Spitzenplätze für Wirtschaftswissenschaftler der Uni im Ökonomenranking 2018

03.09.2018 -  

Drei Wirtschaftswissenschaftler der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg gehören wieder zu den einflussreichsten Ökonomen Deutschlands und des gesamten deutschsprachigen Raums. Prof. Marko Sarstedt, Prof. Reint E. Gropp und Prof. Joachim Weimann von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft erhielten Spitzenplätze im soeben erschienenen FAZ-Ökonomenranking. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung lässt in jedem Jahr ermitteln, wie hoch die Relevanz der in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätigen Wirtschaftswissenschaftler ist.

Portrait Sarstedt, Marko (c) Stefan BergerProf. Marko Sarstedt vom Lehrstuhl für Marketing belegte den dritten Platz in puncto Forschung. Seine Arbeiten gehören damit zu den meistbeachteten und zitierten in seinem Fach. In seinen Forschungsarbeiten setzt sich der Marketing-Experte mit Fragestellungen des Konsumentenverhaltens auseinander und entwickelt Methoden zur Analyse betriebswirtschaftlicher Entscheidungsprobleme. Seine Forschungsarbeiten wurden in weltweit führenden Fachzeitschriften publiziert und seine Lehrbücher wurden bisher in fünf Sprachen übersetzt.

Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Passau, der Helsinki School of Economics and Business Administration und der Ludwig-Maximilians-Universität München wurde Sarstedt wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Marktorientierte Unternehmensführung. Der Promotion zum Dr. oec. publ. folgte 2010 die Ernennung zum Juniorprofessor für Quantitative Methoden in Marketing und Management an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Nach einem Forschungsaufenthalt an der University of Newcastle, Australien, und der Habilitation im Fach Betriebswirtschaftslehre folgte er 2012 dem Ruf an die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

Portrait Gropp, Reint (c) Stefan BergerProf. Reint E. Gropp vom Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre erreichte in der Gesamtwertung, die neben den Forschungsleistungen auch Leistungen im Bereich der Politikberatung sowie die Präsenz in den Medien berücksichtigt, Platz 60. Prof. Gropp hat Volkswirtschaftslehre an der Universität Freiburg und der University of Wisconsin, Madison, studiert. Im Anschluss an seine Promotion war er Professor an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und hatte dort die Stiftungsprofessur für Sustainable Banking and Finance inne. Zuvor war er in verschiedenen Positionen für den Internationalen Währungsfonds (IWF) sowie für die Europäische Zentralbank (EZB) tätig, zuletzt als Deputy Head der Financial Research Division. Er ist Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle und als solcher seit 2014 mit einem Lehrstuhl an der Magdeburger Fakultät für Wirtschaftswissenschaft ausgestattet.

Portrait Weimann, Joachim 2018 (c) Stefan BergerAuch Prof. Joachim Weimann vom Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik landete in der Gesamtwertung unter den besten 100 Ökonomen. Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeit sind die experimentelle Wirtschaftsforschung, die Umweltökonomik und allgemeine Fragen der Wirtschaftspolitik. In der Politikberatung hat er sich insbesondere im Bereich der Klimapolitik bundesweit einen Namen gemacht. In jüngster Zeit setzte er sich zusammen mit seinem Magdeburger Kollegen Andreas Knabe für eine Rentenreform ein, die inzwischen unter dem Begriff „Deutschlandrente“ Eingang in die Diskussion gefunden hat.

Professor Weimann hat Volkswirtschaftslehre an der Universität Bielefeld studiert und an der Universität Dortmund promoviert und habilitiert. Nach einem ersten Ruf an die Ruhr-Universität Bochum folgte er 1994 einem Ruf an die Otto-von-Guericke-Universität. Weitere Rufe an die Universitäten Göttingen, Graz und Bochum hat er abgelehnt.

 

Bilder zum Download:

Bild 1 // Quelle: Stefan Berger / Universität Magdeburg // Bildunterschrift: Prof. Dr. Marko Sarstedt

Bild 2 // Quelle: Stefan Berger / Universität Magdeburg // Bildunterschrift: Prof. Dr. Reint E. Gropp

Bild 3 // Quelle: Stefan Berger / Universität Magdeburg // Bildunterschrift: Prof. Joachim Weimann

Letzte Änderung: 09.07.2020 - Ansprechpartner: Katharina Vorwerk