Was macht kommunalen Klimaschutz erfolgreich?
Politikwissenschaftler der Otto-von-Guericke-Universit��t Magdeburg haben Faktoren identifiziert, die erfolgreichen kommunalen Klimaschutz in Sachsen-Anhalt beg��nstigen. Die Studie zeigt: Klimaschutz kommt dort besser voran, wo er politisch gewollt, organisatorisch verankert und personell verl��sslich begleitet wird.
Die Untersuchung entstand unter der Leitung von Prof. Michael B��cher vom Bereich Politikwissenschaft. Analysiert wurden Klimaschutzprozesse und -strukturen in St��dten, Gemeinden und Landkreisen Sachsen-Anhalts. Die Ergebnisse machen sichtbar, welche Bedingungen vor Ort langfristige Strategien und kontinuierliche Ma��nahmen f��rdern.
Vorgestellt werden die Ergebnisse des Forschungsprojekts ���Erfolg Klima Go!��� am 24. M��rz 2026 auf einer Abschlusstagung in Magdeburg.
| WAS: | Abschlusstagung des Forschungsprojekts „Erfolg Klima Go!“ |
| WANN: | 24. März 2026, 13.30 bis 18 Uhr |
| WO: | Senatssaal, Gebäude 5, Campus Uni Magdeburg, Universitätsplatz 2, 39106 Magdeburg |
Medienvertreterinnen und Medienvertreter sind zur Berichterstattung eingeladen.
Die Veranstaltung findet in Kooperation mit dem Ministerium f��r Wissenschaft, Energie, Klimaschutz und Umwelt des Landes Sachsen-Anhalt sowie der Landesenergieagentur Sachsen-Anhalt statt. Die dort pr��sentierten Ergebnisse sollen Kommunen helfen, ihre Klimaschutzarbeit wissenschaftlich fundiert zu pr��fen und gezielt weiterzuentwickeln. ���Mit den 13 Erfolgsfaktoren k��nnen Kommunen systematisch ��berpr��fen, wie ihre Klimaschutzaktivit��ten organisiert sind und an welchen Stellen Verbesserungen m��glich sind���, sagt Projektleiter Prof. Michael B��cher. Der Ansatz richte den Blick bewusst auf politische Prozesse und Zusammenarbeit, also auf die Voraussetzungen, unter denen Klimaschutz vor Ort tats��chlich umgesetzt wird.
Daf��r untersuchte das Forschungsteam ��ber zweieinhalb Jahre die Klimaschutzprozesse in allen Kommunen Sachsen-Anhalts. Erg��nzend wurden Fallstudien in acht besonders aktiven Kommunen durchgef��hrt: im Landkreis Harz, im Landkreis Stendal, im Salzlandkreis, in Dessau-Ro��lau, in Bad Lauchst��dt, Oschersleben, Sch��nebeck und in der Verbandsgemeinde Mansfelder Grund-Helbra.
Grundlage der Studie waren Interviews mit Klimaschutzmanagerinnen und -managern, Verwaltungsmitarbeitenden sowie Vertreterinnen und Vertretern kommunaler Leitungsebenen. Hinzu kamen Auswertungen kommunaler Webseiten und strategischer Dokumente wie Klimaschutzkonzepte, Leitbilder und weitere Planungsunterlagen.
Nach Angaben B��chers f��rdern vor allem klare Zust��ndigkeiten, politische R��ckendeckung, funktionierende Kooperationen und ein eigenst��ndiges Klimaschutzmanagement die Umsetzung vor Ort. ���Kommunen, die solche Strukturen aufgebaut haben, k��nnen Ma��nahmen meist langfristiger planen und umsetzen���, sagt er.
Besonders wirksam seien au��erdem sogenannte Win-win-L��sungen ��� also Ma��nahmen, die das Klima sch��tzen und zugleich wirtschaftliche Vorteile bringen. Dazu z��hle etwa die Umr��stung der Stra��enbeleuchtung auf LED. ���Solchen Ma��nahmen stimmen auch kommunale Politiker eher zu, selbst wenn sie von der Notwendigkeit einzelner Klimaschutzma��nahmen noch nicht vollst��ndig ��berzeugt sind���, so B��cher.
Der entwickelte Selbstcheck soll Kommunen zus��tzlich dabei unterst��tzen, die eigene Ausgangslage realistisch einzusch��tzen und konkrete n��chste Schritte abzuleiten.
���Kommunen sind eine zentrale Ebene f��r wirksamen Klimaschutz, weil sie bei Stadtentwicklung, Geb��uden, Energie, Mobilit��t und Infrastruktur unmittelbar handeln k��nnen���, sagt der Politikwissenschaftler.
Geplant ist zudem eine Kurzstudie, die Klimaschutzaktivit��ten im Land und gelungene Praxisbeispiele aus den untersuchten Regionen dokumentiert. Sie soll Kommunen als Orientierung dienen, die ihre Ma��nahmen ausbauen oder verbessern wollen. Die Ver��ffentlichung erscheint in den kommenden Wochen in der Schriftenreihe des Lehrstuhls und wird online verf��gbar sein.