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Studium & Lehre

Internationalisierung

Foto: shutterstock / Rawpixel.com

Die Lehre an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg orientiert sich an dem Ziel, Studierende zu kreativen und kritikfähigen Menschen auszubilden, sie mit Problemlösungskompetenz, Teamfähigkeit, interkulturellem Wissen und Verantwortungsbewusstsein auszustatten. Der Freiheit der Lehre verpflichtet, legt sie den Fokus auf eine wissenschaftliche Fundierung von Lösungen und eine damit verbundene kritische und dauerhaft lernbereite Haltung.

Die Lehre der Universität ist geprägt von vielfältigen Formen der Kommunikation, die selbständigen Wissenserwerb und Umgang mit Problemen und Aufgaben möglich macht und herausfordert. Als Kooperationspartner für den Olympiastützpunkt des Landes Sachsen-Anhalt bietet die Universität Magdeburg Leistungssportlerinnen und -sportlern ideale Studienbedingungen.

 

Aktuelle Meldungen aus Studium & Lehre:


Universität und Wirtschaft vergeben erstmals Unternehmensstipendium

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg hat in Kooperation mit der regionalen Wirtschaft ein neues Stipendienmodell zur Förderung von Studierenden entwickelt und erstmals das Unternehmensstipendium der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg vergeben. Auf dem Netzwerktreffen der Kooperationspartner der Universität am 19. Oktober 2017 in der regiocom GmbH, wurden die ersten beiden Stipendien vom Rektor der Universität, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan, und den Unternehmensvertretern feierlich überreicht.

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Absolventin der Uni Magdeburg mit DAAD-Preis ausgezeichnet

Nicole Andrea Parks, Absolventin im Masterstudiengang Chemieingenieurwesen: Molekulare und Strukturelle Produktgestaltung an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, erhält den diesjährigen Preis des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) für besondere akademische Leistungen und herausragendes soziales Engagement. Die gebürtige US-Amerikanerin studierte von Oktober 2014 bis Juli 2017 an der Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik und schloss trotz anfänglicher Hürden mit „Auszeichnung“ ab.

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Mit dem Diskus nach Taipei

“Die Teilnahme war ein emotionales Erlebnis und sehr motivierend für die nächste Zeit und meine weiteren Ziele. Gleichzeitig war es auch eine Belohnung für die viereinhalb Jahre hartes Training, um bis hierhin zu kommen“, erzählt Torben Brandt über seine Teilnahme an der Universiade 2017 in der Disziplin Diskuswurf.

Zum Diskuswerfen ist der Student der Wirtschaft und Verwaltung/Sport über Umwege gekommen. Als er bei einem Halbmarathon der schnellste seiner Altersklasse wurde und auch Sportler vom Sportclub Magdeburg hinter sich gelassen hat, nahm er seinen Mut zusammen und versuchte es selbst bei dem Verein. Schnell wurde klar, dass seine körperliche Voraussetzung sich besser zum Werfen eignet, als zum Laufen. Ein Trainer erkannte sein Talent und so begann sein Training in der Disziplin Diskuswurf.

Nach viereinhalb Jahren des Trainings wurde Torben Brandt durch seine Leistungssteigerung ein klarer Kandidat für die Universiade, die etwa 13.000 studierende Sportlerinnen und Sportler aus über 150 Ländern zu sich lockt und somit das drittgrößte Turnier der Welt ist. Dieses Jahr haben sich die Spitzensportler im der taiwanesischen Hauptstadt Taipei zum Wettkampf zusammengefunden.

TorbenBrandt (c) privat 2Torben Brandt bei der Universiade in Taipei (Foto: privat)

Nicht nur das Messen mit den Teilnehmern war für Torben Brandt spannend, auch das Kennenlernen der verschiedenen Nationen und Kulturen war für ihn ein besonderes Erlebnis. „Am besten konnte man die anderen Nationen beim Essen kennenlernen, mal habe ich mit Japanern gespeist, mal mit Südafrikanern, Slowenen, Rumänen oder Finnen. Am Essenstisch hatte man Zeit für Gespräche und durch die sehr große Auswahl an Speisen, hat man auch viel mehr von der Kultur und deren Gewohnheiten mitbekommen. Es war fantastisch und ein ganz anderes Level von gegenseitiger Achtung und Wertschätzung“, schwärmt der Diskuswerfer.

Besonders in Erinnerung bleiben wird dem Spitzensportler die Gastfreundschaft und Begeisterung für die Teilnehmer der Universiade, die sie von den Einheimischen erfahren haben. „Wir wurden frenetisch gefeiert, die Leute standen Spalier. Die Stadien waren voll und an den Straßen standen kilometerlang Menschen, die uns zujubelten. Ich bin sehr dankbar dafür.“

Ansporn von außen und Unterstützung von der Uni

Die Zustimmung der Menschen ist für ihn ein Ansporn, mit dem Sport weiter zu machen. Denn sein Studium mit dem Sport zu verbinden erfordert viel Disziplin, Ehrgeiz und Ausdauer von ihm. „Durch den Sport erlebe ich leider wirklich viele Einschränkungen. Zum Beispiel wäre ich gerne öfter in der Universität. Manchmal gibt es Semester, an denen ich zwei Mal auf dem Campus bin. Ich würde mich gerne mehr ins Studentenleben einbringen. Debatten führen über Politik und das Weltgeschehen. All das, was der süße Nebengeschmack der Universität so mit sich bringt, fehlt mir. Beim Feiern findet man mich doch ein-zweimal, wo ich dann einfach mal Student bin“, erzählt der 22-Jährige.

Die Universität Magdeburg spielt bei der Förderung meiner Karriere eine sehr große Rolle, im Vergleich zu vielen anderen Universitäten wird hier viel für Sportler gemacht, was mir überhaupt die Chance ermöglicht hat, Leistungssport zu betreiben. Vielleicht könnte man die Sportler noch anders würdigen, aber ansonsten erfüllt die Universität ihre Verantwortung“, so Torben Brandt.

Für die Zukunft hat sich der Student zum Ziel gesetzt, die Universität als qualifizierter und engagierter Lehrer zu verlassen und vielleicht noch einen Abschluss mehr zu machen. Im Sport möchte er sich weiterhin so gut entwickeln und seine Performance stabilisieren.

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Das war die Immafeier 2017

Am 5. Oktober 2017 war es wieder soweit: Die neuen Studierenden der Universität Magdeburg wurden zum Start ins Studium begrüßt. Die Immatrikulationsfeier für die Erstsemester, deren Eltern und Angehörige fand in der FestungMark gegenüber dem Hauptcampus statt. Begleitet wurde das Rahmenprogramm vom Uniradio Guericke FM.

 

Der Andrang zur #Immatrikulationsfeier 2017 ist wirklich groß. Keine Sorge: wir fangen 15 Minuten später an. #ovgu #unimagdeburg #magdeburg

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Willkommen an der Uni Magdeburg

Unsere Ersties stellen sich vor:
Bild 1: Lena Mages aus Köln, 24 Jahre / Marte Habdank aus München, 22 Jahre / Lena Peters aus Celle 24 Jahre / sudieren Betriebliche Berufsbildung
Bild 2: Thien An Pham aus Magdeburg, 18 Jahre, studiert International Management
Bild 3: Oscar Quintin aus Mexiko, 21 Jahre, studiert Wirtschaftsingenieur / Jhonier Calero aus Kolumbien, 19 Jahre, studiert Informatik / Alejandro Mendez aus Nicaragua, 19 Jahre, studiert Mechatronik / Joan Tovar aus Kolumbien, 20 Jahre, studiert Informatik
Bild 4: Silas Pintag aus Hannover, 21 Jahre / Rafael Stasiak aus Bremen, 20 Jahre /  Nick Knirsch aus Feuchtwangen, 18 Jahre / studieren Sport & Technik
Bild 5: Alexander Klimek aus Eilsleben, 18 Jahre, studiert Wirtschaftsingenieur Verfahrens- & Elektrotechnik / Martina Wunderling aus Eilsleben, 19 Jahre, studiert Biosystemtechnik

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Tausche Magdeburger Dom gegen Eiffelturm, s‘il vous plaît!

In der Stadt der Liebe ist es nicht nur möglich, sich Kunst und gutem Essen zu widmen, auch in puncto Karriere und Weiterbildung stehen Studierenden viele Optionen offen. Darum entschied sich Carolin Elseg, ein halbes Jahr nach Noisy le Grand, einem Nachbarort von Paris, zu gehen, um dort ein Praktikum zu absolvieren. An der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg studiert die junge Frau im Master Betriebliche Berufsbildung und Berufsbildungsmanagement mit dem Profil Organisations- und Personalentwicklung.

„Ich hatte nach einem Semester Französischunterricht an der Uni Lust, meine Kenntnisse in der Praxis umzusetzen und zu vertiefen“, erzählt Carolin Elseg, „da habe ich die Suche spontan gestartet und mich einfach mal beworben.“

Gesagt, getan. Nach eigener Internetrecherche bewarb sie sich bei der französischen Tochter des deutschen Maschinenbauunternehmens Voith Turbo, in dem Produkte wie Bremssysteme und Getriebe für LKWs, Züge und Schiffe verkauft sowie in der eigenen Werkstatt repariert werden. Bis Ende August war die Magdeburger Studentin in Noisy le Grand, 20 Kilometer östlich von Paris, und erweiterte nicht nur ihre Französischkenntnisse, sondern sammelt in ihrem Praktikum als Assistentin des Directeur General Adjoint – zu Deutsch: stellvertretender Geschäftsführer – viel Berufserfahrung. „Meine Aufgaben liegen im Recruiting, Gesundheitsmanagement und in der Personalbetreuung“, berichtet die Studentin, „außerdem gebe ich interessierten Mitarbeitenden Deutsch- und Englischunterricht, indem ich ihre Sprachfertigkeiten mit Hilfe von Übungsaufgaben, Videos und Zeitungsartikeln fördere.“

Während ihres Aufenthalts lebte Carolin Elseg in einer WG in Noisy le Grand, gerade einmal 800 Meter von ihrer Arbeitsstelle entfernt. Neben einer Praktikumsvergütung, erhielt die Studentin finanzielle Unterstützung durch das Leonardo/Erasmus-Stipendium. „Damit konnte ich sehr gut in Frankreich leben“, sagt sie, „auch wenn die Preise teilweise wirklich saftig sind. Wobei ich mich daran – selbst als Schwäbin – irgendwann gewöhnt habe.“ Außerdem biete die Homepage des Leonardo Büros viele nützliche Hinweise und Tipps zu Stipendien, zur Wohnungssuche und vielem mehr.

Verliebt in Paris

Carolin Elseg hat sich selbst in die Stadt der Liebe verliebt: „Paris ist einfach wunderschön. Am liebsten bin ich in den Park „Vert Galant“ gegangen, ganz an der Spitze der Île de Cité, direkt an der Pont Neuf“, erzählt die Französin auf Zeit, „dort picknickte ich mit Freunden am Ufer der Seine und betrachtete die tollen Gebäude.“

Picknick an der Seine mit meiner Kollegin FatimaNotre Dame

Bild 1: Picknick an der Seine mit Kollegin Fatima // Bild 2: Notre Dame

Aber nicht nur die malerische Kulisse und die Macarons (kleine Baisergebäcke) sagten der Magdeburgerin zu, sie fühlte sich als Praktikantin in ihrem Arbeitsumfeld äußerst wohl und nimmt neue Praxiserfahrungen mit nach Hause. „Ich habe spannende Einblicke in die Arbeit eines Managers erhalten. Manchmal hat uns unser Chef eine herausfordernde Fragestellung gestellt, wie man schwierige Situationen im Unternehmen lösen könnte. Dadurch habe ich gelernt, wie die Theorie in der Praxis angewendet wird“, erzählt Carolin Elseg. Auch für sich persönlich habe sie einiges mitnehmen können: „Ich habe gelernt, dass man trotz allen „Erwachsenseins“ auch mal Heimweh bekommt – und dass dieses aber auch wieder verschwindet“, so die junge Frau.

Carolin Elseg rät jeder Studentin und jedem Studenten, den Schritt zu wagen und ein Praktikum oder ein Semester im Ausland zu absolvieren. „Lasst euch nicht von der fremden Sprache einschüchtern, man findet immer mindestens einen Freund und Verbündeten im Unternehmen oder anderswo, mit dem alles Spaß macht“, versichert sie. Insofern stimmt die Magdeburger Studentin mit dem französischen Stimmwunder Edith Piaf überein: „Non, je ne regrette rien.“

Cinderellas Schloss bei Nacht - Disneyland

Zum Verlieben: Das Schloss von Cinderellas im Disneyland Paris bei Nacht

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Am Ufer der Wolga - Ein Reisetagebuch

Willkommen in Kasan! 18 Studierende der Uni Mageburg besuchen für zwei Wochen die Städte Kasan und Bolgar in der autonomen Republik Tartastan. Im Austausch mit der Universität Kasan, lernen die Studierenden des Studiengangs European Studies die interkulturelle Kommunikation im Alltag und in der Politik kennen. Zudem erfahren sie mehr über die Sprache, Kultur und Menschen in der fast 3.000 Kilometer entfernten Region, mitten in Russland. Organisiert wird die Summer-School von Dr. Tatjana Samostyan, Lehrstuhl für Slawistik an der Fakultät für Humanwissenschaften. Vom 02. - 16. September sind sie zur interkulturellen Exkursion am Ufer der Wolga unterwegs und berichten in ihrem Online-Tagebuch von den spannenden Eindrücken vor Ort.

Tag 9:

Gerade vor einer Woche wurde in Bolgar eine neu erbaute islamische Akademie eingeweiht, die ganz in der Nähe zu der Weißen Moschee errichtet wurde. Die Gruppe konnte eine exklusive Führung durch die Akademie erhalten und der Stellvertretende Leiter der Akademie erklärte ihnen, warum diese gebaut wurde: Durch die Ausbildung von Gelehrten in der friedlichen Tradition des tatarischen Islams soll radikalen islamischen Einflüssen vorgebeugt werden.

Danach ging es in ein Brotmuseum, in dem das ländliche Leben zu früheren Zeiten in Russland und die traditionelle Herstellung von Brot nachgebaut wurde. Zudem stieß ein Studierender in der Nähe auf einen hübschen Birkenwald, den die Gruppe dann auch besuchte. Schließlich ist die Birke ein typisch russisches Symbol und spielt auch in vielen Sagen und Märchen eine Rolle.

Tag 6-8:

Das Wochenende der Sommerschule in Bolgar war interessant, intensiv und wie immer sehr produktiv. Die Studierenden beschäftigten sich in interaktiven Seminaren und Workshops mit der Wirtschaftskrise Russlands, mit der Kultur und der Geschichte des Landes sowie weiterhin mit Fallbeispielen für interkulturelle Begegnungen. Sie lernten mit Begeisterung die Ebru-Maltechnik sowie traditionelle Tänze kennen. Über Wissenschaft und Literatur des Khanats der Wolgabulgaren konnten die Magdeburger auf dem eindrucksvollen "Weg der Gelehrten und Dichter erfahren" und parallel dazu die unschlagbare Aussicht auf die Wolga genießen, die der Weg und die nahegelegene Quelle mit „heiligem Wasser“ zu bieten haben.

Tag 5:

An einem weiteren Tag der Sommerschule konnten die Teilnehmenden das "Museum der Bolgar-Zivilisation" und eine neu gebaute Moschee in Bolgar besichtigen, wo sie viel Neues über die Region erfahren konnten. An der Moschee trafen sie auch auf ein tartarisches Brautpaar. Außerdem konnten sie das schöne Wetter und die weitläufige Natur auf dem Weg zur Moschee genießen. Workshops zur interkulturellen Kommunikation fanden weiterhin statt. Es war ein voller Tag, der mit einem gemütlichen Lagerfeuer mit russischen und deutschen Liedern abgeschlossen wurde.

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Tag 2 - 4:

Nach einem Tag in Kasan brachen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Sommerschule auf in die kleine Stadt Bolgar, ca. 200 km südlich von Kasan. Hier findet der Großteil der Sommerschule statt: Täglich besuchen die Studierenden Seminare, beispielsweise zu interkultureller  Kommunikation und zu der russischen Kultur im Besonderen. In den letzten Tagen beschäftigten sie sich besonders mit der russischen Kinematografie. Zudem kommen die Studierenden ständig mit der russischen Sprache in Kontakt.

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Tag 1: Endlich angekommen!

Am ersten Tag in der Hauptstadt der Republik Tatarstan, Kasan, bekamen die Studierenden eine ausführliche Stadtführung und lernten viel über die Geschichte und die Sehenswürdigkeiten der Stadt. "Kasan" kann mit "Kessel" übersetzt werden, deswegen gibt es ein großes "Kesselmonument", von dem man eine tolle Aussicht hat. Weiterhin besuchten sie die sehr farbenfrohe Altstadt Kasans und retteten sich aus strömendem Regen in eine geschichtsträchtige Moschee.

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Tag 0: Spannung auf Kasan

In großer Vorfreude können wir berichten, dass es insgesamt 18 Studierende des Studienganges European Studies vom 02.-16. September dieses Jahres nach Russland an die Ufer der Wolga verschlagen wird. Die meisten von ihnen haben Russisch als Hauptsprache ausgewählt. Die Sprache wird während des gesamten Studiums unterrichtet und möglicherweise werden sie ein Auslandssemester in Russland absolvieren. Um die Studierenden, die gerade das zweite Fachsemester beendet haben, besser darauf vorzubereiten, initiierte und organisierte Frau Dr. Tatjana Samostyan, Dozentin am Lehrstuhl für Slawistik und Verantwortliche für Internationale Kooperationen im Studiengang European Studies, diese Sommerschule in Russland über interkulturelle Kommunikation im Alltag und in der Politik. Das Projekt ist ein Pre-Workshop zum Internationalen Forum mit dem Titel „Der Islam in der multikulturellen Welt“ und ist entsprungen aus der neu entstandenen Kooperation zwischen der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg und der Kasaner Föderalen Universität, einer der renommiertesten Universitäten Russlands, die auch maßgeblich an der Organisation beteiligt ist.

Doch warum geht es um interkulturelle Kommunikation und um den Islam? Stattfinden wird das Projekt in den Städten Kasan und Bolgar in der autonomen Republik Tatarstan, in der ungefähr zu gleichen Teilen muslimische Tataren und orthodoxe Christen leben. Mit dieser Interkulturalität und der damit verbundenen Problematik werden sich die Studierenden auseinandersetzen – schließlich ist das Thema auch in Westeuropa mehr als aktuell. Dazu werden sie täglichen, intensiven Russischunterricht genießen; Zeit, um das historische Erbe der Millionenstadt Kasan und der Umgebung kennenzulernen, ist ebenfalls eingeplant.

Im besten Fall wird sich das Projekt als fester Bestandteil des Ensembles der von der OVGU organisierten und getragenen Sommerschulen etablieren. Wir hoffen, dass es in folgenden Jahren auch vielen anderen Studierenden des Studienganges European Studies sowohl als Vorbereitung auf ein Semester in Russland als auch als einzigartige interkulturelle Erfahrung dienen wird.

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Wenn Medizin auf Technik trifft

Medizintechnik ist eine wichtige Disziplin im Bereich der Ingenieurswissenschaften: Ob bei der Entwicklung von Prothesen für körperlich Beeinträchtigte oder der Forschung und Weiterentwicklung im medizinischen Bereich bereits täglich eingesetzter und überaus wichtiger Geräte wie dem MRT. Neue Technologien und Denkansätze im Bereich der Medizintechnik tragen zur Verbesserung des gesundheitlichen Standards in Deutschland bei.

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg ermöglicht Studierenden mit dem Bachelor- und Masterangebot Medizintechnik die Kombination der Fachbereiche Mathematik, Physik, Elektrotechnik und Informatik kennenzulernen. Interdisziplinäre Herausforderungen dieser Fachbereiche finden in Vorlesungen, Seminaren und Praktika Anwendung, damit neue Lösungsansätze erforscht werden können.

Aufbauend auf dem neuen Bachelorstudiengang Medizintechnik, der seit zwei Jahren an der Uni Magdeburg angeboten wird, gewährt der englischsprachige Master Medical Systems Engineering, der pro Semester bis zu 40 Studieninteressierte annimmt, einen umfassenden Einblick in die Welt der medizinischen Forschung. In den Hörsaalreihen befinden sich viele internationale Studierende, die zum Teil aus Indien, Pakistan und Eritrea stammen.

 

Medizintechnik in der Praxis

Masterstudent Nicolas Glienke ist Teilnehmer des Praxisseminars Brain Computer Interfaces, welches im Rahmen der Veranstaltung physiologische Systemmodellierung an der Universität Magdeburg angeboten wird. Er und weitere Studierende erforschen die Reaktionen der eigenen Gehirnaktivitäten, um aus den gewonnen Datensätzen und Signalen einen Algorithmus für ein Computerspiel zu entwickeln. „Die praktische Anwendung ist ein guter Ausgleich zum theoretischen Anteil des Studiengangs“, betont Nicolas Glienke, der sich nach seinem Studium auf das Forschungsgebiet der Neurowissenschaft spezialisieren möchte.

Master Medical Systems Engineering 

Das Praktikum koordinieren die wissenschaftlichen Mitarbeiter der Fakultät für Informatik, Tim Pfeiffer, und Nikolai Heinze vom Leibniz Institut für Neurobiologie. Unter ihrer Anleitung soll ein Quellcode entstehen, der die Steuerung des Computerspielklassikers Pong mit Hilfe von Gehirnsignalen möglich macht. Dafür benötigt es vorab jedoch viele Tests und deren Auswertung, um die neuronalen Signale richtig interpretieren zu können.

„Für den Laien sieht die Messung wie eine Ansammlung von Wellen und Linien aus, doch da steckt mehr dahinter“, erläutern Tim Pfeiffer und Nikolai Heinze. „Über die Elektrodenhaube erfassen die Teilnehmer ihre neuronalen Aktivitäten des Gehirns in verschiedenen Situationen. Beim Schließen und Öffnen der Augen zeigt die Kurve einen direkt messbaren Ausschlag an“, so Pfeiffer. In der Praxis kommt diese Technologie bislang fast ausschließlich zur Verbesserung der Lebensqualität von körperlich beeinträchtigten zum Einsatz: Mit der Buchstabiermaschine zum Beispiel können Menschen mit dem Locked-In Syndrom, die die zum Sprechen nötige Muskulatur nicht bewegen können, dank der neuronalen Eingabemöglichkeit mit anderen Menschen kommunizieren.

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Medizintechnikstudium auf einen Blick

 

  • Die Regelstudienzeit für den Bachelor Medizintechnik beträgt 7 Semester.
  • Bachelorinteressenten sollten technische sowie naturwissenschaftliche Grundlagen mitbringen und
    ein gewisses Maß an mathematischem Verständnis.
  • Die Regelstudienzeit für den Master Medical Systems Engineering beträgt 4 Semester.
  • Ein Sprachnachweis in Englisch wird für den Master vorausgesetzt.
  • Die Studienplatzbeschränkung für den Masterstudiengang liegt bei 40 Teilnehmern.

 

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Zeit ist das größte Geschenk

Konzentriert hält Atena Azimi den Stift in ihrer Hand, während sie damit eine blaue Linie zeichnet. Durch ihre Bilder drückt sie sich aus, denn die deutsche Sprache versteht und spricht das kleine Mädchen noch nicht so gut. Sie musste aus ihrem Land fliehen. Jetzt ist sie in Deutschland zu Hause und auf Hilfe angewiesen. Diese Hilfe bekommt sie von Studentin Carolina Stein, die ihr nicht nur beim Malen, sondern auch beim Erlernen der neuen Sprache zur Seite steht.

 

Studierende engagieren sich ehrenamtlich für Geflüchtete

Carolina ist eine von 30 Studierenden, die sich ehrenamtlich im Rahmen eines Seminars für Geflüchtete engagiert. Das Seminar „Integrationsmanagement" ist dieses Wintersemester in Kooperation mit der Universität Magdeburg und dem Malteser-Hilfsdienst von dem Verein Synection ins Leben gerufen worden. Studierende erarbeiten innerhalb von vier Wochen ein Projekt und setzen es dann sechs Wochen lang in der Praxis um.

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OVGU-Studentin Carolina Stein hilft dem geflüchteten Mädchen Atena Azimi nicht nur beim Malen.
(Foto: Malteser Magdeburg)

Zum Beispiel engagieren sich 18 der Studierenden in der Gemeinschaftsunterkunft der Malteser in Oschersleben. Ein wichtiges Projekt in der Flüchtlingshilfe sind unter anderem Integrationslotsen. Einheimische Ehrenamtliche sollen die Geflüchteten während ihrer Integration unterstützen. Dies kann sowohl durch Deutschunterricht als auch durch das Besuchen von gemeinsamen Veranstaltungen, wie Konzerten, geschehen. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt und der Spaß soll bei den Unternehmungen im Vordergrund stehen. Beim Modellprojekt zur Wertevermittlung und Erstorientierung wird Wissen aus allen Bereichen des Lebens an die Geflüchteten weitegegeben, die für eine Integration nötig sind. Unterstützt und begleitet werden die ehrenamtlichen Studierenden von erfahrenen und ausgebildeten sozialen Arbeitern. So kann eine Betreuung von knapp 400 Flüchtlingen stattfinden.

 

Ehrenamt wird mit Credits belohnt

Das Zusammenspiel aus wichtiger ehrenamtlicher Hilfe und der Möglichkeit praktische Erfahrungen in der Projektdurchführung zu sammeln, hat nicht nur den Erwerb von sozialen Kompetenzen und Anerkennung zum Vorteil. Bachelorstudierende der Bildungs- und Sozialwissenschaften bekommen für Ihren Einsatz Credit Points von der Universität für ihr Studium angerechnet.

Bei wem es dieses Semester nicht mit dem Seminar geklappt hat, kann das natürlich im nächsten Semester belegen oder aber sich auch schon vorher engagieren und eigene Projekte verwirklichen. Wir haben genug Potenzial für vielfältige Projekte. In einer Schulung lernen die Interessenten den Umgang mit Flucht und Asyl und Grundkenntnisse in der interkulturellen Kommunikation. So ist jeder, der sich engagieren will, auch gut auf die einzelnen Einsatzbereiche vorbereitet“, erzählt Stefan Hofmeister, Verantwortlicher für Presse-und Öffentlichkeitsarbeit der Malteser in Magdeburg.

Interessierte können sich via Mail an Stefan Hofmeister vom Malteser-Hilfsdienst für weitere Informationen richten und sich selbst aktiv in der Hilfe für Geflüchtete einbringen.

 

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Medienwerkstatt der Universität macht Studierende fit in crossmedialer Medienkompetenz

„Kommunikation transmedial über verschiedenste Kanäle und Plattformen hinweg ist ein Werkzeug, das jeder beherrschen muss, der sich in der Medienwelt beruflich bewegen will und sie auch privat nutzen möchte“, ist sich Jana Richter, Koordinatorin der Medienwerkstatt, sicher. Die Medienwerkstatt rüstet Studierende mit der entsprechenden Medienkompetenz aus und unterstützt die Herausbildung medienpädagogischer Fähigkeiten. Sie ist der Zentralen Betriebseinheit Medien, Kommunikation und Marketing angegliedert und steht Studierenden aller Studienrichtungen offen.

In drei Säulen gliedert sich die Arbeit der Medienwerkstatt – Medienprojekte außerhalb der Lehrveranstaltungen wie das Uniradio Guericke FM und Campus TV, praktische Workshops zum Erlernen von Filmschnitt-, Audioschnitt- und Bildbearbeitungsprogrammen, Interview- sowie Moderationstechniken oder Sprechtraining vor der Kamera und hinter dem Mikrofon sowie Seminare im Studiengang Medienbildung, zum Beispiel Audiovisuelle Medienproduktion, Visuelle Theorie, Filmmontage, Crossmediales Storytelling oder Schauspielführung.

Foto von Jana Richter, Koordinatorin der Medienwerkstatt

„Als ich mein Studium beendete, haben mir meine Professoren Yana Drouz und David Safarian Folgendes mit auf den Weg gegeben: ´Ich wäre ein Idiot, wenn ich denken würde, ich könnte mit einem Film die Welt verändern. Doch ich wäre ein viel größerer Idiot, wenn ich denken würde, ich könnte es nicht.´ In diesem Sinne: Benutzt Medien, um die Welt besser zu machen!"

- Jana Richter, Koordinatorin der Medienwerkstatt der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg - 

 

Immer durchlässiger werden die Grenzen zwischen Radio und TV, zum Beispiel entstehen kleine Filme, um Radiosendungen anzuteasern, die über Facebook, Instagram und Snapchat verbreitet werden. Mobile Reporting ist dabei ein journalistisches Spielfeld, auf dem die Studierenden sich ausprobieren können. Campus TV bietet eine Plattform für studentische Filmproduktionen. Für die audiovisuellen Medienproduktionen stehen den Studierenden kostenfrei Kameras, Tontechnik, Fotoapparate, Schnittlabor und Fotostudio mit Sprecherkabine und Green-Screen für ein professionelles Arbeiten zur Verfügung. Guericke FM hat sogar ein eigenes Radiostudio im Campus Service Center, in dem die Sendungen aufgezeichnet werden. Das Campusradio ist 24 Stunden an 7 Tagen in der Woche mit verschiedensten Sendungen im Internet und über die MDCC Machdeburg App zu hören. Alle zwei Wochen gibt es eine aktuelle Infothek. Als neuer Baustein ist eine „Live-Sendung“ in Planung, die im Wintersemester on air gehen soll. Den studentischen Radiomachern stehen die Profis der Eventagentur Heartdisco Music nicht nur an den Reglern zur Seite, sondern auch bei der Organisation von Musikevents und Radiokonzerten. Hier werden die Radiomacher zu Moderatoren, Journalisten, Bandbetreuern und DJs, z. B. bei einer After-Show-Party.

Immer mehr verbinden sich Print, Video, Radio, Social-Media-Kanäle und Online-Plattformen, immer wichtiger deshalb, Medienkompetenzen zu vermitteln und zu stärken. Das ist das Ziel der Medienwerkstatt an der Universität Magdeburg.
Text: Ines Perl

 

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Studentischer Wettbewerb zum autonomen Fahren

80 Quadratmeter Teststrecke mit Trackingsystem, sechs Studenten der Universität Magdeburg und ein autonomes Modell-Fahrzeug: Das studentische Team oTToCAR der OVGU hat nach einem Testwochenende unter Wettkampfbedingungen im Hörsaal der Informatik die Reise angetreten und nahm beim diesjährigen Carolo-Cup in Braunschweig teil. 17 studentische Teams aus Universitäten in ganz Deutschland und Europa trafen sich in Niedersachen, um mit selbstfahrenden Modell-Autos gegeneinander anzutreten.

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Die selbst entwickelten Fahrzeuge mussten reale Verkehrssituationen meistern. (Foto: TU Braunschweig)

Bei dem internationalen Studentenwettbewerb werden selbst entwickelte Modellfahrzeuge im Maßstab 1:10 eingesetzt. Sie müssen Probleme des autonomen Fahrens lösen – selbstständig die Straße erkennen, einparken, überholen. Der Aufbau des Fahrzeuges, die elektrische Ausstattung und die Programmierung des Systems wird dabei durch ein interdisziplinäres Team von Studierenden bearbeitet. „Jeder Carolo-Cup ist letztendlich das Ziel, auf das wir ein Jahr hinarbeiten“, beschreibt Informatikstudent Christian Speich und Leiter des oTToCAR-Teams. Er und seine Teamkollegen aus den Bereichen Informatik und Computervisualistik Gero Licht, Mansour Abboud, Maximilian Borchardt, Christian Krebs und Moritz Bösenberg haben beim diesjährigen Wettbewerb den 5. Platz belegt.  

 

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Letzte Änderung: 26.10.2017 - Ansprechpartner:

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