Projekte

Abgeschlossene Projekte

Forschungsinstitut Gesellschaftlicher Zusammenhalt, Standort Halle
Laufzeit: 01.06.2020 bis 31.05.2024

Der Standort Halle ist Teil des Forschungsinstituts gesellschaftlicher Zusammenhalt (FGZ). Das FGZ analysiert gesellschaftliche Herausforderungen der Gegenwart wie die regionale Vielfalt gesellschaftlichen Zusammenhalts. Die mehr als 16 Wissenschaftler*innen in Halle aus verschiedenen Disziplinen untersuchen in empirischen Studien zum einen verschiedene regionale Lebens- und Arbeitswelten und zum anderen in Transferstudien, wie positive Formen des Zusammenhalts gefördert werden können.

Zudem ist das TI Halle Teil der InRa-Studie . Sie untersucht im Auftrag des Bundesministeriums des Innern und für Heimat (BMI) mit einer breit angelegten Studie seit dem 1. Januar 2022 Rassismus in staatlichen Institutionen. Die Wissenschaftler*innen analysieren bis 2024 in 23 Einzelprojekten an acht FGZ-Standorten in Deutschland Rassismus in Behörden auf Bundes-, Landes- und Kommunalebene und sein Gefährdungspotenzial für den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

[https://soziologie.uni-halle.de/fgz/]

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Der Aufstieg der populistischen Parteien in Europa: Die dunkle Seite der Globalisierung und des technologischen Wandels
Laufzeit: 01.02.2020 bis 31.01.2024

Globalisierung und technologischer Wandel werden von Wirtschaftswissenschaftlern in der Regel als wohlfahrtssteigernde Entwicklungen betrachtet. Dieser Vorschlag wirft ein Licht auf potenziell sehr wichtige politische, soziale und wirtschaftliche Kosten, die bis vor kurzem vernachlässigt wurden: der jüngste Anstieg populistischer und nationalistischer Bewegungen, der möglicherweise zum politischen Zerfall des europäischen Projekts führt.
Wir gehen von der Beobachtung aus, dass Handelsintegration und technologischer Wandel zu wachsenden regionalen Unterschieden bei den Arbeitsmarktergebnissen führen können, wenn importkonkurrierende Regionen in großem Umfang Arbeitsplätze verlieren (Autor et al. 2013; Dauth et al. 2014) oder wenn Regionen auf Arbeitsplätze spezialisiert sind, die durch neue Technologien wie Industrieroboter ersetzt werden können (Acemoglu und Restrepo 2017). Einige frühe ökonomische Studien weisen auf einen direkten Zusammenhang zwischen Importwettbewerb auf regionaler Ebene und extremen politischen Ansichten hin (Autor et al. 2016; Dippel et al. 2015). Unser Ziel ist es, diese aufkommende Literatur weiterzuentwickeln, indem wir aufzeigen, ob Globalisierung und technologische/strukturelle Veränderungen den Stimmenanteil populistischer und nationalistischer Parteien aufgrund der durch diese Phänomene verursachten wirtschaftlichen Härten erhöhen. Wir liefern aktuelle und vergleichbare Daten für europäische Regionen und untersuchen auch, ob Transferzahlungen über die Strukturfonds der Europäischen Union (EU) diese Effekte abmildern. Wir erweitern diese grundlegende Analyse, indem wir uns auf die drei spezifischen Fälle der Tschechischen Republik, Deutschlands und des Vereinigten Königreichs konzentrieren, um ein klares Verständnis dafür zu schaffen, (i) welche Art von Härten eine Rolle spielen, (ii) welche Untergruppen betroffen sind, (iii) ob Härten auf individueller oder regionaler Ebene eine Rolle spielen und (iv) welche wirtschaftlichen Mechanismen auf individueller Ebene hinter dem Aufstieg des Populismus stehen.
Methodisch werden wir sowohl mikroökonometrische als auch experimentelle Instrumente einsetzen, um kausale Beziehungen zwischen exogenen auslösenden Ereignissen (z. B. Importschocks, Robotereinsatz, Flüchtlingszustrom) und Ergebnisvariablen (Arbeitsmarkt, Wahlergebnisse und populistische Stimmungen) zu ermitteln. Wir werden Umfragen, experimentelle und administrative Daten sowohl auf aggregierter (regionaler) als auch auf individueller Ebene nutzen.
Ziel des Projekts ist es, zu beurteilen, ob wirtschaftliche Not, die durch Kräfte verursacht wird, die auf offene Volkswirtschaften einwirken - und die normalerweise als außerhalb der Kontrolle einzelner Wähler und nationaler Behörden liegend angesehen werden - den jüngsten Erfolg populistischer und nationalistischer Bewegungen in der EU erklären kann. Indem wir herausfinden, ob und für wen die Wirtschaft eine Rolle spielt, welche Art von Härten eine Rolle spielen und ob die EU-Strukturfonds ein Mittel sind, um den Anstieg der Anti-EU-Tendenzen abzumildern, bieten wir europäischen und nationalen politischen Entscheidungsträgern, die sich um die Zukunft der EU und offener demokratischer Gesellschaften sorgen, eine Orientierungshilfe.
Dieser Text wurde mit DeepL übersetzt

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PRODUKTIVITÄTSSTEIGERUNG IN DER EU: LEKTIONEN AUS VERBESSERTEN MIKRODATEN [MICROPROD]
Laufzeit: 01.01.2019 bis 31.12.2021

Die Arbeitsproduktivität hat sich in den letzten zehn Jahren in den Industrieländern atypisch verlangsamt. Das bedeutet, dass die Arbeitnehmer im Durchschnitt nicht mehr ganz so schnell produktiver werden wie früher.
Ein ähnliches Bild der Verlangsamung der Arbeitsproduktivität zeigt sich bei der totalen Faktorproduktivität, d. h. bei der Betrachtung aller Produktionsfaktoren, einschließlich des Kapitals. Und dies, obwohl der technologische Fortschritt anhält und somit Möglichkeiten für Innovationen bietet, und obwohl sich die Unternehmen zunehmend in globale Wertschöpfungsketten integrieren und somit den Wettbewerb und Effizienzsteigerungen fördern. All dies deutet auf Produktivitätssteigerungen im Gegensatz zu der beobachteten Verlangsamung hin - eine paradoxe Situation, die zeigt, wie schlecht und unvollständig unser Verständnis der zugrunde liegenden Mechanismen ist.

Die Folgen dieser Verlangsamung sind nicht unbedenklich. Entgegen dem langfristigen Trend erwartet die heutige Generation, dass künftige Generationen weniger verdienen werden als sie selbst, was Fragen zu den Transfers zwischen den Generationen und zur Nachhaltigkeit der Wohlfahrtssysteme über Generationen hinweg aufwirft. Gleichzeitig kommen die Vorteile der geringen Produktivitätssteigerungen überproportional dem Kapital und nicht der Arbeit zugute. Die Verteilung des Reichtums wird daher zunehmend und sehr deutlich ungleich, eine Tatsache, die in der Gesellschaft Ängste und Unruhe auslöst. Zu verstehen, warum dies so ist, ist von entscheidender Bedeutung, wenn wir uns auf die Zeit nach der Finanzkrise vorbereiten.

Doch was ist die eigentliche Ursache für diesen Produktivitätsrückgang? Einige haben argumentiert, dass ein Teil der Antwort in der Art und Weise liegt, wie wir die Produktivität messen. Veraltete Methoden sind nicht in der Lage zu erfassen, wie mit der heutigen Technologie Werte geschaffen werden, und unterschätzen daher den Produktivitätsfortschritt erheblich. Andere befassen sich zunehmend mit der Rolle der immateriellen Investitionen, insbesondere da digitale Geschäftsmodelle immer erfolgreicher werden. Hier wird argumentiert, dass digitale Unternehmen die Möglichkeit haben, ohne proportionalen Kapitalzuwachs zu skalieren und mehr zu produzieren. Bei Facebook kann man die Zahl der erreichten Personen (und damit das Einkommenspotenzial) ohne große zusätzliche Investitionen erhöhen. Im Gegensatz dazu müsste ein Kaufhaus in Immobilien und Personal investieren, wenn es seinen Betrieb ausweiten wollte. Gemessene aggregierte Produktivitätstrends können das künftige Produktivitätswachstum unterschätzen, wenn der Anstieg der aggregierten Ausgaben unverhältnismäßig stark an immateriell intensive Unternehmen geht. Ebenso wird die Verfolgung von Produktivitätsveränderungen in Echtzeit dadurch erschwert, dass die Erträge aus immateriellen Investitionen sehr verzögert eintreten können.

Darüber hinaus gibt es weitere Auswirkungen immaterieller Investitionen, die nicht vollständig verstanden werden. So wird die Schwierigkeit, immaterielle Investitionen über herkömmliche Finanzkanäle zu finanzieren, große Auswirkungen auf Unternehmen haben, die auf materielle Güter angewiesen sind. Wenn Unternehmen mit geringen Investitionen wachsen, verfügen sie auch über weniger Vermögenswerte, die für den Zugang zu Krediten genutzt werden können, was die Kreditvergabe auf Gesamtebene verzerren kann. Darüber hinaus ist unklar, welche Auswirkungen die zunehmende Bedeutung immaterieller Güter auf die Organisation von Unternehmen in globalen Wertschöpfungsketten hat.
Dieser Text wurde mit DeepL übersetzt am 26.02.2026

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Firm Wage Differentials in Imperfect Labour Markets
Laufzeit: 01.10.2017 bis 31.03.2021

Zahlreiche Studien dokumentieren, dass Beschäftigte mit gleichen produktiven Eigenschaften von unterschiedlichen Arbeitgebern unterschiedliche Löhne erhalten. Solche persistenten Firmenlohndifferentiale stehen im Widerspruch zu einem wettbewerblichen Arbeitsmarkt, auf dem Arbeitgeber den Marktlohn als gegeben betrachten und als Lohnnehmer agieren, und deuten darauf hin, dass Arbeitgeber und Beschäftigte erhebliche Beschäftigungsrenten beziehen und Marktmacht in der Lohnfindung besitzen. Ziel dieses Projekts ist es, die Aufteilung der Beschäftigungsrenten auf unvollkommenen Arbeitsmärkten und den Einfluss von Arbeitsmarktinstitutionen wie Tarifbindung und betrieblicher Mitbestimmung auf Firmenlohndifferentiale zu untersuchen. Über die Grundlagenforschung hinaus hat das Projekt damit Potential, wichtige wirtschaftspolitische Debatten zur institutionellen Ausgestaltung des Lohnfindungsprozesses zu informieren.
Das Projekt trägt wie folgt zur bestehenden Literatur bei: (1) Bisher liegen nur vereinzelt Studien zum Rent-sharing, d.h. zum Einfluss von Firmenerfolg auf Löhne, vor, die mittels glaubhaft exogener Variation im Unternehmenserfolg einen kausalen Rent-sharing-Effekt identifizieren. Die Nutzung der Amtlichen Firmendaten für Deutschland (AFiD) ermöglicht uns, einen solchen aufgrund zeitlicher Variation in den betrieblichen Energiekosten zu schätzen. (2) Ein Defizit der Literatur besteht darin, dass der Umfang der geleisteten Arbeitsstunden im Regelfall unbekannt ist. Rent-sharing kann jedoch auch über Arbeitsstunden statt über Tages- oder Monatsentgelte erfolgen. Durch Kombination von AFiD-Daten und der Verdienststrukturerhebung können wir Löhne und Firmenerfolg pro Arbeitsstunde nutzen, um die Verzerrung in bisherigen Studien abzuschätzen und Unterschiede im Rent-sharing zwischen tarifgebundenen Betrieben und solchen ohne Tarifbindung zu untersuchen. (3) Ein Hauptproblem der Literatur besteht in der Nutzung theoretisch unfundierter Größen für Firmenerfolg und Firmenlohnprämien. Durch Nutzung des verbundenen Arbeitgeber-Arbeitnehmer-Datensatzes des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (LIAB) können wir solche adäquaten Maße berechnen. Insbesondere ist es uns möglich, Firmenlohnprämien auf Grundlage eines Ansatzes adäquat zu messen, der den Lohn in arbeitnehmer- und eine arbeitgeberspezifische Komponenten zerlegt (Abowd, Kramarz, Margolis 1999). Dies erlaubt uns, das Ausmaß an Rent-sharing und dessen Variation in Abhängigkeit von Tarifbindung sowie betrieblicher Mitbestimmung zu untersuchen. und mögliche Erklärungen für die seit den 1990ern zunehmende Streuung der Firmenlohnprämien zu testen. (4) Mit den LIAB-Daten können wir zudem als erste untersuchen, von welchen Einflussgrößen die Monopsonmacht der Arbeitgeber abhängt. Insbesondere können wir überprüfen, ob Tarifbindung oder betriebliche Mitbestimmung einen moderierenden Einfluss auf deren Marktmacht nehmen und inwieweit die Firmenlohnprämien mit deren Lohnsetzungsmacht variieren.

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Wage and Employment Effects of Bankruptcies
Laufzeit: 01.01.2016 bis 31.12.2019

Obwohl das Marktausscheiden von Betrieben als wichtige und notwendige Determinante strukturellen Wandels angesehen werden kann, haben die Insolvenzverfahren deutscher Traditionsbetriebe (Schlecker, Weltbild, Zamek) in den letzten Jahren zu einer verstärkten Aufmerksamkeit bei politischen Entscheidungsträger und der öffentlichen Wahrnehmung geführt. Im Fokus der negativen Auswirkungen und Folgen unfreiwilliger Betriebseinstellungen stehen dabei vor allem die entlassenen Arbeitnehmer, dessen Arbeitsplatzverlust unter Umständen zunächst in die Beschäftigungslosigkeit und weiterführend zu nachhaltigen Schäden der Erwerbsbiografie führt.
Während sich die empirische Beweislage der Arbeitsmarktökonomik bisher lediglich mit den Folgen für betroffene Arbeitnehmer nach Betriebsschließungen oder Massenentlassungen auseinandersetzt, ist das vorrangige Ziel dieses Projekts neue Erkenntnisse über die Folgen des unfreiwilliger Arbeitsplatzwechsel aufgrund der Insolvenz des Arbeitgebers zu gewinnen. Forschungsfrage (1) untersucht zunächst die individuelle Einkommensentwicklung betroffener Arbeitnehmer, bei der erstmals auch zuverlässig die Insolvenz kleiner Betriebe berücksichtigt werden kann. Um genaue Kenntnisse über die Ursachen dieser möglichen Einkommensverluste zu gewinnen, beleuchtet die aufbauende Forschungsfrage (2) die Konsequenzen des unfreiwilligen Arbeitsplatzverlustes für die Erwerbsbiografie betroffener Personen und soll dabei wichtige Rückschlüsse zur Determinierung der Beschäftigungsstabilität und der Wahrscheinlichkeit des Wechsels in atypische Beschäftigungsverhältnisse ermöglichen. Um Schlussfolgerungen über die Exogenität des Arbeitsplatzverlustes und über Personen die Betriebe aufgrund der drohenden Insolvenz verlassen ziehen zu können, soll Forschungsfrage (3) die betrieblichen Entwicklungen vor Insolvenzen anhand des Fluktuationsverhaltens von Beschäftigtenstruktur und Produktivität untersuchen und aufzeigen wie weit der "shadow of death" zurückreicht. Die methodischen Analyseinstrumente der einzelnen Forschungsfragen werden dabei so gewählt dass unter Berücksichtigung der Forschungsfrage (4) eine konsequente Vergleichbarkeit der Ergebnisse mit bisherigen Resultaten von Betriebsschließungen und Massenentlassungen gewährleistet werden kann.
Um die Folgen von Insolvenzen für betroffene Arbeitnehmer über einen möglichst langen Zeitraum umfassend abbilden zu können, wird eine komplett neue und einzigartige Datengrundlage angestrebt die auf Personenebene anhand der Integrierten Erwerbsbiografie (IEB) tagesgenaue Informationen zur individuellen Beschäftigungs- und Einkommensentwicklung mit Angaben der dazugehörigen Betriebsebene verknüpft. Die Erfassung der Betriebsdaten erfolgt einerseits über das Betriebs-Historik-Panel (BHP), welches ab 1975 für alle Westdeutschen Betriebe (ab 1991 für Ostdeutschland) mit mindestens einem sozialversicherungspflichtigen wertvolle Informationen über betriebliche und belegschaftsbezogene Merkmale enthält, sowie andererseits über das IAB-Betriebspanel, dessen repräsentative Arbeitgeberbefragung von rund 16.000 Teilnehmern zusätzliche Informationen der betrieblichen Bestimmungsgrößen (Ertragslage, Produktivität) von Beschäftigung implementiert. Die hinreichende Identifizierung insolventer Betriebe aus den IAB-Betriebsdaten findet durch das Verknüpfen drei weiterer Datenquellen statt (Insolvenzgeld, Meldung zur Sozialversicherung und Insolvenzbekanntmachungen) und folgt dabei der Vorarbeit und methodischen Vorgehensweise von Müller und Stegmaier (2015).

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Arbeitsplatzverlust aus jungen und kleinen Betrieben
Laufzeit: 01.12.2015 bis 28.11.2017

Wir untersuchen die kurz- und langfristigen Anpassungskosten (Einkommen, Lohn, Beschäftigung) die sich für die Beschäftigten ergeben, wenn sie ihren Arbeitsplatz aufgrund der Insolvenz des Arbeitgebers verlieren.  Wir fokussieren dabei auf junge und kleine Betriebe. Diese Frage ist wichtig, da kleine und junge Betriebe als Treiber von Innovation und Wachstum gelten und ein Großteil der Insolvenzen kleine und junge Betriebe betreffen. Bisher konnte diese Frage aus Mangel an Daten international und national noch nicht untersucht werden. Erste Ergebnisse deuten auf hohe Anpassungskosten hin, die wider Erwarten kaum unter den Kosten von Arbeitsplatzverlusten aus größeren/älteren Betrieben liegen. Dieses Ergebnis ist zum einen wichtig für die Ausgestaltung staatlicher Mechanismen zur Abfederung sozialer Lasten aber es fordert auch gängige Theorien der Arbeitsmarktökonomik heraus, da diese hohe Kosten bei Entlassung aus kleinen und jungen Betrieben nicht erklären können.

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Lohnverluste nach Entlassung: Verlorene Produktivität oder verlorene Renten
Laufzeit: 01.06.2016 bis 28.11.2017

Wir untersuchen die kurz- und langfristigen Anpassungskosten beim Lohn, die sich für die Beschäftigten ergeben, wenn sie ihren Arbeitsplatz aufgrund der Insolvenz des Arbeitgebers verlieren.  Wir fokussieren dabei auf die Frage, warum überhaupt langfristige Lohnverluste entstehen und unterscheiden zwischen Humankapitalabschreibungen und verlorenen Renten. Bisher konnte diese Frage aus Mangel an Daten international und national noch nicht untersucht werden. Erste Ergebnisse deuten auf die dominante Rolle von verlorenen Renten hin. Dieses Ergebnis ist zum einen wichtig für die Ausgestaltung staatlicher Mechanismen zur Abfederung sozialer Lasten aber es fordert auch gängige Theorien der Arbeitsmarktökonomik heraus, da diese hohe Kosten bei Entlassung in der Regel auf Produktivitätsverluste zurückführen.

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Letzte Änderung: 08.06.2023 -
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