Förderung des Hörscreenings bei Neugeborenen

Kleiner Test - große Wirkung

Sachsen-Anhalt hört früher heißt der Verein zur Förderung des Hörscreenings bei allen Neugeborenen in Sachsen-Anhalt, der jetzt in Magdeburg gegründet wurde. Um dies zu gewährleisten, wird eine fachliche Zusammenarbeit mit den Geburtseinrichtungen, mit Hebammen, Kinderärzten und HNO-Ärzten angestrebt, die in den Prozess des Neugeborenenhörscreenings einbezogen sind. Eines der Hauptziele ist die permanente Etablierung einer Trackingzentrale. Der Verein wird sich dafür einsetzen, dass medizinische Fortbildungen zum Thema Hörstörungen angeboten werden, um so die Qualität der Untersuchungen zu verbessern. Ein wichtiger Aspekt ist zudem die Unterstützung von betroffenen Familien, deren Kinder eine spezielle Behandlung einer Hörstörung benötigen. Zu den Gründungsmitgliedern des Vereins gehören Mitarbeiter der Universitätsklinik für Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, des Fehlbildungsmonitoring Sachsen-Anhalt und des Zentrums für Neugeborenenscreening. Zum Vereinsvorsitzenden wurde Dr. Ulrich Vorwerk, kommissarischer Direktor der HNO-Uniklinik, gewählt.
Seit dem 1. Januar 2009 hat jedes Neugeborene einen gesetzlichen Anspruch auf die Untersuchung des Hörvermögens nach der Geburt. Etwa ein bis zwei von 1000 Babys kommen mit einer angeborenen Hörstörung zur Welt. Da ein normales Hörvermögen eine Grundvoraussetzung für die Sprachentwicklung sowie eine ungestörte emotionale und psychosoziale Entwicklung eines Kindes darstellt, sind die möglichst frühe Diagnostik einer Hörstörung und die Einleitung einer Therapie von entscheidender Bedeutung.
Informationen über den Förderverein werden in Kürze auf der Internetseite www.stoffwechselzentrum-magdeburg.de verfügbar sein.
red.


Buch im Bundestag vorgestellt

Politische Gewalt

Der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Klaus Schlichte, Institut für Politikwissenschaft, hat Ende August 2009 seine neuesten Forschungsergebnisse über die Mikropolitik bewaffneter nicht-staatlicher Kriegsakteure im Deutschen Bundestag vorgestellt. In seinem soeben veröffentlichten Buch In the Shadow of Violence analysiert der Professor für Internationale Beziehungen das Handeln sowie die Strategien und Organisationsformen gewaltbereiter bewaffneter Gruppen, um politische Macht zu erlangen. Lehr- und Forschungsaufenthalte führten Professor Schlichte nach Mali, Senegal, Liberia, Uganda, Serbien, Frankreich, USA und Kirgistan. Bis März 2009 leitete er die Nachwuchsforschergruppe zur "Mikropolitik bewaffneter Gruppen" an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Klaus Schlichte, der seit Oktober 2007 in Magdeburg lehrt und forscht, zeigt an Hand von Beispielen, dass immer auch staatliche Institutionen vielschichtig an der Entstehung von politischer Gewalt beteiligt sind. Ziel seiner Forschungen ist es, die Ergebnisse im Hinblick auf laufende kriegerische Konflikte und die Politik der Intervention zu untersuchen.
I.P./PM

 

Neue Dachmarke für die Stadt

Alles ist Otto!

Die neue Dachmarke der Landeshauptstadt heißt Ottostadt Magdeburg. In den vergangenen Monaten haben die Stadtverwaltung, Universität und Hochschule, die Magdeburg, Marketing, Kongress und Tourismus GmbH (MMKT) sowie Pro Magdeburg e.V. gemeinsam mit Partnern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Tourismus sowie Kultur und Sport verschiedene Möglichkeiten der Imageverbesserung für Magdeburg diskutiert. Gleichzeitig wurden Vorschläge von insgesamt sieben Werbeagenturen bewertet. Das Konzept der Agentur Scholz & Friends Agenda überzeugte die Jury.
Die Kampagne soll den Titel "Alles ist Otto!" tragen, weil OttoI. einzigartig ist und die Magdeburger sich in großem Maße mit ihm und mit Otto von Guericke identifizieren. Weil die Reduzierung auf Otto den Großen und Otto von Guericke das Marketing auf den Tourismus und die Vergangenheit beschränken würde, soll Otto von den historischen Personen jedoch abgekoppelt und neu veranschaulicht werden.
PM

Letzte Änderung: 30.03.2016 - Ansprechpartner: Webmaster