ERASMUS+ Policy Statement
ERASMUS+ Policy Statement
Die Otto-von-Guericke-Universit��t Magdeburg (OVGU) sieht sich traditionell als Br��cke zwischen Ost und West.
Mit der Organisation von qualitativ hochwertigen Studien-, Praktikums-, Lehr- sowie Weiterbildungs- und Trainingsma��nahmen soll eine breiter angelegte Zusammenarbeit mit internationalen Partnerhochschulen angeregt und die Verbesserung des gegenseitigen Verst��ndnisses und das Kennenlernen verschiedener Arbeits-, Organisations- und Lebenskulturen gef��rdert werden.
Die Intensivierung und die Schaffung von besseren Rahmenbedingungen f��r Mobilit��t und Austausch ist eines der prim��ren Ziele der OVGU bei der Internationalisierung und Modernisierung. Dabei spielen strategische Partnerschaften eine entscheidende Rolle. Ausgehend von der individuellen Studierenden-, Dozent:innen- und Personalmobilit��t ��ber die Bildung von fachlichen und thematischen Netzwerken sollen Expertise und neue Erkenntnisse zum gegenseitigen Nutzen der Partnerinstitutionen zusammengef��hrt werden. Perspektivisches Ziel ist die Entwicklung von gemeinsamen Lehreinheiten vom einzelnen Modul bis zum kompletten Studiengang. Dahinter steht die Vision der Etablierung eines Netzwerkes von sich erg��nzenden bzw. korrespondierenden Studienprogrammen mit verl��sslichen Hochschulpartnern weltweit. Dieses Netzwerk soll die Mobilit��t von Studierenden und Hochschullehrer:innen f��rdern, Hemmschwellen senken, die uneingeschr��nkte Anerkennung von erbrachten Studienleistungen erm��glichen und Synergien in der Nutzung von personellen und materiellen Ressourcen er��ffnen.
Eine ausgepr��gte Willkommenskultur und ein gut strukturiertes Betreuungskonzept garantieren, dass sich die Incomings wohl f��hlen, sodass auch die in Magdeburg Gebliebenen ebenso von der internationalen Dimension von Mobilit��t profitieren wie ihre mobilen Kommiliton:innen und Kolleg:innen.
Kooperationen mit Hochschulen in den mittel- und osteurop��ischen L��ndern haben sich schon sehr zeitig als regionaler Schwerpunkt herauskristallisiert. Andererseits griff die OVGU Trends nachfrageorientiert auf und so etablierten sich noch folgende geografische Schwerpunkte: Mittel- und S��damerika, Asien (Japan, Vietnam) sowie Afrika (Mosambik). Ein weiterer Schwerpunkt ist die Mobilit��t in Europa im Rahmen des ERASMUS-Programms.��
Gerade die europ��ischen Mobilit��tsprogramme werden von der OVGU als ausgezeichnete Instrumente gesehen, die Realisierung der oben beschriebenen Strategie zu unterst��tzen.
Voraussetzung f��r die Etablierung einer f��r alle Beteiligten produktiven Partnerschaft ist f��r die OVGU die transparente Gestaltung des Anbahnungsprozesses, verbunden mit einem stringenten Qualit��tsmanagement beim Abschluss und der Evaluierung von Vertr��gen. Als besondere Qualit��tsindikatoren werden hier die Vereinbarkeit der akademischen Profile und ein Vertrauensverh��ltnis zwischen den Partnern gesehen.
Die OVGU steht hier in einem Spannungsfeld zwischen den Partnern vor Ort (die potentiellen Outgoings) und den internationalen Partnern. An beide Partner wird die Anforderung gestellt, dass sie die in den Vertr��gen festgeschriebenen Qualit��tsparameter einhalten und qualifizierte Kandidaten f��r alle Mobilit��tsarten ausw��hlen; in fachlicher und sprachlicher Hinsicht wie auch mit Blick auf die Schl��sselqualifikationen.
Von den Studierenden, Dozent:innen und Mitarbeiter:innen der OVGU speziell wird erwartet, dass sie als Botschafter:innen unserer Universit��t agieren, die einen Eindruck von der Lehr- und Forschungslandschaft, der Organisationskultur und den g��ngigen Lehr- und Arbeitsmethoden in Magdeburg vermitteln. Im Rahmen von Mobilit��t erworbene Kenntnisse sollen in die Verbesserung akademischer und administrativer Prozesse einflie��en.
Ein Grundsatz der Internationalisierungsstrategie der OVGU ist, dass allen Universit��tsangeh��rigen, die mobil sein m��chte, Mobilit��t erm��glicht werden soll. Als Zielgruppen werden hierbei gesehen:
- Studierende im ersten, zweiten und dritten Studienzyklus;
- Hochschullehrer:innen;
- Mitarbeiter:innen der Universit��tsverwaltung.
Gerade f��r die Studierenden, Doktorand:innen, Nachwuchswissenschaftler:innen und jungen Mitarbeiter:innen bieten europ��ische Mobilit��tsprogramme eine ideale M��glichkeit sich bereits in einem fr��hen Stadium der beruflichen und akademischen Karriere ein Netzwerk an internationalen Kontakten aufzubauen und soziale wie interkulturelle Kompetenz zu erwerben bzw. Lehrerfahrung im internationalen Kontext zu sammeln.
Dar��ber hinaus f��rdert die OVGU insbesondere die Mobilit��t von Personengruppen mit besonderen Bed��rfnissen. Daf��r wurde ein spezielles Konzept entwickelt.
Bei der Auswahl des mobilen Personals und der Studierenden l��sst sich die OVGU vom Prinzip der Etablierung eines fairen, transparenten und koh��renten Prozedere mit Blick auf die Anbahnung von Kooperationen sowie die Administration und Realisierung von Mobilit��tsprogrammen leiten.
F��r die Vorbereitung bzw. die Realisierung von Mobilit��t stellt die OVGU ein umfangreiches Beratungs- und Betreuungsangebot zur Verf��gung, das auf den Webseiten und in Printmedien ziel- und f��cherorientiert angeboten wird.
Die Teilnahme an europ��ischen und internationalen Kooperationsprojekten ist fester Bestandteil der Modernisierungs- und Internationalisierungsagenda der Universit��t.
Die Entscheidung f��r eine Beteiligung an einem Projekt wird auf Grund klar festgelegter Parameter getroffen, die sich am akademischen Profil, der fachlichen Expertise und personeller Ressourcen orientieren.
Die OVGU unterst��tzt die Beantragung und Realisierung der Projekte durch die Bereitstellung personeller und technischer Ressourcen f��r Beratung, fachliche, administrative und finanztechnische Abwicklung sowie die Publikation der Ergebnisse und Ma��nahmen f��r die Gew��hrleistung der Nachhaltigkeit. Dabei ist es unerheblich, ob die Universit��t als Partner oder Koordinator an einem Projekt beteiligt ist.
Kompetente Beratung, ein transparentes Procedere, klar strukturierte Verwaltungsabl��ufe und ein stringentes Qualit��tsmanagement in allen Projektphasen betrachtet die OVGU als probate Ma��nahmen, um Universit��tsangeh��rige zu ermutigen, Projekte zu beantragen und zu implementieren.
Die entsprechende Beratung erfolgt sowohl individuell als auch zielgruppen-, f��cher- und programmorientiert. Alle notwendigen Informationen hierf��r werden auf den Webseiten der Universit��t zur Verf��gung gestellt. Es werden regelm����ig Informationsveranstaltungen und Workshops zur Projektbeantragung und -durchf��hrung angeboten. Letztere sind eine Komponente des Weiterbildungskonzepts der OVGU.
Die Teilnahme an internationalen Projekten stellt f��r die OVGU einen wichtigen Aspekt der beruflichen Entwicklung der Mitarbeiter:innen dar. Sie wird als eine Komponente bei der Regelbeurteilung der Mitarbeiter:innen und als integrativer Bestandteil des Personalentwicklungskonzepts gesehen.
F��r die Antragsperiode von 2021 bis 2027 plant die OVGU die gesamte Bandbreite des Programms mit folgenden Priorit��ten zu nutzen:
1. Anhebung des Bildungsgrads zur Deckung von Europas Bedarf an Akademiker:innen und Forscher:innen
- Erh��hung der Anzahl der international entwickelten Curricula und Double-Degree-Programme auf allen Stufen;
- Steigerung der Lehrendenmobiltit��t und der internationalen Lehrkapazit��t;
- Steigerung der Studierendenmobilit��t in allen drei Studienzyklen (Studium und Praktikum).
2. Verbesserung der Qualit��t und Relevanz der Hochschulbildung
- F��rderung und Erhalt von qualitativ hochwertiger Lehre, Forschung und Dienstleistungen;
- Verbesserung der Personalentwicklungsm��glichkeiten (weiterqualifizierende Fortbildung);
- weitere Vernetzung von akademischen und administrativen Strukturen;
- Erh��hung der Besch��ftigungsaussichten der Hochschulabsolvent:innen;
- Ausrichtung von Curricula auf die Bed��rfnisse des Arbeitsmarktes und der internationalen Hochschullandschaft;
- Entwicklung von Strategien zur Steigerung der Abschlussquoten.
3. St��rkung der Qualit��t durch Mobilit��t und grenz��bergreifende Zusammenarbeit��
- Ausbau des Netzwerkes strategischer Partnerschaften mit nationalen und internationalen Hochschulen und Unternehmen sowie Schl��sselorganisationen;
- Erweiterung der europ��ischen und globalen Dimension in der Bildung durch Mobilit��t;
- Schaffung von Optionen, Mobilit��t mit Beruf bzw. Ausbildung und Familie zu vereinbaren, dabei Chancengleichheit zu garantieren und Personen mit besonderen Bed��rfnissen zu ber��cksichtigen;
- Analyse und Beseitigung der wichtigsten Mobilit��tshindernisse;
- Erleichterung des Zugangs zu relevanten und aktualisierten Informationen ��ber grenz��berschreitende Mobilit��tsm��glichkeiten auf nationaler oder regionaler Ebene.
4. Verkn��pfung von Hochschulbildung mit Forschung und Wirtschaft
- Etablierung von Wissensallianzen zwischen OVGU und Unternehmen;
- strukturierte Mobilit��t, u. a. durch Praktika von Studierenden in Unternehmen, kurzfristige Besch��ftigung von Hochschullehrernden in Unternehmen oder Lehrt��tigkeit von Firmenpersonal;
- F��rderung unternehmerischer Kompetenz und Denkweise durch Vermittlung bereichs��bergreifender Kompetenzen.
5. Verbesserung von Steuerung und Finanzierung��
- Mobilit��t von Mitarbeiter:innen im Rahmen des Weiterbildungs- und Personalentwicklungskonzepts;
- Zusammenarbeit mit internationalen Partnern im Bereich der Qualit��tssicherung;
- Verbesserung der strategischen F��hrung durch stringente Managementsysteme;
- Entwicklung von Strategien f��r eine effizientere Finanzierung, einschlie��lich leistungsbezogener Finanzierungsmechanismen;
- F��rderung der Transparenz, der Vielfalt und der Leistung der Hochschuleinrichtungen.