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Oktober

Tanzen für die Autonomie im Alter

26.10.2017 -

Etwa 1,3 Millionen Menschen in Deutschland leiden an Demenz. Bis 2050 werden es doppelt so viele Senioren sein. Ein interdisziplinäres Forscherteam aus Magdeburg hat einen neuen Weg gefunden, die Krankheit aufzuhalten und wurde dafür ausgezeichnet.

Arbeitsgruppen um die Sportwissenschaftlerin Prof. Dr. Anita Hökelmann und den Neurowissenschaftler Prof. Dr. Notger Müller haben in einer 18-monatigen Studie herausgefunden, dass Männer und Frauen, die drei Mal die Woche ein spezielles Tanzprogramm absolvieren, langsamer altern, ihren Gleichgewichtssinn entscheidend verbessern sowie schwere Komplikationen bei Stürzen verringern.

Dafür haben sie nun den mit 20.000 Euro dotierten „Theo und Friedl Schöller Preis für Alternsforschung“ erhalten. Mit dem Preis werden herausragende, wissenschaftliche Arbeiten ausgezeichnet, die sich besonders mit den Belangen multimorbider, hochaltriger Menschen befassen und somit neue Aspekte in Forschung und Lehre eröffnen.

Das interdisziplinäre Projektteam aus Neuro- und Sportwissenschaftlern hat die Auswirkungen eines speziell entwickelten Tanztrainings im Vergleich zu einem klassischen Gesundheitssporttraining auf die Gleichgewichtsfähigkeit, die kognitive Leistungsfähigkeit, die Kondition und die Gehirnstruktur bei gesunden Senioren im Alter von 63 bis 80 Jahren untersucht. „Im Kontext des demographischen Wandels gewinnen Konzepte für ein gesundes und erfolgreiches Altern zunehmend an Bedeutung. Zwei zentrale Aspekte zur Autonomie im Alter sind hierbei, speziell aus medizinischer Perspektive, die Demenzprävention durch Bewegung und die Sturzprophylaxe“, führt die Sportwissenschaftlerin Prof. Anita Hökelmann aus.

Studie belegt: Tanzen hält jung

In der Tanzgruppe zeigten sich mittels Kernspinaufnahmen des Kopfes Volumenzunahmen der grauen Hirnsubstanz in prämotorischen und parahippocampalen Regionen, Bereiche des Gehirns, die für die Bewegungskoordination und die Merkfähigkeit, also das Gedächtnis, verantwortlich sind. „Die Volumenzunahmen gingen mit einem signifikanten Anstieg des Proteins BDNF im Blutplasma einher. Diesem Protein wird ein Einfluss auf das Nervenwachstum zugeschrieben“, erläutert die Sportwissenschaftlerin. Gleichzeitig konnte auch eine Steigerung der funktionellen Plastizität erreicht werden. Des Weiteren verbesserte sich in der Gruppe der Tänzerinnen und Tänzer deutlich die Gleichgewichtsfähigkeit.

„Tanzen ist eine Sportart, die konditionelle, koordinative und kognitive Leistungen erfordert und soziale Interaktionen fördert. Wir gehen nach unseren Untersuchungen davon aus, dass diese komplexe Anforderungs- und Leistungsstruktur, welche zusätzlich mit positiven Emotionen einhergeht, einen wesentlichen Beitrag zur Autonomie im Alter leisten kann,“ schätzt Professorin Hökelmann ein.

Damit sich auch Personen mit körperlichen oder mentalen Einschränkungen intensiver bewegen und sogar tanzen können, hat das Forscherteam um Anita Hökelmann gemeinsam mit Industriepartnern in Sachsen- Anhalt eine Konzeption für einen Sport-und Tanzrollator entwickelt. Wenn das Gerät ausgereift ist und zur Verfügung steht, wird es bei Demenzpatienten zur gezielten Bewegungsförderung eingesetzt. Erste Studien ergaben, dass durch Üben mit dem Rollator die Bewegungsgeschwindigkeit und die Raumorientierung verbessert werden können.

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„Brutkasten" für Existenzgründungen zur menschlichen Leistungsfähigkeit

26.10.2017 -

Mit der Eröffnung des Performance Lab an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg steht Gründungsinteressierten ab sofort eine weitere, hochmoderne technologische und organisatorische Infrastruktur zur Verfügung; ausgestattet mit Diagnostik- und Trainingsgeräten für Aufmerksamkeits-, Intelligenz- und Wahrnehmungstests, aber auch zur Messung der Ausdauerleistung und anderer gesundheitlicher Parameter wie Herzratenvariabilität, Wirbelsäulenvermessung, Koordinationsfähigkeit, Feinmotorik oder Bewegungsanalysen.

Gründungsinteressierte Sportstudierende, Gesundheits-, Freizeit- oder Hochleistungssportlerinnen und –sportler, aber auch Interessierte aus der Gesundheitswissenschaft, der Medizin, Neurowissenschaft, Pädagogik oder Psychologie haben hier die Möglichkeit, ihre Geschäftsideen rund um das Thema Beeinflussung und Steigerung des menschlichen Leistungsvermögens praktisch auszuprobieren.

„Wie in einem Brutkasten, einem Inkubator, können unter fachlicher und organisatorischer Betreuung Gründungsideen von allen Studierenden oder Mitarbeitern, die sich im engeren oder weiteren Sinne mit dem menschlichen Leistungsvermögen beschäftigen, heranwachsen“, erläutert Prof. Dr. Elke Knisel vom Lehrstuhl Sportpädagogik und Sportsoziologie, die gemeinsam mit Prof. Dr. Jürgen Edelmann-Nusser vom Lehrstuhl Sport und Technik der Universität Magdeburg das Projekt leitet.

 

WAS: Kickoff ego.-Inkubator „Performance Lab“ an der Fakultät für Humanwissenschaft der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Präsentation der Infrastruktur und Vorstellung erster Projekte
WANN: 2. November 2017, 13:45 Uhr bis 18:00 Uhr
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Sporthalle 2, Zschokkestraße 32, 39104 Magdeburg

 

Das Performance Lab ist der inzwischen 12. sogenannte ego.-Inkubator an der Universität Magdeburg und soll unternehmerisches Denken fördern, neue Lösungsansätze erforschen und akademische Unternehmensgründung erleichtern.

Das Labor entstand in Zusammenarbeit mit


Es wurde von der Investitionsbank Sachsen-Anhalt (IB) mit ca. 700 Tausend Euro aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) der Europäischen Union gefördert.

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Universität und Wirtschaft vergeben erstmals Unternehmensstipendium

20.10.2017 -

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg hat in Kooperation mit der regionalen Wirtschaft ein neues Stipendienmodell zur Förderung von Studierenden entwickelt und erstmals das Unternehmensstipendium der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg vergeben. Auf dem Netzwerktreffen der Kooperationspartner der Universität am 19. Oktober 2017 in der regiocom GmbH, wurden die ersten beiden Stipendien vom Rektor der Universität, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan, und den Unternehmensvertretern feierlich überreicht.

Die Stipendiaten werden über den Zeitraum von mindestens einem Jahr mit einem Betrag von 300 Euro im Monat finanziell unterstützt. Über die Vergabe der Stipendien entscheiden Universität und Unternehmen gemeinsam. Neben der finanziellen Förderung sind Angebote wie Praktika, die Teilnahme an firmeninternen Veranstaltungen und Weiterbildungsmaßnahmen, die Begleitung von Haus- und Abschlussarbeiten oder die Aufnahme einer Werkstudententätigkeit Bestandteil der Förderung.

Unternehmensstipendien (c) Harald KriegDr. Markus Pfänder, Vorstand der K-UTEC AG Salt Technologies, die Stipendiaten Axel Schultheis und Hannes Schreiber sowie Prof. Dr. Johann Hinken, Geschäftsführer der Fi Test- und Messtechnik GmbH (v.l.n.r.) (Foto: Harald Krieg)

„Wir schaffen mit diesem Angebot für die regionale Wirtschaft eine Möglichkeit der frühzeitigen Fachkräftegewinnung und eine Win-win-Situation für alle Beteiligten“, so der Rektor der Universität Magdeburg, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan, bei der Stipendienübergabe. „Die ideelle und finanzielle Förderung bietet Unternehmen eine hervorragende Gelegenheit, persönliche Kontakte aufzubauen und hochqualifizierte Absolventen schon zu einem relativ frühen Zeitpunkt für ihre Firma zu begeistern. Die Studierenden wiederum können sich schon während der Studienzeit in der Unternehmenswelt vernetzen und wertvolle Erfahrungen sammeln, die die Ausbildung an der Universität sinnvoll unterstützen und verstärken.“ Die Universität Magdeburg werde das neue Fördermodell in den nächsten Jahren aktiv ausbauen und rechne dann mit einer zweistelligen Anzahl zu vergebender Stipendien.

20 Deutschlandstipendien vergeben

Darüber hinaus wurden am Abend auch wieder Deutschlandstipendien an 20 leistungsstarke und außergewöhnlich engagierte Studierende vergeben. Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg kooperiert im Rahmen dieser Fördermöglichkeit mit über 80 Unternehmen, Stiftungen, Vereinen und Privatpersonen sowie dem Bund und konnte bereits 285 junge Männer und Frauen mit einem Deutschlandstipendium unterstützen. Zu den Unternehmen, mit denen die Universität seit Jahren erfolgreich kooperiert, gehören unter anderen

Mit der IDT Biologika hat die Universität einen weiteren regionalen Partner für das Deutschlandstipendium-Programm gewonnen. Das inzwischen weltweit agierende mittelständische Unternehmen stellt seit mehr als 95 Jahren am Standort Dessau-Roßlau biotechnologisch Impfstoffe und Pharmazeutika für den nationalen und internationalen Markt her.

Zum zweiten Mal wurde darüber hinaus ein Stipendium verliehen, das Alumni der Universität für die nachfolgenden Generationen stiften: das „2. Deutschlandstipendium der Alumni-Jubiläumsjahrgänge 2016 und 2017“.

Deutschlandstipendien (c) Harald KriegDie neuen Deutschlandstipendiaten und –stipendiatinnen sowie Unternehmensstipendiaten an der Otto-von-Guericke-Universität. (Foto: Harald Krieg/Universität Magdeburg)

Das Deutschlandstipendium wird zur einen Hälfte vom Bundesministerium für Bildung und Forschung und zur anderen Hälfte von Unternehmen, Stiftungen oder Privatpersonen finanziert. Die Studierenden werden an der Otto-von-Guericke-Universität für mindestens zwei Semester und bis maximal zum Ende ihrer Regelstudienzeit mit 300 Euro monatlich einkommensunabhängig unterstützt.

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Zwischen Labor, Ehrenamt und Bienenhotels

19.10.2017 -

Nicole Andrea Parks, Absolventin im Masterstudiengang Chemieingenieurwesen: Molekulare und Strukturelle Produktgestaltung an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, erhält den diesjährigen Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) für besondere akademische Leistungen und herausragendes soziales Engagement. Die gebürtige US-Amerikanerin studierte von Oktober 2014 bis Juli 2017 an der Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik und schloss trotz anfänglicher Hürden mit „Auszeichnung“ ab.

„Es war nicht leicht, mich zurechtzufinden. Beim Bachelor in den Staaten bekommt man so ziemlich alles in die Hand gedrückt. Das deutsche Studium fordert mehr Selbstständigkeit, zum Beispiel hat man keine festen Lehrbücher und keine festen Hausaufgaben, die jede Woche eingereicht werden müssen. Mündliche Prüfungen waren auch etwas Neues, was zusätzlich mit der Sprachumstellung schon eine Herausforderung war - aber nach der ersten ging das auch.“

Portrait Nicole Andrea Parks (c) Harald Krieg 2Uni-Absolventin Nicole Andrea Parks erhält den diesjährigen Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) für besondere akademische Leistungen und herausragendes soziales Engagement.

Schon während des Masterstudiums machte sich Nicole Parks im „Verein für Strömungssimulationen“ für die Förderung von Wissenschaft und Forschung stark, übernahm die Betreuung einer DAAD-Austauschstudentin aus Montana/USA und arbeitete in der Berufungskommission am Lehrstuhl Mechanische Verfahrenstechnik.

Doch nicht nur in akademischer Forschung und Lehre engagiert sich das Ausnahmetalent, sondern blickt auch über den Tellerrand - den Universitätscampus - hinaus. Als Gründungsmitglied im Verein Bienenweide e. V. setzt sie sich für Umweltschutz und Naturpflege ein, organisiert Netzwerktreffen oder leitet Workshops zur Herstellung von Bienenhotels.

Stammtische, Kultur und Sport - Nicole Andrea Parks engagiert sich vielseitig

In ihrer Freizeit ist Nicole Parks zudem beim Englisch-Stammtisch anzutreffen, einem Begegnungsort von Menschen aller Altersklassen und Nationalitäten. Mit unzähligen Neuzugezogenen aus aller Welt hat sie Kontakte geknüpft und ihnen so den Start in der Landeshauptstadt erleichtert. Da war es nur ein kleiner Schritt zum Deutsch-Stammtisch, an dem sie regelmäßig ausländischen Mitbürgern zur Seite steht und ihnen hilft, sicherer im Umgang mit der deutschen Sprache zu werden.

Auch die Kunst- und Kulturszene Magdeburgs liegt ihr am Herzen. So war sie aktiv am Erfolg des „Vakuum-Festivals“ beteiligt, einem vom Studierendenrat der Universität unter dem Leitgedanken der Nachhaltigkeit geplanten und durchgeführtem Projekt in der Landeshauptstadt.

Last but not least gibt es noch eine Leidenschaft: den Sport. So übernahm Nicole Parks beim Nijmegen-4-Daagse-Marsch, Europas größtem Sport-Event mit 50.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern, ehrenamtlich die Verpflegung, belegte Hunderte Brötchen und versorgte die Wanderer mit Getränken und Regenschutz.

Ich wollte mich eigentlich immer schon engagieren und Positives bewirken, jedoch hat mir oft die Zeit gefehlt oder ich wusste einfach nicht, wo ich anfangen soll. Hier in Magdeburg haben sich ständig Gelegenheiten geboten. Es war auch eine gute Möglichkeit, Menschen kennenzulernen. Es hilft natürlich auch, Menschen in seiner Umgebung zu haben, die nach dem Motto ‚Nicht meckern, machen!’ leben. Das motiviert mich!“

Der mit 1.000 Euro pro Hochschule dotierte DAAD-Preis für hervorragende Leistungen ausländischer Studierender an den deutschen Hochschulen wird seit mehr als zehn Jahren vergeben. Die Studierenden, die über ihre jeweilige Gasthochschule einen solchen Preis erhalten haben, stehen für ihre Kommilitoninnen und Kommilitonen aus der ganzen Welt. 

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Probanden für Studie zu Strategien gegen Leistungsabfall im Alter gesucht

17.10.2017 -

Laut Demenzreport 2011 sind in Deutschland etwa 1,3 Millionen Menschen an Demenz erkrankt und bis zum Jahr 2050 wird sich diese Zahl voraussichtlich mehr als verdoppeln. Im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojekts der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen DZNE wollen Sport- und Neurowissenschaftler nun untersuchen, welche Übungsprogramme den größten Effekt auf die körperliche und geistige Fitness im Alter haben und wie sich wiederum fehlende körperliche Aktivität auf den Alterungsprozess auswirkt.

In einer langangelegten Studie vergleichen sie die Wirkung von Tanzprogrammen in der Gemeinschaft mit individuell gestalteten Fitnessprogrammen und untersuchen deren Einfluss auf physische und kognitive Fähigkeiten.

„Es gilt als gesichert, dass im Alter die Gefahr, an Demenz zu erkranken, exponentiell ansteigt“, so Prof. Anita Hökelmann vom Institut für Sportwissenschaft der Universität Magdeburg. „Daher sollten wesentliche kognitive Funktionen sowie Kompetenzen der Bewegungskoordination möglichst bis ins hohe Alter trainiert werden. In unserer Studie wollen wir nun geeignete Strategien dafür entwickeln.“

Dazu werden Probandinnen und Probanden ab einem Alter von 60 Jahren gesucht. Zum einen welche, die keinen regelmäßigen Sport treiben und nur sporadisch körperlich aktiv sind, zum anderen solche, die seit mindestens drei Jahren aktiv Tanzsport betreiben. Ausgeschlossen davon sind:

  • Träger von Metallimplantaten, wie Herzschrittmachern, Knie-oder Hüftendoprothesen bzw. Zahnschrauben,
  • Träger von Tätowierungen,
  • Patienten mit Tinnitus, Platzangst oder
  • Patienten, die Medikamente gegen Depressionen, Epilepsie und Demenz einnehmen.

Um den aktuellen Gesundheits- und Leistungszustand zu erfassen, werden verschiedene Messungen und Tests durchgeführt. Sie finden sowohl im Institut für Sportwissenschaft (Universität Magdeburg, Zschokkestraße 32, Gebäude 40) als auch im DZNE (Medizinercampus, Leipziger Straße 44, Haus 64) statt.

Für die Teilnahme an der Studie gibt es sowohl eine Vergütung als auch eine individuelle Auswertung der körperlichen und kognitiven Leistungsstärke.

Für mehr Informationen steht im Institut für Sportwissenschaft Mandy Knoll zur Verfügung. Sie ist telefonisch unter +49 391 67-54866 oder 0174 6185541 und per E-Mail zu erreichen.

 

Weitere Projekte

Forscherinnen und Forscher des Instituts für Sportwissenschaften und des Instituts für Fertigungstechnik und Qualitätssicherung der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg entwickeln einen speziellen Sport-, Tanz- und Therapierollator für Senioren.

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Uni Magdeburg eröffnet psychotherapeutische Hochschulambulanz

16.10.2017 -

An der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg öffnet eine Hochschulambulanz für Psychotherapie. Die am Lehrstuhl für Neuropsychologie der Fakultät für Naturwissenschaften angesiedelte Einrichtung bietet zum einen die Möglichkeit, Patientinnen und Patienten in ambulanten Kurzzeit- und Langzeittherapien zu behandeln, zum anderen werden im Rahmen von Forschungsprojekten klinisch-neurowissenschaftliche Fragestellungen erörtert. Darüber hinaus erhalten Studierende erste Einblicke in die klinisch-praktische Arbeit der Psychotherapie.

Vom Zulassungsausschuss Sachsen-Anhalt der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt zur Durchführung von Psychotherapien ermächtigt, werden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hochschulambulanz künftig im Gebäude 28 auf dem Universitätscampus ihre Arbeit aufnehmen. „Wir versprechen uns durch die Einbindung von klinischer Forschung und Lehre in unsere Arbeit große Synergieeffekte und hoffen darüber hinaus, die angespannte Versorgungslage von Patienten in der Region zu verbessern“, so der ärztliche Leiter der Hochschulambulanz, Prof. Dr. Markus Ullsperger, vom Lehrstuhl für Neuropsychologie der Universität Magdeburg. „Derzeit wird außerdem über eine Reform der Psychotherapeutenausbildung, sprich: ein Direktstudium nach Vorbild des Medizinstudiums, das mit der Approbation enden soll, diskutiert. Dafür wären wir durch eine Stärkung der Klinischen Psychologie am Hochschulstandort Magdeburg gut aufgestellt.“

 

WAS: Eröffnung der Hochschulambulanz für Psychotherapie am Lehrstuhl für Neuropsychologie der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
WANN: 23. November 2017, 9:15 Uhr – 12:00 Uhr
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Universitätsplatz 2, 39106 Magdeburg, Gebäude 5, Senatssaal

 

Nach der Begrüßung durch den Rektor, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan, und dem Einführungsvortrag des ärztlichen Leiters, Prof. Dr. med. Markus Ullsperger, zur Hochschulambulanz als Schnittstelle zwischen neurowissenschaftlicher Grundlagenforschung und klinischer Anwendung, folgt ein Vortrag von Frau Prof. Dr. Tanja Endrass zum Thema „Von den neurobiologischen Grundlagen zur Psychotherapie der Zwangsstörung“. Ab ca. 11:00 Uhr gibt es die Möglichkeit für Gespräche und Erfahrungsaustausch.

Zahlen und Fakten

Laut der Deutschen Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde (DGPPN) zählen psychische Erkrankungen in Deutschland nach Herz-Kreislauf-Erkrankungen, bösartigen Neubildungen und muskuloskelettalen Erkrankungen zu den vier wichtigsten Ursachen für den Verlust gesunder Lebensjahre. Menschen mit psychischen Erkrankungen haben zudem im Vergleich zur Allgemeinbevölkerung eine um 10 Jahre verringerte Lebenserwartung. Psychische Erkrankungen sind heute mit 43 Prozent auch der häufigste Grund für Frühverrentungen. Der Statistik weiter zufolge sind jedes Jahr etwa knapp ein Drittel der erwachsenen Bevölkerung von einer psychischen Erkrankung betroffen. Das entspricht etwa 17 Millionen betroffenen Personen. Zu den häufigsten Erkrankungen zählen Angststörungen und Störungen durch Alkohol- oder Medikamentenkonsum.

Die Kosten für die Volkswirtschaft aufgrund psychischer Erkrankungen belaufen sich in Deutschland auf rund 28.7 Milliarden Euro im Jahr. Für Rehabilitationsleistungen werden jährlich rund 2 Milliarden Euro aufgewendet.

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Uni und Wirtschaft schaffen neues Förderformat für künftige Fachkräfte

10.10.2017 -

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg hat in Kooperation mit der regionalen Wirtschaft ein neues Stipendienmodell zur Förderung engagierter Studierender entwickelt und zum Wintersemester 2017/2018 erstmals das Unternehmensstipendium der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ausgeschrieben. Stipendiatinnen und Stipendiaten werden von einem regionalen Unternehmen über den Zeitraum von mindestens einem Jahr und 300 Euro im Monat finanziell unterstützt.

Über die Vergabe der Stipendien entscheiden Universität und Unternehmen gemeinsam. Neben der finanziellen Förderung können Angebote wie Praktika, die Teilnahme an firmeninternen Veranstaltungen und Weiterbildungsmaßnahmen, die Begleitung von Haus- und Abschlussarbeiten oder die Aufnahme einer Werkstudententätigkeit Bestandteil der Förderung sein.

Die ersten beiden OVGU-Unternehmensstipendien werden am 19. Oktober 2017 im Rahmen des Netzwerktreffens der Kooperationspartner der Universität Magdeburg „netzwerken@OVGU“ übergeben.

 

WAS: Vergabe der ersten „OVGU-Unternehmensstipendien“ auf dem Netzwerktreffen der Kooperationspartner „netzwerken@ovgu“
WANN: 19. Oktober 2017, ab 16:00 Uhr, (Einlass ab 15:30 Uhr)
WO: regiocom GmbH, Marienstraße 1, 39112 Magdeburg

 

„Wir schaffen mit diesem Angebot für die regionale Wirtschaft eine weitere Möglichkeit der frühzeitigen Fachkräftegewinnung und eine schöne Win-win-Situation für alle Beteiligten“, so der Rektor der Universität Magdeburg, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan. „Die ideelle und finanzielle Förderung bietet Unternehmen eine hervorragende Gelegenheit, persönliche Kontakte aufzubauen und hochqualifizierte Absolventen schon zu einem relativ frühen Zeitpunkt für ihre Firma zu begeistern. Die Studierenden wiederum können sich schon während der Studienzeit in der Unternehmenswelt vernetzen und wertvolle Erfahrungen sammeln, die die Ausbildung an der Universität sinnvoll unterstützen und verstärken.“

Die Universität erweitert damit die Möglichkeiten zur finanziellen Unterstützung ihrer Studierenden.

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Unternehmen werben um Uni-Absolventen

09.10.2017 -

Die gestiegene Nachfrage nach qualifizierten Fachkräften im Land sorgt auch auf der inzwischen 15. Firmenkontaktmesse der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg für eine Rekordbeteiligung regionaler und internationaler Unternehmen. Mehr als 100 namhafte Aussteller wie Amazon, AVACON, BOSCH, Continental, Dow Olefine, Enercon, Deutsche Bahn und HERMES, aber auch kleinere regionale Firmen wie regiocom, SKW Stickstoffwerke Piesteritz GmbH, SelectLine, Sensotech oder die FuelCon AG werben am 18. und 19. Oktober 2017 um hoch qualifizierte Absolventinnen und Absolventen der OVGU.

Auf dem zweitägigen Recruting-Event werden bis zu 4.000 Besucher erwartet. Gut eine Woche vor Beginn der Firmenkontaktmesse liegen rund 400 Job- und Praktikumsangebote von Unternehmen vor.

Der Besuch der Firmenkontaktmesse ist kostenfrei.

 

WAS: 15. Firmenkontaktmesse der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
WANN: 18. und 19. Oktober 2017, jeweils von 9:30 Uhr bis 16:00 Uhr
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Universitätsplatz 2, Gebäude 22

 

Auf der Firmenkontaktmesse haben Studierende und Absolventen an der Schnittstelle von Universität und Wirtschaft die Möglichkeit, mit namhaften national und international tätigen Unternehmen aus verschiedensten Branchen wie dem Automobilbau, der Luft- und Raumfahrt, der Energieversorgung, Verkehrslogistik oder dem Maschinenbau ins Gespräch zu kommen, das Unternehmen kennenzulernen, Berufseinstiege zu planen und Karrierechancen auszuloten. Flankiert wird die 15. Firmenkontaktmesse wieder von einem umfangreichen Vortragsprogramm. Auf der Website der Firmenkontaktmesse können sich Interessenten bereits im Vorfeld für die rund 40 Vorträge anmelden.

Zum umfangreichen Rahmenprogramm der Firmenkontaktmesse gehören zudem ein JOB-SPEED-DATING und ein Karriere-Café, betreut durch den Career Service der Uni Magdeburg. Neben Beratungen und Gesprächen werden überdies kostenfreie professionelle Persönlichkeitsanalysen durchgeführt und High-Quality-Bewerberfotos angefertigt.

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Welche Prinzipien organisieren das lebenslange Wachstum von Neuronen?

06.10.2017 -

Magdeburger Neurowissenschaftlerinnen und -wissenschaftler sind an einem Forschungsprojekt, REBIRTHT4S, beteiligt, das soeben für die Endrunde der „Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder“ nominiert wurde. Der interdisziplinäre Forschungsverbund REBIRTH wird bereits seit 2006 im Rahmen der Exzellenzinitiative gefördert. Für einen Neuantrag wurde jetzt ein Konzept für den Forschungsverbund für regenerative Wissenschaften, Medizin und Technologie REBIRTHT4S eingereicht. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Medizinischen Hochschule Hannover und der Leibniz-Universität Hannover wollen gemeinsam mit Magdeburger Hirnforschern ein breites Spektrum an therapeutischen Konzepten und Technologien entwickeln, um die Entstehung und Ausbreitung von Volkskrankheiten zu verstehen. Dabei geht es vor allem um Therapiemethoden und Erkenntnisse zu Krankheitsmechanismen für Blut, Leber, Lunge und Herz und Stammzellbiologie.

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Neurowissenschaftler der Uni Magdeburg an einem Projekt der Exzellenzinitiative beteiligt (Foto: shutterstock (c) Tiko Aramyan)

Die an dem Neuantrag beteiligten Magdeburger Neurowissenschaftler untersuchen gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen aus Niedersachsen den Zusammenhang von Plastizität im Gehirn und der Gesundheit anderer Organsysteme wie Herzkreislauf, Lunge, Leber und Blut. Plastizität meint die Eigenart von Synapsen, Nervenzellen oder auch ganzen Hirnarealen, sich zwecks einer Optimierung laufender Prozesse in ihrer Anatomie und Funktion zu verändern. Ziel ist es, herauszufinden, welche organübergreifenden Prinzipien das lebenslange Wachstum von Neuronen und Gefäßen regulieren.

Der Forschungsstandort Magdeburg ist in der bildgebenden Vermessung derartiger Wachstumsvorgänge beim Menschen international führend. Die Forscher erhoffen sich durch die gemeinsame Forschung in REBIRTHT4S insbesondere neue Erkenntnisse für die Prävention und Behandlung neurodegenerativer Erkrankungen. „Wir sind sehr stolz, dass unser neurowissenschaftlicher Standort Magdeburg bei diesem seit Jahren erfolgreich agierenden Projekt der Exzellenzinitiative vertreten ist“, betont der Rektor der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan.

60 Millionen Euro für REBIRTH

Der Forschungsverbund REBIRTH erhielt in der ersten Förderperiode 2006 bis 2011 32 Millionen Euro, in der zweiten rund 28 Millionen Euro. In dieser Zeit konnten die Forscher 88 Patente anmelden, 15 Erfindungen lizensieren und sieben Start-up-Unternehmen gründen. In dem angegliederten Doktorandenprogramm „Regenerative Sciences“ wurden über 100 Nachwuchsforscher ausgebildet und zahlreiche, weltweit beachtete Studien publiziert.

In der „Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder“ zur weiteren Stärkung der Spitzenforschung an den Hochschulen in Deutschland sind vor wenigen Tagen die ersten Entscheidungen gefallen. Das auf Vorschlag der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) und des Wissenschaftsrates (WR) von der Gemeinsamen Wissenschaftskonferenz (GWK) berufene internationale Expertengremium hat auf seiner Sitzung am 27. und 28. September 2017 in Bonn in der Förderlinie Exzellenzcluster insgesamt 88 Projekte für die Endrunde bestimmt. Sie wurden aus insgesamt 195 Antragsskizzen ausgewählt, die bis Anfang April dieses Jahres von 63 Hochschulen bei der DFG – die gemäß der Verwaltungsvereinbarung von Bund und Ländern den Wettbewerb in der Förderlinie Exzellenzcluster durchführt – eingereicht und in den vergangenen Monaten in 21 international besetzten Panels nach wissenschaftlichen Qualitätskriterien begutachtet worden waren.

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1500 PS vor dem Audimax

02.10.2017 -

Am 12. Oktober 2017 wird die Präsentation des 1500 PS-starken Hochleistungsantriebs des neuen Bugatti Chiron den Auftakt für eine neue ingenieurwissenschaftliche Vortragsreihe an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg bilden. Der Alumnus der Universität, Jan Beckendorff, arbeitet heute als Entwicklungsingenieur bei Bugatti und wird über Herausforderungen und Lösungen bei der Entwicklung des Antriebsstrangs dieses Ausnahmefahrzeugs sprechen, des, nach Angaben des Herstellers, leistungsstärksten und schnellsten Seriensupersportwagens der Welt.

Unter dem Titel „Trends und Lösungen in der Fahrzeug- und Verkehrstechnik“ werden dann während des Wintersemesters 2017/18 monatlich aktuelle Fragestellungen und globale Trends rund um das Thema Mobilität und Verkehrssystemtechnik im 21. Jahrhundert vorgestellt. Es referieren Vertreter weltweit agierender Ingenieurdienstleister, Zulieferer und Automobilhersteller.

Vorträge über autonomes Fahren und alternative Antriebssysteme

„Die Fahrzeug- und Verkehrstechnik steht in den nächsten Jahren vor großen Herausforderungen“, so Prof. Dr.-Ing. Dirk Bartel vom Institut für Kompetenz in AutoMobilität der Universität Magdeburg. „Verschärfte und neue Gesetzgebungen, konventionelle und alternative Antriebssysteme, Digitalisierung und Vernetzung von Fahrzeugen, autonomes Fahren, neue Verkehrskonzepte und -infrastrukturen sind Faktoren, denen sich sowohl Hersteller, Zulieferer und Dienstleister als auch Kommunen stellen müssen. Wir wollen als Universität mit einer ausgewiesenen Kompetenz in der Entwicklung alternativer Antriebe den gesellschaftlichen Diskurs an dieser Stelle führen.“

 

WAS: Vortragsreihe und Weiterbildungsveranstaltung „Trends und Lösungen in der Fahrzeug- und Verkehrstechnik“ an der Universität Magdeburg
WANN: Wintersemester 2017/18, jeden 2. Donnerstag im Monat, 17:15 Uhr
Auftaktveranstaltung am 12. Oktober 2017
WO: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, Universitätsplatz 2, 39106 Magdeburg, Gebäude 16, Hörsaal 5

 

Die Vortragsreihe richtet sich an Beschäftigte aus der Wirtschaft, Mitarbeitende und Studierende von Hochschulen und anderer Bildungseinrichtungen, an VDI-Mitglieder sowie die technikinteressierte Öffentlichkeit. Es besteht die Möglichkeit, im Anschluss an die Vorträge mit den Referenten aus Wirtschaft und Wissenschaft zu diskutieren und Erfahrungen auszutauschen.

Die Veranstaltungen sind öffentlich, der Eintritt kostenfrei.
Weitere Informationen sowie das vollständige Programm finden Sie unter link.ovgu.de/trendsfahrzeugtechnik

Die Vortragsreihe ist ein gemeinsames Projekt des Forschungs- und Transferschwerpunkts Automotive der Universität Magdeburg, des Instituts für Kompetenz in AutoMobilität (IKAM) Universität Magdeburg und des VDI Arbeitskreises „Fahrzeug- und Verkehrstechnik“. Die Veranstalter kooperieren mit dem Zentrum für wissenschaftliche Weiterbildung der Universität und dem Cluster MAHREG Automotive des Landes Sachsen-Anhalt.

 

Bilder zum Download:

Bild 1 // Quelle: Bugatti Automobiles S.A.S. // Bildunterschrift: Mit der Präsentation des neuen Bugatti Chiron startet die Uni Magdeburg am 12. Oktober 2017 eine Vortragsreihe zur Zukunft der Mobilität im 21. Jahrhundert.

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Letzte Änderung: 06.12.2017 - Ansprechpartner:

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