Vom Hafen zum Forschungsviertel: Fotoausstellung zeigt Magdeburgs Wandel

09.10.2026 -

Eine neue Fotoausstellung an der Universität Magdeburg zeigt, wie aus einem ehemaligen Handelshafen ein Viertel für Forschung, Unternehmen und Kultur werden soll. Mit diesem angehenden Strukturwandel setzt sich die Arbeit von Caroline Hake künstlerischauseinander. Hinter dieser Transformation steht unter anderem die von der Universität Magdeburg geleitete Initiative transPORT. Sie soll – ausgehend vom medizintechnischen Forschungscampus STIMULATE – den Wissenschaftshafen bis 2029 als Standort für Medizintechnik stärken und Forschung, Wirtschaft und städtisches Leben enger verbinden.

Die Arbeit „DOING DONE_work on progress“ von Caroline Hake verbindet künstlerische Fotografie mit gesellschaftlicher Reflexion über urbane Transformationsprozesse. Im Fokus steht die Umgestaltung des alten Hafens in Magdeburg zum „Wissenschaftshafen“. Seit Juli 2024 fotografiert Caroline Hake die architektonischen Veränderungen sowie die aktive Mitwirkung von Bürgerinnen und Bürgern und Akteuren am alten Hafen Magdeburg.  „Mein Interesse liegt dabei auf der künstlerischen Auseinandersetzung mit einem Areal, an dem exemplarisch ein Strukturwandel sichtbar wird“, so die Fotografin.

Der dokumentarische Stil, den sie entlang des Areals für ihre Fotografien nutzt und den Veränderungen des Ortes widmet, wird teils abstrakt anmutenden Fotografien modernster Technik, Bildgebung und Architektur gegenübergestellt. Fragmentarische Darstellungen von Körpern in Bewegung zeugen von dem Veränderungswillen und dem Abarbeiten an gesellschaftlichen Gegebenheiten. So wird ein Bogen geschlagen, der den Wandel des Hafens und die gesellschaftlichen Veränderungen durch unterschiedliche fotografischePerspektiven einbindet und die Reibung zwischen der Wirklichkeit und den Idealvorstellungen und Visionen sichtbar macht. „Meine Arbeit reflektiert so die Möglichkeiten der Einflussnahme auf gesellschaftliche Gegebenheiten und der existentiellen Notwendigkeit von Visionen und Veränderungen“, erklärt die Fotografin.

Die Ausstellung eröffnet am 12. Oktober 2026 um 17 Uhr in der Universitätsbibliothek der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg im Rahmen des 10. Town Hall Meetings der Werkstatt transSCAPE, einem Forschungsprojekt der Fakultät für Humanwissenschaften, das die Entwicklung des Wissenschaftshafens durch kulturgestützte Transferformate befördert. Bei dem offenen Veranstaltungsformat kommen Menschen aus Stadt, Universität und weiteren Bereichen zusammen.

WAS:

Ausstellungseröffnung DOING DONE_work on progress   

WANN:

12. Oktober, ab 17 Uhr 

WO:

Universitätsbibliothek Magdeburg, Gebäude 30, Universitätsplatz 2

Im Vorfeld gibt es um 16 Uhr eine Führung durch die Universitätsbibliothek, dafür sollte man sich im Voraus über die Website anmelden.

Nach der feierlichen Eröffnung um 17 Uhr führt Caroline Hake durch ihre Ausstellung. Anschließend können Besucherinnen und Besucher ihre Ideen in drei Fokusgruppen einbringen und über die Zukunft des Areals diskutieren. Im Mittelpunkt stehen die Themen Zwischennutzung des Wissenschaftshafens, eine studentische Agentur sowie Toolkits für Schulen.

Darüber hinaus wird Caroline Hake am 12. November 2026 von 18 bis 19 Uhr bei einem Künstlerinnengespräch im Foyer der Bibliothek über ihre Fotografien und die Entstehung der Ausstellung sprechen.

Die Ausstellung wird von der Ostdeutschen Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Sparkasse MagdeBurg gefördert. Die Initiative transPORT wird vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt unterstützt.


Autor:in Lisa Baaske

Letzte Änderung: 09.10.2026 -
Ansprechpartner: Katharina Vorwerk