Der Wissenschaftshafen als Modellregion für Medizintechnik

12.05.2026 -

Der Magdeburger Wissenschaftshafen soll sich bis 2029 unter anderem auf Basis des Forschungscampus STIMULATE zu einem international sichtbaren Ökosystem für Medizintechnik, Innovation und urbanen Wandel entwickeln. Die TransferRaum-Initiative transPORT unter Federführung der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg hat die Zwischenbegutachtung durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt erfolgreich bestanden. Damit kann das Projekt in die zweite 3-jährige Förderphase starten, für die bis zu sechs Millionen Euro bereitstehen.

Mit transPORT entsteht im Wissenschaftshafen ein Reallabor für den Strukturwandel. Wo früher Kräne schwere Lasten bewegten, wachsen heute Forschung, Wirtschaft, Stadtentwicklung und gesellschaftliche Teilhabe zusammen. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse schneller in die medizinische Anwendung zu bringen und zugleich zu zeigen, wie ehemalige Industrieareale zu lebendigen Innovationsräumen werden können.

Die gesellschaftliche Bedeutung des Projekts reicht über die Medizintechnik hinaus. transPORT zeigt, wie Strukturwandel gelingen kann, wenn Hochschulen, Kommune, Unternehmen, Kultur und Zivilgesellschaft gemeinsam handeln. Die Universität übernimmt dabei eine zentrale Rolle: Sie liefert Forschung, bildet Fachkräfte aus, unterstützt Ausgründungen und öffnet wissenschaftliche Entwicklungen für Bürgerinnen und Bürger. So wird Wissenschaft nicht nur im Labor sichtbar, sondern im Stadtraum erfahrbar.

Bereits in der ersten Förderphase wurden Ausgründungen angestoßen und ein Hightech-Netzwerk mit regionalen und überregionalen Partnern aufgebaut. Im Mittelpunkt stehen konkrete medizinische Innovationen. Dazu gehören die kompakten MRT-Systeme von Neoscan Solutions, die speziell für Neugeborene entwickelt wurden und belastende Transporte innerhalb der Klinik vermeiden sollen.

In der zweiten Förderphase bis Ende 2029 rücken digitale Transferprozesse stärker in den Vordergrund. Geplant sind unter anderem immersive und virtuelle Formate, die komplexe Medizintechnik für Fachwelt und Öffentlichkeit verständlicher machen. Damit will transPORT nicht nur Innovationen beschleunigen, sondern auch Vertrauen in neue Technologien stärken.

Ein öffentlich sichtbarer Höhepunkt ist das Tomorrow Labs Festival am 6. Juni 2026 im Wissenschaftshafen. Bürgerinnen und Bürger können dort erleben, wie die Idee von transPORT – die Verbindung von Wissenschaft, Wirtschaft, Wohnen und Wohlfühlen – im Hafenquartier Gestalt annimmt. Mehr über die medizintechnischen Innovationen aus dem Ökosystem können die Besuchenden in den Laboren des Forschungscampus STIMULATE erfahren. Dort erklären Forschende bildgeführte Interventionen und laden zu kleinen Experimenten ein.

Die TransferRaum-Initiative transPORT ist am Forschungscampus STIMULATE im Magdeburger Wissenschaftshafen angesiedelt und wird von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg in Kooperation mit der Landeshauptstadt Magdeburg getragen. Das Projekt entwickelt den Wissenschaftshafen zu einem Modellraum für technologischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Wandel in Sachsen-Anhalt.

Bild zum Download

Bild 1 // Jana Dünnhaupt/Uni Magdeburg // Drohnenaufnahme von dem Wissenschaftshafen


Autor:in Katharina Vorwerk

Letzte Änderung: 12.05.2026 -
Ansprechpartner: Katharina Vorwerk