Ingenieurkunst trifft Denkmalpflege

15.11.2019 -  

Am 26. November 2019 werden Maschinenbauer und Informatiker der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg direkt und vor Ort über ihre Arbeit zur Rekonstruktion des Arnstedtschen Epitaphs im Magdeburger Dom sprechen. Im Rahmen des Veranstaltungsformates „Eine Stunde Wissenschaft“ werden sie anschaulich präsentieren, wie aus vielen Hundert Einzelstücken durch den Einsatz ingenieurwissenschaftlicher Methoden und Verfahren das steinerne Grabmal aus dem 17. Jahrhundert wieder auferstehen kann. Gemeinsam mit dem Förderverein Dom zu Magdeburg e. V. geben sie einen tiefen Einblick in das ungewöhnliche Vorhaben, sprechen über Herausforderungen und neue Möglichkeiten der Zusammenarbeit von Forschung und Denkmalpflege.

Die Wissenschaftler der Universität nutzen moderne Messtechnologien und 3D-Bildgebungsverfahren, um das durch Kriegseinwirkung stark beschädigte Epitaph der Familie und des Domherren Friedrich von Arnstedt zu rekonstruieren und so die letzten Bombenschäden aus dem II. Weltkrieg zu beheben. Dabei geht es um nicht weniger als eine präzise Bestandsaufnahme von weit über 200 noch vorhandener und inzwischen digitalisierter Bruchstücke und dem anschließenden Zusammensetzen der daraus erhaltenen Datensätze zu einem vollständigen Kunstwerk.

WAS:

Veranstaltungsreihe der Universität Magdeburg „Guericke mobil: Eine Stunde Wissenschaft“ im Magdeburger Dom unter dem Titel „Wissenschaft trifft Denkmalpflege“

WANN:

26. November 2019, 17.00 Uhr

WO:

Dom zu Magdeburg, Remter

Die Veranstaltung ist öffentlich und der Eintritt ist kostenfrei.

„Eine Stunde Wissenschaft“ mit der Uni Magdeburg

Anlässlich ihres 25-jährigen Gründungsjubiläums hat die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg 2018 ein neues Veranstaltungsformat zur Wissenschaftskommunikation ins Leben gerufen. In „Guericke mobil: Eine Stunde Wissenschaft“ werden Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre Labore und Hörsäle verlassen und auf kurzweilige Art und an ungewöhnlichen Orten in der Region ihre Forschung einem interessierten Publikum erklären und Lösungsansätze für gesellschaftliche Herausforderungen anschaulich beschreiben. So gab es „Guericke mobil: Eine Stunde Wissenschaft 2018“ bereits im Mehrgenerationenhaus Kroppenstedt, unter Beobachtung einiger Erdmännchen im Zoo Magdeburg, beim Verein heimatBEWEGEN in Ballenstedt oder im Theater an der Angel in Magdeburg.

 

Bilder zum Download:

Bild 1 // Quelle: Jana Dünnhaupt / Universität Magdeburg // Bildunterschrift: Dirk Rudolph vom Lehrstuhl Konstruktionstechnik der Universität Magdeburg beim Einscannen der Einzelteile des Arnstedtschen Epitaphs im Dom zu Magdeburg.

Letzte Änderung: 27.11.2019 - Ansprechpartner: Katharina Vorwerk