September

Bewerbungsfrist für zulassungsfreie Studiengänge verlängert

14.09.2018 -

Das Bewerberportal der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg für zulassungsfreie Studiengänge ist noch bis zum 30. September 2018, 24:00 Uhr, geöffnet. Studieninteressierte können sich bis dahin für einen der rund 70 zulassungsfreien Bachelor- und Masterstudiengänge einschreiben. „Auf Grund einer Vielzahl von Anfragen zu Studienmöglichkeiten, die noch immer im Dezernat Studienangelegenheiten eingehen, hat sich das Rektorat entschlossen, den Bewerbungszeitraum zu verlängern“, so die Dezernentin für Studienangelegenheiten, Dr. Bettina Sandt.

Studienberatung im Web, per WhatsApp oder persönlich

Auf der Website der Uni werden Bewerberinnen und Bewerber Schritt für Schritt durch die Online-Bewerbung bis hin zum Antrag auf Immatrikulation geführt.

Wer bei der Suche nach dem passenden Studium noch Unterstützung benötigt, kann sich auf den Webseiten der Universität ausführlich informieren. Unter www.ovgu.de/campusdate gibt es Antworten auf Fragen nach Studiengängen, Finanzierungsmöglichkeiten oder zum Studienablauf. Für Beratungsgespräche stehen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Allgemeinen Studienberatung täglich zur Verfügung. 

Zudem bietet die Universität die Möglichkeit, unter der Telefonnummer 0160-94774154 per WhatsApp Fragen zur Studienplatzsuche, zu Wohnen und Leben in Magdeburg, zu Bewerbungsmodalitäten oder nach Ansprechpartnern zu stellen.

Für einige zulassungsbeschränkte Bachelor- und Masterstudiengänge, wie Betriebswirtschaftslehre, Psychologie oder Biosystemtechnik, kann man sich noch bis zum 30. September 2018 für das Losverfahren bewerben. Dabei werden nicht angenommene Studienplätze wieder vergeben. 

An der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg können Studieninteressierte aus insgesamt fast 100 Bachelor- und Masterstudiengängen wählen. Der Schwerpunkt der universitären Lehre liegt in interdisziplinär angelegten technischen, ingenieur- und naturwissenschaftlichen sowie wirtschaftswissenschaftlichen Studiengängen und in der Humanmedizin. Das Angebot reicht dabei von Angewandter Statistik über Ingenieurinformatik und Medizintechnik bis hin zu Umweltprozesstechnik oder Wirtschaftsingenieurwesen. 

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"Studieren ab 50" startet mathematisch

12.09.2018 -

Am 20. September 2018 startet an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg das Wintersemester im Studienangebot für ältere Erwachsene „Studieren ab 50“. Den Eröffnungsvortrag zum Thema: „Harmonie in der Geometrie – Von Pythagoräischen Mosaiken über Platonische und Archimedische Körper zu regulären Polytopen“ hält Prof. Dr. Heidemarie Bräsel aus der Fakultät für Mathematik.

 

WAS: Eröffnungsvorlesung des Studienangebots „Studieren ab 50“ im Wintersemester 2018/19, „Harmonie in der Geometrie – Von Pythagoräischen Mosaiken über Platonische und Archimedische Körper zu regulären Polytopen“ hält Prof. Dr. Heidemarie Bräsel
WANN: 20. September 2018, 10:00 Uhr
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Universitätsplatz 2, 39106 Magdeburg, Hörsaal 1, Gebäude 26

 

Die Anmeldung als Gasthörer bedarf keiner Zulassungsvoraussetzungen.

Mit diesem Weiterbildungsangebot wendet sich die Universität Magdeburg seit 25 Jahren an ältere Bürgerinnen und Bürger, die sich für wissenschaftliche Fragen interessieren und ihr Wissen in einzelnen Gebieten vertiefen möchten. Sie können sich in Vorlesungen und Seminaren weiterbilden und mit den neuesten Forschungsergebnissen verschiedener Wissenschaften vertraut machen. Die Gründe für ein Studium im Alter sind vielfältig: Geistige Fitness, Erweiterung der Allgemeinbildung und Befriedigung eigener Bildungsinteressen geben 95 Prozent der Seniorenstudierenden als Motivation an.

Das Motto des generationenübergreifenden Studiums lautet: „Jung und Alt studieren gemeinsam“. Es begann mit 12 Teilnehmern und hat sich als ein vielgenutztes Bildungsangebot etabliert, das inzwischen 714 Personen besuchen. Gut ein Drittel der Teilnehmenden besuchten Veranstaltungen von „Studieren ab 50“ bis zu 5 Semester lang, etwa 9 Prozent waren sogar mehr als 20 Semester dabei.

Jeder Teilnehmende erhält einen gesonderten Studienführer, aus dem individuell Lehrveranstaltungen ausgewählt werden können. Großes Interesse finden regelmäßig die Vortragszyklen aus den Fächern Geschichte, Philosophie, Germanistik, Politik, Psychologie sowie Technik- und Ingenieurwissenschaften. Gut besucht sind auch Projekte des forschenden Lernens. In den Arbeitsgruppen werden Forschungsfragen zu Geschichte, Literatur, Bewegung und Gedächtnis sowie im Bereich Neue Medien bearbeitet.

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Nach uns die Schuldenflut?

11.09.2018 -

Die treibende Kraft für die Aufnahme von Schulden ist der Wunsch, die Schulden für den eigenen Konsum nutzen zu können und die Lasten der Rückführung der Schuld auf nachfolgende Generationen abzuwälzen. Zu diesem ungewöhnlichen Ergebnis kommt eine Studie von Verhaltensökonomen der Universitäten Magdeburg und Köln, welche den starken Anstieg der Staatsverschuldung in den Industrieländern untersuchte. Sie erforschten, wie es dazu kommt, dass Staatsverschuldung in demokratischen Ländern geschieht, also unter zumindest impliziter Zustimmung der Bevölkerung und welche Motive Menschen haben, wenn sie einer Staatsschuld zustimmen.

Diese Fragen untersuchten Verhaltensökonomen aus Magdeburg gemeinsam mit Kollegen aus Köln in einem umfangreichen Laborexperiment, dessen Ergebnisse jetzt in PLoS ONE, dem weltweit angesehensten interdisziplinären Open Access Journal, veröffentlicht worden sind. Im Experiment wurde die Wirkung einer Schuldenbremse ebenso untersucht wie die Wirkung von zwischenmenschlichen Verbindungen zwischen Generationen. Am Verschuldungsverhalten änderte sich jeweils nichts. In dem Experiment entschied jede Generation nahezu ausschließlich zugunsten des eigenen Vorteils. Die Forscher fanden heraus, dass die Probanden dabei ausgesprochen rational vorgingen – die fehlende Fürsorge für nachkommende Generationen war also kein Versehen, sondern geschah in voller Absicht. Außerdem konnten die Forscher Anzeichen für eine Verstärkung des Schuldenproblems in alternden Gesellschaften finden. In Europa habe das in einzelnen Ländern einen Umfang erreicht, der eine Staatsschuldenkrise heraufbeschworen hat, konstatiert Prof. Dr. Joachim Weimann von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. In den USA stehe der Staat regelmäßig vor der Zahlungsunfähigkeit, die nur durch eine Ausweitung der Verschuldungsgrenze abgewendet werden könne. Genau wie in den USA wurde die Schuldengrenze auch im Experiment immer dann aufgehoben, wenn sie drohte zu greifen.

„Je einfacher es ist, Schulden zu machen, umso bedenkenloser werden sie aufgenommen“, fasst der Verhaltensökonom zusammen. „Zumindest gilt dies dann, wenn sich das Laborexperiment aus Magdeburg als eine zutreffende Beschreibung der realen Welt erweist. Die Tatsache, dass sich vieles, was im Labor beobachtet wurde, auch in der Realität zeigt, spricht dafür, dass dies der Fall sein könnte.“ Im Lichte der experimentellen Ergebnisse könne deshalb nur der Rat gegeben werden, dass man die institutionellen Beschränkungen für die Aufnahme von Staatsschulden sehr restriktiv handhaben muss.

„Das Ergebnis hat uns überrascht“, so Verhaltensökonom Weimann. „Menschen sind gewöhnlich in einem gewissen Umfang uneigennützig und rücksichtsvoll, verhalten sich, wie wir sagen, reziprok, also neigen dazu, soziales Verhalten mit eigenem sozialen Verhalten zu erwidern. Bei aufeinanderfolgenden Generationen war bei unserer Studie davon aber fast nichts mehr zu spüren.“

Quelle: Martin Fochmann, Florian Sachs, Karim Sadrieh und Joachim Weimann, The Two Sides of Public Debt: Intergenerational Altruism and Burden Shifting, PLoS ONE 2018, 13(8): e0202963. doi.org/10.1371/journal.pone.0202963.

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Fitness in allen Lebensaltern - Notwendigkeit oder Lifestyle?

07.09.2018 -

Wie beeinflusst unser Lebensstil in der Kindheit und Jugend unsere Gesundheit im Alter? Was bedeutet der regelmäßige Gang ins Fitnesscenter für unseren Körper, welche Rolle spielt Ausdauersport für die Leistungsfähigkeit unseres Gehirns und: schützt uns Tanzen oder eher Joggen erfolgreicher gegen Demenz im Alter?

Mit diesen und weiteren Fragen zu Gesundheit und Bewegung in unterschiedlichen Lebensaltern setzen sich vom 12. bis 15. September 2018 rund 150 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler unterschiedlichster Disziplinen auf dem Campus der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg auseinander.

Die Expertinnen und Experten aus Sportwissenschaft, Neurowissenschaft, Psychologie, Medizin und Gesundheitswissenschaft kommen aus über 20 Ländern, u.a. aus Ägypten, Belgien, Frankreich, Israel, Jordanien, Litauen, Pakistan, Russland, Slowenien, Tunesien, aus der Schweiz, der Türkei, aus Griechenland, Spanien, Dänemark, den USA und Österreich. Über Fächergrenzen hinweg diskutieren sie neueste Forschungsergebnisse und Therapieansätze zur Förderung und Erhaltung unserer mentalen und physischen Gesundheit über die gesamte Lebensspanne hinweg.

 

WAS: Internationale Konferenz „Healthiness and Fitness across the lifespan” (HAL 2018)
WANN: 12. bis 15. September 2018, Eröffnungsveranstaltung am 12. September 2018, 17:30 Uhr
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Campus Zschokkestraße 32, 39104 Magdeburg, Eröffnung im Hörsaal 6

 

„Gesundheit und Fitness sind uns nicht in die Wiege gelegt“, so Prof. Anita Hökelmann, Sportwissenschaftlerin der Universität Magdeburg und Mitorganisatorin der Tagung. „Wir müssen beides im Laufe unseres Lebens erwerben. Bekanntermaßen sind Bewegungsmangel und Überernährung bzw. Fettleibigkeit die Ursache für viele Erkrankungen, denen wir bewusst über unsere Lebenspanne hinweg begegnen müssen.“ Der Aufbau einer motorischen Kompetenz stehe dabei im engen Verhältnis zur Leistung unseres Gehirns. „Mit welchem Fitesslevel man dann das Seniorenalter erreicht, hängt weitgehend vom Lebensstil im Erwachsenenalter ab. Um ältere Menschen zu unterstützen, physisch und mental fit zu sein, gilt es, aus der Forschung heraus neue Angebote für den Seniorenbereich zu schaffen, insbesondere auch für Menschen, die bereits Einschränkungen hinnehmen mussten.“

Die interessierte Öffentlichkeit kann an einer Reihe von Workshops zu Themen wie Bewegung im Vorschulalter oder Tanzen im Seniorenalter teilnehmen. Eine Auswahl sowie das vollständige Programm steht online zur Verfügung. Die Veranstalterinnen bitten um eine Anmeldung per E-Mail an Dr. Kathrin Rehfeld. Die Vortragssprache ist Englisch.

Die Konferenz wird von der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für neurodegenerative Erkrankungen DZNE und der European Group for Research into Elderly and Physical Activity EGREPA organisiert.

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Spitzenplätze für Wirtschaftswissenschaftler der Uni im Ökonomenranking 2018

03.09.2018 -

Drei Wirtschaftswissenschaftler der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg gehören wieder zu den einflussreichsten Ökonomen Deutschlands und des gesamten deutschsprachigen Raums. Prof. Marko Sarstedt, Prof. Reint E. Gropp und Prof. Joachim Weimann von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft erhielten Spitzenplätze im soeben erschienenen FAZ-Ökonomenranking. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung lässt in jedem Jahr ermitteln, wie hoch die Relevanz der in Deutschland, Österreich und der Schweiz tätigen Wirtschaftswissenschaftler ist.

Portrait Sarstedt, Marko (c) Stefan BergerProf. Marko Sarstedt vom Lehrstuhl für Marketing belegte den dritten Platz in puncto Forschung. Seine Arbeiten gehören damit zu den meistbeachteten und zitierten in seinem Fach. In seinen Forschungsarbeiten setzt sich der Marketing-Experte mit Fragestellungen des Konsumentenverhaltens auseinander und entwickelt Methoden zur Analyse betriebswirtschaftlicher Entscheidungsprobleme. Seine Forschungsarbeiten wurden in weltweit führenden Fachzeitschriften publiziert und seine Lehrbücher wurden bisher in fünf Sprachen übersetzt.

Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Universität Passau, der Helsinki School of Economics and Business Administration und der Ludwig-Maximilians-Universität München wurde Sarstedt wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Marktorientierte Unternehmensführung. Der Promotion zum Dr. oec. publ. folgte 2010 die Ernennung zum Juniorprofessor für Quantitative Methoden in Marketing und Management an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Nach einem Forschungsaufenthalt an der University of Newcastle, Australien, und der Habilitation im Fach Betriebswirtschaftslehre folgte er 2012 dem Ruf an die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

Portrait Gropp, Reint (c) Stefan BergerProf. Reint E. Gropp vom Lehrstuhl für Volkswirtschaftslehre erreichte in der Gesamtwertung, die neben den Forschungsleistungen auch Leistungen im Bereich der Politikberatung sowie die Präsenz in den Medien berücksichtigt, Platz 60. Prof. Gropp hat Volkswirtschaftslehre an der Universität Freiburg und der University of Wisconsin, Madison, studiert. Im Anschluss an seine Promotion war er Professor an der Goethe-Universität Frankfurt am Main und hatte dort die Stiftungsprofessur für Sustainable Banking and Finance inne. Zuvor war er in verschiedenen Positionen für den Internationalen Währungsfonds (IWF) sowie für die Europäische Zentralbank (EZB) tätig, zuletzt als Deputy Head der Financial Research Division. Er ist Präsident des Leibniz-Instituts für Wirtschaftsforschung Halle und als solcher seit 2014 mit einem Lehrstuhl an der Magdeburger Fakultät für Wirtschaftswissenschaft ausgestattet.

Portrait Weimann, Joachim 2018 (c) Stefan BergerAuch Prof. Joachim Weimann vom Lehrstuhl für Wirtschaftspolitik landete in der Gesamtwertung unter den besten 100 Ökonomen. Schwerpunkte seiner wissenschaftlichen Arbeit sind die experimentelle Wirtschaftsforschung, die Umweltökonomik und allgemeine Fragen der Wirtschaftspolitik. In der Politikberatung hat er sich insbesondere im Bereich der Klimapolitik bundesweit einen Namen gemacht. In jüngster Zeit setzte er sich zusammen mit seinem Magdeburger Kollegen Andreas Knabe für eine Rentenreform ein, die inzwischen unter dem Begriff „Deutschlandrente“ Eingang in die Diskussion gefunden hat.

Professor Weimann hat Volkswirtschaftslehre an der Universität Bielefeld studiert und an der Universität Dortmund promoviert und habilitiert. Nach einem ersten Ruf an die Ruhr-Universität Bochum folgte er 1994 einem Ruf an die Otto-von-Guericke-Universität. Weitere Rufe an die Universitäten Göttingen, Graz und Bochum hat er abgelehnt.

 

Bilder zum Download:

Bild 1 // Quelle: Stefan Berger / Universität Magdeburg // Bildunterschrift: Prof. Dr. Marko Sarstedt

Bild 2 // Quelle: Stefan Berger / Universität Magdeburg // Bildunterschrift: Prof. Dr. Reint E. Gropp

Bild 3 // Quelle: Stefan Berger / Universität Magdeburg // Bildunterschrift: Prof. Joachim Weimann

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Letzte Änderung: 04.09.2018 - Ansprechpartner: M.A. Katharina Vorwerk