Projektkoordinator

Dmitrijs Filimonovs

Dmitrijs Filimonovs��ist geb��rtiger Lette, kam f��r das Bachelorstudium Cultural Engineering zur Otto-von-Guericke-Universit��t und sieht Magdeburg als seine zweite Heimat.

Von Lettland nach Magdeburg

Bereits in der Schule in seiner lettischen Heimatstadt Daugavpils lernte Dmitrijs Filimonovs die deutsche Sprache. 2004 kam er zum Tag der offenen T��r an die OVGU nach Magdeburg und lernte Eva B��hning vom Akademischen Auslandsamt kennen. Sie informierte ihn ��ber die Bewerbungsmodalit��ten. ���Mit einem Diktierger��t hatte ich unser Gespr��ch aufgenommen, da mein Deutsch noch nicht so gut war und mir nichts entgehen sollte���, erinnert sich Dmitrijs Filimonovs. Er schickte seine Unterlagen nach Magdeburg und erhielt eine Zusage f��r das Bachelorstudium Cultural Engineering ��� Kulturwissenschaft, Wissensmanagement, Logistik. Damit kam viel Organisatorisches auf ihn zu: Wohnung suchen, Ausl��nderbeh��rde, Bank, Krankenversicherung ... ���Klar, das war am Anfang schwierig���, best��tigt Dmitrijs Filimonovs. ���Aber ich erhielt viel Unterst��tzung von Kommilitonen und Professoren.��� Begeistert vom Studium und von Magdeburg lie�� er dem Bachlor noch den Master Cultural Engeneering an der OVGU folgen.

Als Projektkoordinator eine berufliche Zukunft in und Magdeburg gefunden

Finanziert hat er sein Studium selbst. Der umtriebige Lette arbeitete im Kfz-Handel, als Barkeeper im Studentenclub Projekt 7, schippte Schnee, ��bersetzte Archivdokumente aus Lettland f��r MDR-Reportagen, begleitete die lettische Pr��sidentin in Magdeburg, war Dolmetscher f��r eine russische Boxerin und war f��r ein Marktforschungsinstitut t��tig, arbeitete als Pressefotograf und am Institut f��r Logistik und Materialflusstechnik als Tutor. Sp��ter nach dem Studium kn��pfte er Kontakte zwischen deutschen und osteurop��ischen Betrieben sowie Kommunen.

Arbeit zu suchen und zu finden, damit hat der OVGU-Absolvent viele Erfahrungen gesammelt. Warum diese nicht nutzen und zum Inhalt der eigenen beruflichen T��tigkeit machen? Fehlende Fachkr��fte werden zu einem erstzunehmenden Problem f��r die Unternehmen der Region Magdeburg und des Landes Sachsen-Anhalt. Insbesondere kleine und mittlere Betriebe stellt die demografische Entwicklung vor enorme personalpolitische Herausforderungen. Im Dezernat Wirtschaft, Tourismus und regionale Zusammenarbeit der Stadtverwaltung der Landeshauptstadt ist das erkannt und das Pilotprojekt ���Relocation Service��� gestartet worden. In ihm bringt Projektkoordinator Dmitrijs Filimonovs gut ausgebildete Fachkr��fte aus Lettland und Unternehmen aus Sachsen-Anhalt zusammen. Eine erste Erfolgsgeschichte ist die von Anna Eze, examinierte Krankenschwester aus Lettland, und ihrer Familie. Sie arbeitet als Altenpflegerin in einer Senioreneinrichtung auf dem Werder. Auch ihr Mann hat in einem Magdeburger mittelst��ndischen Unternehmen f��r Klimatechnik Arbeit gefunden und der Sohn in der Schule viele neue Freunde.

���Relocation Service��� - Recrutierung von internationalem Fachpersonal

���Relocation Service��� sei weniger ein Projekt, als viel mehr eine stetige Aufgabe der Wirtschaftsf��rderung, sch��tzt Dmitijs Filimonovs ein, denn immer mehr Firmen mangelt es aufgrund der demografischen Entwicklung an Fachpersonal. Offene Stellen in Firmen der Umgebung dauerhaft mit ausl��ndischen Fachkr��ften zu besetzen, ist das Anliegen vom ���Relocation Service���. Dar��ber hinaus kann das Serviceb��ro auch Praktikanten aus dem Ausland vermitteln und betreuen. Dazu sucht Projektleiter Filimonovs engen Kontakt zur Universit��t Magdeburg, um Studierenden die M��glichkeiten vorzustellen, sie zu beraten, sie zu begleiten im Bewerbungsprozess und vor allem, sie anzuregen, ��ber ein Hierbleiben nach Studium oder Praktikum nachzudenken.

Dass der Informationsbedarf, vor allem auch bei den Unternehmen, gro�� ist, zeigte eine Veranstaltung, die gemeinsam mit der Initiative ���Willkommen um zu bleiben��� der Deutschen Angestellten-Akademie DAA Magdeburg organisiert wurde. Mit 60 Teilnehmern rechneten die Veranstalter, 120 G��ste aus Wirtschaft, Verwaltung und Politik waren der Einladung gefolgt, um zu erfahren, welche Vorteile der ���Relocation Service��� den Unternehmen bietet. Sowohl Fachkr��fte werden durch ���Relocation Service��� unterst��tzt ��� bei Wohnungssuche, Beh��rdeng��ngen, Berufsabschlussanerkennung, Sprachunterricht, Suche nach Pl��tzen in der Kindertagesst��tte oder Schule ���, als auch den Unternehmen interkulturelle Trainings angeboten, um kulturelle Barrieren bei sich selbst zu erkennen, Angst und Vorurteile abzubauen und eine Willkommenskultur aufzubauen. Hilfe gibt es auch direkt beim Personalrecruting, denn oft haben die KMU nicht so gro��e Personalabteilungen. Diese Unterst��tzung soll helfen, Betriebe und Fachkr��fte im betrieblichen und gesellschaftlichen Alltag zu entlasten und den Integrationsprozess zu beschleunigen. Gef��rdert wird das Projekt aus Mitteln des Europ��ischen Sozialfonds (ESF) und des Ministeriums f��r Arbeit und Soziales des Landes Sachsen-Anhalt.��

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Letzte ��nderung: 18.12.2023 -
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