Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR)
Um die Entwicklung neuer Ideen und Technologien voranzutreiben, unterstützt das BMFTR Forschungs- und Innovationsprojekte durch thematisch orientierte und zeitlich befristete Förderprogramme. Durch die Förderung von Kooperationen zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sollen praxisnahe Lösungen für aktuelle Fragestellungen generiert und Entwicklungen innovativer Produkte und Dienstleistungen ermöglicht werden.
- SPRIN-D - Bundesagentur für Sprunginnovationen
- KMU-Innovativ
- Validierung des technologischen und gesellschaftlichen Innovationspotenzials wissenschaftlicher Forschung VIP+
BMFTR: Aktuelle Impulse für Forschung, Technologie und Transfer
Mit der Hightech Agenda Deutschland setzt die Bundesregierung Schwerpunkte für die Forschungs- und Innovationsförderung. Im Mai 2026 wurden sechs Technologie-Roadmaps veröffentlicht: für Künstliche Intelligenz, Quantentechnologien, Mikroelektronik, Biotechnologie, Fusion und Batterietechnologie. Sie konkretisieren Ziele und Maßnahmen, mit denen Forschungsergebnisse schneller in die Anwendung gelangen sollen. Die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Wirtschaft spielt dabei eine zentrale Rolle.
Ein neues Förderformat ist die im August 2026 gestartete Initiative „Hightech Spaces“. Sie richtet sich an leistungsfähige regionale Innovationsnetzwerke, in denen Wissenschaft, Unternehmen und öffentliche Hand eine gemeinsame Strategie verfolgen. Gefördert werden sollen unter anderem gemeinsame Leitprojekte, strategische Infrastrukturen, Demonstratoren und Reallabore. Voraussetzung sind etablierte Kooperationsstrukturen und eine verbindliche Beteiligung der Partner.
Was bedeutet das für Forschende der OVGU?
Die aktuellen Schwerpunkte bieten Orientierung für die Entwicklung neuer Projektideen und Kooperationen. Für eine Antragstellung sind jedoch die jeweiligen Förderbekanntmachungen maßgeblich: Sie bestimmen, welche Themen gefördert werden, wer antragsberechtigt ist, welche Verbundpartner erforderlich sind und welche Fristen gelten.
Auch Förderangebote anderer Bundesressorts bleiben relevant. Die Programme ZIM, IGF, INNO-KOM und EXIST gehören weiterhin zum Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE). Welches Programm für ein Vorhaben geeignet ist, hängt unter anderem vom Forschungsziel, dem Entwicklungsstand und den beteiligten Partnern ab.
Die Forschungsförderberatung unterstützt Sie dabei, passende Fördermöglichkeiten zu identifizieren, die Fördervoraussetzungen einzuordnen und Ihre Antragstellung vorzubereiten. Sprechen Sie uns gerne frühzeitig mit Ihrer Projektidee an.
SPRIN-D - Bundesagentur für Sprunginnovationen
Oberstes Ziel der Agentur ist die Entdeckung und Weiterentwicklung von Forschungsideen, die das Potenzial zur Sprunginnovation haben. Unter diesen künftig zu fördernden Projekten fällt auch die Gründung neuer Tochtergesellschaften, die wiederum neue Unternehmungen und damit Arbeitsplätze in Deutschland schaffen (BMFTR).
Eine Sprunginnovation ist eine Innovation, die das Leben nachhaltig zum Besseren verändert. Sie kann einen komplett neuen Markt erschaffen, einen existierenden Markt so grundlegend verändern, dass ein völlig neues Ökosystem entsteht, oder aber ein massives technologisches, soziales oder ökologisches Problem lösen.
Die Förderung und Unterstützung durch einen erfahrenen SPRIND-Innovationsmanager*innen umfasst:
- Suche nach passenden Finanzierungswerkzeugen
- Rat und Unterstützung von Expert*innen
- Unterstützung bei z.B. Buchhaltung, beim Controlling, der Rechtsberatung, dem Produktmanagement oder beim Marketing
- Suche weiterer Teammitglieder
- Netzwerkausbau
KMU-Innovativ
KMU der Spitzenforschung erhalten einen bevorzugten Zugang zu Fördermitteln. Projektskizzen können
jederzeit eingereicht werden. An zwei Stichtagen im Jahr werden alle bis dahin eingereichten Projektskizzen
bewertet. Die Bewertung erfolgt jeweils zum 15. April und 15. Oktober. Eingereichte Projektvorschläge
stehen untereinander im Wettbewerb. Mehr
Validierung des technologischen und gesellschaftlichen Innovationspotenzials wissenschaftlicher Forschung VIP+
Gegenstand der Förderung sind Vorhaben aus allen Forschungsbereichen, die die Machbarkeit und Umsetzbarkeit sowie das Innovationspotenzial von Forschungsergebnissen systematisch unter Beweis stellen und sich in der Validierungsphase befinden. Beispiele für Validierungstätigkeiten sind Untersuchungen zum Nachweis der Machbarkeit, Entwicklung von Demonstratoren oder Funktionsmodellen, Durchführung von Testreihen oder Pilotanwendungen zum Nachweis der Tauglichkeit und Akzeptanz, anwendungsorientierte Grundlagenforschung zur Weiterentwicklung von Forschungsergebnissen in Richtung Anwendung oder zur Anpassung an neue Anwendungsbereiche, bewertende Analysen zum Nachweis des wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Innovationspotenzials sowieSchutzrechtanalyse und -sicherung.“ Die Zuwendung soll in der Regel die Summe von 500.000 Euro pro Vorhaben bzw. Verbundprojekt und Jahr (d.h. insgesamt 1,5 Mio. Euro) nicht überschreiten. Der Antrag kann jederzeit eingereicht werden.
Projektskizzen können jederzeit eingereicht werden.
Bekanntmachung durch das BMFTR
Informationen zur Antragstellung
Ohne Aktuelle Ausschreibungen:
RUBIN - Regionale unternehmerische Bündnisse für Innovation
Mit dem Programm soll die strategische Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen verbessert werden. Kleine und mittelständische Unternehmen sind dafür angsprochen. Ebenso gibt es einen Nutzen für die Hochschulen und Forschungseinrichtungen. Deren Forschugnsergebnisse können stärker für entstehende Innovationen verwendet werden.
Gerade in strukturschwachen Regionen kann dies einen Prozess anstoßen, der eine langfristige Wettbewerbsfähigkeit mit sich bringt. Mit Bündnissen von 7 bis 15 Partnern "(...)sollen rergionale Wertschöpfungsketten, innovative Produkte und Dienstleistungen sowie Zugang zu neuen Märkten (...)" durch eine Förderung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung ermöglicht werden. Mehr
DIe Förderung wird in zwei Phasen geteilt. Die Konzeptphase mit einer bis zu siebenmonatigen Förderung von 200.000 Euro und eine Umsetzungsphase mit einer in der Regel dreijährigen Förderung von 5 Mio. bis 12 Mio. Euro.
Bündnisse in der Umsetzungsphase
T!RAUM - Transferräume für die Zukunft von Regionen
Damit Innovationen schneller in die Region gelangen, ermöglicht das Programm Hochschulen und Forschungseinrichtungen die Entwicklung neuer Transferinstrumente. Es geht um den Transfer von Ideen, Wissen und Technologien in Anwendung. Die Stärkung eines positiven Strukturwandels soll so gefördert werden.
Hochschulen und Forschungseinrichtungen sind oft ein starkes Standbein strukturschwacher Regionen und haben deshalb eine besondere Verantwortung.
Mit dem Transferprogramm können langfristig Ziele erreicht werden. In einem Förderzeitraum bis zu drei mal drei Jahren, ist eine jährliche Förderung bis zu 2 Mio. Euro möglich.
Steckbrief und Leitfaden