Studium & Lehre

Internationalisierung

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Die Lehre an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg orientiert sich an dem Ziel, Studierende zu kreativen und kritikfähigen Menschen auszubilden, sie mit Problemlösungskompetenz, Teamfähigkeit, interkulturellem Wissen und Verantwortungsbewusstsein auszustatten. Der Freiheit der Lehre verpflichtet, legt sie den Fokus auf eine wissenschaftliche Fundierung von Lösungen und eine damit verbundene kritische und dauerhaft lernbereite Haltung.

Die Lehre der Universität ist geprägt von vielfältigen Formen der Kommunikation, die selbständigen Wissenserwerb und Umgang mit Problemen und Aufgaben möglich macht und herausfordert. Als Kooperationspartner für den Olympiastützpunkt des Landes Sachsen-Anhalt bietet die Universität Magdeburg Leistungssportlerinnen und -sportlern ideale Studienbedingungen.

 

Aktuelle Meldungen aus Studium & Lehre:


Bewerbungsfrist für zulassungsfreie Studiengänge verlängert

Das Bewerberportal der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg für zulassungsfreie Studiengänge ist noch bis zum 30. September 2018, 24:00 Uhr, geöffnet. Studieninteressierte können sich bis dahin für einen der rund 70 zulassungsfreien Bachelor- und Masterstudiengänge einschreiben. „Auf Grund einer Vielzahl von Anfragen zu Studienmöglichkeiten, die noch immer im Dezernat Studienangelegenheiten eingehen, hat sich das Rektorat entschlossen, den Bewerbungszeitraum zu verlängern“, so die Dezernentin für Studienangelegenheiten, Dr. Bettina Sandt.

Studienberatung im Web, per WhatsApp oder persönlich

Auf der Website der Uni werden Bewerberinnen und Bewerber Schritt für Schritt durch die Online-Bewerbung bis hin zum Antrag auf Immatrikulation geführt.

Wer bei der Suche nach dem passenden Studium noch Unterstützung benötigt, kann sich auf den Webseiten der Universität ausführlich informieren. Unter www.ovgu.de/campusdate gibt es Antworten auf Fragen nach Studiengängen, Finanzierungsmöglichkeiten oder zum Studienablauf. Für Beratungsgespräche stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Allgemeinen Studienberatung täglich zur Verfügung. 

Zudem bietet die Universität die Möglichkeit, unter der Telefonnummer 0160-94774154 per WhatsApp Fragen zur Studienplatzsuche, zu Wohnen und Leben in Magdeburg, zu Bewerbungsmodalitäten oder nach Ansprechpartnern zu stellen.

Für einige zulassungsbeschränkte Bachelor- und Masterstudiengänge, wie Betriebswirtschaftslehre, Psychologie oder Biosystemtechnik, kann man sich noch bis zum 30. September 2018 für das Losverfahren bewerben. Dabei werden nicht angenommene Studienplätze wieder vergeben. 

An der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg können Studieninteressierte aus insgesamt fast 100 Bachelor- und Masterstudiengängen wählen. Der Schwerpunkt der universitären Lehre liegt in interdisziplinär angelegten technischen, ingenieur- und naturwissenschaftlichen sowie wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen und in der Humanmedizin. Das Angebot reicht dabei von Angewandter Statistik über Ingenieurinformatik und Medizintechnik bis hin zu Umweltprozesstechnik oder Wirtschaftsingenieurwesen. 

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Studieren, was uns morgen bewegt

Im neuen Studiengang „Elektromobilität“ bildet die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg junge Menschen in den Bereichen Elektrotechnik, Informationstechnik und im Maschinenbau aus, sodass sie dann nachhaltige Mobilität gestalten können. Die Redakteurin aus dem Bereich Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Ines Perl hat mit den Dekanen der Fakultäten Prof. Dr.-Ing. Ralf Vick und Prof. Dr. Michael Scheffler über das neue Angebot gesprochen.

Herr Professor Vick, warum sollten junge Menschen „Elektromobilität“ an der OVGU in Magdeburg studieren?

Prof. Dr.-Ing. Ralf Vick: Elektrisch betriebene Fahrzeuge sind hochkomplexe Systeme, deren Konstruktion und Betrieb von den Ingenieurinnen und Ingenieuren ausgeprägtes systemisches Denken erfordert. In Zukunft werden immer mehr Systeme per App gesteuert. Um erfolgreich in diesem anspruchsvollen und spannenden Tätigkeitsfeld zu bestehen, müssen die Studierenden alle notwendigen Fähigkeiten erlernen. Dieser Studiengang bietet die Möglichkeit dazu. Die Studieninhalte sind fächerübergreifend ausgewählt, ohne das Studium zu verwässern, und wir bieten ein exzellentes Betreuungsverhältnis. Dazu kommen die Kooperationen mit Firmen, die sich mit mobilen Konzepten auseinandersetzen, attraktive Praktikumsplätze und später Arbeitsplätze bieten.

Portrait Prof. Vick (c) Stefan Berger_Universität MagdeburgProf. Vick (Foto: Stefan Berger / Universität Magdeburg)

 

Herr Professor Vick, Herr Professor Scheffler, nennen Sie bitte einige inhaltliche Eckpunkte des Studiums.

Prof. Dr.-Ing. Ralf Vick: Natürlich gehört die Vermittlung solider Grundlagen der Mathematik, Elektrotechnik und des Maschinenbaus in ein solches Studienprogramm. Dazu muss aber auch bekannt sein, wie Energie gespeichert wird, elektrische Maschinen funktionieren und Abläufe gesteuert und geregelt werden. Anwendungsorientierte Projekte geben den zukünftigen Ingenieuren und Ingenieurinnen die Möglichkeit, ihrer Kreativität freien Lauf zu lassen.

Prof. Dr.-Ing. Michael Scheffler: Als Mitverantwortlicher der Fakultät für Maschinenbau fallen mir in erster Linie unsere Module und Vorlesungen zur Fahrzeugtechnik ein. Aber auch Konstruktion, Mechanik und die Tribologie, also die Lehre von der Reibung, gehören dazu. Ein praktisches Highlight wird das integrierte Forschungsprojekt sein, bei dem unsere Studierenden ihr theoretisches Wissen bei Herstellern und Zulieferern umsetzen können.

Welche Interessen sollten angehende Studierende mitbringen?

Prof. Dr.-Ing. Scheffler: Auf jeden Fall Interesse an technischen Entwicklungen, Mathematik ist da ein ganz wichtiges Instrument zur Umsetzung, Ausdauer bei den Grundlagen, ohne die es nicht geht und Spaß bei der Umsetzung in technische Anwendungen. Dazu gehört auch, keine Scheu zu haben, Neues zu denken und zu formulieren. Und: Ohne Teamarbeit geht heute fast nichts mehr, also Interesse an Zusammenarbeit und Kommunikation ist ein ebenso wichtiger Bestandteil eines dann hoffentlich erfolgreichen Studiums.

Herr Professor Vick: Elektromobilität bedeutet nicht, dass einfach nur ein elektrischer Motor mit Batterie in ein Fahrzeug eingebaut wird. Auch andere Bereiche wie das autonome Fahren, die vernetzte Kommunikation mit der Umwelt, die Energieversorgungskonzepte und die Nachhaltigkeit der Produkte sind Bestandteil der Elektromobilität. Wir müssen den Studierenden demzufolge ein verzahntes Studienprogramm mit maschinenbau- und elektrotechnischen Inhalten anbieten. In einer begrenzten Zeit müssen solide Grundlagen vermittelt werden, ohne zu sehr in die Spezialisierung zu gehen. Daher haben wir uns entschlossen, diesen Studiengang einzurichten, der in sechs Semestern die Grundlagen für ein aufbauendes und in unterschiedliche Richtungen spezialisiertes Masterstudium legt.

Wie ordnet sich das Studienangebot in die Forschungsschwerpunkte der beiden Fakultäten ein? Werden Studierende in die Forschungen einbezogen?

Prof. Dr.-Ing. Michael Scheffler: Das Studienangebot wurde passgenau zum Forschungsschwerpunkt Automotive aufgebaut. Unsere Studierenden werden mit Teilaspekten der Entwicklung, die Bestandteile von Forschungsprojekten sind, betraut, sei es als studentische Hilfskräfte oder als Studierende, die ihre Bachelor- oder Masterarbeiten durchführt. Ohne Studierende geht es hier nicht.

Prof. Dr.-Ing. Ralf Vick: Auch im Bereich der Medizintechnik sind neue Ansätze im Bereich Krankentransport, Logistik und der Versorgung im Krankenhaus mittels elektromobiler Systeme gefordert, so dass die Studierenden nicht nur mit Fahrzeugen, sondern auch anderen gesellschaftlichen Anwendungen konfrontiert werden.

Wie praxisnah ist die Ausbildung im Studiengang „Elektromobilität“ an der OVGU, gibt es außeruniversitäre Partner?

Prof. Dr.-Ing. Michael Scheffler: Ohne Frage steht die Vermittlung von Grundlagen zeitlich an erster Stelle. Aber: Wir wollen, wir können das Auto nicht neu erfinden und orientieren mehr auf praxisrelevante Ausbildung. Nehmen wir die Batterien als Beispiel: Grundlagenforschung auf Ebene der Batteriezelle können und wollen wir gar nicht machen, das können andere schon länger als wir. Aber: Wie verhält sich eine Batterie unter unterschiedlichen Lasten und äußeren Bedingungen? Wie ist ihr Degradationsverhalten bei unterschiedlichen Leistungsanforderungen? Wie können wir durch ein optimal zu- und weggeschaltetes Umfeld die Lebensdauer der Batterie optimal halten? Dies sind einige praxisbezogene Fragestellungen, zu denen es ohne Kooperation mit Industriepartnern nicht geht, und diese Kooperationspartner kommen überwiegend aus unserem Bundesland.

Portrait Prof. Scheffler (c) Harald Krieg_Universität Magdeburg

Prof. Scheffler (Foto: Harald Krieg / Universität Magdeburg)

 

Was unterscheidet dieses Studienangebot der OVGU von anderen Studienangeboten zur „Elektromobilität“?

Prof. Dr.-Ing. Ralf Vick: Im Vergleich zu ähnlich orientierten Studiengängen ist es uns gelungen, eine ausgewogene Verteilung der Inhalte von Maschinenbau und Elektrotechnik abzubilden. Einige neue Konzepte, wie das Anwendungspraktikum, in dem die Studierenden eigene Elektromobile, z.B. ein selbstbalancierender Scooter oder Crazy Cart, aufbauen und in Betrieb nehmen können, unterstreichen unsere innovative Herangehensweise, um technikaffinen Studierenden praktische Erfahrungen zu vermitteln, aber auch um junge Menschen für angewandte Technik zu begeistern. Zudem ist durch den Forschungsschwerpunkt Automotive die Einbindung in aktuelle Forschungsprojekte im Bereich Elektromobilität gegeben.

Im Regierungsprogramm Elektromobilität ist festgelegt, dass bis 2020 eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen fahren sollen – viel Arbeit für angehende Ingenieure der Elektromobilität. Doch ist „Elektromobilität“ wirklich nur das Elektroauto?

Prof. Dr.-Ing. Michael Scheffler: Festlegung hin, Festlegung her. Zunächst muss dies mit der Verfügbarkeit einer Versorgungsinfrastruktur – auch Elektroautos müssen „tanken“ – einhergehen und außerdem bezahlbar bleiben. Dazu wird ganz sicher noch einige Zeit ins Land gehen. Außerdem: E-Bikes, sich autonom bewegende Haushalts- und Gartenhilfen, Servicedrohnen, Pflegeunterstützung und sicherlich in Zukunft eine ganze Reihe von Nischenprodukten lassen sich elektrisch besser antreiben als mit einem Verbrenner. Wir stehen heute am Anfang einer Entwicklung, die noch viele Überraschungen bereithält.

Mich ärgert bei der Diskussion um Elektromobilität immer wieder, dass ein ganz wichtiger Punkt – die Erzeugung der Elektroenergie als Antriebsenergie – häufig unter den Tisch gekehrt wird. Würde es jetzt schon diese eine Million Elektrofahrzeuge geben, wäre der Gesamtausstoß an Kohlendioxid deutlich höher. Dieses Problem kann nur gelöst werden, wenn wir bei der Stromerzeugung weg von Kohle, Erdgas und Erdöl hin zu Sonne, Wind und Biomasse gehen, unsere Stromversorgung also aus nachhaltigen Energiequellen betreiben; allein die Sonne liefert jährlich etwa 7000 mal mehr Energie, als wir als Weltbevölkerung benötigen.

Wie kann es nach dem Bachelorstudium Elektromobilität weitergehen? Welche Karriereaussichten gibt es?

Prof. Dr.-Ing. Michael Scheffler: Wir denken auf Universitätsebene bereits über den Aufbau eines Masterstudiengangs nach. Hier wird dann nicht nur das im Bachelorstudiengang Elektromobilität erworbene Wissen weiter ausgebaut und spezialisiert, sondern aus heutiger Sicht noch randständige Themen aufgegriffen. Wir möchten zeitgleich mit der Verfügbarkeit erster Bachelor-Absolventen aus dem E-Mobilitätsstudiengang einen Masterstudiengang, Arbeitstitel: Mobilität, anbieten. Das ist sportlich, aber ich bin zuversichtlich, dass wir das schaffen.

 

Professor Scheffler, Professor Vick, vielen Dank für das Gespräch.

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In verschiedene Richtungen denken

Lucy Weber gehört zu den ersten Studierenden, die sich im vergangenen Oktober im neuen Bachelor-Studiengang Cultural Engineering immatrikuliert haben. Die 25-Jährige gibt uns einen Rückblick auf die ersten zwei Semester und erzählt von ihren Zukunftsplänen.

Nancy Weber studiert an der Uni Magdeburg Cultural Engineering 

Wie bist du dazu gekommen Cultural Engineering an der OVGU zu studieren?

Ich komme aus Dresden und habe dort angefangen Lehramt zu studieren. Dabei habe ich gemerkt, dass das nicht zu hundert Prozent meins ist, weil es ziemlich einschränkend ist in dem, was man später damit machen kann. Damals habe ich nebenbei im Theater gearbeitet und in vielen kulturellen Vereinigungen Praktika gemacht und dabei festgestellt, dass ich gern in der Kultur arbeiten würde. Ein rein kulturwissenschaftliches Studium wäre nichts für mich gewesen, da ich gern in verschiedene Richtungen denke und mich ausprobiere. Als ich dann den Cultural Engineering-Studiengang an der Universität Magdeburg entdeckt habe dachte ich: Ja, genau das will ich machen.

Eure Studieninhalte sind sehr breit gefächert: IT, Stadtsoziologie, Wirtschaftswissenschaften und auch Kulturwissenschaften – muss man wirklich alles können?

Man muss sich nicht für alles interessieren. Zu Beginn gibt es eine Einführung in die Wirtschaftsinformatik, in die technische Logistik und in die Wirtschaft. Da muss man durch. Das gibt aber, denke ich, auch ein ganz gutes Bild, was später so von einem verlangt wird. Aus dem Bereich Kulturwissenschaften durften wir schon im zweiten Semester die Kurse selbst wählen, die sind zum Großteil auf Englisch – wer das umgehen möchte kann zum Beispiel die von den Geschichtswissenschaftlern wählen, die sind auf Deutsch. Später kommen dann Wahlpflichtveranstaltungen wie Stadtsoziologie oder andere Sachen, die man sich nach seinen Wünschen auswählen kann. Man kann sich nach seinen Interessen oder seinem Profil, was man später entwickeln möchte, Kurse aussuchen.

Wie gut sollten denn die Englischkenntnisse für das Studium sein? Reicht das Abiturenglisch aus?

Wir haben einige, die direkt vom Abitur kommen. Die Klausur war für sie glaube ich leichter, weil die Klausur ähnlich einer Englisch-Abiturprüfung aufgebaut war. Für mich war das schwieriger, weil mein Abitur schon etwas länger her ist. Dafür war ich aber schon ein Jahr in den USA, daher ist Englisch für mich recht geläufig. Ich denke, man muss sich ein bisschen reinfuchsen, aber wenn man sich jeden zweiten Tag mit diesen englischen Texten beschäftigt, wird es mit der Zeit auch leichter. Und wenn man merkt, man hat damit große Probleme, kann man den Kurs auch ein oder zwei Semester schieben und nochmal einen Englischkurs an der Uni belegen. Für das spätere Leben sind gute Englischkenntnisse auf jeden Fall eine gute Kompetenz, die überall gebraucht wird.

Was macht die thematische Abwechslung mit deinem Unialltag?

Für mich ist es super, wenn ich zwei Stunden lang für ein kulturwissenschaftliches Fach Texte auf Englisch gelesen habe, dann könnte ich nicht nochmal zwei Stunden lang Texte für ein anderes Fach lesen. Dann ist mein Kopf damit voll. Aber Mathe zum Beispiel geht, weil das zwei so unterschiedliche Denkrichtungen sind. Der Studiengang macht einen schönen, abwechslungsreichen Unialltag. Inzwischen stellt man auch schon Verbindungen her – gerade zwischen Wirtschaft und Wirtschaftsinformatik, aber auch in Richtung Logistik.

Weißt du schon, wo du dein Auslandssemester im vierten Semester verbringen möchtest?

Ich habe schon nach Universitäten geschaut, wo ich gerne hinwollen würde. Am liebsten würde ich nach Schweden. Ich mag das Land und die Sprache, es gäbe eine Universität in Karlstad, die Kurse in European Studies und Media Studies haben, die mich interessieren würden. Außerdem kann man dort auch Schwedisch lernen. Das ist mir wichtig, denn wenn ich schon in einem anderen Land bin, möchte ich auch die Sprache lernen.

Von Dresden nach Magdeburg – wie war die Umstellung für dich?

Ich bin ganz froh, dass Magdeburg kleiner ist, als Dresden. Gerade bei Cultural Engeneering hat man die Möglichkeit neben dem Studium so viele Dinge auszuprobieren, die zum Studium passen, dass es für mich gut ist, dass die Auswahl hier kleiner ist – aber immer noch groß genug. In Dresden wäre ich wahrscheinlich gar nicht mehr zum Studieren gekommen, weil ich nebenbei nur gearbeitet hätte. Magdeburg ist sehr niedlich und man gewöhnt sich schnell an die kurzen Wege. Ich laufe fünf Minuten zur Uni und kann zwischen zwei Vorlesungen immer nach Hause, wenn ich möchte. Ich bin froh, dass es die Stadt geworden ist.

Wo engagierst du dich neben dem Studium?

Teil des Studiengangs ist eine Projektarbeit, mit der ich schon angefangen habe. Dabei habe ich teilweise das Projektmanagement der „Compangnie Augenmusik“ übernommen. Diese macht Theater für hörende und gehörlose Kinder und Erwachsene. Dafür habe ich einen neuen Internetauftritt samt Corporate Design erstellt, jetzt geht es ans Anträge für Fördergelder stellen und Konzepte entwickeln. Der Kontakt besteht noch aus meiner Zeit aus Dresden, meine Arbeit für das Projekt erledige ich zum Großteil aus Magdeburg.

Deine Pläne nach dem Studium?

Vor Studienbeginn habe ich in Dresden verschiedene Praktika gemacht, beim Filmfest Dresden, im Medienkulturzentrum und am Theater. Ich könnte mir gut vorstellen wieder in diese Richtung zu gehen, also zum Beispiel beim Filmfest Dresden zu arbeiten. Das Studium lässt mir ja viele Positionen offen.

Ich möchte nicht in großen Firmen wo ich mit dem, was ich gelernt habe, super viel Geld verdienen kann, arbeiten. Ich möchte etwas, wo ich hinter der Philosophie stehe. Es ist noch offen, aber tendenziell geht es für mich in die Kulturrichtung. Ich mag Sachen, die flexibel sind und – so wie das Studium – in verschiedene Richtungen gehen.

Dein Studiengang in einem Wort?

Interdisziplinär.

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Ausbildung zum/r Industriemechaniker/in an der Uni Magdeburg

Der Auszubildende Kasem Alfalah hat seine Lehre als Industriemechaniker an der Universität Magdeburg gerade erst frisch begonnen und verrät, warum er sich für den Beruf und die Uni als Ausbildungsunternehmen entschieden hat.

Portrait Kasem Alfalah

 

Was gefällt dir an dem Beruf?

An dem Beruf gefällt mir, dass ich die fertigen Teile in den Händen halten und sehen kann, wo diese Teile dann eingebaut werden.

 

Warum machst du die Ausbildung an der Uni Magdeburg?

Weil ich die abwechslungsreiche Arbeit mag, also zum Beispiel auch die Zusammenarbeit mit Wissenschaftlern.

 

Was hast du bisher gelernt?

Ich habe bisher das Anreißen, Feilen, Körnen, Bohren und Senken von Werkstücken gelernt.

 

Was musst du noch lernen?

Da ich im 1. Lehrjahr bin, noch sehr viel, z. B. die Arbeit an CNC-Maschinen.

 

Was lernst du in der Berufsschule?

In der Berufsschule lerne ich die Theorie-und Grundkenntnisse der Ausbildung.

 

Deine Ausbildung in einem Hashtag?

#Handwerk

 

Fragen zu diesem und weiteren Ausbildungsberufen beantworten wir unter anderem auch am 21. und 22.9.2018 auf der Bildungsmesse Perspektiven.

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Ausbildung zum/r Fachinformatiker/in an der Uni Magdeburg

An der Universität Magdeburg kann man Informatik nicht nur studieren, sondern auch eine Ausbildung zum/r Fachinformatiker/in für Systemintegration machen. So wie Michel Langhof, der mit uns über seine Ausbildung gesprochen hat.

Portrait Michel Langhof 

Was gefällt dir an dem Beruf?

Mir gefällt die Arbeit mit der modernen Technik, die Zusammenarbeit mit den Menschen und, dass ich sehr eigenständig arbeiten kann.

Warum machst du die Ausbildung an der Uni Magdeburg?

Ich fand meine Kollegen von Anfang an sehr sympathisch und mir war wichtig, dass mein Ausbildungsbetrieb mit moderner IT-Technik ausgetattet ist und ich gute Entwicklungsmöglichkeiten habe - und das kann mir die Uni Magdeburg bieten.

Was hast du bisher gelernt und was musst du noch lernen?

Das lässt sich tatsächlich schwer zusammenfassen, weil die IT-Welt immer im Wandel ist und man immer wieder neue Sachen lernen muss. Bisher habe ich vor allem die Basics gelernt, also z. B. wie man mit Java programmiert oder auch wie das Server- und Datenbankmanagement läuft.

Was lernst du in der Berufsschule?

Kurz gesagt: Die Theorie zur Praxis, also wie z. B. wie ein Computer aufgebaut ist oder verschiedene Übertragungstechniken etc

Deine Ausbildung in einem Hashtag?

#MakeItGreatAgain

 

Fragen zu diesem und weiteren Ausbildungsberufen beantworten wir unter anderem auch am 21. und 22.9.2018 auf der Bildungsmesse Perspektiven.

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Ausbildung zur/m Kauffrau/mann für Büromanagement

Emily Mula macht an der Universität eine Ausbildung zur Kauffrau für Büromanagement und hat uns von ihren Erfahrungen erzählt, was sie bisher gelernt hat und noch lernen muss.

Portrait Emily Mula 

Was gefällt dir an dem Beruf?

Dass kein Tag wie der andere ist und meine Aufgaben so vielseitig und abwechslungsreich sind. Vor allem in der Projektarbeit kann ich auf der einen Seite sehr strukturiert arbeiten, muss aber oft auch sehr spontan und flexibel auf neue und unvorhersehbare Herausforderungen reagieren.

Warum machst du die Ausbildung an der Uni Magdeburg?

Hier arbeiten viele Fachkräfte, die einem so viel beibringen können. Auch das Zusammenarbeiten mit unterschiedlichen Personengruppen, Altersklassen, Kulturen und Mentalitäten macht die Ausbildung so vielseitig.

Außerdem hat man viele Weiterbildungsmöglichkeiten und kann auch über die Ausbildung hinaus viel machen, wie z. B. meine Tätigkeiten als Vorsitzende der Jugend- und Auszubildendenvertretung oder die Teilnahme an einem Erasmus+-Projekt, über das ich 3 Wochen in Tschechien sein konnte.

Was hast du bisher gelernt?

Im 1. Lehrjahr war ich im Bereich Ökonomie und Teamassistenz, habe Rechnungen, Umbuchungen, Barauslagen, Dienstreiseabrechnungen und Kreditkartenabrechnungen bearbeitet und Termine geplant und koordiniert. Außerdem habe ich gelernt, wie man in wichtigen Sitzungen richtig Protokoll führt.

Im 2. Lehrjahr war ich dann im Eventmanagement eingesetzt und habe da an der Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung von zentralen Events der Uni mitgewirkt, wie dem Uniball, dem Studieninfotag campusdateLIVE, dem Willkommenstag der Erstsemesterstudierenden, dem Akademischen Festakt oder dem Neuberufenenempfang. Ich habe z. B. Caterer und Künstler angefragt oder mich um die Technik-, Finanz- und Standortplanung gekümmert.

Was musst du noch lernen?

Wir arbeiten viel mit Excel. Es gibt noch viele Funktionen, die ich nicht kenne, die aber die Arbeit deutlich erleichtern, z. B. das Arbeiten mit Kontenübersichten. Und ich persönlich würde gerne noch mehr darüber lernen, wie man im Team strukturierter zusammenarbeiten kann, Arbeitsvorgänge am besten koordiniert und welche Tools es dazu gibt.

Was lernst du in der Berufsschule?

Wir haben 13 verschiedene Lernfelder zu den Themen Wirtschaft, Rechnungswesen, Personalwirtschaft, Projektarbeit, Kommunikation, aber auch Deutsch, Englisch, Sozialkunde, Sport und Ethik, in denen wir die Theorie zur Praxis lernen.

Deine Ausbildung in einem Hashtag?

#extremvielseitig - vom Etikettieren der Campusbrausen bis zur Durchführung eigener Projekte habe ich schon alles gemacht.

 

Fragen zu diesem und weiteren Ausbildungsberufen beantworten wir unter anderem auch am 21. und 22.9.2018 auf der Bildungsmesse Perspektiven.

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Ausbildung zum/r Mediengestalter/in Digital & Print an der Uni Magdeburg

Josephine Günther macht eine Ausbildung zur Mediengestalterin Digital & Print in der Fachrichtung Konzeption und Visualisierung an der Universität Magdeburg. Wir haben Sie unter anderem gefragt, was ihr besonders gut gefällt und warum sie sich für die Uni als Ausbildungort entschieden hat.

Portrait Josephine Günther 

Was gefällt dir an dem Beruf?

Mir gefällt an dem Beruf, dass ich viel am Computer arbeiten kann, da mir das schon immer viel Spaß gemacht hat. Außerdem find ich es schön, dass man seiner Kreativität oft freien Lauf lassen kann und am Ende die Idee, die man hatte, umgesetzt vor einem liegt.

Was mich auch dazu ermutigt hat diesen Beruf zu lernen ist, dass sich die Medien sehr schnell weiterentwickeln und man so immer wieder etwas Neues dazu lernen kann und ständig vor neuen Herausforderungen steht.

Warum machst du die Ausbildung an der Uni Magdeburg?

Ich mache die Ausbildung an der Uni Magdeburg, da mir alle hier von Anfang an direkt sympathisch waren. Sei es beim Bewerbungsgespräch oder jetzt beim täglichen Arbeiten: alle sind total nett und das Arbeiten macht viel Spaß. Außerdem fand ich es gut Teil des universitären Lebens sein zu können und ständig im Kontakt mit jungen Leuten zu stehen.

Was hast du bisher gelernt?

Bisher habe ich viel im Bereich Print und über die Programme Adobe InDesign, Adobe Illustrator und Adobe Photoshop gelernt. Ich erstelle Flyer, Plakate, Broschüren usw., stimme sie mit den Kunden ab und nehme eventuelle Änderungen vor. Außerdem setze ich mich auch mit deren Druck auseinander und hole z. B. Angebote ein oder bereite die Entwürfe für den Druck vor.

Was musst du noch lernen?

In der Zukunft werde ich noch Erfahrung im Entwerfen von Websites sammeln. Außerdem denke ich, dass ich noch einiges in Sachen Kundengespräch und Entwickeln von Konzeptionen lernen kann.

Was lernst du in der Berufsschule?

In der Berufsschule lernt man vordergründig die Theorie. Zum einen haben wir die Unterrichtsfächer Deutsch und Politik. Dort behandelt man z. B. die Rechte von Auszubildenden, Versicherungen, Korrekturzeichen usw. Ansonsten unterteilt sich mein Stundenplan in verschiedene Lernfächer. wie z. B. „Medienprodukte typografisch gestalten“ oder „Bilder gestalten, erfassen und bearbeiten“.

Im ersten Lehrjahr haben wir unter anderem die Druckverfahren, die verschiedenen Farbräume, die Bestandteile eines Computers und die Grundlagen der Erstellung einer Website (HTML, CSS) behandelt.

Deine Ausbildung in einem Hashtag?

#photoshopskills

 

Fragen zu diesem und weiteren Ausbildungsberufen beantworten wir unter anderem auch am 21. und 22.9.2018 auf der Bildungsmesse Perspektiven.

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Ausbilder mit Überzeugung

„Mir war es wichtig, meiner gesellschaftlichen Verantwortung nachzukommen und einen Beitrag dafür zu leisten, der Abwanderung junger Menschen aus der Region entgegenzuwirken“, erklärt Jochen Kluge mit Selbstverständlichkeit. Aus diesem Grund machte er vor 12 Jahren aus eigenem Antrieb den Ausbilderschein über die Industrie- und Handelskammer und bildet seitdem Lehrlinge zu Veranstaltungstechnikern aus. Als zweifacher Familienvater weiß er um die Sorgen, die eigenen Kinder in Lohn und Brot zu bringen und somit deren Lebensqualität zu sichern. Als Ausbilder an der Universität kann er auch anderen jungen Menschen gute Perspektiven für deren Zukunft zeigen.

Jochen Kluge ist Ausbilder an der Uni Magdeburg

Mit Jannis Kirchhof (im Bild rechts) betreut er seinen dritten Azubi. Der 17-Jährige ist im ersten Ausbildungsjahr und brennt sichtlich für seinen Beruf. „Das muss er auch – bei uns sind Beruf und Hobby eins. Was auch hin und wieder dazu führt, dass man privat kleine Abstriche machen muss“, weiß Jochen Kluge aus Erfahrung, „Wir betreuen regelmäßig Abend- und Wochenendveranstaltungen, wie den campusdateLIVE, die Kinder-Uni oder den Medizinischen Sonntag. Meine Frau hat für den sehr dynamischen Lehr- und Universitätsbetrieb auch außerhalb der regulären Arbeitszeit großes Verständnis – wofür ich sehr dankbar bin.“ Wer da nur mit halbem Engagement dabei sei, würde seine Aufgaben auch nur halbherzig abarbeiten. Bei der Auswahl seiner Schützlinge achtet er daher darauf, dass sie gut in das universitäre Umfeld passen und offen auf die Kolleginnen und Kollegen zugehen können. Mit Jannis Kirchhof scheint er eine gute Wahl getroffen zu haben und auch die Chemie zwischen beiden stimmt sichtlich – nicht nur wegen des gleichen Musikgeschmacks.

Besonders stolz ist der gebürtige Leipziger auf seinen zweiten Lehrling Richard Zabries: „Er hat 2017 als bester Auszubildender in seiner Berufsgruppe im Kammerbezirk der IHK Magdeburg abgeschlossen und wurde dafür in der Johanniskirche ausgezeichnet.“ Nach dem Abschluss wurde er von der Universität erstmal für ein Jahr übernommen. Aus Sicht von Jochen Kluge ein logischer Schritt, da so nicht nur für den freien Markt, sondern auch für den Eigenbedarf ausgebildet werde. So spare man Zeit und Geld für die Suche und Einarbeitung von qualifiziertem Personal. „Und wir profitieren natürlich auch von den Lehrinhalten, die sich regelmäßig neuen Anforderungen und Medien anpassen. Dadurch bleiben wir auf dem Laufenden, was technische Neuerrungenschaften angeht“, ergänzt Kluge.

Da die Digitalisierung auch in der Veranstaltungstechnik vollständig angekommen ist und der Beruf mittlerweile viele Bereiche vereint, müssen sich die Auszubildenden zu richtigen Multitalenten entwickeln. Neben den elektro- und audiovisuellen sowie organisatorischen Inhalten spielen zunehmend IT-Kenntnisse eine wichtige Rolle. „Mit der Umstellung der Steuerungstechnik in den Hörsälen von analog auf digital haben wir nicht nur einen wichtigen Schritt zu einem effizienten und ausfallfreien Systemablauf gemacht. Wir können unseren Auszubildenden dadurch eine moderne und qualitativ hochwertige Ausbildung bieten“, sieht Jochen Kluge die Vorteile der Universität Magdeburg als Lehrbetrieb.

Bis zum 30.09.2018 kann man sich noch an der Universität Magdeburg für eine Ausbildung bewerben.

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Studienerfahrungen im Land des Lächelns

Endlich war es soweit: Die nächste Sommerschule nach Niigata in Japan steht an! Das Land des Lächelns ist nicht nur für Sushi, Sumo oder Samurai-Schwerter bekannt, sondern auch für atemberaubende Reisfelder, Schreine in allen Formen, leckere Reisgerichte mit dem Nationalgetränk Sake, Teezeromonien und einer Vielfalt von Schriftzeichen. 14 Studierende der Universität Magdeburg nutzen die Chance, drei Wochen in die Welt Japans einzutauchen. Ihre Erfahrungen halten sie in einem Reiseblog fest.

Tag 1 - 2

Am Dienstag sind wir von Frankfurt aus gestartet und hatten einen Zwischenstopp in Shanghai. Von da aus ging es direkt nach Niigata. Empfangen wurden wir von den Betreuern der Sommerschule. Direkt nach Landung ging es zum lokalen Fernsehsender NHK Broadcast Station. Dort bekamen wir einen kleinen Eindruck über das lokale Fernsehen in Niigata.

Besuch Fernsehsender

Danach sind wir direkt zur Partneruniversität gefahren und wurden von einigen japanischen Studierenden empfangen. Diese unternahmen gleich eine Campustour mit uns und unsere Aufregung bezüglich der Gasteltern wuchs immer mehr. Dann war es endlich soweit: Die Wir wurden den einzelnen Gasteltern zugeteilt und nun begannen die ersten Gespräche und viele Fotos wurden gemacht. Müde, aber glücklich, sind wir dann mit den Gastfamilien nach Hause gefahren.

Empfang der Gasteltern (1)

Am nächsten Tag begann der Japanischunterricht und so lernten wir die ersten Wörter und Zeichen. Danach ging es zum ersten Mal in die Mensa, was auf alle Fälle eine Herausforderung für einige war. Im Anschluss fuhren wir mit einigen japanischen Studenten ins Stadtzentrum und bekamen eine kleine Stadtführung: Besuch eines Schreins, Shoppingmeile oder auch den Ausblick auf die Stadt Niigata gehörten mit dazu.

Tag 3 - 5

Der Tag startete mit viel Regen, so dass wir erst mal mit einem Schirm ausgestattet wurden. Vormittags hatten wir wieder Japanischunterricht und konnten uns schon auf Japanisch vorstellen.

Am Nachmittag hatten wir eine Führung in der Fakultät für Engineering. Die japanischen Studenten präsentierten uns einzelne Forschungsprojekte und Experimente. Es war sehr spannend in den Alltag der Studenten reinzuschnuppern.

Fakultätsbesuch

Am Wochenende gestalteten die Gastfamilien ein abwechslungsreiches Programm für unsere Studenten.

Tag 6, 7 und 8

Aufgeregt und freudig trafen wir uns alle Montagmorgen vor dem Universitätsgebäude und waren gespannt auf die nächsten zwei Tage. Wir wurden von der Niigata Institute of Technology (NIIT) mit dem Bus abgeholt, die ein umfangreiches Programm für uns organisierten. Im Bus konnten die Betreuer unser Stimmengewirr kaum stoppen, da wir alle von unserem aufregenden Wochenende bei unseren Gasteltern erzählten.

1. Stopp unserer Tour war ein Unternehmen, die Reiscracker produzieren, ein Snack, der in keinem japanischen Haushalt fehlen darf. Wir wurden herzlich in dem Unternehmen Befco begrüßt und bekamen einen umfangreichen Einblick in die Produktion. Im Anschluss konnten wir selbst die Reiscracker probieren.

Im Anschluss fuhren wir weiter zum NIIT in Kashiwazaki. Die Universität ist sehr klein, nur ca. 800 Studierende, aber trotzdem bekamen wir einen Einblick in drei Institute und deren Labore, wie z. B. einem Windkanal. In dem Windkanal wird der Einfluss von Wind auf Hochhäuser untersucht und dies konnten wir auch selbst ausprobieren.

NIIT-Institute of Technology

Hungrig sind wir abends in ein traditionelles Restaurant gegangen, wo wir selbst Teppanyki und Takoyaki auf einer Metallplatte gegrillt haben. Genächtigt haben wir in einem typisch japanisch eingerichteten Hotel. Die Zimmer waren mit Tatami-Matten ausgelegt, es gab Futon mit Reiskissen zum Schlafen, das Bad war sogar in drei Zimmer aufgeteilt und die Schiebetüren waren mit Reispapier bespannt. Traditionell mussten die Straßenschuhe direkt in der Zimmereingangstür ausgezogen werden. Immer wieder eine Erfahrung wert!

typisch essen gehen 2

Ausgeruht von einem ereignisreichen Tag waren wir bereit für die Besichtigung einer kleinen Manufaktur für einen besonderen Alltagsgegenstand. Die kleine Firma Suwada stellt in Handarbeit Nagelknipser her, die international bekannt sind. Danach ging es zum Unternehmen Dainichi, welche Zusatzheizungen produzieren. Uns wurden die einzelnen Produktionsschritte der Fabrik gezeigt und man konnte „live“ mit ansehen, wie aus vielen kleinen Teilen ein fertiges Produkt hergestellt wurde.

 Danach fuhren wir wieder auf schnellstem Wege zurück nach Niigata, da der Taifun immer näher rückte. Wir wurden von den Mitarbeitern der Uni zu unseren Gasteltern gebracht.

Der 8. Tag startete heute mit einer Vortragsreihe zum Thema Wahrnehmung. Wir schilderten dazu die Bedeutung der Wahrnehmung aus Sicht unserer jeweiligen Fachrichtung. Danach stand der Besuch zweier weiterer Unternehmen auf der Tagesordnung. Zuerst besuchten wir das Unternehmen Nippon Seiki, die Cockpit-Instrumente vieler Automobilhersteller wie z. B. BMW, AUDI, Subaru, etc. produzieren. Das zweite Unternehmen heißt KEIBA und hat sich auf die Herstellung von Werkzeugen spezialisiert. Das über 90 Jahre alte Unternehmen produziert, auch für den deutschen Markt, viele unterschiedliche Zangentypen. Unsere Rückkehr nach Niigata wurde von einem wunderschönen Sonnenuntergang begleitet.

Unternehmen Nikkon Besichtigung im Unternehmen Nippon Seiki.

 

Tag 9 und 10

Am 9. und 10. Tag haben wir und die japanischen Studierenden Vorträge gehalten. Unsere Themen waren bunt gemischt: Themen von Abschlussarbeiten bis hin zu leidenschaftlichen Hobbies. Die japanischen Studenten haben vor allem von ihrem Aufenthalt in Magdeburg 2017 erzählt. Sehr lustig, welche Kuriositäten und Dinge ihnen in Erinnerung geblieben sind.

Vortragsreihe2 Kopie

Am Wochenende waren wir wieder bei unseren Gastfamilien, die wieder ein super Programm für uns organisierten.

 

Tag 13, 14 und 15

Langsam rückt das Ende der Sommerschule immer näher. Aber uns erwartete noch mal ein ereignisreiches Programm. Nach dem letzten Japanischunterricht am Montag, haben wir uns auf den Weg gemacht eine traditionelle Sake-Brauerei anzuschauen. Dies war sehr eindrucksvoll wie der Reiswein hergestellt wird. Abschließend konnten wir dann selbst verschiedene Sorten von Sake ausprobieren. Es war ein wunderschönes Ambiente und eine gute Stimmung.

sakebrauerei2 Kopie

Am Dienstag begann unser Tag mit einer Führung im Institut von Electrical Engineering. Die japanischen Studenten präsentierten uns auch hier wieder ihre Forschungsprojekte. Im Anschluss fuhren wir zu einer Junior Highschool. Wir waren alle sehr aufgeregt und machten uns Gedanken wie ein typischer Alltag an einer japanischen Schule ist. Wir wurden sehr herzlich begrüßt. Die Schüler wurden in drei Gruppen auf dem Sportplatz aufgeteilt und haben uns abwechselnd eine gesangliche und tänzerische Darbietung gezeigt. Sehr eindrucksvoll. Danach hatten wir die Möglichkeit die traditionelle Sportart Kendo auszuprobieren. Am Anfang haben wir uns nicht wirklich getraut, aber nach und nach haben wir immer mehr ein Gefühl dafür bekommen. Daraufhin haben einige Schülerinnen eine typische japanische Teezeromonie für uns organisiert. Wir probierten, für uns ungewöhnlichen Geschmack von Matcha und japanische Süßigkeiten. Abgerundet wurde der Besuch mit einem Konzert auf den traditionellen Saiteninstrumenten „Kotos“. Es gab auf alle Fälle einen Gänsehautmoment. Nach dem Konzert durften wir selbst dieses Instrument ausprobieren.

Junior Highschool Kopie

Beschwingt machten wir uns wir wieder auf den Weg zur Uni, denn da erwartete uns eine Abschiedsparty. Alle waren eingeladen: die Gastfamilien, Professoren, die japanischen Studenten und viele mehr. Es wurde lecker gegessen, Sake getrunken, viel erzählt und unzählige viele Fotos gemacht. Ein unvergesslicher Abend!

Abschiedsparty Kopie

Den letzten Tag in Niigata erlebten wir in der Grundschule. Es war eine Freunde die Kinder im Musik-; Japanisch-, Englisch- oder Matheunterricht zu beobachten. Die Kinder waren sehr aufgeregt! Zum Mittag wurden wir in zweier Gruppen aufgeteilt und haben dann in den Klassenräumen mit den Kindern zusammen gegessen. Im Anschluss konnten uns die Kiddis auf Englisch Fragen stellen. Sie waren so neugierig und wollten von uns alle unsere Namen haben. Es war ein schöner Abschluss.

Nun stehen die letzten Tage der Sommerschule zur freien Verfügung. Einige von uns fahren mit dem Schiff nach Sado Island, andere fahren direkt nach Tokio. Es wird aufregend.

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Jeder Ersti zählt

Ist das Erfolgsmodell duale Ausbildung am Ende, weil Berufspädagogen Mangelware sind? Was ist zu tun, um den Trend zu stoppen, und welche Rolle spielt dabei die Uni Magdeburg? Pressesprecherin Katharina Vorwerk hat mit dem Betriebspädagogen Prof. Klaus Jenewein über die derzeitige Schieflage gesprochen.

Portrait Prof. Klaus Jenewein (c) Harald Krieg

 

Das System der beruflichen Bildung wird als Rückgrat der Innovationsfähigkeit der deutschen Wirtschaft bezeichnet, leidet aber am akuten Lehrermangel. Wie ist die Situation?

Die berufliche Bildung in Sachsen-Anhalt befindet sich in einer beträchtlichen Schieflage: Technische Ausbildungsberufe verzeichnen dramatische Rückgänge an Auszubildenden, die Zahl der Abbrecher steigt enorm. Die Fachkräfteversorgung über Berufsausbildung wird langfristig nicht mehr funktionieren, wenn es nicht gelingt, neue Wege zu erschließen. Gleichzeitig geraten aber die berufsbildenden Schulen in die Defensive, weil innerhalb kürzester Zeit viele Lehrkräfte in den Ruhestand gehen: Von 329 Lehrkräften für Metalltechnik im Schuljahr 2015/16 werden 2030 nur noch 79 im Dienst sein; in Bau- oder Elektrotechnik sieht das ähnlich aus. Bisher zeichnet sich ab, dass das Land seine Ausbildungsverpflichtungen gegenüber der Wirtschaft nur noch schwierig wird absichern können.

Was bedeutet diese Situation für die Ausbildung von Berufsbildungspädagogen an der Uni Magdeburg?

Wir stehen vor der Herausforderung, die Absolventenzahlen in der Lehrerausbildung an der Uni zu verdoppeln. In den technischen Fachrichtungen wird das aber nicht reichen. Hier rechnen wir mindestens mit einem 5-fachen Absolventenbedarf.

Nur wenige Abiturienten wollen das Studium der Betriebspädagogik beginnen. Hat der Berufsschullehrer ein schlechtes Image?

Viele Abiturienten, die sich ein Lehramtsstudium vorstellen können, bevorzugen mit der Primar- und der Gymnasiallehrerausbildung Laufbahnen, die sie in ihrer Biografie kennengelernt haben. Dabei ist gerade das Berufsschullehramt nicht nur durch die Studienratslaufbahn interessant und umfasst Tätigkeiten beispielsweise in der dualen Berufsausbildung, der Fachschule für Technik oder im beruflichen Gymnasium. Das Lehramt ist eines der anspruchsvollsten und vielseitigsten Aufgabenfelder in unserem Bildungssystem. Leider bekommen unsere Abiturienten davon wenig mit.

Wie können wir das ändern?

Bislang haben die Hochschulen bei der Rekrutierung angehender Betriebspädagogen fast nur auf Absolventen allgemeinbildender Gymnasien geschaut. Inzwischen werden aber viele zum Studium berechtigender Abschlüsse an berufsbildenden Schulen vergeben. In Baden-Württemberg, zum Beispiel, werden mehr studienqualifizierende Bildungsabschlüsse an berufsbildenden Schulen erworben als an den allgemeinbildenden Gymnasien! Wir arbeiten seit einigen Jahren in Sachsen-Anhalt an der Entwicklung und dem Ausbau leistungsfähiger studienqualifizierender Bildungsmodelle wie dem beruflichen Gymnasium für Ingenieurwissenschaften. Auch Meister- und Technikerabschlüsse sind inzwischen der allgemeinen Hochschulreife gleichgestellt. Hier liegt ein großes Potenzial, Studierende mit einer beruflichen Bildungsbiografie zu gewinnen.

Das bedeutet eine sehr heterogene Studierendenschaft ...

Ja, aber wir müssen multiple Zugänge in das Lehramtsstudium schaffen und die Studierenden bei einem erfolgreichen Studieneinstieg begleiten! Wir haben bereits mit der Hochschule Merseburg einen Bachelorstudiengang ‚Ingenieurpädagogik‘ eingerichtet, der im Süden des Bundeslandes auch Studien­interessenten mit Fachhochschulreife an das Lehramt für berufliche Schulen heranführt. Auch Absolventen ingenieurwissenschaftlicher Bachelor- und Diplomstudiengänge finden bei uns den Weg in das Masterprogramm Lehramt an berufsbildenden Schulen. Diese speziellen Wege bedeuten natürlich eine viel stärkere Heterogenität, als wir das bisher gewohnt waren und wir haben bereits umfangreiche Maßnahmen zur Unterstützung dieser Studierenden eingeführt.

Welche Rolle spielt die Universität bei der Ausbildung von Berufspädagogen im Land?

Wir sind de facto zuständig für die Ausbildung von Berufsschullehrern für Sachsen-Anhalt. Dafür kooperieren wir bereits mit den Hochschulen Magdeburg-Stendal, Merseburg und mit der Uni Halle. Dennoch fehlen sowohl Studierende als auch Absolventen. Gemeinsam mit dem Land haben wir darum Maßnahmen ergriffen: Wir erweitern das Angebot an Fachrichtungen, entwickeln neue studienqualifizierende Bildungsprogramme an den Schulen und fördern Quereinsteiger in das Studium. Dennoch: Gerade in den technisch-beruflichen Fachrichtungen wird Sachsen-Anhalt jeden jungen Menschen brauchen, der für ein Lehramtsstudium gewonnen werden kann.

 

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Professor Jennewein.

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Letzte Änderung: 26.10.2017 - Ansprechpartner: Webmaster