete Startup-Unternehmen neotiv präsentiert Lösungen für Herausforderungen des demografischen Wandels. Entwickelt wurde ein Trainingssystem, welches das Gehirn durch eine Kombination aus kardiovaskulärer und kognitiver Stimulation gezielt anregt und darüber ein regelmäßiges Monitoring der Leistungsfähigkeit, der Hirnfunktion und des Herz-Kreislaufsystems ermöglicht. Diese spezielle Kombination von körperlichem und kognitivem Training steigert das Wachstums- und Regenerationspotenzial des Gehirns.

• Das Institut für Automatisierungstechnik stellt mit dem Projekt „Testautomatisierung in der industriellen Automation“ Simulationssoftware vor, mit der Applikationen für Industrie 4.0, SPS-Steuerungsprogramme, mechatronische Komponenten, Steuerungsgeräte in Fahrzeugen und Steuerungen in der virtuellen Inbetriebnahme getestet werden können. Zudem wird es Tools zur Automatisierung der Testfallerstellung durch Anforderungsmodellierung und Testgenerierung zu sehen geben.

• Außerdem präsentieren sich das Institut für Kompetenz in AutoMobilität IKAM GmbH, mit den Schwerpunkten Antriebstechnik, Elektromobilität, Leichtbau sowie Mess- und Prüftechnik, das Transfer- und Gründerzentrum der Universität Magdeburg TUGZ, das mit einem umfassenden Service und zahlreichen Angeboten Studierende und Beschäftige auf dem Weg in die Selbständigkeit unterstützt und aus Ideen Startup-Unternehmen macht, sowie das Institut für Werkstoff- und Fügetechnik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, an dem das Materialverhalten in Abhängigkeit unterschiedlicher Einflussgrößen untersucht und Zusammenhänge zwischen der Mikrostruktur und dem Materialverhalten hergestellt werden.

Mehr Informationen, Standorte und Ansprechpartner für die einzelnen Projekte finden Sie unter http://tinyurl.com/hdok4rk.

Alle Interessierten sind herzlich zum Besuch der Projekte während der Messe eingeladen. Kostenfreie Eintrittskarten bitte bestellen unter http://tinyurl.com/jy3w79m.

 

Kontakt für die Medien: Michael Kauert, Technologie- und Transferzentrum der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Tel.: +49 391 67-58711, E-Mail: messen@ovgu.de

 

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Hirnströme bei Fehlhandlungen verraten Geschlecht

14.04.2016 -

Männer sind schneller und Frauen flexibler: Die Gehirne von Männern und Frauen reagieren unterschiedlich auf eigene Handlungsfehler. Diese Unterschiede sind so signifikant, dass sich allein aus den gemessenen Hirnströmen das Geschlecht vorhersagen lässt. Die Unterschiede in der Verarbeitung von Fehlhandlungen bei Frauen und Männern zeigen außerdem die Notwendigkeit geschlechterspezifischer Diagnose und Therapie psychischer Störungen.

Das sind die Ergebnisse einer internationalen Studie, die Neurowissenschaftlerinnen und -wissenschaftler der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg zusammen mit Kolleginnen und Kollegen des Max-Planck-Instituts für Kognitions- und Neurowissenschaften in Leipzig und der Universität Nottingham durchgeführt und soeben veröffentlicht haben.

Bei 895 gesunden jungen Männern und Frauen wurde mittels Hirnströmen gemessen, wie sie auf gerade begangene, eigene Handlungsfehler reagieren. Die Probanden bekamen eine Aufgabe, die sie trotz ablenkender Reize wiederholt korrekt ausführen mussten. Die dabei entstehenden Fehler sind mit Flüchtigkeitsfehlern beim Bedienen technischer Geräte durch falsche Tastendrücke zu vergleichen.

„Sobald wir einen Fehler machen, reagiert unser Gehirn im Bruchteil einer Sekunde und ermöglicht es uns, unser Verhalten effektiv anzupassen“, so Prof. Dr. Markus Ullsperger, Inhaber des Lehrstuhls für Neuropsychologie der Universität Magdeburg und Seniorautor der Studie. „Eine mögliche Reaktion besteht darin, nachfolgende Handlungen abzubremsen, um weitere Fehler zu vermeiden. Eine andere führt dazu, dass wir die Aufmerksamkeit auf die wesentlichen Reize richten und ablenkende Reize ignorieren.“

Bei den Probanden zeigte sich, dass Männer die gestellten Aufgaben etwas schneller bearbeiten konnten als Frauen. Gleichzeitig reagierten ihre Gehirne stärker auf Handlungsfehler als die der Frauen: Eine auf der Kopfoberfläche messbare Spannungsänderung, die so genannte Fehlernegativierung, ist bei Männern größer. Die Frauen hingegen passten ihr Verhalten nach begangenen Fehlern flexibler an und verlangsamten ihre Reaktionen deutlich stärker als Männer. Allein die Muster der fehlerbezogenen Hirnströme reichen aus, um ohne die jeweilige Person zu sehen ihr Geschlecht vorherzusagen.

„Da die Häufigkeit vieler psychischer Erkrankungen, die zu Fehlhandlungen führen, unterschiedlich auf die Geschlechter verteilt ist, versteht man vielleicht die Geschlechtsunterschiede bei den Patienten auch besser, wenn man die Abweichungen bei Gesunden erklären kann“, so Dr. Adrian Fischer vom Lehrstuhl Neuropsychologie der Universität Magdeburg und Erstautor der Studie. „Die Fähigkeit, auf Fehler zu reagieren zeigt sich verändert unter anderem bei der Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung oder der Schizophrenie. Daher erscheint es sinnvoll, verstärkt geschlechterspezifische Studien zu Ursachen, Diagnostik und Therapie dieser Störungen vorzunehmen.“

Die Studie: Fischer AG, Danielmeier C, Villringer A, Klein TA, Ullsperger M (2016) Gender influences on brain responses to errors and post-error adjustments. Scientific Reports (in press).

Link zum Paper:  www.nature.com/articles/srep24435

Kontakt für die Medien: Prof. Dr. med. Markus Ullsperger, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Fakultät für Naturwissenschaften, Tel.: 0391 67-18628, E-Mail: markus.ullsperger@ovgu.de

 

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Wie viel Technik steckt in einem Taschenwärmer?

13.04.2016 -

Die nächste Ausgabe der Kinder-Uni Magdeburg der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg wird sich am 30. April 2016 mit einer ungewöhnlichen Vorlesung auf der Messe „Technik begeistert – Perspektive MINT“ präsentieren. Diese erstmalig in Magdeburg stattfindende Messe soll vom 28. bis 30. April 2016 Kinder und Jugendliche für Technik und Naturwissenschaften begeistern.

Der Verfahrenstechniker Dr. Andreas Voigt wird gemeinsam mit seinem Team von der Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik den jungen Messebesucherinnen und –besuchern anhand eines Taschenwärmers anschaulich erläutern, wie Chemie unseren Alltag beeinflusst: Klick und warm! Das ist praktisch, aber welches Prinzip steckt dahinter? Auf jeden Fall eine Menge faszinierende Chemie, Mathematik und Informatik. Dazu gibt es am großen Messestand der Universität Magdeburg ein attraktives Technik-Mitmach-Angebot zum Ausprobieren. Das reicht vom Show-Krankenwagen mit Medizintechnik der Zukunft über das „Mathe-Wohnzimmer“ oder Roboter-Workshops bis hin zum Zuckerwatteautomaten, an dem chemische Verfahrenstechnik zum Anfassen erlebt werden kann.

 

WAS: Wie viel Verfahrenstechnik steckt in einem Taschenwärmer?“, Kinder-Uni Magdeburg im Rahmen der Messe „Technik begeistert – Perspektive MINT“
WANN: Samstag, 30. April 2016, 11.00 bis 11.45 Uhr
WO: Messe Magdeburg, Tessenowstraße 9a, 39114 Magdeburg

Die Teilnahme an der Kinder-Uni Magdeburg und der Besuch der Messe sind kostenfrei. Die Anmeldung für die Kinder-Uni ist ab dem 15. April 2016 über www.kinderuni-magdeburg.de und unter der Hotline 0391 67-11888 Montag bis Freitag ab 13.00 Uhr möglich.

Mehr Informationen zum Programm der Universität auf der MINT-Messe unter www.magdeburg-mint.de/programm/vortraege

Die Kinder-Uni Magdeburg ist eine Veranstaltungsreihe der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren. Wissenschaftsthemen werden unterhaltsam und altersgruppengerecht vorgestellt. Über 17.000 Schülerinnen und Schüler haben bereits die über 90 Vorlesungen besucht.

 

Ansprechpartnerin:
Dr. Rosemarie Behnert, Koordinatorin Studierendenmarketing, Bereich Kommunikation und Marketing, Telefon: 0391 67 58843, E-Mail: rosemarie.behnert@ovgu.de

 

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Magdeburgs Architektur durch den Sucher gesehen

07.04.2016 -

Die Landeshauptstadt Magdeburg erlebte in den zurückliegenden 25 Jahren einen nie dagewesenen Bau- und Modernisierungsboom. Zahlreiche preisgekrönte Neubauten entstanden auch auf dem Campus der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Die Mitglieder des Fotoclubs Magdeburg 07 haben sich mit Kamera und Stativ auf Tour begeben, um architektonische Highlights auf dem Uni-Campus und darüber hinaus in der Stadt im Bild festzuhalten. Entstanden ist eine riesige Sammlung von Bildern einer modernen Großstadt, aus der ca. 40 Fotografien vom 14. April bis 26. Mai 2016 in der Ausstellung „Magdeburg 25 Jahre neugemacht“ in der Universitätsbibliothek der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg zu sehen sein werden.

Die Hobbyfotografen des Fotoclubs Magdeburg 07 laden am 21. April 2016 zu einer Matinee ein, auf der sie über die ausgestellten Bilder und die Aktivitäten ihres Fotoclubs mit vielen Beispielen informieren. Der Eintritt zur Matinee und zur Ausstellung ist frei.

 

WAS: „Magdeburg 25 Jahre neugemacht“ Fotoausstellung zur baulichen Entwicklung der Landeshauptstadt mit Arbeiten des Fotoclubs Magdeburg 07
WANN: 14. April bis 26. Mai 2016, Matinee am 21. April 2016 ab 18:30 Uhr
WO: Universitätsbibliothek der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Pfälzer Straße, 39106 Magdeburg (Matinee in der Cafeteria der Universitätsbibliothek)

Gegründet wurde der Fotoclub Magdeburg 07 im Jahr 2007 als IG Digitalfotografie durch vier Akteure. Heute zählt der Club 30 Mitglieder und befasst sich mit fast allen fotografischen Themen. Aktuelle Schwerpunkte sind die „Straße der Romanik“ sowie die Street-, Porträt- und Blitzlichtfotografie. Die Treffen finden donnerstags um 19:00 Uhr im Fotostudio in der Zielitzer Straße 18 statt.

Weitere Infos gibt es auf www.fotoclub-magdeburg.de

 

Ansprechpartner:
Dr. Jürgen Heeg M. A., Universitätsbibliothek Magdeburg, Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Tel.: 0391 67-58639, E-Mail: juergen.heeg@ovgu.de

 

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Erfindungen – Wie und wo sind sie zu schützen?

06.04.2016 -

Zu einer Vortrags- und Informationsveranstaltung über „Gewerbliche Schutzrechte“ lädt das Patentinformationszentrum (PIZ) der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg am 12. April 2016 ein. Patentassessor Wolfgang Weigler vom PIZ der Universität Magdeburg geht der Frage nach, wie jemand, der etwas Neues geschaffen hat, seine Idee (besser die konkrete Lösung) vor Nachahmern schützen kann. Der gewerbliche Rechtsschutz bietet dafür verschiedene Möglichkeiten, z. B. Patente, Gebrauchsmuster, Marken und eingetragene Designs. Diese sind eine hervorragende Basis dafür, dass jeder seine Rechte sichern, erfolgreicher gegen unberechtigte Nachahmer verteidigen und durchsetzen kann.

 

WAS: Vortrags- und Informationsveranstaltung „Gewerbliche Schutzrechte“, Referent Wolfgang Weigler, Patentinformationszentrum der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
WANN: 12. April 2016, 18.00 bis 20.00 Uhr
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Campus am Universitätsplatz 2, Gebäude 30 (Universitätsbibliothek), Tagungsraum

Um vorherige Anmeldung wird gebeten, telefonisch unter 0391 67-52714, 0391 67-52979, per Fax unter 0391 67-12913 oder per E-Mail: patentinformation@ovgu.de.

Interessierte aus Forschung, Industrie, Handwerk und Dienstleistungsunternehmen und natürlich auch private und freie Erfinder erhalten u. a. Informationen dazu, was gewerbliche Schutzrechte sind, wozu sie benötigt werden, wofür gewerbliche Schutzrechte erworben werden können, wo und wie sie erworben werden können und was gewerbliche Schutzrechte kosten.

 

Hintergrund

Das Patentinformationszentrum der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ist einer von 20 autorisierten Kooperationspartnern des Deutschen Patent- und Markenamtes (DPMA). Nach der Schließung des Patentinformationszentrums MIPO in der Industrie- und Handelskammer Halle ist das PIZ an der Universität Magdeburg seit Beginns des Jahres 2016 das einzige Patentinformationszentrum im Land Sachsen-Anhalt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter helfen u. a. bei der Ermittlung der aktuellen Entwicklungen der Wettbewerber (auch wenn sie noch nicht auf dem Markt sind), informiert regelmäßig über die Anmeldeaktivitäten von Wettbewerbern, hilft bei der Vermeidung von Schutzrechtsverletzungen und dem Schutz der eigenen Erfindung oder des Designs von Produkten, unterstützt Unternehmensgründer beim Schutz von Firmennamen oder der Kennzeichnung von Produkten bzw. Dienstleistungen, ist behilflich bei Patent-, Marken- und Designrecherchen und informiert über aktuelle Normen.

 

Ansprechpartner:
Pass. Wolfgang Weigler, Patentinformationszentrum der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Telefon: 0391 67-52714, -52979, E-Mail: patentinformation@ovgu.de

 

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Was brauchen Frauen für eine Karriere in der Wissenschaft?

06.04.2016 -

Mit einem ungewöhnlichen Format sollen junge Frauen an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg für eine Karriere in der Wissenschaft fit gemacht werden. Auf der sogenannten Ladies Night for Women in MINT an der Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik am 19. April 2016 können interessierte Nachwuchswissenschaftlerinnen Netzwerke knüpfen, ihre Chancen einer wissenschaftlichen Karriere in den MINT-Fächern Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik ausloten, aber auch über Möglichkeiten erfahren, mit den Herausforderungen und Schwierigkeiten, die eine Karriere in der Wissenschaft mit sich bringt, umzugehen. Dazu gehören nicht zuletzt Planungsunsicherheiten und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

Die Dorothea-Erxleben-Gastprofessorin, Dr. rer. nat. habil. Dana Zöllner von der Universität Magdeburg, die Nachwuchswissenschaftlerin Dr. Tanja Vidakovic-Koch vom Max-Planck-Institut Magdeburg und die Betriebsassistentin Julia Krahl vom Unternehmen Credit Solvay GmbH Bernburg werden über ihren beruflichen Werdegang sprechen, ihre unterschiedlichen Erfahrungen weitergeben und aktuelle Forschungsschwerpunkte vorstellen.

 

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WAS: Veranstaltungsreihe Ladies-Night for Women in MINT zum Thema „Karriere individuell gestalten“
WANN: 19. April 2016, ab 17.30 Uhr Einlass, ab 18.00 Uhr Vorträge, anschließend Markt der Möglichkeiten
WO: Max-Planck-Institut, Sandtorstr. 1, 39106 Magdeburg

Beim anschließenden Markt der Möglichkeiten stellen sich u.a. das Graduiertenkolleg der Universität Magdeburg, die Graduate School der Universität Magdeburg, das Career Center, die International Max-Planck-Research-School sowie exzellente Wissenschaftlerinnen und Preisträgerinnen aus den technisch-naturwissenschaftlichen Bereichen der Universität Magdeburg vor. Als wichtige Ansprechpartner vor Ort werden außerdem das Familienbüro, der Psychosoziale Dienst des Studentenwerkes, das Büro für Gleichstellungsfragen, die Koordinierungsstelle Frauen- und Geschlechterforschung LSA und Vertreter von MentorInnenprogrammen zur Verfügung stehen.

Das Familienbüro hat für Teilnehmerinnen der Veranstaltung eine Kinderbetreuung organisiert. Voranmeldungen für die Veranstaltung sowie das Betreuungsangebot bis zum 15. April via Mail unter fvst-ladies-night@ovgu.de.

Weitere Informationen unter www.vst.ovgu.de

 

Ansprechpartnerin: Nicole Vorhauer, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik, Lehrstuhl Thermische Verfahrenstechnik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg , E-Mail: nicole.vorhauer@ovgu.de, Tel.: 0391 67-51684

 

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Letzte Änderung: 03.04.2017 - Ansprechpartner:

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