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Juni

Uni Magdeburg lernt von amerikanischer Gründerkultur

13.06.2018 -

Gründungswillige Studierende und Start-ups der Universität Magdeburg werden sich ab 2019 auch in den USA gezielt auf eine erfolgreiche Selbstständigkeit vorbereiten können. Der Leiter des Transfer- und Gründerzentrums (TUGZ) der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Dr. Gerald Böhm, unterschrieb dazu am Donnerstag, den 7. Juni 2018, in New York City, USA, eine Vereinbarung mit der Deutsch-Amerikanischen Handelskammer (GACC).

Unterzeichnung der Vereinbarung@Matthias StoffregenMinister Armin Willingmann, Susanne Gellert von der AHK New York und Dr. Gerald Böhm vom Transfert- und Gründerzentrum der Universität Magdeburg unterschreiben die Vereinbarung über die künftige Zusammenarbeit. (Foto: Matthias Stoffregen)

Bis zu sechs ausgewählte Start-ups aus der Universität Magdeburg können sich künftig für das internationale Start-up- und Entrepreneurprogramm STEP USA der GACC bewerben. Deutsche Gründerinnen und Gründer werden dort gezielt beim Markteintritt in den USA unterstützt und können Investoren für ihre Geschäftsidee gewinnen.

Bootcamp für Start-ups

In sogenannten Bootcamps, besonders intensiven mehrtägigen Ausbildungseinheiten, werden die Teams eine Woche lang umfassend trainiert, um sich am Ende während einer Pitch Night vor Investoren und Unternehmen zu präsentieren. Dort treffen die Jungunternehmerinnen und –unternehmer aus Sachsen-Anhalt auf Experten aus der Industrie und auf Mentoren, die ihnen den Zugang zu internationalem Kapital und zu Unternehmenspartnern ermöglichen.

„Bereits 2020 planen wir, für Sachsen-Anhalt einen ganzen ‚Bootcamp Slot‘ zu buchen“, so Dr. Gerald Böhm. „Das wird dann ein Trainingsprogramm speziell für aussichtsreiche Firmengründungen aus Sachsen-Anhalt sein, die von der Universität Magdeburg und den Kollegen aus Halle vorgeschlagen werden. Wir wollen damit unseren Start-ups die Chance geben, von der Gründerkultur in den USA zu lernen und mit Inspiration, Erfolgsgeschichten und spannenden Kontakten ihr Wachstum international fortzusetzen. “

Dieses landesweite Projekt wird vom TUGZ der Universität Magdeburg gemeinsam mit dem TGZ Halle durchgeführt und begleitet.

Die Vereinbarung mit der GACC wurde im Rahmen der USA-Reise des Ministers für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Armin Willingmann, in der vergangenen Woche unterschrieben. „Für unsere Start-ups bietet die Kooperation echte Chancen, auch international groß rauszukommen“, erklärte Willingmann. „Insofern freue ich mich sehr, dass es im Rahmen der USA-Reise gelungen ist, aussichtsreiche Kontakte für Unternehmen und Hochschulen aus Sachsen-Anhalt zu knüpfen; gerade in der aktuell turbulenten Zeit sind Kooperationen wertvolle Bausteine stabiler Partnerschaften.“

Von 3. bis 9. Juni 2018 hielt sich Minister Willingmann mit knapp 30 Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft Sachsen-Anhalts an der Ostküste der Vereinigten Staaten auf. Neben dem Besuch der Harvard-Universität (Cambridge, MA) standen die University of Pennsylvania (Philadelphia, MA), das „Gropius House“ in Lincoln, MA sowie sachsen-anhaltische Aussteller auf der internationalen Messe „Bio Boston 2018“ auf dem Besuchsprogramm.

 

Bilder zum Download:

Bild 1 // Quelle: Matthias Stoffregen // Bildunterschrift: Minister Armin Willingmann, Susanne Gellert von der AHK New York und Dr. Gerald Böhm vom Transfert- und Gründerzentrum der Universität Magdeburg unterschreiben die Vereinbarung über die künftige Zusammenarbeit.

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Zwischen Camp und Campusleben

12.06.2018 -

Vom 11. bis zum 15. Juni 2018 verwandeln sich die Campuswiesen der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg wieder in ein Wissenschaftscamp: 16 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 10 bis 13 aus ganz Deutschland werden – erstmals – gemeinsam mit Austauschschülern aus Japan, Thailand, Argentinien, den USA, Costa Rica, Malaysia und Frankreich außerhalb von Klassenzimmern und Unterrichtsroutine Naturwissenschaften und Technik intensiv erleben. In Vorträgen, Experimenten, Workshops und Vorlesungen lernen sie spannende Forschungsthemen, aber auch Studieninhalte und Berufsbilder kennen.

Technik-Sommercamp Uni Magdeburg (c) Harald Krieg16 Jugendliche aus 8 Nationen lernen gegenwärtig im Technik-Sommercamp die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg kennen. (Foto: Harald Krieg/Uni Magdeburg)

Die Campteilnehmer können durch sonst verschlossene Labortüren gehen, Roboter programmieren, sich an Sonnenkollektoren ausprobieren, Flussströme simulieren, Medizintechnik der nächsten Generation kennenlernen oder mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern über Berufschancen und Karrierewege im naturwissenschaftlich-technischen Bereich sprechen. Sie erfahren etwas über ihre Interessen und Stärken und haben Gelegenheit, Schlüsselkompetenzen auszubauen. Kulturelle und sportliche Angebote, wie eine Erkundung der Landeshauptstadt oder Tennis- und Volleyballmatchs auf modernsten Sportplätzen der Uni, machen aus vielen Teilnehmern ein Team.

Ungewöhnlich ist – wie in jedem Jahr – die Unterbringung: Übernachtet wird in großen Zelten auf den Campuswiesen, gegessen ganz studentisch mit den potenziell künftigen Kommilitonen in der Mensa. Unterbringung, Verpflegung und Programm sind kostenfrei.

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Uni Magdeburg goes Harvard

05.06.2018 -

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg wird auf dem Gebiet der Medizintechnik künftig eng mit der renommierten Harvard Medical School, Boston, USA, zusammenarbeiten. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der beiden Forschungseinrichtungen wollen gemeinsam Technologien entwickeln, um Tumoroperationen direkt in einem Magnetresonanztomografen (MRT) durchzuführen.

Der Sprecher des medizintechnischen Forschungscampus, Prof. Dr. rer. nat. Georg Rose, hat im Beisein des Ministers für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung des Landes Sachsen-Anhalt, Prof. Dr. Armin Willingmann, in Cambride, USA, am Montag einen Kooperationsvertrag unterschrieben. Dieser sieht mehrere gemeinsame Forschungsprojekte sowie den Austausch von Studierenden, Forschenden und Universitätsangehörigen vor. „Es gibt bereits vielfältige Kontakte zwischen Prof. Dr. rer. nat. Oliver Speck vom Lehrstuhl für Biomedizinische Magnetresonanz der Universität Magdeburg und dem Center for Biomedical Imaging der Harvard Medical School, dem weltweit renommiertesten Institut für die MRT-Bildgebung“, so Dr. rer. nat. Georg Rose.

Operieren im MRT

Dabei gehe es jedoch nicht um diagnostische Bilder, an denen der Arzt eine Erkrankung erkennt und über die Therapie entscheidet, so Rose weiter. „Wir möchten Technologien entwickeln, die es möglich machen, innerhalb der MRT-Röhre eine minimalinvasive Tumoroperation durchzuführen“, so der Medizintechniker vom Lehrstuhl Medizinische Telematik und Medizintechnik der Universität Magdeburg. „Der Kernspintomograph dient dabei als eine Art Navigationssystem, das hilft, eine kleine Nadel zum Herd der Erkrankung zu führen. Diese Nadel wird schließlich erhitzt, um den Tumor zu zerstören. Da es mit dem MRT prinzipiell auch möglich ist, die Temperatur an jeder Körperstelle zu messen, kann dieses Gerät dabei helfen, die richtige Menge an Hitze in den Tumor zu applizieren, um ihn vollständig zu zerstören.

Bevor es jedoch soweit sei, müssten noch zahlreiche technische Probleme gelöst werden. Die intensive Zusammenarbeit der beiden Forschungseinrichtungen sollen Synergien genutzt werden, um diesen Herausforderungen schneller begegnen zu können. „Innerhalb der nächsten 12 Monate werden mehrere hochkarätige Wissenschaftler aus Boston zu uns kommen und gemeinsam mit uns arbeiten. Zeitgleich erhalten die ersten Studierenden der Uni Magdeburg Gelegenheit, ein Austauschsemester an der Harvard Universität zu verbringen, ohne die dort extrem hohen Studiengebühren zahlen zu müssen.“

Forschungscampus STIMULATE

Der Forschungscampus STIMULATE ist eine Dachstruktur, unter der auf dem Magdeburger Unicampus intensiv und interdisziplinär an dem Thema der Tumortherapie im MRT geforscht wird. Hier werden schwerpunktmäßig altersbedingte Volkskrankheiten aus den Bereichen Onkologie, Neurologie sowie Gefäßerkrankungen betrachtet. Langfristig soll sich die interdisziplinäre Dachstruktur zum "Deutschen Zentrum für bildgestützte Medizin" entwickeln.

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Theater zum Einmischen

04.06.2018 -

Eine Gruppe junger Frauen und Männer, eine zündende Idee, ein rauschendes Fest und alle sind glücklich – oder etwa doch nicht? 14 Bachelorstudierende aus den Fachrichtungen Medienbildung, Germanistik und Bildungswissenschaften der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg erarbeiten aktuell gemeinsam mit sechs geflüchteten Jugendlichen ein interkulturelles Theaterstück, in dem es um die Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt und Diskriminierung geht. Das Stück mit dem Titel „Drei & frei“ lädt die Zuschauer ein, hinter die Kulissen einer Studierendenparty zu blicken, die ganz harmlos beginnt und dann einen unvorhersehbaren Verlauf nimmt. Unvorhersehbar auch deshalb, weil die Zuschauer mit ihren Erfahrungen und Meinungen zum Thema gefragt sind und Verlauf und Ausgang der Geschichte mitbestimmen können.

 

WAS: „Drei & frei“ - eine interkulturelle Theateraufführung der Medienwerkstatt der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg mit geflüchteten Jugendlichen
WANN / WO:

// 27. Juni 2018, 19:30 Uhr / Hochschule Magdeburg-Stendal, Campus Stendal, Aula, Haus 1

// 28. Juni 2018, 17:00 Uhr / Hochschule Harz, Campus Wernigerode, Mensa

// 29. / 30. Juni 2018, 19:00 Uhr / FestungMark, Magdeburg, Oberes Gewölbe

 

Der Eintritt zu allen Vorstellungen ist frei.

Das Theaterseminar wird von der Medienwerkstatt der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und dem Magdeburger Verein Kulturanker organisiert. „Unsere Zuschauer sollen das Gesehene hinterfragen, analysieren und reflektieren und dann die Situationen auf der Bühne verändern“, so die Projektkoordinatorin und Leiterin der Medienwerkstatt, Jana Richter. „Es wäre großartig, wenn unsere Gäste, die Gelegenheit nutzen, zuerst Veränderungen in der ‚kleinen‘ Theaterwelt anzustoßen, um dann die ‚große‘ Welt außerhalb des Theaters zu verändern. Ghandhi hat einmal gesagt: ‚Sei selbst die Veränderung, die du in der Welt sehen willst.‘ Das ist auch das Motto unseres Theaterprojektes“.

Studierende der Uni Magdeburg entwickeln Theaterstück (c) Harald Krieg 2Schauspielerinnen und Schauspieler der Theatergruppe „Act to Connect“ (Foto: Harald Krieg / Universität Magdeburg)

Auf der Bühne wird Deutsch gesprochen. Hinter den Kulissen vermischen sich die Sprachen der jungen Schauspielerinnen und Schauspieler aus Afrika, Lateinamerika, Europa und Asien.

Das Theaterprojekt wird inhaltlich von Annika Schetter von der Präventionsstelle „Sexualisierte Diskriminierung“ begleitet und im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie Leben!“ vom Bundesfamilienministerium gefördert. Auch der Magdeburger Verein „Toleranz, Leben und Lernen – TOLL“ und der Internationale Bund unterstützen den Workshop. Regie führt die kubanische Theaterregisseurin Xiomara Calderón. Im vergangenen Jahr inszenierte die Künstlerin mit Studierenden der Uni und geflüchteten Kindern und Jugendlichen einen Stoff, der das Thema „Heimat und Flucht“ zum Gegenstand hatte.

 

Bilder zum Download:

Bild 1 // Quelle: Harald Krieg / Universität Magdeburg // Bildunterschrift: Schauspielerinnen und Schauspieler der Theatergruppe „Act to Connect“

Bild 2 // Quelle: Harald Krieg / Universität Magdeburg // Bildunterschrift: Theaterregisseurin Xiomara Calderon bei der Probe zum neuen Theaterstück „Drei & frei“

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Letzte Änderung: 04.06.2018 - Ansprechpartner:

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