Lehrpreis der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

Der Otto-von-Guericke-Lehrpreis berücksichtigt die verschiedenen Aspekte und den Facettenreichtum guter Lehre. „Die Universität sieht in der Vergabe eines universitären Lehrpreises ein Instrument zur Erhöhung der Lehrreputation und Sichtbarmachung der Lehre. Wir wollen exzellente Lehre und Lehrende belohnen und Impulse setzen, die zum Austausch über die Bedeutung guter Lehre anregen und Entwicklungspotenziale aufzeigen“, so Prorektorin Prof. Scheffler. Jährlich auf einen anderem Schwerpunkt liegend, kann so dem bestehenden Fächerspektrum an der Universität Magdeburg Rechnung getragen werden und das gesamte Lehrpersonal Berücksichtigung finden.

Lehrpreisträger 2018: Dr.-Ing. Mathias Magdowski

Dr.-Ing. Magdowski ist Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Elektromagnetische Verträglichkeit der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik. Er engagiert sich seit Jahren in herausragender Weise in der studentischen Lehre. Sein Schwerpunkt liegt darauf, durch interaktive Lehrangebote eine gemeinsame Auseinandersetzung mit Themen zu fördern und setzt dafür verstärkt digitale Lernwerkzeuge ein.

„In einer sich stetig verändernden Welt entstehen neue Perspektiven, Notwendigkeiten und Fragestellungen, bedarf es immer wieder neuer Lösungsansätze in Forschung und Lehre“, so der Rektor der Universität, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan auf der Veranstaltung. „Das heißt auch in Zukunft für die Universität Magdeburg, sich intensiv an gesellschaftlich relevanten Diskursen zu beteiligen, sich zu drängenden Themenfeldern zu positionieren und vor allem, tragfähige wissenschaftliche Lösungen anzubieten.“


Neben dem Preisträger waren 2018 weitere 36 Lehrende von Studierenden für den Preis nominiert worden.

 

Lehrpreisträger 2017: Dr.-Ing. Hartwig Haase, Dr.-Ing. Henning Strubelt und Katja Richter

„Vor allem meine beiden Enkelkinder erinnern mich stets daran, dass dieser Planet auch für zukünftige Generationen erhalten bleiben muss!“

Lehrpreisträger 2017 (c) Harald KriegDer 6. Otto-von-Guericke-Lehrpreis wurde an ein Team aus zwei Maschinenbauern und einer Bildungsforscherin vergeben und würdigt verschiedene Aspekte guter Lehre. Dr.-Ing. Hartwig Haase, Dr.-Ing. Henning Strubelt und Katja Richter erhielten den Preis für die fakultätsübergreifende Lehrveranstaltung „Nachhaltigkeit und Mobilität“. Lehramtsstudierende und Logistiker im Master arbeiten im Rahmen einer interdisziplinären Vorlesung gemeinsam am Thema Nachhaltigkeit, bringen unterschiedliche Denkweisen und Perspektiven ein und lernen voneinander, so Henning Strubelt. „Wie bei so vielen Kooperationen ist das Ergebnis mehr als die Summe von Fachwissen. Die Studierenden haben gelernt, Sachverhalte komplexer zu betrachten und im Zusammenhang zu sehen, haben erfahren, wie wichtig es ist, andere Positionen einzunehmen.“

Nachhaltigkeit ist aus der Sicht der Lehrpreisgewinner ein Thema für alle Fakultäten, aller Disziplinen und sollte eigentlich in der Lehre prinzipiell verankert sein. Es müsse so früh wie möglich damit begonnen werden, für das Thema zu sensibilisieren. Die Augen zu verschließen, helfe niemandem, so die Nachwuchswissenschaftlerin Katja Richter. „Gerade Lehramtsstudierende sind künftige Multiplikatoren und haben eine Schlüsselfunktion inne. Sie sollen Schülerinnen und Schüler dafür gewinnen, ihr Leben in Hinblick auf die Zukunft auszurichten, dazu müssen wir sie befähigen.“

Ihre Aufgaben in der Lehre ermöglichten dem Trio vor allem auch, eigene Erfahrung und Wissen weiterzutragen und damit auch wirksam zu werden, so Dr. Hartwig Haase. „Das Thema Nachhaltigkeit beschäftigt mich sehr, weil wir mit den bisherigen Verhaltensmustern nicht mehr weiterkommen. Vor allem meine beiden Enkelkinder erinnern mich stets daran, dass dieser Planet auch für zukünftige Generationen erhalten bleiben muss!“

Lehrpreisträger 2016: Prof. Dr. Andreas Knabe

"Die Studierenden kommen mit konkreten Fragen in die Vorlesung - bei dieser Motivation möchte ich sie abholen."

Portrait Prof. KnabeDer Inhaber des Lehrstuhls für Finanzwissenschaft begann vor 14 Jahren an der Universität Magdeburg Volkswirtschaftslehre zu studieren. Nach einem Aufenthalt als Fulbright-Stipendiat an der University of Kentucky, Lexington, folgte an der Uni Magdeburg der Master. 2008 wurde er promoviert und war anschließend bis zu seiner Berufung Juniorprofessur für Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik an der Freien Universität Berlin. Den Wirtschaftswissenschaftler begeistert, Wissen weiterzutragen, Denkweisen zu vermitteln, gemeinsam Antworten auf drängende gesellschaftliche Fragen zu finden. Der Lehrpreis widmete sich 2016 dem besten Skript, das die Studierenden im WiSe 2015/2016 oder im SoSe 2016 am meisten überzeugte, beim Lernen am besten unterstützte oder/und zum Weiterlesen inspirierte. 

Vita, Projekte und Publikationen

 

Lehrpreisträger 2015: Prof. Dr.-Ing. Thorsten Halle

"Ich freue mich, dass die Studierenden wahrnehmen, dass ich auch außerhalb der Vorlesungen Zeit für sie habe.“

Thorsten HalleProf. Dr.-Ing. habil. Thorsten Halle studierte Werkstofftechnik an der Technischen Universität Chemnitz. Im Jahr 2005 wurde er dort promoviert und erhielt für seine Arbeit "Zusammenhänge zwischen Spanvorgängen und dem mechanischen Werkstoffverhalten bei hohen Dehnungsgeschwindigkeiten" den Heinemannpreis. Vier Jahre später habilitierte er sich im Fachgebiet Werkstofftechnik. Seit 2013 ist Prof. Dr.-Ing. habil. Thorsten Halle Leiter des Lehrstuhls „Metallische Werkstoffe“ an der Fakultät für Maschinenbau der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. 2015 wurde der Ingenieur für sein herausragendes Engagement in der universitären Lehre an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ausgezeichnet. Prof. Dr.-Ing. habil. Thorsten Halle ist von dem Studierendenrat und den Fachschaften für seinen überdurchschnittlichen Einsatz bei der Betreuung von Studierenden ausgewählt worden. Dazu gehören regelmäßiges und konstruktives Feedback zum jeweiligen Leistungstand, eine intensive Betreuung während Praktika oder Abschlussarbeiten und auch das Anbieten innovativer und individueller Beratungsformen in Chats und Online-Sprechstunden.

Vita, Projekte und Publikationen

Lehrpreisträger 2014: Lehrende der "Summerschool Lernende Systeme/Biocomputing"

"In der Summerschool werden die Studierenden zu vernetztem Denken inspiriert und die Interdisziplinarität gefördert."

Preis der Lehre_Preisträger2014Im Jahr 2014 erhielten erstmals Lehrende aus der Informatik, der Neurobiologie und der Psychologie gemeinsam den Lehrpreis der Universität. Sie wurden damit für ihr innovatives interdisziplinäres Lehrangebot Summerschool Lernende Systeme/Biocomputing ausgezeichnet. Dieses Seminar ist die Einführungsveranstaltung in das gleichnamige Profil im Bachelorstudiengang Informatik. Hierbei erwerben die Studierenden erstmals Kenntnisse über die unterschiedlichen Forschungsansätze zum Thema Lernen im Zusammenspiel verschiedener Disziplinen. Die Lehrveranstaltung schlägt eine Brücke zwischen dem Teilgebiet Künstliche Intelligenz der Informatik, das selbstlernende Methoden erforscht und den beobachtenden Forschungen wie der Neurowissenschaft und Psychologie, wo beispielsweise versucht wird, Gehirnzustände mit Hilfe bildgebender Verfahren zu messen. Mit Unterstützung erfahrener Wissenschaftler sollen die Studierenden innerhalb des neuen Lehrangebots befähigt werden, innovative Forschungsansätze zu generieren. Stellvertretend für alle Beteiligten aus der Fakultät für Informatik, dem Leibniz-Institut für Neurobiologie LIN, dem Institut für Psychologie und dem Institut für Biologie nahmen die Initiatoren Dr. Georg Krempl, Prof. Dr.-Ing. Klaus Tönnies, Prof. Dr. Myra Spiliopoulou, PD Dr. Reinhard König und Dr. André Brechmann den Preis entgegen. An der Summerschool 2014 beteiligt waren darüber hinaus Jun.-Prof.. Dr. Michael Hanke und Prof. Dr. Stefan Pollmann (Psychologie), Prof. Dr. Frank Ohl vom LIN sowie Prof. Dr. Jochen Braun von der Biologie.

 

Lehrpreisträger 2013: Yvonne Kalinna, Björn Bergold und Marija Stanisavljevic

"Interdisziplinär Lehren und Forschen bedeutete für uns, fachwissenschaftliches Know-how zu verknüpfen sowie neue Perspektiven zu erhalten, um gemeinsam Probleme zu lösen und ans Ziel zu kommen."

OVGU-Lehrpreis Bjoern_Bergold, Marija_Stanisavljevic, Yvonne_Kalinna©Stefan BergerFür sein interdisziplinäres Lehrprojekt zum Thema „Erforschung von Gedenkstätten und deren Besuchern“ zeichnete die Otto-von-Guericke-Universität ein dreiköpfiges Dozententeam mit dem Lehrpreis 2013 aus. Die Historikerin Yvonne Kalinna und ihr Fachkollege Björn Bergold sowie die Soziologin Marija Stanisavljevic aus der Fakultät für Humanwissenschaften erhielten diese Auszeichnung für ihr gemeinsam konzipiertes Seminar Auf der Suche nach dem authentischen Erlebnis - Gedenkstättenarbeit auf dem Prüfstand im Studiengang Kulturwissenschaften/Europäische Geschichte. Das Seminar war eingebettet in das Pilotprojekt „Lernorte: Geschichtsvermittlung in der Mediengesellschaft“. In der prämierten Lehrveranstaltung arbeiteten Studierende, WissenschaftlerInnen sowie MitarbeiterInnen der Gedenkstätte Deutsche Teilung Marienborn über Fachgrenzen hinweg als Forschungspartner und entwickelten gemeinsam Mikrostudien rund um das Arbeiten in der Gedenkstätte. Das Seminar ermöglichte den Studierenden die Wissensvermittlung und Praxiserfahrung an außeruniversitären Lernorten: den Arenen ihres zukünftigen Wirkens. Dem Lehrteam sei es in hervorragender Weise gelungen, universitäre Forschung und studentische Lehre verschiedener Fachrichtungen miteinander zu verbinden und darüber hinaus einen starken regionalen Bezug herzustellen, begründete die Jury ihre damalige Entscheidung.

Im Nachgang des Projektseminars ist folgender Aufsatz entstanden und publiziert worden:
Bergold, Björn; Kalinna, Yvonne; Stanisavljevic, Maija: Lehre interdisziplinär - Ein Projektseminar zur geschichtswissenschaftlichen und soziologischen Erforschung von Gedenkstätten. In: Ulrike Senger / Yvonne Robel / Thorsten Logge (Hg.): Projektlehre im Geschichtsstudium. Verortungen, Perspektiven und Berichte. Bielefeld 2015. S. 321-340.

 

Jahr Lehrpreisträger
2012 Prof. Dr. med. habil. Christian Vorwerk und PD Dr. med. habil. Dörthe Küster

Letzte Änderung: 30.11.2018 - Ansprechpartner: Dezernat Studienangelegenheiten