Ingenieure ohne Grenzen

Eine langfristige Verbesserung der Lebensbedingungen notleidender und benachteiligter Menschen weltweit - das ist der Wille und das Ziel der Ingenieure ohne Grenzen, eine gemeinnützig anerkannte private Hilfsorganisation. Die Mitglieder und Mitgliederinnen legen den Fokus auf eine nachhaltige, partnerschaftliche Unterstützung im Rahmen einer grundbedürfnisorientierten Entwicklungszusammenarbeit. Seit dem 13.12.2011 existiert die Regionalgruppe Magdeburg, die sich mittlerweile regelmäßig in den Räumen der Universität Magdeburg trifft und die Zusammenarbeit und Projekte plant.

1. Seit wann gibt es euren Verein und wie ist eure Entstehungsgeschichte?

Vor der Regionalgruppe der Ingenieure ohne Grenzen in Magdeburg gab es bereits Initiativen an anderen Universitäten. Im Dezember 2011 gründete ein Student, der bereits in der Leipziger Regionalgruppe mitgewirkt hat, die Magdeburger Regionalgruppe. Bei der Gründung erhielten wir starke Unterstützung durch die Fachschaftsräte, mit denen wir auch heute noch gut zusammenarbeiten.

2. Was macht euren Verein so besonders?

Wir sind eine gemeinnützige Hilfsorganisation, die weltweit ingenieurstechnische Entwicklungszusammenarbeit leistet. Als Verein versuchen wir technische Defizite in den Bereichen der Infrastruktur in der Wasser-, Energie- und Sanitärversorgung auszugleichen, sodass die Grundlagen für bessere Lebensbedingungen geschaffen werden können. Unser Hauptaugenmerk liegt in Entwicklungsländern, in denen diese Probleme noch sehr ausgeprägt sind.

Die bundesweite Ausrichtung unseres Vereins birgt eine Vielfältigkeit an Projekten und Tätigkeitsfeldern. Jede Regionalgruppe arbeitet an eigenen Projekten und ist für die Spenden und den regionalen Bekanntheitsgrad selbst verantwortlich. Wir können demnach sehr selbstbestimmt arbeiten.

3. Welche Ziele verfolgt euer Verein?

Der Verein wurde mit dem Leitbild gegründet, sich nicht nur technischen Problemstellungen zu widmen, sondern vor allem auch die Nachhaltigkeit der Begünstigten zu sichern, in dem Hilfe zur Selbsthilfe gewährleistet wird und somit keine Entwicklungshilfe, sondern Entwicklungszusammenarbeit geschaffen wird. Um sicherzustellen, dass die aufgebauten Strukturen nachhaltig weitergepflegt werden können, arbeiten wir mit NGO und regionalen Partnern zusammen, die in die Projekte miteingebunden und u.a. auch angelernt werden.

IngenieureohneGrenzen

Die Regionalgruppe Magdeburg des Vereins "Ingenieure ohne Grenzen e.V." (Foto: privat)

4. Welche besonderen Erinnerungen verbindet ihr mit dem Verein?

Neben der Vereinsarbeit machen wir auch viel gemeinsam in der Freizeit (z.B. Sport, Geburtstagsfeiern, Kneipenstammstich, Weihnachtsfeier). Die soziale Umgebung ermöglicht es, schöne Erinnerungen zu schaffen und gleichzeitig effektiv und zuverlässig mit Spaß zu arbeiten.

5. Was habt ihr bereits bewirken können?

Bisher hatten wir zwei Projekte. Ein Projekt in Uganda konnten wir leider nicht beenden. Wir haben dabei aus unseren Fehlern gelernt und haben daraufhin ein Energieprojekt in Tansania erfolgreich abgeschlossen.

Derzeit arbeiten wir an einer Warmwasserversorgung in einem Mädcheninternat in Tansania. Das Projekt heißt "Maji Moto - Warmwasserversorgung für ein Mädcheninternat in Tansania". Für den Projektnamen haben wir uns etwas Besonderes überlegt: Maji Moto ist Suaheli und bedeutet übersetzt „warmes Wasser“. Suaheli ist die Muttersprache der Bewohner in unserer Projektregion und wird in weiten Teilen Ostafrikas gesprochen. Unser Projekt beinhaltet den Aufbau einer Warmwasserversorgung für die Schülerinnen der Mufindi Girls Secondary School. Derzeit findet die Planung der Solarthermieanlage statt und es wird ein Konzept zum Aufbau der Anlage erarbeitet.

Auch in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising konnten wir schon einiges bewerkstelligen: Der Hörsaal/Science-Slam auf dem Campus, das „Fest der kleinen Forscher“ in Zusammenarbeit mit dem Familienhaus, Stände u. a. auf dem Uni-Flohmarkt und beim Campus-Day sowie weitere Infoveranstaltungen werden von uns regelmäßig veranstaltet.

6. Welche Pläne habt ihr für die Zukunft?

Der Hauptfokus unserer Arbeit liegt in unserem Projekt. Neben der Beendigung des aktuellen Projektes, möchten wir in Zukunft auch an neuen Projekten arbeiten. Nebenbei möchten wir auch inländische Bildungsarbeit betreiben. Das schließt bspw. die Sensibilisierung von Mitmenschen, das Halten von Fachvorträgen zur Entwicklungszusammenarbeit und die integrative Arbeit mit Flüchtlingen ein.

7. Beschreibt den Charakter eurer Mitglieder in einem Satz.

Bodenständig, teamfähig und an guten Tagen sind manche sogar witzig.

8. Arbeitet ihr mit anderen Initiativen zusammen?

Wir kooperieren oft mit studentischen Organisationen und Initiativen wie dem Symposium Magdeburg e.V. oder diversen Faras und Fasras. Je nach Aktion und Veranstaltungen fragen wir auch bei anderen außeruniversitären Institutionen und Organisationen, die uns bei unseren Vorhaben möglich unterstützen können wie dem Familienhaus Magdeburg oder die Soroptimisten in Magdeburg.

9. Wie kann man eurem Verein beitreten?

Am besten schreibst du uns eine Mail an magdeburg@ingenieure-ohne-grenzen.org und kommst dann zu einem unserer nächsten Regionalgruppentreffen. Weitere Infos zu uns und unserer Arbeit findest du auch auf unserer Homepage unter https://www.ingenieure-ohne-grenzen.org/magdeburg. Wir freuen uns auf dich!

Letzte Änderung: 04.06.2019 - Ansprechpartner: Webmaster