Nach dem Doktor in die Wirtschaft und wieder zurück an die Uni?
An der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg beraten am 1. Oktober 2026 rund 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und der Schweiz darüber, wie Universitäten ihre Promovierenden und Postdocs beim Wechsel in Unternehmen, in die Gesundheitsversorgung und Verwaltung sowie bei Unternehmensgründungen unterstützen können. Die promovierten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sind innerhalb und außerhalb der Hochschulen gefragte Expertinnen und Experten.
Das Symposium „Beyond academia: Karrierewege für Promovierte“ richtet sich an Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Hochschul- und Wissenschaftsmanagement, die Promovierende und Postdocs bei ihrer Karriereplanung beraten. Eingeladen sind außerdem Hochschullehrende sowie Vertreter von Wissenschaftsorganisationen und aus der Wissenschaftspolitik.
Die berufliche Zukunft der meisten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler liegt nach ihrer erfolgreich verteidigten Doktorarbeit außerhalb der Universitäten und Hochschulen. Sieben Jahre nach ihrer Promotion arbeiten 48 Prozent von ihnen in der Privatwirtschaft, 24 Prozent in Krankenhäusern und Arztpraxen und vier Prozent im sonstigen öffentlichen Dienst. Insgesamt sind damit 76 Prozent außerhalb von Universitäten, Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen tätig. Das belegt der Bundesbericht Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in einer frühen Karrierephase 2025, kurz BuWiK, für den Promotionsjahrgang 2014. Gute Karriereberatung für Promovierte hilft nicht zuletzt auch, wissenschaftliches Wissen dorthin zu bringen, wo Produkte entwickelt, Patienten behandelt und öffentliche Entscheidungen getroffen werden. Die Statistik belegt auch: Der Dr.-Titel öffnet viele Türen und ist keinesfalls nur eine nutzlose Überqualifizierung. Die Otto-von-Guericke-Universität leistet gemeinsam mit allen anderen Universitäten, Hochschulen und Forschungseinrichtungen in Deutschland wertvolle Beiträge, dazu, internationale und einheimische Führungskräfte für die Herausforderungen in Wirtschaft und Gesellschaft von heute und morgen auszubilden.
An der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ist die Promotion ein wichtiger Bestandteil der wissenschaftlichen Qualifizierung: Zum Stichtag 1. Dezember 2025 waren 1.891 Promotionen laufend, davon 40 Prozent von Frauen. Rund die Hälfte der Promovierenden forschte in den Ingenieurwissenschaften einschließlich Informatik, gut 20 Prozent in den Naturwissenschaften und der Mathematik, 13 Prozent waren Ärztinnen und Ärzte und etwa 17 Prozent promovierten in den Sozial-, Geistes- und Wirtschaftswissenschaften. Rund ein Drittel der Promovierenden kam aus dem Ausland, davon waren 43 Prozent Frauen. Etwa zehn Prozent der Promotionen entstanden in Kooperation mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen, vier Prozent mit Wirtschaftsunternehmen und zwei Prozent mit einer Hochschule für angewandte Wissenschaften. Im Jahr 2025 wurden an der Universität Magdeburg 250 Promotionen abgeschlossen, 42 Prozent davon von Frauen.
| WAS: | Symposium „Beyond academia: Karrierewege für Promovierte“ |
| WANN: | Donnerstag, 1. Oktober 2026, 9 bis 17 Uhr |
| WO: | Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Universitätsplatz 2, 39106 Magdeburg, Gebäude 26, Hörsaal 1 und Gebäude 22 A |
Das Programm und weitere Informationen sind online.
Journalistinnen und Journalisten sind herzlich zur Tagung eingeladen. Bitte melden Sie sich per Mail bei .
Die Graduate Academy der Universität Magdeburg organisiert das Symposium gemeinsam mit UniWinD. Der Universitätsverband zur Qualifizierung von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in frühen Karrierephasen in Deutschland setzt sich seit 2009 für bessere Qualifizierungsbedingungen und Karrierechancen von Promovierenden und Postdocs innerhalb und außerhalb der Wissenschaft ein. Das Ministerium für Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt fördert die Tagung.