Nutzung von Cloud-Diensten

Was ist erlaubt und warum gibt es Verbote?

Die Nutzung von Cloud-Speichern bietet unbestreitbare Vorteile, wie bspw. stndigen Zugriff von berall und einfache Zusammenarbeit mehrerer Personen. Dennoch birgt sie erhebliche Risiken, insbesondere im Hinblick auf den Schutz personenbezogener Daten und die Datensicherheit.

Schutz dienstlicher personenbezogener Daten

Die Verarbeitung (inkl. Speicherung) personenbezogener Daten Dritter in Cloud-Diensten externer Anbieter ist nicht zulssig. Hierauf mssen die Nutzenden achten!

Die geltende DSGVO fordert wegen des Personenbezugs ein hohes Schutzniveau fr solche Daten ein. Viele externe Anbieter speichern die in der Cloud hinterlegten Daten jedoch auf Servern auerhalb der EU oder des Europischen Wirtschaftsraums (EWR). In diesen sogenannten "Drittlndern" ist das Datenschutzniveau i.d.R. nicht mit dem der DSGVO vergleichbar (fehlender Angemessenheitsbeschluss, unzureichende Garantien, etc.). Eine bermittlung personenbezogener Daten wre daher nur zulssig, wenn dem Nutzenden/der OVGU rechtssichere Garantien des Anbieters zum Schutz von ihm in der Cloud verarbeiteter personenbezogener Daten vorliegen. Fehlen solche Garantien, stellt das Speichern personenbezogener Daten Dritter in der externen Cloud, wenn durch Mitarbeitende der OVGU so verfahren wrde, automatisch eine Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten und damit einen Versto gegen die DSGVO dar, der dem Nutzenden bzw. der OVGU zuzurechnen wre. Es besteht das Risiko unrechtmiger Zugriffe, auch durch Behrden in Drittlndern, was den Grundstzen der Vertraulichkeit und Integritt widerspricht.

Um die Vorteile eines Cloud-Dienstes datenschutzkonform nutzen zu knnen, gibt es eine interne Lsung: Die ovgu-cloud. Abgesehen davon, dass sich die Server direkt vor Ort - verantwortet vom URZ - befinden, gelten u.a. Auflagen gegenber den Nutzenden: Freigabeeinstellungen mssen bspw. korrekt konfiguriert sein, um unbefugten Zugriff Dritter zu verhindern. Auch mssen die Daten gelscht werden, sobald der Speicherzweck entfllt.

automatische Speicherung/Synchronisation bei externen Anbietern

Die automatische Speicherung oder Synchronisation dienstlicher Daten, die personenbezogene Daten Dritter enthalten, mit externen Cloud-Diensten ist nicht erlaubt. Dieses Verbot dient der Aufrechterhaltung der Kontrolle ber sensible Informationen und verhindert unbeabsichtigte Datenabflsse an potenziell unsichere Orte oder an Anbieter auerhalb des EU-Rechtsraums. Automatische Prozesse erhhen das Risiko, dass Daten ohne bewusste Einzelfallprfung an Dritte gelangen.

Minimierung des Risikos

Die Nutzung externer Clouds, insbesondere solcher mit Serverstandorten in Drittlndern ohne garantiertes EU-Schutzniveau, stellt ein hohes Risiko dar, das aktiv vermieden werden muss.

Sollte im absoluten Einzelfall eine manuelle Speicherung personenbezogener Daten bei einem externen Anbieter erwogen werden, ist dies nur zulssig, wenn die Daten VOR dem Hochladen durch den Nutzenden stark verschlsselt wurden. Nur durch eine wirksame Verschlsselung, bei der der Cloud-Anbieter selbst keinen Zugriff auf die Klartextdaten oder die Schlssel hat, kann argumentiert werden, dass keine personenbezogenen Daten im Sinne der DSGVO mehr bermittelt werden, da sie fr Unbefugte unlesbar sind. Die Verantwortung fr die sichere Schlsselverwaltung verbleibt jedoch beim Nutzer. Diese Verfahrensweise sollte uerst restriktiv gehandhabt werden und unterliegt der vollen Verantwortung des Nutzenden.

Auch bei Daten ohne expliziten Schutzstatus sollte seitens des einen Cloud-Dienst Nutzenden immer berlegt werden, welche Konsequenzen ihre Offenlegung oder ein (Teil-)Verlust htte (z.B. Reputationsschaden, Verlust geistigen Eigentums). Die Sicherheit des verwendeten Cloud-Systems und die Frage, wer potenziell Zugriff hat, sind immer kritisch zu bewerten.

Letzte nderung: 07.04.2025 -
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