DAAD-Stipendium für Forschungen in Japan
Die Doktorandin Anna Fedorova vom Institut für Werkstoff- und Fügetechnik an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg wird in den kommenden drei Monaten ihre Forschungen nach Japan verlegen. Die 27-Jährige beschäftigt sich mit der Entwicklung eines Werkstoffs, der sich beim Erhitzen entweder nicht ausdehnt oder sogar zusammenzieht, also kontrahiert. Solche Werkstoffe werden verwendet, um zum Beispiel Weltraumteleskope oder Cerankochfelder herzustellen. Besonders an diesem Werkstoff ist, dass sich das Maß der Kontraktion gezielt einstellen lässt, der Werkstoff porös oder kompakt hergestellt und bei hohen wie tiefen Temperaturen eingesetzt werden kann. Außerdem wird er aus einem Kunststoff angefertigt, der sich im Herstellungsprozess in eine Keramik umwandelt.
Um nun auch Eigenschaften dieses Werkstoffs, wie sie beispielsweise für Anwendungen in Lasern genutzt werden, kennenzulernen, wird sie in den kommenden drei Monaten ein umfangreiches Untersuchungsprogramm des optischen Verhaltens ihres neuen Werkstoffs am renommierten Nagoya Institute of Technology (NITech) in Japan bearbeiten. Ihr Forschungsaufenthalt in Nagoya wird durch ein Stipendium vom Deutsch Akademischen Austauschdienst (DAAD) finanziert.
„Ich freue mich riesig, nun endlich mit meinen Arbeiten am NIT loslegen zu können, und das Sahnehäubchen ist dabei die Möglichkeit, die japanische Lebensweise direkt kennenzulernen “, so die Jung-Doktorandin, die bei Prof. Michael Scheffler am Lehrstuhl für Nichtmetallische Anorganische Werkstoffe an der Uni Magdeburg seit gut drei Jahren an ihrer Promotion arbeitet und voraussichtlich noch in diesem Jahr ihre Doktorarbeit verteidigen wird. „Die Ergebnisse, die ich in Nagoya erzielen werde, krönen meine Dissertation und werden dem Werkstoff zu Anwendungen verhelfen“, davon ist Anna Fedorova fest überzeugt.