Ein Studium in den USA

Bücher nur gebraucht


Während meines BWL-Studiums habe ich eines meiner Auslandssemester an der Georgia College & State University, USA, verbracht (WS 2007/08) und hatte eine fantastische Zeit.
Die Auswahl eurer Kurse, die ihr in eurer Bewerbung angebt und die sich in der Regel auf das Angebot aus dem Vorjahr beziehen, ist nicht verbindlich.

Prüft spätestens ab April/Mai online, welche Kurse in dem Semester, in dem ihr an der GCSU studieren wollt, wirklich angeboten werden und setzt euch für eine vorerst verbindliche Anmeldung mit dem International Office (Libby Davis) in Verbindung (ihr könnt die Kurse in den ersten drei Wochen vor Ort immer noch wechseln). Zuvor solltet ihr jedoch Dr. Karin Schimpf (Prüfungsamt, Fakultät für Wirtschaftswissenschaft) aufsuchen, um euch eure Kursauswahl hinsichtlich der Anrechnung an der OvGU bestätigen zu lassen.

Die guten Kurse sind schnell weg … Lasst euch davon aber nicht entmutigen. Das war bei mir auch so. Ich habe in der ersten Woche mit den betreffenden Professoren gesprochen (persönlich oder per E-Mail) und alle haben mir als Austauschstudent noch einen Platz in ihrem Unterricht gewährt!

Ihr habt vor Ort die Möglichkeit, im Bobcat Village oder im Wohnheim zu wohnen. Die zweite Variante ist ein wenig billiger, aber absolut nicht (!) zu empfehlen. Vom Bobcat Village (zwei Meilen von der Uni entfernt) fahren den ganzen Tag und die halbe Nacht alle 10 Minuten (!) kostenlos Busse zum Campus und zurück. Vor allem habt ihr gute Kontaktmöglichkeiten zu Amerikanern und Studenten aus aller Welt!

Macht euch über die Finanzen nicht all zu große Sorgen. Nachdem Visum, Flug und kleinere Gebühren gestemmt sind, erwarten euch vor Ort eigentlich keine großen finanziellen Überraschungen mehr. Eben nur die Kosten für das tägliche Leben, die auch beim Studium in Magdeburg anfallen würden. Das Preisniveau ist in etwa das Gleiche - beim derzeitigen Dollarkurs lebt es sich in den USA noch deutlich günstiger … Allerdings sind die Bücher deutlich teurer! Ich habe für die gebrauchten Bücher meiner fünf Kurse rund $400,00 bezahlt, aber diese im Anschluss für rund $250,00 wieder verkauft. Das geht also.

Ich rate von Traveller-checks oder einer großen Menge Bargeld ab und schlage euch die DKB-Bank vor mit kostenlosem Konto und kostenloser EC- und Kreditkarte VISA, mit der ihr weltweit (!) an allen Bankautomaten kostenlos abheben könnt. Das war eine ganz tolle Sache, die mir eine Menge Gebühren gespart hat.

Macht euch über euer Englisch keine Sorgen, wenn es nicht so gut sein sollte. Die Professoren haben großes Nachsehen und ihr verbessert euch im Laufe der Zeit automatisch.
Viele Kurse erfordern neben Klausuren auch Gruppenarbeit. Mein Tipp: Versucht möglichst viele ausländische Studenten für eure Gruppe zu gewinnen, denn die studieren mit einem ganz anderen Ehrgeiz als die meisten jungen Amerikaner, denen die Note oft egal zu sein scheint.

Das Studium an der Uni dort erfordert in der Regel während des Semesters (Hausarbeiten, Tests, Präsentationen, Klausuren) viel Zeit (das Niveau ist aber etwas geringer), erspart euch aber den Druck am Ende des Semesters. Mit ein bisschen Fleiß ist in jedem Fach ein "A" machbar, was euch an unserer Fakultät mit 1,0 angerechnet wird.
Wenn ihr in einem Kurs mal ein Problem haben solltet, scheut euch nicht, die Professoren anzusprechen. Diese haben immer ein offenes Ohr, nehmen sich eurer Probleme gerne an und helfen wo sie können.
Um mit internationalen Studenten in Kontakt zu kommen, rate ich euch, zu den wöchentlichen Treffen des "International Club" zu gehen. Netter Nebeneffekt: Es gibt kostenlose Pizza!
Philipp Volkmer

Letzte Änderung: 30.03.2016 - Ansprechpartner: Webmaster