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Mai

Lebensrettende Forschung zwischen Medizin und Technik

31.05.2018 -

Wissenschaftler aus den Bereichen Medizin und Ingenieurswissenschaften aus über 17 Ländern treffen sich vom 6. bis zum 8. Juni 2018 in Magdeburg, um sich über neueste Forschungsergebnisse zu lebensrettenden Therapien sogenannter zerebraler Aneurysmen auszutauschen.

Diese ballonförmigen Aussackungen an Arterien im Gehirn entstehen durch krankhafte Veränderungen der Blutgefäße. Platzt eine solche Ausbeulung innerhalb des Gehirns, kommt es zu einer Hirnblutung, die zum Tod oder zu schwersten Behinderungen führen kann. Jeder zweite Betroffene überlebt diesen Notfall nicht. Zwei bis vier Prozent der Menschen über 65 Jahre sind in Deutschland davon betroffen. Auf dem erstmals in Deutschland stattfindenden Interdisciplinary Cerebrovascular Symposium (ICS) suchen Neuroradiologen, Neurochirurgen, Strömungsmechaniker, Biologen, Computervisualisten, Mathematiker und Medizintechniker gemeinsam nach Lösungen, diese krankhaften Veränderungen besser zu verstehen und sicher zu behandeln.

 

Krankheitsverlauf und Therapiemöglichkeiten berechnen

„Die meisten Aneurysmen werden zufällig entdeckt“, so Dr. med. Oliver Beuing, Leitender Oberarzt an der Klinik für Neuroradiologie des Universitätsklinikums Magdeburg. „Ob es zu einer Blutung kommen wird, lässt sich im Einzelfall nicht hinreichend sicher beurteilen. Um den potenziellen schweren Folgen einer Ruptur vorzubeugen, wird daher oft eine Therapie durchgeführt, die aber wiederum Komplikationen verursachen kann.

Unter dem Dach des Forschungscampus STIMULATE analysieren die Mediziner gemeinsam mit Ingenieuren unter anderem die Wahrscheinlichkeit, ob ein Aneurysma platzen wird. „Die Patientensicherheit ist ein wesentlicher Bestandteil unserer Forschungen“, sagt Dr.-Ing. Philipp Berg vom Institut für Strömungstechnik und Thermodynamik. „Mithilfe von Simulationen kann aus einer Vielzahl von Therapieoptionen die Beste ermittelt werden und darüber hinaus innovative Implantate zur Behandlung entwickelt werden.“

Strömungsmechaniker wie Priv.-Doz. Dr.-Ing. Gabor Janiga vom Institut für Strömungstechnik und Thermodynamik simulieren den Blutfluss im Aneurysma mit dem Computer, um Fließmuster und Mechanismen der Ruptur zu verstehen. „Gemeinsam mit den Ärzten und Wissenschaftlern anderer Disziplinen suchen wir nach Lösungen, um die komplexe Erkrankung ‚Hirnaneurysma‘ besser zu verstehen und die jetzigen Therapiemöglichkeiten zu verbessern und auch zu erweitern.“ Der Wissenschaftler ist Tagungsleiter des ICS und freut sich, dass es der Universität gelungen ist, die Spitzenforschung auf diesem Gebiet erstmals nach Deutschland und nach Magdeburg zu holen. „Das Symposium bietet eine hervorragende Plattform, um diese Erkenntnisse mit führenden Forschern aus anderen Fachbereichen zu kommunizieren.“

Header_BlutflussanimationBlutfluss in Gehirnarterien

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Ministerpräsident hält Physikvorlesung

29.05.2018 -

An der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg wird am 1. Juni 2018 der Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff, die freitägliche Vorlesung „Physik für Ingenieure“ an der Fakultät für Naturwissenschaften halten. Der promovierte Physiker wird darüber hinaus erörtern, welche Chancen und Vorteile eine naturwissenschaftlich-technische Ausbildung auch in der Politik bietet. Am Ende der Vorlesung gibt es die Möglichkeit zur Diskussion. Studierende aller Fakultäten und interessierte Universitätsangehörige sind herzlich dazu eingeladen.

 

WAS: Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff, hält Experimentalvorlesung Physik für Ingenieure an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
WANN: 1. Juni 2018, 13.15 – 15.30 Uhr
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Universitätsplatz 2, 39106 Magdeburg, Gebäude 16, Hörsaal 5

 

Vertreter der Medien sind herzlich eingeladen!

Physikstudium an der Uni Magdeburg: Bestnoten im CHE-Ranking

Die Physikstudiengänge an der Universität Magdeburg platzierten sich beim soeben erschienenen CHE-Ranking in den Kategorien Unterstützung am Studienanfang, Bachelorabschlüsse in angemessener Zeit, Studienorganisation und Bibliotheksausstattung in der Spitzengruppe. „Wir bieten in Magdeburg eine hervorragende Betreuungsrelation, so dass unsere Studierenden gut studieren und in der Regelstudienzeit zum Abschluss kommen können“, so Prof. Dr. rer. nat. Claus-Dieter Ohl vom Institut für Physik. „Ab dem kommenden Wintersemester bringt die Fakultät für Naturwissenschaften, wie auch die für Mathematik, ihre wissenschaftlichen Kompetenzen und exzellenten Studienbedingungen auch in die Ausbildung künftiger Lehrerinnen und Lehrer ein.“

Kurzvita Dr. Reiner Haseloff

Der promovierte Naturwissenschaftler Dr. Reiner Haseloff begann sein Physikstudium an der Technischen Universität Dresden, bevor er es an der Humboldt-Universität Berlin erfolgreich abschloss. In seiner Diplomarbeit beschäftigte er sich mit sogenannten Remissionsmessungen für die Wasserbeschaffenheit von Binnengewässern. Von 1978 bis 1990 war Haseloff wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Umweltschutz Berlin. 1991 folgte die Promotion zum Dr. rer. nat. an der Humboldt-Universität zu Berlin. 1992 begann mit der Tätigkeit als Direktor des Arbeitsamtes Wittenberg sein Wechsel von der Wissenschaft in die Politik. Dr. Reiner Haseloff ist seit 2011 Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt.

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Supersamstag an der Uni Magdeburg

28.05.2018 -

Ein Date mit dem künftigen Studiengang, ein Besuch der 100. Kinder-Uni, ein Experiment im Labor erfahrener Wissenschaftler oder ein Wiedersehen mit ehemaligen Kommilitonen: das alles ist am Samstag, den 2. Juni 2018, auf dem Campus der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg möglich.

Was soll ich studieren? Antworten gibt´s beim Studieninfotag

Um 14.00 Uhr beginnt der Studieninformationstag campusdateLIVE, an dem Studieninteressierte die Uni Magdeburg kennenlernen und Studienmöglichkeiten entdecken können. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler halten Schnuppervorlesungen auf dem Open-Air-Campus. Auf dem Mobilitäts-Campus hat jeder Besucher die Möglichkeit, eigene praktische Erfahrungen mit E-Mobilen jeder Art zu sammeln und vielleicht eine Rallye-Runde mit dem neuesten Elektro-Roadster zu drehen. Uni-Rektor Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan stellt sich persönlich den Fragen der Gäste und lädt Eltern und Studieninteressierte zum kleinen Uni-FAQ ein.

 

Open-Air Hörsaal im Livestream

Die Schnuppervorlesungen zum campusdateLIVE werden am 2. Juni Live übertragen. Wer nicht selbst vor Ort sein kann, aber trotzdem den unterhaltsamen Mini-Vorlesungen folgen möchte, blickt via PC oder Smartphone in den Open-Air Hörsaal. Ab 14 Uhr startet der Livestream, bei dem es auch möglich ist mit anderen Zuschauerinnen und Zuschauern zu chatten.

100. Kinder-Uni-Vorlesung

Ab 17.00 Uhr beginnt die 100. Vorlesung der Kinder-Uni Magdeburg. Im Gebäude 22A, Hörsaal 2, wird die Neurowissenschaftlerin PD Dr. phil. Catherine M. Sweeney-Reed, MBBS, PhD, mit den kleinen Nachwuchsforscherinnen und -forschern einen „Blick“ in das menschliche Gehirn wagen. Besonders spannend wird dabei der Rundgang durch das überdimensionale, begehbare Gehirnmodell.

Anmeldungen zur Veranstaltung sind noch bis zum 31. Mai 2018 jeweils von 13.00 bis 16.00 Uhr unter der Hotline +49 391 67-55888 möglich.

 

1 Nacht voller Wissenschaft

Um 18.00 Uhr fällt der Startschuss für die Langen Nacht der Wissenschaft. Auf dem Campus am Universitätsplatz und am Universitätsklinikum laden Wissenschaftlerinnen und Mitarbeitende der Uni Magdeburg ihre Gäste in die „Welt der Experimente“ ein. Ein Highlight dürften die spannenden Vorlesungen unter der Überschrift „Entscheiden, erkennen, erinnern – Faszination Gehirn“ sein, in denen sich alles um die interdisziplinäre Erforschung des menschlichen Hirns dreht. Wie immer öffnen die Wissenschaftler ihre Labore und Testhallen. Beim beliebten Science-Slam bekommen Besucherinnen und Besucher zukunftsweisende Forschung auf den Punkt genau erklärt.

 

Wiedersehen macht Freu(n)de

Schon am Freitag, dem 1. Juni 2018, reisen hunderte Ehemalige der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg zum Alumni-Wochenende an. Anlässlich ihres 25. Geburtstages hat die Universität Magdeburg die ehemaligen Absolventinnen und Absolventen sämtlicher Jahrgänge zum großen Alumni-Wochenende eingeladen. Am Abend feiern sie ihr Wiedersehen in der FestungMark. Am Samstagvormittag wird der Rektor den Abschlussjahrgängen 1968 und 1993 anlässlich ihres erfolgreichen Studienabschlusses vor 25 bzw. vor 50 Jahren die Goldenen und Silbernen Diplome überreichen. Auf geführten Rundgängen und Rundreisen (zum Beispiel mit einer alten Straßenbahn) können die Absolventinnen und Absolventen ihre Studentenstadt und den Campus nach vielen Jahren wieder neu entdecken und im Anschluss die vielen Angebote der Langen Nacht der Wissenschaft besuchen.

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Berufsbegleitend zum Master Erwachsenenbildung

25.05.2018 -

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg lädt am 31. Mai 2018 zur Informationsveranstaltung zum berufsbegleitenden Masterstudiengang „Erwachsenenbildung“ ein. Interessierte erfahren dort alles über die Zulassungsvoraussetzungen, die inhaltlichen Schwerpunkte, über organisatorische Aspekte, die anfallenden Kosten sowie die bestehenden Fördermöglichkeiten (wie die Weiterbildungsgutscheine in Sachsen-Anhalt). Zudem werden auch individuelle Fragen der Interessierten beantwortet.

 

WAS: Informationsveranstaltung zum berufsbegleitenden Masterstudiengang „Erwachsenenbildung“ an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
WANN: 31. Mai 2018, 16:00 Uhr
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Zschokkestraße 32, Gebäude 40, Raum 125

 

Im Oktober 2018 beginnt der nächste, nunmehr achte, Durchgang des berufsbegleitenden Masterstudiengangs „Erwachsenenbildung“ an der Otto-von-Guericke-Universität. Der Studiengang richtet sich an Berufstätige, die mindestens zwei Jahre Berufserfahrung im Bereich der Erwachsenen- oder Weiterbildung gesammelt haben und ihre Fachkenntnisse und Kompetenzen an der Universität gezielt erweitern wollen. Noch gibt es einige freie Studienplätze.

Interessierte sendet bitte eine kurze Anmeldung per E-Mail an Heike Schröder.

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Migration und Öffentlichkeit

24.05.2018 -

Die Arbeitsstelle Menschenrechte der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg lädt am 29. Mai 2018 zu einem Vortrag von Dr. Maria Robaszkiewicz von der Universität Paderborn zu „Migration in finsteren Zeiten. Über die Notwendigkeit der Erschaffung öffentlicher Räume“ ein. In ihrem Vortrag wird sich Maria Robaszkiewicz unter anderem mit Hannah Arendts Theorie der Migration auseinandersetzen.

 

WAS: Dr. Maria Robaszkiewicz, „Migration in finsteren Zeiten. Über die Notwendigkeit der Erschaffung öffentlicher Räume“, Vortrag mit anschließender Diskussion, veranstaltet von der Arbeitsstelle Menschenrechte an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
WANN: 29. Mai 2018, 17:15 bis 18:45 Uhr
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Zschokkestraße 32, Gebäude 40, Raum 226

 

Der Eintritt ist frei. Interessierte Zuhörerinnen und Zuhörer sind herzlich willkommen.

Die Arbeitsstelle Menschenrechte wurde 2006 an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg von den Professoren Dr. Georg Lohmann und Dr. Karl-Peter Fritzsche sowie Privatdozent Dr. Arnd Pollmann gegründet und steht am Schnittpunkt zwischen akademischen und öffentlichen Menschenrechtsdiskursen. Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter forschen und lehren in unterschiedlichen geistes-, sozial- und politikwissenschaftlichen Bereichen zu Fragen der Begründung, der Umsetzung sowie der politischen und kulturellen Bedeutung von Menschenrechten und damit verbundenen Themengebieten.

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Frauen und Technik!

24.05.2018 -

An der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg erforschen Technikdidaktiker / -innen den Einfluss von Eltern auf das Interesse der Töchter für technische Berufe. Im Rahmen des Forschungsprojektes „InvestMINT“ wollen sie die Prozesse der Berufsfindung präzise nachverfolgen, um sie in Zukunft stärker auf die Bedürfnisse von Frauen und Mädchen auszurichten, praxisnah und nachhaltig gestalten zu können.

„Wir haben - nicht nur in Sachsen-Anhalt - einen gravierenden Fachkräftemangel, speziell in den MINT-Berufen, also denen mit den Schwerpunkten in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik“, erklärt Prof. Dr. Frank Bünning von der Professur Technische Bildung und ihre Didaktik. Als Beispiele für technische Berufe, in denen sehr wenig junge Frauen arbeiten, die aber hohen Bedarf an Fachkräften haben, nennt er Industriemechaniker, Mechatroniker und Verfahrensmechaniker. „Diesem Problem könnten wir effektiv begegnen, wenn es uns gelänge, mehr junge Frauen für MINT-Berufe zu gewinnen.“

Mädchen mit ferngesteuerten Autos beim Zukunftstag 2017 in der Absorberhalle der Exfa

Bünning und sein Team untersuchen in ihrer Studie unter anderem, wie Eltern speziell mit ihren Töchtern über Beruf und Studium sprechen, wie sie sie unterstützen und in welcher Weise sich das auf die Berufswahl der jungen Frauen auswirkt. Die Technikdidaktikerinnen und Technikdidaktiker wollen im Rahmen des Berufsbildungsprozesses Wünsche und Vorstellungen von Eltern, Schülerinnen sowie deren Lehrerinnen und Lehrern erfassen und diese Erkenntnisse anschließend in konkrete Konzepte für interaktive Unterstützungs- und Beteiligungsformate umwandeln.

Eltern können an Umfrage teilnehmen

Interessierte Eltern, Schülerinnen, Lehrerinnen und Lehrer sowie Angehörige können dazu an einer Online-Umfrage teilnehmen. 

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden nach Abschluss der Studie ihre Ergebnisse unter anderem der Bundesagentur für Arbeit, Arbeitgebervertretungen, Berufsverbänden, Landes- und Bundeselternräten sowie Schulen, Kommunen und anderen Institutionen, die am Berufs- und Studienprozess beteiligt sind, zur Verfügung stellen.

„Es steht außer Frage, dass Eltern einen großen Einfluss auf die Berufswahl ihrer Kinder haben. Aber die genauen Zusammenhänge sind noch unerforscht“, sagt Dr. Stefan Brämer, wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl. „Wir wollen mit dieser Studie eine Tür weit aufstoßen und Licht ins Dunkel bringen.“

Das Forschungsprojekt wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und gehört zum Förderbereich „Strategien zur Durchsetzung von Chancengleichheit für Frauen in Bildung und Forschung“.

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Magdeburger Werkstoffwissenschaftler in Gelehrtengemeinschaft aufgenommen

22.05.2018 -

Der Chemiker und Werkstoffwissenschaftler Prof. Dr. rer. nat. Michael Scheffler von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ist in die technikwissenschaftliche Klasse der Sächsischen Akademie der Wissenschaften zu Leipzig aufgenommen worden.

Prof. Dr. rer. nat. Michael Scheffler@Harald KriegProf. Scheffler hält einen Keramikschaum mit Wärmespeichermaterial auf der Oberfläche in der Hand. Im Hintergrund befindet sich ein Computer-Mikrotomograph, mit dem u. a. Schaumstrukturen vermessen werden können. (Foto: Harald Krieg / Uni Magdeburg)

Die Sächsische Akademie der Wissenschaften wurde anlässlich des 200. Geburtstags von Gottfried Wilhelm Leibniz gegründet. Ihr gehören über 200 national und international renommierte Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen an. Sie treffen sich zum regelmäßigen Gedankenaustausch, widmen sich der langfristigen Grundlagenforschung, erörtern im interdisziplinären Gespräch gemeinsame Forschungsvorhaben und wollen so ihre Forschungsergebnisse wirksam in die Gesellschaft hineintragen.

Vita Prof. Scheffler

Prof. Michael Scheffler studierte Chemie an der Technischen Hochschule Leuna-Merseburg und wurde 1993 an der Martin-Luther-Universität Halle promoviert. Nach einer Tätigkeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Anorganische Chemie der Universität Halle wechselte er 1994 als Postdoc an das Institut für Physikalische Hochtechnologie nach Jena und anschließend an die Universität Erlangen-Nürnberg. Es folgten Forschungsaufenthalte u.a. als Forschungsstipendiat an die University of Washington, Seattle, WA, USA. Von 2005 bis 2006 war Scheffler Leiter der Abteilung Thermosensorik und Photovoltaik am Bayerischen Zentrum für Angewandte Energieforschung und ab 2006 hatte er den Lehrstuhl für Leichtbaukeramik an der Brandenburgischen Technische Universität Cottbus inne. Im Oktober 2009 wurde Prof. Michael Scheffler auf den Lehrstuhl Werkstofftechnik für Nichtmetallisch-Anorganische Werkstoffe und Verbundwerkstoffe am Institut für Werkstoff- und Fügetechnik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg berufen.

Seine Forschung umfasst

  • grundlegende Untersuchungen zur Umwandlung von Kunststoffen in Keramiken und ihre Nutzung als Funktions- und Schutzschichten beispielsweise auf Turbinenwerkstoffen,
  • die Entwicklung zellular aufgebauter Werkstoffe wie keramische Schäume, die für die Abgasreinigung oder die Wärmespeicherung eingesetzt werden können und
  • die Entwicklung neuartiger Werkstoffe, die sich bei Abkühlung nicht oder nur wenig zusammenziehen und damit für den Bau hoch präziser Weltraumteleskope Verwendung finden könnten.

Scheffler ist verheiratet und Vater dreier Söhne.

 

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Bild 1 // Quelle: Harald Krieg / Uni Magdeburg // Bildunterschrift: Prof. Scheffler hält einen Keramikschaum mit Wärmespeichermaterial auf der Oberfläche in der Hand. Im Hintergrund befindet sich ein Computer-Mikrotomograph, mit dem u. a. Schaumstrukturen vermessen werden können.

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Erster Rettungswagen mit Hybridmotor

18.05.2018 -

Ingenieure des Maschinenbaus und der Verfahrenstechnik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg entwickeln den ersten Krankenwagen mit Hybridantrieb. Im Rahmen einer Kooperation mit dem Schönebecker Unternehmen Ambulanz Mobile wird der hybride Antrieb durch eine Kombination aus Dieselmotor im Frontbereich und einem an der Hinterachse liegenden Elektromotor realisiert. Zusätzliche Batteriebänke versorgen den Elektromotor mit ausreichend Energie. Damit kann der Anwender sowohl mit dem herkömmlichen Antrieb als auch rein elektrisch fahren.

Der elektrische Antrieb besitzt eine Leistung von 60 kW. Damit ist das System in der Lage, den Krankentransportwagen auf 90 km/h zu beschleunigen. Die Maximalgeschwindigkeit kann je nach Kundenwunsch oder Einsatzzweck konfiguriert werden. Die maximale Reichweite des Elektroantriebs liegt bei 70 Kilometern.

Ein Prototyp wurde soeben auf der Messe RETTmobil in Fulda präsentiert.

hybrid_ktw_ambulanz_mobile (3) Quelle- Ambulanz Mobile GmbH und Co. KG

Ingenieure der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und das Unternehmen Ambulanz Mobile haben gemeinsam den Prototyp des Krankentransportwagens mit Hybridantrieb entwickelt. (Foto: Ambulanz Mobile GmbH & Co. KG)

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ist bereits an verschiedenen Projekten im Bereich Fahrzeugaufbauten bei Krankentransportwagen, Rettungswagen und Notarzteinsatzfahrzeugen beteiligt.

Emissionsfreie Krankentransporte

„Noch sind achsverzweigte Hybriden eher selten. Die mechanische Entkopplung des Antriebsstranges stellte die größte Herausforderung bei der Entwicklung des eDrive-Moduls dar“, erklärt Dipl.-Ing. Gerd Wagenhaus vom Institut für Arbeitswissenschaft, Fabrikautomatisierung und Fabrikbetrieb der Universität Magdeburg. „Dadurch ist eine exakte Auslegung des Elektroantriebs möglich geworden, geeignet für verschiedene Einsatzszenarien im intralogistischen Bereich, also zum Beispiel Kliniktransporte, sowie im Überlandtransport.“

„Bisher gibt es seitens der Hersteller von Basisfahrzeugen im Bereich Krankentransportwagen noch keine Hybridfahrzeuge. Diese Lücke wollen wir schließen, unsere Kunden sollen im Klinikbereich wie auch auf längeren Krankentransporten emissionsfrei unterwegs sein können“, sagt Hans-Jürgen Schwarz, Geschäftsführer von Ambulanz Mobile. Eine Serienzulassung des Prototyps ist geplant.

Die Arbeiten entstanden im Rahmen des Verbundprojektes „COMO - Competence in Mobility“, das mit Geldern des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und des Landes Sachsen-Anhalt gefördert wird.

Die Ambulanz Mobile GmbH & Co. KG mit Sitz in Schönebeck (Elbe) wurde 1991 mit sechs Mitarbeitern gegründet und gehört heute zu den führenden Aufbauherstellern Europas. In dem etwa 250 Mitarbeiter starken Unternehmen werden jährlich etwa 1.600 Fahrzeuge für den Rettungseinsatz, Krankentransport oder Katastropheneinsatz ausgebaut.

 

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Bild 1 // Quelle: Ambulanz Mobile GmbH & Co. KG // Bildunterschrift: Ingenieure der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und das Unternehmen Ambulanz Mobile haben gemeinsam den Prototyp des Krankentransportwagens mit Hybridantrieb entwickelt.

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Uni Magdeburg lädt zur 100. Kinder-Uni-Vorlesung

16.05.2018 -

Am 2. Juni 2018 lädt die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg zur 100. Vorlesung der Kinder-Uni ein! Zur Jubiläumsvorlesung wird ab 17:00 Uhr die Medizinerin PD Dr. phil. Catherine M. Sweeney-Reed, MBBS, PhD von der Universitätsklinik für Neurologie mit den Schülerinnen und Schülern gemeinsam einen tiefen „Blick in das Gehirn“ werfen. Nach der Vorlesung können die jungen Besucherinnen und Besucher ein überdimensionales Gehirnmodell erleben und das Organ aus einer ganz anderen Perspektive entdecken und kennenlernen.

 

WAS: „Ein Blick ins Gehirn“, im Anschluss die Erkundung eines begehbaren Gehirns, 100. Vorlesung der Kinder-Uni der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg mit PD Dr. phil. Catherine M. Sweeney-Reed, MBBS, PhD
WANN: 2. Juni 2018, 17:00 – 17:45 Uhr
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Universitätsplatz 2, Gebäude 22A, Hörsaal 2, Haltestelle Universitätsbibliothek

 

15 Jahre Kinder-Uni Magdeburg

Mit der 100. Vorlesung feiert die Kinder-Uni Magdeburg auch ihr 15–jähriges Bestehen. Seit 2003 lernen Kinder zwischen 8 und 12 Jahren Wissenschaftsthemen abseits vom Schulunterricht auf unterhaltsame und altersgerechte Weise kennen. Über 18.000 Schülerinnen und Schüler haben bereits an der Kinder-Uni teilgenommen.

Im Anschluss an die 100. Kinder-Uni können Kinder, Eltern und Geschwister die Lange Nacht der Wissenschaft unter dem Motto „Welt der Experimente“ besuchen. Auf dem Campus der Universität Magdeburg haben sie die Gelegenheit, einen Miniputzroboter selbst zu bauen, Riesenamöben zu bestaunen und vieles mehr.

Die kostenfreie Anmeldung für die Kinder-Uni-Vorlesung ist ab Montag, dem 21. Mai 2018, möglich online oder telefonisch Montag bis Freitag von 13:00 bis 16:00 Uhr unter der Hotline +49 391 67-55888. Besucher ohne Kinder-Uni-Studentenausweis können diesen bei der Anmeldung beantragen.

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Integrierte Roboter übernehmen Tumor-Operationen

15.05.2018 -

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg wird auf dem Gebiet der Medizintechnik ab sofort mit dem auf diesem Gebiet führenden Israel Institute of Technology Technion in Haifa zusammenarbeiten. Die beiden Forschungseinrichtungen wollen unter anderem eine neue Generation von Robotern entwickeln, die – in Magnetresonanztomographen MRT integriert – Tumorbehandlungen übernehmen können.

Der Rektor der Universität Magdeburg, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan, hat im Beisein des Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt, Dr. Reiner Haseloff, in Haifa, Israel, einen Kooperationsvertrag unterschrieben. Der soll über das gemeinsame Forschungsprojekt hinaus den Austausch von Studierenden, Forschenden und Universitätsangehörigen fördern.

Labor im Technion (c) Corinna@foto-kern.comProf. Dr.-Ing. Jens Strackeljan, Rektor der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Professor Alan Wolf, Israel Institute of Technology Technion, Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch und der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff, (v. li. n. re.) im Labor für Biorobotik und Biomechanik des Technions Haifa. (Foto: corinna@foto-kern.com)


„Das Technion in Haifa gehört zu den Besten der Welt auf dem Gebiet der medizinischen Robotik“, so der Rektor, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan während der Unterzeichnung. „Wir freuen uns darum sehr, dass unsere Expertise in der Entwicklung bildgebender Verfahren und minimalinvasiver Interventionen, die im medizintechnischen Forschungscampus STIMULATE gebündelt ist, international anerkannt ist und wir ab sofort gemeinsam neue Technologien entwickeln werden.“

Der Ministerpräsident, Dr. Reiner Haseloff, brachte während der Kooperationsunterzeichnung seine Freude darüber zum Ausdruck, dass die vielen verbindenden Elemente zwischen Deutschland und Israel nun um eine medizintechnische Kooperation mit dem Land Sachsen-Anhalt erweitert würden.

Kollege Roboter

„Minimalinvasive Operationen insbesondere bei Tumorerkrankungen werden immer wichtiger, da sie patientenschonender und kostensparender sind“, erklärt Prof. Dr. rer. nat. Georg Rose vom Forschungscampus STIMULATE das Vorhaben. „Um jedoch die kleine Sonde bzw. Elektrode genau in den Tumor platzieren zu können, muss mithilfe einer externen Bildgebung wie Röntgen, Ultraschall, CT oder MRT navigiert werden. Um aber sicherzustellen, dass der Krebs auch vollständig zerstört wurde, müsste das Temperaturfeld im Patienten kontinuierlich gemessen werden.“ Operationen im MRT seien aber bisher kaum möglich, da der Operateur im Tunnel des MRT den Patienten kaum oder gar nicht erreichen könne, so Rose weiter. „Wir wollen nun gemeinsam mit den Kollegen vom Technion spezielle Roboter entwickeln und in den MRT integrieren, die das präzise Einführen der Elektroden übernehmen werden.“

Die Herausforderung dabei sei es, MRT-kompatibel zu denken, so der Medizintechniker vom Lehrstuhl Medizinische Telematik und Medizintechnik der Universität Magdeburg. „Das bedeutet: Nichts darf aus Metall bestehen und auch nicht mit elektrischem Strom betrieben werden. Es kommen daher nur pneumatische oder hydraulische Antriebe in Betracht, die dennoch über eine hohe Präzision verfügen müssen.“

 

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Bild 1 // Quelle: corinna@foto-kern.com // Bildunterschrift: Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan, Rektor der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Professor Alan Wolf, Israel Institute of Technology Technion, Landtagspräsidentin Gabriele Brakebusch und der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Reiner Haseloff, (v. li. n. re.) im Labor für Biorobotik und Biomechanik des Technions Haifa.

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Millionenförderung für wissenschaftlichen Nachwuchs

14.05.2018 -

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) richtet zur weiteren Stärkung des wissenschaftlichen Nachwuchses zwei neue Graduiertenkollegs (GRK) an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ein. Ziel des GRK „Maladaptive Prozesse an physiologischen Grenzflächen bei chronischen Erkrankungen“ ist es, molekulare Prozesse zu untersuchen, die in und zwischen Zellen an Grenzflächen von Organen ablaufen und eine zentrale Rolle bei der Entstehung chronischer Krankheiten spielen. Das GRK „Die alternde Synapse – molekulare, zelluläre und verhaltensbiologische Mechanismen des kognitiven Leistungsabfalls“ wird die neuronalen Veränderungen im Alter und die mit diesen Veränderungen einhergehenden kognitiven Beeinträchtigungen untersuchen.

Charakterisierung chronischer Erkrankungsprozesse an Grenzflächen von Organen

Unter der Sprecherschaft zweier Mitglieder des Gesundheitscampus Immunologie, Infektiologie und Inflammation, Prof. Dr. Berend Isermann und Prof. Dr. Michael Naumann, konnte ein neues Graduiertenkolleg (GRK) bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) erfolgreich eingeworben werden.

Graduiertenkollegs werden von der DFG zur Stärkung des wissenschaftlichen Nachwuchses eingerichtet. Konkret bedeutet das, dass ab Oktober 2018 in Magdeburg 18 neue Stellen für junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler vorhanden sein werden, die in einem strukturierten Forschungs- und Qualifizierungsprogramm auf hohem fachlichem Niveau promovieren wollen. Damit wird sowohl die Grundlagenforschung als auch die Entwicklung von Clinician Scientists, also forschenden Ärztinnen und Ärzten, gestärkt. Denn zehn der neuen Stellen sind für naturwissenschaftliche Promotionen vorgesehen, sechs für Studierende der Humanmedizin, die auf dem Gebiet des GRK promovieren wollen und zwei Stellen bieten jungen Ärztinnen und Ärzten die Möglichkeit, sich in einer 12-monatigen Auszeit von ihren klinischen Aufgaben ganz der Forschung zu widmen. Professor Isermann erklärt: „Durch diese Vereinigung naturwissenschaftlicher und medizinischer Promovierender erhoffen wir uns zahlreiche translationale Ansätze, also die vereinfachte Umsetzung von Erkenntnissen aus der Grundlagenforschung in therapeutische Anwendungen in der Klinik – zum Wohle der Patienten.“

Das neu bewilligte Graduiertenkolleg trägt den Titel „Maladaptive Prozesse an physiologischen Grenzflächen bei chronischen Erkrankungen“. Physiologische Grenzflächen sind Barrieren wie Haut, Schleimhäute oder auch Gefäßwände. Diese Barrieren bestehen aus hoch spezialisierten Zellen, sogenannten Endothelzellen oder Epithelzellen. Bei zahlreichen chronischen Erkrankungen, beispielsweise Atherosklerose oder chronischen Erkrankungen der Niere, ist die Regulation und Funktion dieser Grenzflächen gestört. Es kommt zum Beispiel zur Ausschüttung von Botenstoffen, die Entzündungszellen anlocken. Die molekularen Veränderungen, die für diese fehlgeleiteten Reaktionen der Zellen verantwortlich sind, sind jedoch weitgehend unbekannt. Durch ein besseres Verständnis dieser Vorgänge erhoffen sich die Forscher und Forscherinnen langfristig die Entwicklung neuer Therapien für chronische Erkrankungen. Mit Hilfe modernster zellbiologischer Methoden und Technologien, wie Massenspektrometrie, Organoidkultur, Mikrofluidik und hochauflösender Mikroskopie, werden die Promovierenden im GRK diese Prozesse untersuchen. Somit wird das Kolleg junge Wissenschaftler in einem hochrelevanten Thema unter Verwendung von State-of-the-art-Techniken ausbilden und ihnen eine breit angelegte Basis für eine wissenschaftliche Karriere bieten.

Eingebunden ist das neue Graduiertenkolleg dabei in einen Standort, der ausgezeichnete Bedingungen für diese Forschung bietet. Durch den Gesundheitscampus Immunologie, Infektiologie und Inflammation (GC-I³) ist an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg hervorragende Expertise auf dem Gebiet entzündlicher Erkrankungen vorhanden. „Das Center of Dynamic Systems: Systems Engineering (CDS) der Universität bietet Expertise zu messtechnischen Systemen für mikroresonante Sensoren und innovative Mikrofluidiktechnologie“, erklärt Professor Naumann, Sprecher des CDS. Darüber hinaus wird eine enge Kooperation mit dem Fraunhofer-Institut für Werkstoff- und Strahltechnik (IWS) in Dresden erfolgen, die die Etablierung innovativer Mikrofluidiktechnologie und Organ-on-a-chip-Technologien unterstützen wird.

Neuro-Nachwuchs erforscht die alternde Synapse

Wissenschaftler der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, des Leibniz-Instituts für Neurobiologie und des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen haben bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft gemeinsam ein neues Graduiertenkolleg eingeworben, das die molekularen, zellulären, systemischen und verhaltensbiologischen Grundlagen des kognitiven Leistungsabfalls erforscht. Die DFG stellt für die erste Förderperiode des Kollegs von viereinhalb Jahren 4,2 Millionen Euro zur Verfügung. Das Forschungs- und Qualifizierungsprogramm wird es Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern in Magdeburg ermöglichen, auf hohem fachlichen Niveau zu promovieren. Es wird von Prof. Dr. Daniela Dieterich, Direktorin des Institutes für Pharmakologie und Toxikologie an der Medizinischen Fakultät, als Sprecherin und von Prof. Dr. Oliver Stork vom Lehrstuhl für Genetik und Molekulare Neurobiologie am Institut für Biologie als Ko-Sprecher geleitet.

Mit zunehmendem Alter ist selbst bei Gesunden ein kognitiver Leistungsabfall zu beobachten. „Die Gründe für diese Einschränkungen sind kaum erforscht, obwohl sie für die Betroffenen und ihre Familien erhebliche Einbußen in der Lebensqualität zur Folge haben und auch erhebliche Kosten für die Sozialversicherungssysteme verursachen“, erklärt Professorin Dieterich die Motivation für das Thema des Graduiertenkollegs. „Das DFG-Graduiertenkolleg SynAGE wird sich auf die alternde Synapse als Schlüssel zum Verständnis dieses Leistungsabfalls konzentrieren und die komplexen Ursachen auf vier unterschiedlichen Ebenen erforschen“, führt Professor Stork weiter aus.

Das Kolleg umfasst insgesamt 13 Projekte, in denen 13 naturwissenschaftliche und 13 medizinische Doktoranden die Grundlagen von verändertem Proteinstoffwechsel in Synapsen, Einflüssen des Immunsystems und der veränderten Neuromodulation auf Synapsen und deren Funktionseinschränkung untersuchen werden. „Diese Interdisziplinarität und vor allen Dingen auch das gemeinsame Forschen von Molekular- und Zellbiologen, Psychologen und angehenden Medizinern hat dabei das klare Ziel vor Augen, ein Anwendungspotential unserer Forschung zu entwickeln, um künftig gemeinsam an Interventionen zu arbeiten“, betont Daniela Dieterich.

Neben der direkten wissenschaftlichen Betreuung in den beteiligten Arbeitsgruppen umfasst das Kolleg auch ein strukturiertes Betreuungs- und Qualifizierungskonzept. Das Lehrprogramm besteht neben Vorlesungen und Seminaren auch aus Workshops, welche die Nachwuchswissenschaftler beispielsweise in hochmoderner Lichtmikroskopie oder hochauflösender Proteom-Analytik ausbilden. Somit werden relevante Inhalte und Methoden, Schlüsselqualifikationen und Soft Skills vermittelt und trainiert. Persönliches Mentoring und Coaching sowie Netzwerkbildung innerhalb und außerhalb der akademischen Forschungslandschaft runden das Programm ab, mit dem Ziel, die persönliche Weiterentwicklung und Karrierechancen der jungen Nachwuchswissenschaftler zu optimieren.

Ein besonderes Augenmerk legen die Magdeburger dabei auf die Diversität in der Ausbildung. Sie setzten bewusst auf ein interdisziplinäres Veranstaltungsprogramm, kooperativ betreute Promotionen und intensive Vernetzungsmaßnahmen für die Nachwuchswissenschaftler. Das Ziel sei es, Generalisten für diverse Berufsfelder in der Forschung innerhalb, aber auch außerhalb der Universitäten, Institute und Kliniken auszubilden, um die Forschung und Anwendung so schnell wie möglich für die Gesellschaft voranzutreiben, unterstreichen Professorin Dieterich und Professor Stork.

Dies kann in Magdeburg an der Otto-von-Guericke-Universität gemeinsam mit dem Leibniz-Institut für Neurobiologie und dem Deutschen Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen unter dem Dach der Graduate Academy, des Graduiertenprogramms des Center for Behavioral Brain Sciences (CBBS) und in Kooperation mit dem immunologischen Forschungsschwerpunkt sehr gut gelingen.

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Homo Oeconomicus: akademischer Verwalter oder Lösungsfinder 4.0?

14.05.2018 -

Digitalisierungsprozesse werden bisher gültige Konzepte unternehmerischer Führung massiv beeinflussen und sowohl das Berufsbild als auch die akademische Ausbildung von Betriebswirtschaftlern maßgeblich verändern. Diese Herausforderungen an die akademische Lehre und Forschung bzw. deren Management stehen im Mittelpunkt einer großen wirtschaftswissenschaftlichen Konferenz an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg: der 80. Jahrestagung des Verbandes der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft (VHB).

Über 400 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler betriebswirtschaftlicher Lehrstühle sowie Betriebswirte aus dem gesamten deutschsprachigen Raum werden vom 23. bis 25. Mai 2018 zu diesem Treffen an der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft erwartet.

Die Digitalisierung verändere massiv unsere Arbeitswelt und damit auch die unternehmerischen Wertschöpfungsprozesse, so der Tagungsleiter und Wirtschaftswissenschaftler der Universität Magdeburg, Prof. Dr. Marko Sarstedt. Vor dem Hintergrund der Automatisierungstendenzen sei es berechtigt zu fragen, ob und in wie weit betriebswirtschaftliche Modelle, die einen rationalen Entscheider voraussetzten, veraltet sind. „Wir können nicht ausschließen, dass zukünftig kaufmännisches Arbeiten durch Algorithmen ersetzt wird“, so der Marketingexperte. „Das menschliche Entscheiden könnte sich dann nur auf das strategische Entscheiden reduzieren; kurzfristige bzw. operative Entscheidungen werden automatisiert.“ Darauf müssten Universitätsabsolventen zeitnah vorbereitet werden. „Neben Fachwissen in Marketing, Investition und Finanzierung oder Personalmanagement muss künftig die Fähigkeit vermittelt werden, algorithmische Verfahren zu entwickeln, um Entscheidungssequenzen abbilden und steuern sowie große Datenmengen aufbereiten und analysieren zu können.“ Auch seien vermehrt verhaltenspsychologische Ansätze und Methoden in die Lehre einzubeziehen.

Zur Konferenz werden auf dem Campus der Universität Magdeburg international renommierte Wirtschaftswissenschaftler erwartet. Darunter Prof. Michael Norton (Harvard Business School), Prof. Elena Katok (University of Texas at Dallas), Prof. John Christensen (Syddansk Universitet, Dänemark), Prof. Erich Kirchler (Universität Wien) und Prof. Martin Weber (Universität Mannheim). Auch der ehemalige hessische Ministerpräsident Prof. Roland Koch (Frankfurt School of Finance & Management) hat sein Erscheinen zugesagt.

Ein besonderes Highlight ist der Fachvortrag des IT-Sicherheitsexperten Leon Klein über die Trends und Folgen wachsender Cyberkriminalität für Unternehmen.

 

WAS: 80. Jahrestagung des Verbandes der Hochschullehrer für Betriebswirtschaft an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
WANN: 23. bis 25. Mai 2018, Eröffnung 16:15 Uhr
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, 39106 Magdeburg, Universitätsplatz 2, Fakultät für Wirtschaftswissenschaft, Gebäude 26, Hörsaal 1 (Eröffnungsveranstaltung), sowie Gebäude 22

 

Nach der Eröffnung durch die Vorsitzende des VHB und ehemalige Professorin an der Magdeburger Fakultät für Wirtschaftswissenschaft, Prof. Dr. Birgitta Wolff, sowie Vertreter der Fakultät wird der renommierte Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Michael Norton von der Harvard Business School den Eröffnungsvortrag mit dem Titel „Happy Money: The Science of Happier Spending“ halten.

Geschichte der Betriebswirtschaftslehre

Die Betriebswirtschaftslehre beschäftigt sich mit der effizienten Verteilung knapper Güter und Ressourcen. Der Begriff entstand mit der Gründung der Handelshochschulen zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Die ersten Schriften zur Betriebsführung stammen bereits aus der Antike, aber erst in der Renaissance wurden in Büchern Handelsrouten, Handelsplätze und lokale Handelsbräuche sowie Methoden der Marktbeobachtung beschrieben. Als Begründer der Handlungswissenschaft gilt der Franzose Jacques Savary, der im Jahre 1675 das erste systematisch gegliederte Lehrbuch zur Betriebswirtschaft veröffentlichte. Ihren Höhepunkt erreichte die Handlungswissenschaft als Johann Michael Leuchs im Jahre 1804 begann, durch Anwendung der Wahrscheinlichkeitsrechnung das Fach zu mathematisieren. Erst an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert kam es zu einer wissenschaftlichen Neubelebung der Disziplin. Das Fach wurde als kaufmännische Betriebslehre, Handelswissenschaft, Privatwirtschaftslehre, Einzelwirtschaftslehre und Handelsbetriebslehre geführt, bevor sich die Bezeichnung Betriebswirtschaftslehre seit den 1920er Jahren durchsetzte.

Heute gehört der Studiengang Betriebswirtschaftslehre zu den beliebtesten in Deutschland. Im Wintersemester 2016/2017 waren laut Statistischem Bundesamt in Deutschland insgesamt 238.105 Studierende im Fach BWL eingeschrieben, davon waren 115.019 Frauen.

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Mit Mathematik an der Spitze

08.05.2018 -

Der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg wurden vom CHE-Ranking erneut hervorragende Studienbedingungen in der Mathematik bescheinigt. Sowohl im Lehrangebot, in der IT-Ausstattung, bei der Betreuung im Studium als auch im Gesamturteil der Studierenden gab es für die Mathematik Spitzenbewertungen.

„Es freut uns enorm, dass sich unser Fach mit seinen Studiengängen unter den besten Deutschlands in der Spitzengruppe behaupten konnte“, so Prof. Dr. Hans-Christoph Grunau, Dekan der Fakultät für Mathematik. „Diese Ergebnisse bestärken uns darin, zum kommenden Wintersemester Mathematik auch für das Lehramt an allgemeinbildenden Oberschulen einzuführen. Und auch eines der möglichen Zweitfächer, die Physik, schneidet im Ranking in der Kategorie ‚Abschlüsse in angemessener Zeit‘ sehr gut ab!“

Studiengänge der Universität Magdeburg gehören zu den besten Deutschlands

Neben der Mathematik und der Physik sind auch die Studierenden der Informatik sehr zufrieden mit der Unterstützung im Studium. Hier gibt es grüne Punkte im Ampelranking vor allem für das Lehrangebot und die gute Betreuung. „Ein attraktives Studienangebot an der Universität Magdeburg kann dabei helfen, Studentinnen und Studenten ins Land zu holen und so den hohen Bedarf an Informatikern zu decken", so der Rektor der Universität, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan.

Sport- und Politikwissenschaft belegen ebenfalls vordere Plätze

Darüber hinaus hat die Sportwissenschaft der Universität Magdeburg im Bereich „Wissenschaftliche Veröffentlichungen“ sehr gut abgeschnitten. Die Politikwissenschaft konnte sich mit ihrer internationalen Ausrichtung sowie mit der Unterstützung zu Studienbeginn auf den Spitzenplätzen positionieren.

Neben Bachelor- und Masterstudiengängen wurde in diesem Jahr auch wieder die mit dem Staatsexamen abschließende Humanmedizin evaluiert. Hier wird der Magdeburger Fakultät eine sehr gute Studierbarkeit und Unterstützung im Studium bescheinigt.

Das CHE-Ranking ist das umfassendste und detaillierteste Studienranking im deutschsprachigen Raum. Jedes Jahr wird ein Drittel der Fächer neu bewertet. 2018 sind das an Universitäten die Informatik, Mathematik, Physik, Biologie, Pharmazie, Geowissenschaften, Medizin, Politikwissenschaften (einschließlich Sozialwissenschaften) und Sportwissenschaften. Mehr als 300 Universitäten und Fachhochschulen wurden dafür untersucht. Neben Fakten zu Studium, Lehre und Forschung umfasst das Ranking Urteile von Studierenden über die Studienbedingungen an ihrer Hochschule.

Die Ergebnisse des CHE-Hochschulrankings erscheinen am 08.05.2018 im neuen ZEIT Studienführer 2018/19. Das vollständige Ranking ist online auf der Website der ZEIT abrufbar.

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Letzte Änderung: 08.05.2018 - Ansprechpartner:

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