Magdeburger Uni wird Schauplatz europäischer Hochschulpolitik

21.04.2026 -

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg rückt vom 05. bis 07. Mai 2026 in den Mittelpunkt europäischer Hochschulpolitik. Die Rektorinnen und Rektoren sowie weitere rund 100 Mitglieder der Partneruniversitäten der Hochschulallianz EU GREEN kommen auf dem Campus zusammen, um über den künftigen Kurs des Verbunds zu beraten. Im Zentrum des Board of Rectors Meeting steht die Frage, wie die 9 europäischen Universitäten in Zukunft gemeinsam lehren, forschen, digital zusammenarbeiten und sich als vernetzte akademische Räume in einem gemeinsamen europäischen Campus aufstellen mit gemeinsamen Lehrangeboten, digitalen Plattformen, vereinfachter Mobilität, abgestimmten Strukturen und länderübergreifenden Forschungs- und Innovationsräumen. 

Rektor Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan spricht in diesem Zusammenhang von einem hochschulpolitisch wichtigen Signal. „Europäische Hochschulallianzen sind kein Zusatzprojekt mehr, sondern ein zentraler Baustein für die Zukunft des Wissenschaftssystems. Wer in Europa konkurrenzfähig bleiben will, muss Hochschulen stärker vernetzen und ihnen ermöglichen, als gemeinsamer europäischer Campus zu handeln." Für die Universität sei das ein tiefgreifender Entwicklungsschub und eine große Chance, so Strackeljan weiter: „Es bedeutet mehr internationale Sichtbarkeit, mehr wissenschaftliche Anziehungskraft und mehr Zugang zu europäischen Talenten, Ideen und Förderstrukturen." Auch für die Stadt Magdeburg und das Land Sachsen-Anhalt hätte ein solcher europäischer Hochschulraum spürbare Wirkung, so der Unirektor. „Eine Universität, die Teil eines europäischen Campus ist, zieht internationale Studierende, Forschende und Partner an. Das stärkt nicht nur den Wissenschaftsstandort, sondern auch die Stadt als offenen, dynamischen und internationalen Lebensraum. Für Sachsen-Anhalt eröffnet das die Chance, sich im europäischen Wettbewerb stärker als Standort für Wissen, Fachkräfte und Zukunftstechnologien zu positionieren. Dass diese Debatte jetzt im Mai in Magdeburg geführt wird, stärkt die Universität ebenso wie den Wissenschaftsstandort Sachsen-Anhalt.“ 

Ein Schwerpunkt des Treffens liegt auf der digitalen Transformation und der Frage, wie eine solche leistungsfähige europäische digitale Hochschulinfrastruktur aussehen muss, damit internationale Lehre, Forschung und akademische Verwaltung künftig noch enger verzahnt werden können. „Ein europäischer Campus entsteht nicht allein durch politische Absicht, sondern durch funktionierende digitale Strukturen, gemeinsame Standards und belastbare institutionelle Zusammenarbeit“, betont Prof. Strackeljan.

WAS:

"Board of Rectors Meeting" der Hochschulallianz EU GREEN

WANN:

05. bis 07. Mai 2026, Eröffnung am 05. Mai, um 9:30 Uhr, Hörsaal 1 (Audimax)

WO:

Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Universitätsplatz 2, 39106 Magdeburg

Neben den Universitätsleitungen tagen an der Universität Magdeburg auch das Executive Committee, der Senat sowie der Student Council und Infrastructure Commission, alle zentralen Entscheidungs- und Beteiligungsgremien der Allianz. 

Eine öffentliche Podiumsdiskussion beleuchtet am 5. Mai ab 11 Uhr, wie Hochschulallianzen die Lehre der Zukunft und die digitale Transformation voranbringen können. Die Veranstaltung wird live auf dem YouTube-Kanal der Universität übertragen.

Die Tagungssprache ist Englisch. Das vollständige Programm finden Sie auf der Website.

EU GREEN ist ein Zusammenschluss von neun europäischen Universitäten, die den europäischen Hochschulraum enger, nachhaltiger und alltagsnäher gestalten wollen. Mit mehr als 14 Millionen Euro Förderung durch die Europäische Union baut die Allianz gemeinsameStrukturen in Studium, Forschung und Verwaltung auf. Ziel ist ein europäischer Campus, auf dem Wissen, Ideen und Menschen grenzüberschreitend zusammenkommen. Für die Universität Magdeburg bedeutet das mehr internationale Sichtbarkeit, neue Kooperationsmöglichkeiten und eine stärkere Rolle im europäischen Wissenschaftsraum.


Autor:in Katharina Vorwerk

Letzte Änderung: 21.04.2026 -
Ansprechpartner: Katharina Vorwerk