Third Mission, Diversity & Nachhaltigkeit

Diversity

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Third Mission

Die Universität Magdeburg versteht sich als verlässliche Partnerin für Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Kultur. Sie prägt das kulturelle und gesellschaftliche Leben in Magdeburg und im nördlichen Sachsen-Anhalt. Sie versteht sich als eine Leitfigur beim Ausbau der wirtschaftlichen und kulturellen Entwicklung der Region. Die insbesondere durch den demografischen Wandel geprägte gesellschaftliche Entwicklung verändert dabei die Ansprüche von und an die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Die Kernaufgaben Forschung und Lehre werden zunehmend durch gesellschaftsbezogene Aktivitäten erweitert.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg beraten und unterstützen mit ihrer Expertise wichtige und zukunftsweisende Vorhaben der Stadt, des Landes, der kulturellen und sportlichen Organisationen oder regionalen Unternehmen. Darüber hinaus prägen über 14.400 Studierende aus über 90 Nationen das Leben der Landeshauptstadt Magdeburg. Ihr Engagement in unzähligen sozialen, interkulturellen, sportlichen, politischen und ökologischen Projekten wirkt weit über den Campus hinaus und stärkt das Gemeinschafts- und Identifikationsgefühl in der Stadt und der Region.

Diversity 

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg versteht den kompetenten Umgang mit Diversität und kultureller Vielfalt als Bereicherung für das Hochschulleben und gesamtgemeinschaftliches Potenzial. Sie hat sich in diesem Rahmen verpflichtet, allen Hochschulangehörigen chancengleiche Ausbildungs- und Lebensbedingungen zu ermöglichen. Den Studierenden und Mitarbeitenden sollen unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft, Religion oder Behinderung zusammen lernen, forschen und arbeiten können. Hierfür soll die Universität zum Kompetenzzentrum für Diversity Development im Land Sachsen-Anhalt ausgebaut werden. Den Studierenden und Mitarbeitenden sollen unabhängig von Geschlecht, Alter, Herkunft, Religion oder Behinderung zusammen lernen, forschen und arbeiten können.

Nachhaltigkeit

Im Sinne der ökologischen Perspektive bekennt sich die OVGU zur Nachhaltigkeit und definiert diesen Entwicklungsprozess wie folgt: „Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die die Lebensqualität der gegenwärtigen Generation sichert und gleichzeitig zukünftigen Generationen die Wahlmöglichkeit zur Gestaltung ihres Lebens erhält.“ Die Angehörigen der OVGU handeln selbst verpflichtet zur Nachhaltigkeit, außerdem engagieren sie sich zur Nachhaltigkeit in Forschung und Lehre. Sie fördern den gesellschaftlichen Austausch und ermöglichen Nachhaltigkeit im Betrieb der OVGU. Die Lebensqualität auf den Campussen soll regelmäßig evaluiert und verbessert werden. Unterstützt wird die Universität bei diesem Transformationsprozess durch das Nachhaltigkeitsbüro. Mehr

 

Aktuelle Meldungen zu Third Mission & Diversity:


Funktioniert unser Leben nach einer Glücksformel?

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg lädt forschungsinteressierte und wissenshungrige Bürgerinnen und Bürger zu einer neuen Ausgabe des Veranstaltungsformates „Eine Stunde Wissenschaft“ ein. Am 20. Oktober 2018 wird der renommierte Glücksforscher der Universität Magdeburg, Prof. Dr. Jan Delhey, auf dem Oberhof Ballenstedt über seine Forschung sprechen. Er beschäftigt sich mit den Themen Lebensqualität, Vertrauen, soziale Ungleichheit und europäische Integration. Seine Erkenntnisse gewinnt er vor allem, indem er Gesellschaften miteinander vergleicht. Er geht in seiner Arbeit unter anderem der Frage nach, was Menschen glücklich und zufrieden macht. Er hat internationale Umfragen zur Lebenszufriedenheit entwickelt und ausgewertet und erstmals nachgewiesen, wie wichtig der gesellschaftliche Zusammenhalt für das subjektive Wohlbefinden ist.

Delhey hat auch eine Glücksformel entwickelt: Glück = 1/3 Haben + 1/3 Lieben + 1/3 Sein. Menschen sind dann glücklich, wenn sie ausreichend Geld zur Existenzsicherung, liebevolle Beziehungen und nicht zuletzt einen Sinn im Leben haben.

Ein Thema, dem sich auch der Verein heimatBEWEGEN e. V. Ballenstedt verschrieben hat: Menschen zusammenzuführen, die das Schicksal in die eigene Hand nehmen und in der Heimat einen Ort schaffen, der Raum lässt für das Miteinander von Generationen, für Talente und Individualität, für Zukunft und Träume, für Verlässlichkeit und vieles mehr, was ein zufriedenes Leben im Gleichklang von Natur, Wirtschaft und Gesellschaft zulässt.

 

WAS: „Eine Stunde Wissenschaft“ mit dem Glücksforscher Prof. Dr. Jan Delhey
WANN: 20. Oktober 2018, 16.00 Uhr
WO: Oberhof Ballenstedt, Rathausplatz 1, 06493 Ballenstedt

 

Der Eintritt ist kostenfrei. Es ist keine Anmeldung nötig.

Das Format „Eine Stunde Wissenschaft“ wurde anlässlich des 25-jährigen Gründungsjubiläums der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ins Leben gerufen. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller Fakultäten präsentieren einem breiten Publikum ihre Forschung und beschreiben populärwissenschaftlich Lösungsansätze für gesellschaftliche Probleme und Herausforderungen. Dafür verlassen sie den Campus und treffen alle Interessierten an ungewöhnlichen Orten. So gab es „Eine Stunde Wissenschaft“ zum Thema Sport und Demenz im Mehrgenerationenhaus Kroppenstedt, wurde unter Beobachtung neugieriger Erdmännchen im Zoo Magdeburg über die Entwicklung von Stammzellen gesprochen, und es gab eine neurophilosophische Vorlesung im Theater an der Angel.

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"Studieren ab 50" startet mathematisch

Am 20. September 2018 startet an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg das Wintersemester im Studienangebot für ältere Erwachsene „Studieren ab 50“. Den Eröffnungsvortrag zum Thema: „Harmonie in der Geometrie – Von Pythagoräischen Mosaiken über Platonische und Archimedische Körper zu regulären Polytopen“ hält Prof. Dr. Heidemarie Bräsel aus der Fakultät für Mathematik.

 

WAS: Eröffnungsvorlesung des Studienangebots „Studieren ab 50“ im Wintersemester 2018/19, „Harmonie in der Geometrie – Von Pythagoräischen Mosaiken über Platonische und Archimedische Körper zu regulären Polytopen“ hält Prof. Dr. Heidemarie Bräsel
WANN: 20. September 2018, 10:00 Uhr
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Universitätsplatz 2, 39106 Magdeburg, Hörsaal 1, Gebäude 26

 

Die Anmeldung als Gasthörer bedarf keiner Zulassungsvoraussetzungen.

Mit diesem Weiterbildungsangebot wendet sich die Universität Magdeburg seit 25 Jahren an ältere Bürgerinnen und Bürger, die sich für wissenschaftliche Fragen interessieren und ihr Wissen in einzelnen Gebieten vertiefen möchten. Sie können sich in Vorlesungen und Seminaren weiterbilden und mit den neuesten Forschungsergebnissen verschiedener Wissenschaften vertraut machen. Die Gründe für ein Studium im Alter sind vielfältig: Geistige Fitness, Erweiterung der Allgemeinbildung und Befriedigung eigener Bildungsinteressen geben 95 Prozent der Seniorenstudierenden als Motivation an.

Das Motto des generationenübergreifenden Studiums lautet: „Jung und Alt studieren gemeinsam“. Es begann mit 12 Teilnehmern und hat sich als ein vielgenutztes Bildungsangebot etabliert, das inzwischen 714 Personen besuchen. Gut ein Drittel der Teilnehmenden besuchten Veranstaltungen von „Studieren ab 50“ bis zu 5 Semester lang, etwa 9 Prozent waren sogar mehr als 20 Semester dabei.

Jeder Teilnehmende erhält einen gesonderten Studienführer, aus dem individuell Lehrveranstaltungen ausgewählt werden können. Großes Interesse finden regelmäßig die Vortragszyklen aus den Fächern Geschichte, Philosophie, Germanistik, Politik, Psychologie sowie Technik- und Ingenieurwissenschaften. Gut besucht sind auch Projekte des forschenden Lernens. In den Arbeitsgruppen werden Forschungsfragen zu Geschichte, Literatur, Bewegung und Gedächtnis sowie im Bereich Neue Medien bearbeitet.

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Ausbilder mit Überzeugung

„Mir war es wichtig, meiner gesellschaftlichen Verantwortung nachzukommen und einen Beitrag dafür zu leisten, der Abwanderung junger Menschen aus der Region entgegenzuwirken“, erklärt Jochen Kluge mit Selbstverständlichkeit. Aus diesem Grund machte er vor 12 Jahren aus eigenem Antrieb den Ausbilderschein über die Industrie- und Handelskammer und bildet seitdem Lehrlinge zu Veranstaltungstechnikern aus. Als zweifacher Familienvater weiß er um die Sorgen, die eigenen Kinder in Lohn und Brot zu bringen und somit deren Lebensqualität zu sichern. Als Ausbilder an der Universität kann er auch anderen jungen Menschen gute Perspektiven für deren Zukunft zeigen.

Jochen Kluge ist Ausbilder an der Uni Magdeburg

Mit Jannis Kirchhof (im Bild rechts) betreut er seinen dritten Azubi. Der 17-Jährige ist im ersten Ausbildungsjahr und brennt sichtlich für seinen Beruf. „Das muss er auch – bei uns sind Beruf und Hobby eins. Was auch hin und wieder dazu führt, dass man privat kleine Abstriche machen muss“, weiß Jochen Kluge aus Erfahrung, „Wir betreuen regelmäßig Abend- und Wochenendveranstaltungen, wie den campusdateLIVE, die Kinder-Uni oder den Medizinischen Sonntag. Meine Frau hat für den sehr dynamischen Lehr- und Universitätsbetrieb auch außerhalb der regulären Arbeitszeit großes Verständnis – wofür ich sehr dankbar bin.“ Wer da nur mit halbem Engagement dabei sei, würde seine Aufgaben auch nur halbherzig abarbeiten. Bei der Auswahl seiner Schützlinge achtet er daher darauf, dass sie gut in das universitäre Umfeld passen und offen auf die Kolleginnen und Kollegen zugehen können. Mit Jannis Kirchhof scheint er eine gute Wahl getroffen zu haben und auch die Chemie zwischen beiden stimmt sichtlich – nicht nur wegen des gleichen Musikgeschmacks.

Besonders stolz ist der gebürtige Leipziger auf seinen zweiten Lehrling Richard Zabries: „Er hat 2017 als bester Auszubildender in seiner Berufsgruppe im Kammerbezirk der IHK Magdeburg abgeschlossen und wurde dafür in der Johanniskirche ausgezeichnet.“ Nach dem Abschluss wurde er von der Universität erstmal für ein Jahr übernommen. Aus Sicht von Jochen Kluge ein logischer Schritt, da so nicht nur für den freien Markt, sondern auch für den Eigenbedarf ausgebildet werde. So spare man Zeit und Geld für die Suche und Einarbeitung von qualifiziertem Personal. „Und wir profitieren natürlich auch von den Lehrinhalten, die sich regelmäßig neuen Anforderungen und Medien anpassen. Dadurch bleiben wir auf dem Laufenden, was technische Neuerrungenschaften angeht“, ergänzt Kluge.

Da die Digitalisierung auch in der Veranstaltungstechnik vollständig angekommen ist und der Beruf mittlerweile viele Bereiche vereint, müssen sich die Auszubildenden zu richtigen Multitalenten entwickeln. Neben den elektro- und audiovisuellen sowie organisatorischen Inhalten spielen zunehmend IT-Kenntnisse eine wichtige Rolle. „Mit der Umstellung der Steuerungstechnik in den Hörsälen von analog auf digital haben wir nicht nur einen wichtigen Schritt zu einem effizienten und ausfallfreien Systemablauf gemacht. Wir können unseren Auszubildenden dadurch eine moderne und qualitativ hochwertige Ausbildung bieten“, sieht Jochen Kluge die Vorteile der Universität Magdeburg als Lehrbetrieb.

Bis zum 30.09.2018 kann man sich noch an der Universität Magdeburg für eine Ausbildung bewerben.

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Werden die Grundschüler von heute zu Architekten digitaler Welten von morgen?

Die Welt wird digital – das verändert, wie wir lernen, arbeiten, kommunizieren, konsumieren, ja, wie wir leben. Doch wie stellen sich Bildung, Arbeit oder Kommunikation der digitalen Welt? Welche Chancen bietet die Digitalisierung, welche Risiken birgt sie? Darüber sprach Pressesprecherin Katharina Vorwerk mit Professorin Dr. Jana Dittmann, Leiterin der Arbeitsgruppe Multimedia and Security an der Fakultät für Informatik, Institut für Technische und Betriebliche Informationssysteme.

Dittman, Jana (c) Harald KriegProf. Dr.-Ing. Jana Dittmann (Foto: Harald Krieg)

Als Mitglied im Digitalisierungsbeirat Sachsen-Anhalts werden Sie in den nächsten Jahren die Umsetzung der „Digitalen Agenda“ aktiv begleiten. Digitalisierung in Verwaltung, Bildung, Wirtschaft, Wissenschaft und Arbeit, wie ist aus Ihrer Sicht der Stand in Sachsen-Anhalt?

Mit der digitalen Agenda sind wichtige ausstehende Aufgaben formuliert, und es ist ein sehr guter Grundstein gelegt. Das Thema Bildung in der digitalen Welt und die Querschnittsziele Verbraucherschutz, Datenschutz und Informationssicherheit liegen mir dabei besonders am Herzen.

Die neue Bundesbildungsministerin Anja Karliczek möchte den Unterricht an den Schulen weiter digitalisieren. Was würden Sie ihr raten, was brauchen die Schulen?

Digitalisierung muss gesamtheitlich betrachtet werden: Schülern und Lehrern müssen die Grundlagen in Hard- und Software, also die Informatik, mit Spaß vermittelt werden. Aktive und realitätsnahe Beispiele wie Hardware zum Anfassen, selbst aufbauen oder selbst konfigurieren bieten da gute Ansätze zum Verstehen. Digitalisierung kann Lernprozesse durch digitale Werkzeuge unterstützen. Bei der Auswahl an Werkzeugen muss auf lernförderliche Elemente geachtet werden, um den Unterricht zu bereichern und zu ergänzen. Wissen und Kompetenzen zur Digitalisierung müssen so aufgebaut werden, dass alle in der Lage sind, sich lebenslang auf aktuellem Stand zu halten.

Die zukünftig in der digitalen Welt Agierenden müssen befähigt werden, sich souverän in ihr zu bewegen, das heißt, den Technikeinsatz sinnvoll zu gestalten, Gefahren und Risiken zu erkennen und frühzeitig „digitale Selbstverteidigung“ zum Schutz zu üben. Das sind wichtige Ziele für ein selbstbestimmtes, informiertes und eigenständiges Handeln in der digitalen Zukunft. Positive Anreize zur „digitalen Selbstverteidigung“ und die Kenntnis über Qualitätsmerkmale von Hard- und Software sowie Datenschutz durch Technik und datenschutzfreundliche Voreinstellungen sollten selbstverständlich werden.

Die Schulen müssen Vielfalt, Gestaltungsmöglichkeiten sowie Wahlfreiheit vermitteln. Sie sollten keine Eingewöhungskultur in einen kleinen Kreis von Anbietern fördern, sondern das Erlernen von Alternativen wie OpenSource und OpenContent fordern.

Bei der Analyse von individuellen Lernprozessen und der Bewertung von Lernerfolgen muss ein für die Persönlichkeit des Schülers vertrauensvoller und sicherer Ansatz gesucht und gefunden werden. Beides muss strikt unter Kontrolle der Schule bleiben. Nicht zuletzt müssen dringend ethische Grundsätze für unsere digitale Welt erarbeitet, umgesetzt und vermittelt werden.

Die Reflexion von Digitalisierung wird bestimmt durch zunehmend komplexere, undurchschaubare Technik und die bisher meist ungeregelte Verfügbarkeit und Verwendung von Daten. Hier muss die Stellung des Einzelnen in der digitalen Welt durch Wissen gestärkt werden. Der Slogan unserer Fakultät „Werde ArchitektIn digitaler Welten!“ kann für jeden im Kleinen stehen.

Wann sollte die Digitalisierung des Unterrichts beginnen – in der Grundschule, im Gymnasium oder in der Berufsbildenden Schule?

Die Kompetenz, Digitalisierung zu verstehen, sie zu gestalten, also Einfluss zu nehmen, kann so früh wie möglich als Lernziel verfolgt werden. Die Digitalisierung des Unterrichts sollte jedoch maßvoll erfolgen; nur ein Teil sein. Die bewährten traditionellen Lehr- und Lernformen haben ihre Berechtigung und sind sehr sinnvoll. Ein herkömmliches Buch hat hier nach wie vor viele Vorteile. Die Digitalisierung kann gezielt ergänzen.

Es reiche nicht, in allen Klassenzimmern SmartBoards und andere digitale Technik zu installieren, sagen Sie. Was braucht es noch?

Wenn Sie Schwimmen lernen möchten, reicht es nicht, eine Schwimmhalle zu bauen und sich diese anzuschauen. Sie müssen hinein ins Wasser, mit dem ganzen Körper und allen Sinnen. So ist es auch bei der Digitalisierung, um diese zu verstehen und zielführend zu nutzen, reicht es nicht, ein SmartBoard anzuschauen und die Inhalte zu sehen. Es ist ein Element von vielen und dieses sollte in eine lernfördernde Strategie eingefügt werden. Die Freiheit und Kreativität des Einzelnen darf nicht durch vorgegebene Frage- und Antwortschemata so eingeengt werden, dass sie „individuell verkümmern“ und sich selbst reduzieren. Technik sollte sich dem Menschen anpassen, nicht umgekehrt.

Sie sprachen von „digitaler Selbstverteidigung“. Welche Rolle spielen Datenschutz und -sicherheit in der digitalen Zukunft?

Mit Informatik kann man die Digitalisierung gestalten, aber ohne Sicherheit wird diese Gestaltung nicht gelingen. Was Sicherheit in der digitalen Welt bedeutet, haben viele kaum im Blick. In anderen Fächern wie Chemie und Physik wird das Verständnis der Welt vermittelt, hier begreifen die Schüler durchaus was gut und was schlecht ist und wo die Gefahren sind. So sollte es auch bei der Digitalisierung sein, Chancen und Risiken begreifbar zu machen. Die Bedienung von Sozialen Medien, Nachrichtendiensten etc. lernen alle fast automatisch.

Oft im Dunkeln und unbeantwortet bleiben jedoch Fragen wie: Was verbirgt sich dahinter, was passiert wann und wie? Wer hat und nutzt meine persönlichen Daten, was kann ich und sollte ich wie konfigurieren? Was ist für mich und andere gut, was kann gefährlich sein? Was hat welche Folgen für die Nutzer persönlich und die Gesellschaft insgesamt? Werde ich oder kann ich später diskriminiert werden?

shutterstock_573478363 bearbeitetFür die kommenden Generationen wird die Digitalisierung selbstverständlich sein. (Foto: shutterstock)

Sollte Informatikunterricht flächendeckend als Pflichtfach in den Schulen eingeführt werden, also Programmieren wie Lesen und Schreiben gelehrt werden?

Informatik als Pflicht kann sehr hilfreich sein, man könnte das Fach auch Digitalisierung nennen. Das Grundverständnis zur Programmierung ist sehr hilfreich, es reicht aber für sich alleine nicht aus. Bei der Digitalisierung werden Systeme gebaut, die mit anderen Systemen zusammenarbeiten – sprich vernetzt sind. Man sollte von Anfang an das Verständnis fördern, dass Digitalisierung viele Facetten hat und dann gezielt und, wenn möglich anfassbar, die Gestaltungsmöglichkeiten, wie auch den technischen Datenschutz mit möglichst datenschutzkonformen Voreinstellungen vermitteln.

Programmieren ist ein Baustein, der am besten spielerisch gelernt wird –Lieblingstiere laufen lassen, Bücher in einem Computerspiel umsetzen, kombinieren mit zeichnen oder kreativ gestalten.

Der von Karliczeks Vorgängerin 2016 angestoßene Digitalisierungspakt soll für fünf Jahre fünf Milliarden Euro zur Verfügung stellen. Reichen Zeit und Geld, um die Schulen für ihre Aufgaben in der digitalen Bildung fit zu machen?

Wenn man den aktuellen Diskussionen folgt, gibt es da durchaus Zweifel. Der Digitalisierungspakt ist ein Signal und ein Start. Noch wichtiger als Geld jedoch sind gute Konzepte zur Anwendung, zum Einsatz, zur Betreuung; sind gut ausgebildete Lehrer mit Zeit für eine gute Vorbereitung.

Darüber hinaus werden neben der Auswahl und Anschaffung von Hard- und Software auch Experten für deren strategisch sinnvolle, sichere und vertrauenswürdige Konzeption, Konfiguration und Einrichtung sowie Techniker benötigt. Ebenso sollten eine aktive Betreuung der Lehrer und Schüler sowie die Wartung und Aktualisierung der Hard- und Software, einschließlich der Lernprogramme, Sicherheitslösungen und Schulbücher, abgedeckt sein.

 

Vielen Dank für das Gespräch, Frau Professorin Dittmann.

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Ferienspaß mit Wissenschaft

An der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg begann die zweite Woche der Sommer-Ferienfreizeit für Kinder von Mitarbeitenden und Studierenden. Vom 2. Juli bis 13. Juli 2018 werden in zwei Durchgängen für insgesamt 75 Jungen und Mädchen zwischen 6 und 14 Jahren erlebnisreiche Ferientage auf dem Uni-Campus organisiert.

Campusferienkinder (c) Harald Krieg-2264Die Campus-Ferienkinder sind zu Gast am Institut für Apparate und Umwelttechnik und ermitteln den pH-Wert verschiedener Flüssigkeiten. (Foto: Harald Krieg / Universität Magdeburg)

Studierende der Universität und Mitarbeiterinnen des Familienbüros betreuen die Ferienkinder täglich von 8 bis 17 Uhr und haben für sie ein abwechslungsreiches und spannendes Programm zusammengestellt.

Die Ferienkinder beginnen ihren Tag ganz studentisch mit einem Campusfrühstück in der Mensa. In altersgestaffelte Gruppen aufgeteilt, können sie anschließend unter vielen Angeboten wählen. Sie können Roboter programmieren, in einer Wirbelschichtanlage Popcorn herstellen, ein Segelflugzeug bauen und testen, DNA aus Obst isolieren, in das Immunsystem unseres Körpers eintauchen, Kinofilme kritisch unter die Lupe nehmen, lernen, eine Firma zu gründen, in virtuelle Welten tauchen und vieles andere mehr.

Am Ende der Woche stellen sie ihre Projekte den anderen Gruppen und natürlich den Eltern und Großeltern im großen Volksbankhörsaal vor. „Unsere Campusferien führen wir in diesem Jahr zum sechsten Mal durch. Es ist toll zu sehen, wie die Kinder den Campus und die verschiedenen Fakultäten entdecken“, sagt die Familienbeauftragte der Universität Magdeburg, Dr. Loreen Lesske. „Und es ist ein Projekt, das vor allem unseren Beschäftigten die Vereinbarkeit von Beruf und Familie in den ersten Sommerferienwochen enorm erleichtert. Ich bin sehr froh darüber, dass die Kolleginnen und Kollegen in den Fakultäten uns so toll mit den Workshops unterstützen.“

Die erlebnisreichen Ferientage auf dem Campus enden jeweils mit Sportspielen in der Sporthalle 3.

 

Bilder zum Download:

Bild 1 // Quelle: Harald Krieg / Universität Magdeburg // Bildunterschrift: Die Campus-Ferienkinder sind zu Gast am Institut für Apparate und Umwelttechnik und ermitteln den pH-Wert verschiedener Flüssigkeiten.

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Plastikmüll in den Ozeanen

Die enorme Plastikbelastung in den Ozeanen ist Thema der Ausstellung, die vom 5. Juli bis 3. August 2018 in der Universitätsbibliothek der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg zu sehen sein wird. Sie zeigt Bilder der Fotografin Caroline Power, die die ungeheure Verschmutzung der Weltmeere dokumentieren und die Müllprobleme an den Küsten Mittelamerikas belegen.

 

WAS: Ausstellung „Plastikmüll in den Ozeanen“ mit Fotografien von Caroline Power
WANN: 5. Juli bis 3. August 2018, zu den Öffnungszeiten der Universitätsbibliothek Magdeburg; Montag bis Freitag von 8:00 bis 23:00 Uhr, Sonnabend von 10:00 bis 18:00 Uhr
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Universitätsbibliothek, Pfälzer Straße

 

Plastik in den Gewässern ist ein weltweites Problem, weshalb die Ökosozialen Hochschultage Magdeburg u. a. mit dieser Ausstellung auf das Thema aufmerksam machen möchten. Jährlich landen zwischen 5 bis 12 Millionen Tonnen Plastikabfall in den Weltmeeren. Besonders sichtbar wird das Problem durch das Auftreten von sogenannten „Garbage Patches“; das sind Regionen mit teilweise über 100 km Durchmesser, in denen sich Müll an der Wasseroberfläche sammelt.

Lösungsansätze sind vorhanden, müssen aber auch grundsätzlich und innovativ weitergedacht werden. Der Verzicht auf Plastiktüten ist ein erster wichtiger Schritt, der Verbrauch von Plastik allgemein muss vermindert werden. Ein generelles Umdenken ist von größter Bedeutung.

Carolin Power möchte mit ihren Fotografien die Öffentlichkeit auf die enorme Müllproduktion aufmerksam machen, die die Weltmeere langsam aber sicher zumüllen werden. Jeder Einzelne soll sensibilisiert werden, mit den Themen Müll und Müllproduktion sorgsam und bedacht umzugehen.

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Theater zum Einmischen

Eine Gruppe junger Frauen und Männer, eine zündende Idee, ein rauschendes Fest und alle sind glücklich – oder etwa doch nicht? 14 Bachelorstudierende aus den Fachrichtungen Medienbildung, Germanistik und Bildungswissenschaften der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg erarbeiten aktuell gemeinsam mit sechs geflüchteten Jugendlichen ein interkulturelles Theaterstück, in dem es um die Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt und Diskriminierung geht. Das Stück mit dem Titel „Drei & frei“ lädt die Zuschauer ein, hinter die Kulissen einer Studierendenparty zu blicken, die ganz harmlos beginnt und dann einen unvorhersehbaren Verlauf nimmt. Unvorhersehbar auch deshalb, weil die Zuschauer mit ihren Erfahrungen und Meinungen zum Thema gefragt sind und Verlauf und Ausgang der Geschichte mitbestimmen können.

 

WAS: „Drei & frei“ - eine interkulturelle Theateraufführung der Medienwerkstatt der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg mit geflüchteten Jugendlichen
WANN / WO:

// 27. Juni 2018, 19:30 Uhr / Hochschule Magdeburg-Stendal, Campus Stendal, Aula, Haus 1

// 28. Juni 2018, 17:00 Uhr / Hochschule Harz, Campus Wernigerode, Mensa

// 29. / 30. Juni 2018, 19:00 Uhr / FestungMark, Magdeburg, Oberes Gewölbe

 

Der Eintritt zu allen Vorstellungen ist frei.

Das Theaterseminar wird von der Medienwerkstatt der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und dem Magdeburger Verein Kulturanker organisiert. „Unsere Zuschauer sollen das Gesehene hinterfragen, analysieren und reflektieren und dann die Situationen auf der Bühne verändern“, so die Projektkoordinatorin und Leiterin der Medienwerkstatt, Jana Richter. „Es wäre großartig, wenn unsere Gäste, die Gelegenheit nutzen, zuerst Veränderungen in der ‚kleinen‘ Theaterwelt anzustoßen, um dann die ‚große‘ Welt außerhalb des Theaters zu verändern. Ghandhi hat einmal gesagt: ‚Sei selbst die Veränderung, die du in der Welt sehen willst.‘ Das ist auch das Motto unseres Theaterprojektes“.

Studierende der Uni Magdeburg entwickeln Theaterstück (c) Harald Krieg 2Schauspielerinnen und Schauspieler der Theatergruppe „Act to Connect“ (Foto: Harald Krieg / Universität Magdeburg)

Auf der Bühne wird Deutsch gesprochen. Hinter den Kulissen vermischen sich die Sprachen der jungen Schauspielerinnen und Schauspieler aus Afrika, Lateinamerika, Europa und Asien.

Das Theaterprojekt wird inhaltlich von Annika Schetter von der Präventionsstelle „Sexualisierte Diskriminierung“ begleitet und im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie Leben!“ vom Bundesfamilienministerium gefördert. Auch der Magdeburger Verein „Toleranz, Leben und Lernen – TOLL“ und der Internationale Bund unterstützen den Workshop. Regie führt die kubanische Theaterregisseurin Xiomara Calderón. Im vergangenen Jahr inszenierte die Künstlerin mit Studierenden der Uni und geflüchteten Kindern und Jugendlichen einen Stoff, der das Thema „Heimat und Flucht“ zum Gegenstand hatte.

 

Bilder zum Download:

Bild 1 // Quelle: Harald Krieg / Universität Magdeburg // Bildunterschrift: Schauspielerinnen und Schauspieler der Theatergruppe „Act to Connect“

Bild 2 // Quelle: Harald Krieg / Universität Magdeburg // Bildunterschrift: Theaterregisseurin Xiomara Calderon bei der Probe zum neuen Theaterstück „Drei & frei“

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Kleiner Rechner - große Wirkung

Mit einer Reise nach Guatemala an Weihnachten 2008 fing alles an: Hannes Tegelbeckers lernte den zentralamerikanischen Staat kennen und lieben. Land, Leute und Kultur begeisterten den wissenschaftlichen Mitarbeiter an der Fakultät für Humanwissenschaften der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg für die Professur Technische Bildung und ihre Didaktik unter Prof. Frank Bünningsofort. Sogar so sehr, dass er fast zwei Jahre dort bei einheimischen Großbauern lebte und arbeitete. Neben den vielen lebenswerten Vorzügen fiel ihm immer mehr auf, wie schlecht es um die Bildung des Landes stand: „Die Anzahl der Analphabeten ist in Guatemala sehr groß – es gibt keine Lesekultur und es fehlt einfach an Büchern und Texten. Die Schulpflicht geht nur bis zur 6. Klasse, danach gehen die meisten Kinder auf den Plantagen oder in den Städten arbeiten. Dabei fördert die UN seit den Millenium Development Goals den Aufbau von Schulen – nur die Lehrer werden nicht ausreichend ausgebildet“, erklärt Hannes Tegelbeckers die Situation. Als studierter Bildungswissenschaftler ein Zustand, den er so nicht einfach hinnehmen wollte. Er unterstützte vor Ort die Lehrer im Unterricht, gründete den Verein „Li Ch´utam“ zur nachhaltigen Bildung und baute sogar ein Volunteerhaus auf, in dem bis zu sechs freiwillige Helfer während ihrer Zeit in Guatemala leben können – vor allem Studierende nutzen regelmäßig die Gelegenheit, um Auslandserfahrung zu sammeln.

Einweihung IT-Zentrum (C) Deutschen Botschaft aus Guatemala 3Hannes Tegelbeckers (links) gibt eine Einweisung in die Raspberry PI´s

Wieder in Deutschland angekommen, ließ ihn die Situation in Übersee nicht los. Schließlich kam ihm die Idee, dass man mit Open Source Software und kleinen Minirechnern, sogenannten Raspberry PI´s, den Menschen in Guatemala den Zugang zu Bildung deutlich erleichtern kann: „Eine analoge Infrastruktur aufzubauen hätte zu viel Geld gekostet und keinen Sinn gemacht. Warum also nicht die Digitalisierung nutzen und zum Beispiel die Kids über Spiele begeistern?!“, bricht der 32-Jährige sein Vorhaben runter. Bis zur Umsetzung war es aber ein langer Weg, begleitet von einigen Höhen und Tiefen. Über eine Fundraising-Aktion kam dank der Spenden von Privatpersonen und Stiftungen das Geld für ein IT Zentrum mit einer Grundausstattung von 20 Raspberry PI´s zusammen. Anfang April reiste Hannes Tegelbeckers dann wieder dahin, wo alles begann und eröffnete gemeinsam mit dem deutschen Botschafter das erste Raspberry PI IT-Center vor Ort.

Einweihung IT-Zentrum (C) Deutschen Botschaft aus GuatemalaEröffnung des Raspberry PI IT-Centers in Guatemala mit dem Deutschen Botschafter aus Guatemala (4.v.l.) (Foto: Deutsche Botschaft aus Guatemala)

Besonders wichtig war dem engagierten Magdeburger bei der Umsetzung, nicht von einem Soft- oder Hardware-Hersteller abhängig zu sein: „Und ich bin stolz, dass uns das gelungen ist. Es ist ja im Prinzip alles da – und mit Open Source Lösungen können wir Wissen weitergeben und unkompliziert zugänglich machen“, fasst Hannes Tegelbeckers den Erfolg seines Projektes zusammen. Seine nächste Vision: Weitere Raspberry PI IT Centren sollen folgen und sich die Idee auch an deutschen Schulen etablieren, um so das Projekt aus Guatemala mit seiner Heimat zu verbinden.

Raspberry PI (C) Li Ch´utam - Jacob Mason

Kleiner Computer - große Wirkung: Der Verein setzt Raspberry PI´s zur Bildung ein (Foto: Li Ch'utam / Jacob Mason)

Unterstützer gesucht

Wer das Projekt unterstützen möchte, hat bis zum 6. Juni die beste Gelegenheit dazu: Gemeinsam mit der Professur Technische Bildung und ihre Didaktik der Universität unter Prof. Frank Bünning nimmt der Verein Li Ch´utam Deutschland e.V. an der Google Challenge teil, um einen Prototyp Raspberry Pi Experimentierkoffer für mehrere Klassensätze herstellen und an sachsen anhaltinischen und Schulen einsetzen zu können. 

Interessierte können Hannes Tegelbeckers zudem beim nächsten TEDxMagdeburg im Oktober live erleben und persönlich Fragen zum Projekt stellen.

Hannes Tegelbeckers ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Fakultät für Humanwissenschaften der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg für die Professur Technische Bildung und ihre Didaktik unter Prof. Frank Bünning.

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Uni Magdeburg lädt zur 100. Kinder-Uni-Vorlesung

Am 2. Juni 2018 lädt die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg zur 100. Vorlesung der Kinder-Uni ein! Zur Jubiläumsvorlesung wird ab 17:00 Uhr die Medizinerin PD Dr. phil. Catherine M. Sweeney-Reed, MBBS, PhD von der Universitätsklinik für Neurologie mit den Schülerinnen und Schülern gemeinsam einen tiefen „Blick in das Gehirn“ werfen. Nach der Vorlesung können die jungen Besucherinnen und Besucher ein überdimensionales Gehirnmodell erleben und das Organ aus einer ganz anderen Perspektive entdecken und kennenlernen.

 

WAS: „Ein Blick ins Gehirn“, im Anschluss die Erkundung eines begehbaren Gehirns, 100. Vorlesung der Kinder-Uni der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg mit PD Dr. phil. Catherine M. Sweeney-Reed, MBBS, PhD
WANN: 2. Juni 2018, 17:00 – 17:45 Uhr
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Universitätsplatz 2, Gebäude 22A, Hörsaal 2, Haltestelle Universitätsbibliothek

 

15 Jahre Kinder-Uni Magdeburg

Mit der 100. Vorlesung feiert die Kinder-Uni Magdeburg auch ihr 15–jähriges Bestehen. Seit 2003 lernen Kinder zwischen 8 und 12 Jahren Wissenschaftsthemen abseits vom Schulunterricht auf unterhaltsame und altersgerechte Weise kennen. Über 18.000 Schülerinnen und Schüler haben bereits an der Kinder-Uni teilgenommen.

Im Anschluss an die 100. Kinder-Uni können Kinder, Eltern und Geschwister die Lange Nacht der Wissenschaft unter dem Motto „Welt der Experimente“ besuchen. Auf dem Campus der Universität Magdeburg haben sie die Gelegenheit, einen Miniputzroboter selbst zu bauen, Riesenamöben zu bestaunen und vieles mehr.

Die kostenfreie Anmeldung für die Kinder-Uni-Vorlesung ist ab Montag, dem 21. Mai 2018, möglich online oder telefonisch Montag bis Freitag von 13:00 bis 16:00 Uhr unter der Hotline +49 391 67-55888. Besucher ohne Kinder-Uni-Studentenausweis können diesen bei der Anmeldung beantragen.

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Vortrag über den Sozialausschuss der Vereinten Nationen

In Kooperation mit der Arbeitsstelle Menschenrechte der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg lädt die Menschenrechtsorganisation FIAN Deutschland zu einer Diskussionsveranstaltung mit Prof. Dr. Eibe Riedel ein. Im Gespräch mit dem 1. Vorsitzenden von FIAN Deutschland, Tim Engel, wird er die Arbeit des UN-Sozialausschusses vorstellen, die Empfehlungen des Ausschusses an die Bundesregierung erläutern und auf die Umsetzung wirtschaftlicher und sozialer Rechte in der internationalen Politik eingehen.

Professor Riedel war bis zu seiner Emeritierung im Jahr 2008 Inhaber des Lehrstuhls für Deutsches und Ausländisches Öffentliches Recht, Völkerrecht und Europarecht an der Universität Mannheim. Zudem war er langjähriges Mitglied im Ausschuss für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte der Vereinten Nationen in Genf.

 

WAS: „Der UN-Sozialausschuss“ – Vortrag und Diskussion mit Prof. Dr. Eibe Riedel
WANN: 20. April 2018, 19 bis 21 Uhr
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Campus Zschokkestraße, Gebäude 40B, Raum 140

 

Interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer sind herzlich eingeladen.

Die 1986 gegründete Nicht-Regierungsorganisation FIAN (FoodFirst Informations- und Aktionsnetzwerk) setzt sich weltweit für die Durchsetzung Sozialer Menschenrechte ein. Mit fallbezogener Projektarbeit in afrikanischen, asiatischen und lateinamerikanischen Ländern leistet FIAN Unterstützung für Personen, die von Menschenrechtsverletzungen betroffen sind, meist Kleinbauern oder Landarbeiter. FIAN Deutschland fordert insbesondere Verantwortungsübernahmen deutscher Politik und deutscher Unternehmen für das weltweite Menschenrecht auf Nahrung.

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Letzte Änderung: 26.03.2018 - Ansprechpartner: Webmaster