Förderung: Das Mobilitätsstipendium

Die Teilnahme am Erasmus+-Austauschprogramm wird durch die EU-Kommission mit einem Mobilitätszuschuss unterstützt, sofern der Studienaufenthalt mindestens 3 und maximal 12 Monate umfasst. Im Studienjahr 2020/21 beträgt das Erasmus+-Mobilitätsstipendium für die seitens der EU vorgegebenen Ländergruppen bzw. Länder:


Ländergruppe 1 (450 EUR pro Monat)

Dänemark, Finnland, Irland, Island, Liechtenstein, Luxemburg, Norwegen, Schweden, Vereinigtes Königreich


Ländergruppe 2 (390 EUR pro Monat)

Belgien, Frankreich, Griechenland, Italien, Malta, Niederlande, Österreich, Portugal, Spanien, Zypern


Ländergruppe 3 (330 EUR pro Monat)

Bulgarien, Estland, Kroatien, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien, EJR Mazedonien, Tschechische Republik, Türkei, Ungarn


 

Die Höhe der finanziellen Förderung orientiert sich an den unterschiedlichen Lebenshaltungskosten in den Zielländern. Das Erasmus+ Stipendium wird nach der nachgewiesenen Ankunft bei unserer Partneruniversität auf Ihr Bankkonto überwiesen. Studierende, die Ihren Erasmus+-Aufenthalt nicht beenden oder keine erfolgreichen Prüfungen ablegen müssen das Erasmus+-Stipendium zurückzahlen.

Steuerliche Informationen zum ERASMUS-Stipendium 

Das Erasmus+ Grant Agreement, das jede/r nominierte/r Studierende/r vor Mobilitätsbeginn mit dem International Office der OVGU abschließt, regelt die Bedingungen des Bezugs des Mobilitätsstipendiums. Für die Bezugsdauer des Mobilitätsstipendiums ist eine parallele Förderung aus Mitteln anderer EU-Programme ausgeschlossen. Eine parallele nationale Förderung, beispielsweise durch Studienstiftungen, ist ggf. möglich und ist mit diesen abzusprechen.

Erasmus-Stipendien sind als Mobilitätsstipendien aus öffentlichen Mitteln der Europäischen Kommission in der Bundesrepublik Deutschland gemäß §3 Nr.44a EStG steuerfrei.
Darüber hinaus mindern Stipendien aus dem Erasmus-Programm der EU nicht die Ausbildungsfreibeträge des § 33a Abs. 2 EStG (Urteil vom 17.10.2001 [III R 3/01], Bundesfinanzhof in München).
Prinzipiell muss aber ein Erasmus-Stipendium sowohl an das für Sie zuständige Finanzamt, an Ihre Kindergeldkasse und an Ihre Krankenkasse gemeldet werden.

Steuerliche Aufzeichnungs- und Erklärungspflichten

Der/die Stipendienempfänger/in hat eigenverantwortlich steuerliche Aufzeichnungs- und Erklärungspflichten im Bezug auf die Einnahmen aus Erasmus+ gegenüber den Finanzbehörden zu erfüllen (§ 12 MV).

Auslandsbafög

Weil Auslands-Bafög zusätzlich zum Erasmus+-Stipendium beantragt werden kann, sollten Sie sich langfristig vor Beginn Ihres Auslandsstudiums nach dieser Möglichkeit erkundigen. Wer Inlands-BAföG bekommt, erhält wahrscheinlich auch Leistungen des Auslands-BAföG. Wer kein Inlands-BAföG bekommt, kann unter Umständen trotzdem Auslands-BAföG-berechtigt sein. Durch die höheren Kosten im Ausland kann eine Auslands-Förderfähigkeit festgestellt werden. Antragstellung lohnt sich! Für die Bafög-Auslandsförderung sind - je nach Zielland unterschiedliche - zentrale Auslandsämter in Deutschland zuständig.

Letzte Änderung: 09.03.2021 - Ansprechpartner: Webmaster