Neubau Zentrale Versorgungsanlage (ZVA)
1. Erläuterung
Im Laufe der Jahre 2025/2026 erfolgt die Umsetzung des Neubaus der Zentralen Versorgungsanlage (kurz ZVA genannt) auf dem Campus Universitätsplatz., welche den Anschluss an die klimafreundliche Fernwärme der Städtischen Werke Magdeburg (SWM) ermöglicht.
Das Fernwärmenetz der SWM speist sich aus unvermeidbarer Abwärme der Müllverbrennung und ermöglicht so eine klimaschonende und kosteneffiziente Energieversorgung.

Abbildung [1]: Seitenansicht des Neubaus der ZVA aus Richtung Geb.22E
Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg hat damit im Rahmen des Projekts „Neubau Energiekonzept 2020“ ein umfassendes und nachhaltiges Energieversorgungskonzept für ihren Campus final umgesetzt.
Mit einem Gesamtbudget von 22,2 Millionen Euro, bereitgestellt durch das Land Sachsen-Anhalt, ist der Neubau einer Zentralen Versorgungsanlage (ZVA) ein wesentlicher Bestandteil des Projekts "Energiekonzept 2020", welcher eine veraltete dezentrale und fossilbetriebene Wärme- und Kälteversorgung ersetzt.
Mit der ZVA wurde ein zweigeschössiges Funktionsgebäude errichtet, worin zusätzlich die Dachflächen so ausgestattet wurden, dass diese für Anlagentechnik mit genutzt wird.
Im Erdgeschoss befindet sich die Fernwäreübergabestation und die Elektroverteilungen, im Obergeschoss die Absorptionskältemaschinen und auf dem Dach die Freikühler. Somit ist dieses Gebäude ein reines Technikgebäude, welches gelegentliche Kontroll- und Revisionsgänge erfordert und somit keinen permanenten Arbeitsplatz benötigt, was die Gebäudeanforderungen massiv reduziert und den Neubau vereinfacht hat.
Der Neubau verfügt über eine Länge von 30m, einer Breite von 14m und einer Höhe von 9m, womit das Gebäude über ein Raumvolumen von ca. 4000 m³ und eine Nettoraumfläche (NRF) von 783 m² besitzt.
Darüber hinaus wurden auf dem Campus Universitätsplatz die Wärmenetze erneuert und neue Kälteversorgungsnetze installiert, die durch moderne Technologien energieeffizient betrieben werden.
Auch im Bereich Kälteversorgung setzt die Universität auf ein hybrides System: Die Kälteerzeugung soll zukünftig zu einem Großteil mit einer Absorptionskälte durch die Fernwärme erzeugt werden und die Grundlast abdecken. Die zusätzlichen Kältebedarfe werden über Kompressionskältemaschinen und Freikühlern erzeugt, da hierfür der aus den Photovoltaikanlagen gewonnene Strom verwendet werden kann.
Die OVGU kann über den Fernwärmeanschluss gleichzeitig bis zu rund 7,2 Megawatt Wärmeleistung beziehen, zum Heizen der Gebäude und für die Warmwasserbereitung. Perspektivisch könnte auch das Studentenwerk Magdeburg mit seinen Einrichtungen angeschlossen werden.