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Krankenversicherung

Krankenversicherung

Foto: shutterstock / Irenaphoto


Allgemeine Hinweise zur Krankenversicherung

Alle Studierenden an einer deutschen Hochschule/Universität unterliegen in Deutschland der gesetzlichen Krankenversicherungs- und Pflegeversicherungspflicht (§ 5 Abs. 1 Nr. 9 SGB V).

Auch für die Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis ist eine deutsche Krankenversicherung erforderlich.

Sofern die deutsche Botschaft im Heimatland einen Krankenversicherungsschutz für Deutschland verlangt, schließen Sie bitte nur eine Reisekrankenversicherung für die ersten 1 bis 3 Monate ab (je nach Einreise- und Immatrikulationsdatum). In Deutschland können Sie dann eine deutsche Krankenversicherung abschließen und müssen nicht doppelt bezahlen.

Angehörige der EU-Mitgliedsländer oder anderer Länder, mit denen ein entsprechendes Sozialversicherungsabkommen mit Deutschland besteht, müssen in Deutschland keine zusätzliche Krankenversicherung abschließen. Ein gültiger Nachweis über den bestehenden Versicherungsschutz ist der Universität bei der Immatrikulation vorzulegen.

Sofern Sie im Besitz der Europäischen Krankenversicherungskarte (EHIC) sind, können Sie direkt zum Arzt gehen. Die Arztpraxen sind mit der Vorgehensweise vertraut. Dort füllen Sie ein Formular (Muster 80, Muster 81) aus: Erklärung über die deutsche Krankenkasse, zu deren Lasten die ärztliche Leistung geht.

Studierende aus Staaten mit einem Sozialversicherungsabkommen haben die Möglichkeit, sich vor Besuch des Arztes bei einer gesetzlichen Krankenversicherung einen Behandlungsschein zu besorgen.

Allerdings erfolgt bei Inhabern der EHIC und bei Studierenden aus Abkommensstaaten beim Arzt nur eine Notfallbehandlung. Vorsorgeuntersuchungen sind durch die EU-Gesundheitskarte und die Sozialversicherungsabkommen nicht abgedeckt.

Ein Beispiel einer erfolgreichen Kooperation zwischen einer privaten Reisekrankenversicherung und einer Ersatzkasse finden Sie hier.

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Für Studierende

Alle Studierenden, die in Deutschland an einer deutschen Hochschule/Universität studieren, unterliegen der gesetzlichen Krankenversicherungs- und Pflegeversicherungspflicht (§ 5 Abs. 1 Nr. 9 SGB V).

Deswegen muss auch jeder ausländische Student Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse bzw. einer Ersatzkasse werden oder sich privat versichern. Die Wahl der Krankenversicherung während des Studiums ist bis zum 30. Lebensjahr oder 14. Fachsemester bindend. Die Studiensemester im Heimatland werden mitgezählt.

Der Mitgliedsbeitrag in gesetzlichen Krankenversicherungen (inklusive Pflegeversicherung) beträgt zurzeit ca. 95 Euro pro Monat für Studenten und Studentinnen bis zum 30. Lebensjahr und bis zum 14. Fachsemester.

Die Vorteile der gesetzlichen Krankenversicherung sind:

  • die unbürokratische Abwicklung der Arztbesuche durch Vorlage einer Gesundheitskarte
  • ein günstiger Tarif
  • etwaige Vorerkrankungen sind ohne Relevanz
  • alle gesetzlichen und Ersatzkrankenkassen haben mehr oder weniger identische Tarife mit abweichenden individuellen Leistungen
  • Familienmitglieder ohne eigenes Einkommen können ohne zusätzliche Kosten mitversichert werden

Bei Erreichen des 30. Lebensjahres oder des 14. Fachsemesters können Sie sich freiwillig in einer gesetzlichen Krankenkasse weiterversichern. Die Krankenkassenbeiträge erhöhen sich in zwei Stufen. Derzeit beträgt der Beitrag für die freiwillige Krankenversicherung 180 Euro monatlich.

Auf diesem Verbraucherportal ist ein Vergleich gesetzlicher Krankenkassen zu finden.

Sofern Sie sich bei Studienbeginn für eine private Krankenversicherung entschieden haben, müssen Sie bei einer gesetzlichen Krankenkasse die Befreiung von der Versicherungspflicht beantragen. Diese Befreiung von der Versicherungspflicht wird nicht für private Reisekrankenversicherungen ausgesprochen.

Einige private Versicherungen bieten Studententarife an. Hier ein Vergleich der Tarife und Leistungen.

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Für Deutschkursteilnehmer und Studienkollegiaten

Alle Deutschkursteilnehmer und Studienkollegiaten unterliegen für die Dauer der studienvorbereitenden Kurse nicht der studentischen gesetzlichen Krankenversicherungs- und Pflegeversicherungspflicht (§ 5 Abs. 1 Nr. 9 SGB V). Sie müssen sich aber trotzdem krankenversichern und diesen Nachweis bei der Einschreibung und der Ausländerbehörde vorlegen.

In der gesetzlichen Krankenkasse oder Ersatzkasse können sich diese Studierenden freiwillig versichern, wenn sie eine Aufenthaltserlaubnis für mindestens ein Jahr und einen Tag haben. Die monatlichen Beiträge liegen zurzeit bei 180 Euro.

Weiterhin besteht die Möglichkeit einer privaten Krankenversicherung. Hier einige Versicherungen mit Leistungen und Tarifen im Vergleich.

Nachteile einer privaten Krankenversicherung sind:

  • die gegebenenfalls erforderliche Vorprüfung des Gesundheitszustandes
  • der Versicherungsausschluss von Vorerkrankungen, die man bereits bei Vertragsabschluss hatte
  • das Vorkasse-Prinzip bei einigen Versicherungen
  • Leistungsumfänge unterhalb der medizinischen Grundversorgung
  • Beitragssteigerungen
  • keine Familienversicherung

Entscheiden sich Studierende für eine preiswerte private (Reise-)Krankenversicherung, dann ist zu beachten, dass die privaten Krankenversicherungen ausdrücklich schriftlich bestätigen, dass sie Leistungen der medizinischen Grundversorgung gewähren, auf die gesetzlich Versicherte (nach § 11 Abs. 1-3 SGB V) Anspruch haben. Anderenfalls kann es zu Problemen mit der Ausländerbehörde Magdeburg kommen. Welche privaten Krankenversicherungen der Ausländerbehörde Magdeburg dies bereits bestätigt haben, kann in der Ausländerbehörde oder im Akademischen Auslandsamt erfragt werden. Es gilt zu beachten, dass die preiswerten (Reise-)Krankenversicherungen nur für maximal 5 Jahre abgeschlossen werden können.

Beim Übergang ins Studium ist der Wechsel in die gesetzliche Krankenversicherung erforderlich.

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Für Promovierende

Auch Promovierende (ohne eigenen Arbeitsvertrag) unterliegen nicht der gesetzlichen studentischen Krankenversicherungs- und Pflegeversicherungspflicht (§ 5 Abs. 1 Nr. 9 SGB V). Sie müssen sich aber trotzdem krankenversichern und diesen Nachweis bei der Einschreibung und der Ausländerbehörde vorlegen.

In der gesetzlichen Krankenkasse oder Ersatzkasse können sich Doktorandinnen und Doktoranden freiwillig versichern, wenn sie eine Aufenthaltserlaubnis für mindestens ein Jahr und einen Tag haben. Die monatlichen Beiträge liegen zurzeit bei 180 Euro.

Die Vorteile einer gesetzlichen Krankenversicherung sind:

  • die unbürokratische Abwicklung der Arztbesuche durch Vorlage einer Gesundheitskarte
  • ein günstiger Tarif
  • etwaige Vorerkrankungen sind ohne Relevanz
  • alle gesetzlichen und Ersatzkrankenkassen haben mehr oder weniger identische Tarife mit abweichenden individuellen Leistungen
  • Familienmitglieder ohne eigenes Einkommen können ohne zusätzliche Kosten mitversichert werden

Auf diesem Verbraucherportal ist ein Vergleich der gesetzlichen Krankenkassen zu finden.

Weiterhin besteht die Möglichkeit, eine private Krankenversicherung abzuschließen. Hier einige Anbieter im Vergleich.

Nachteile in der privaten Krankenversicherung sind:

  • die gegebenenfalls erforderliche Vorprüfung des Gesundheitszustandes
  • der Versicherungsausschluss von Vorerkrankungen, die man bereits bei Vertragsabschluss hatte
  • das Vorkasse-Prinzip bei einigen Versicherungen
  • Leistungsumfänge unterhalb der medizinischen Grundversorgung
  • Beitragssteigerungen
  • keine Familienversicherung

Abgeraten wird vom Abschluss einer preiswerten privaten (Reise-)Krankenversicherung, da Leistungsausschlüsse oder Wartezeiten (z. B. bei Schwangerschaften) bereits zu schwierigen Situationen geführt haben.
Sollten sich Promovierende dennoch dafür entscheiden, dann ist zu beachten, dass die private Krankenversicherung ausdrücklich schriftlich bestätigt, dass sie Leistungen der medizinischen Grundversorgung gewährt, auf die gesetzlich Versicherte nach § 11 Abs. 1-3 SGB V Anspruch haben. Anderenfalls kann es zu Problemen mit der Ausländerbehörde Magdeburg kommen. Welche privaten Krankenversicherungen der Ausländerbehörde Magdeburg dies bereits bestätigt haben, können Doktorandinnen und Doktoranden in der Ausländerbehörde oder im Akademischen Auslandsamt erfragen.

Bitte prüfen Sie den Leistungsumfang der privaten Krankenversicherung sorgfältig! Weiterhin gilt zu beachten, dass die preiswerten (Reise-)Krankenversicherungen für maximal 5 Jahre abgeschlossen werden können.

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Letzte Änderung: 07.11.2017 - Ansprechpartner:

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