Und, wo arbeiten Sie?

Auf dem höchsten Arbeitsplatz: Der Hubschrauberlandeplatz auf dem Haus 60a

Sven Liensdorf auf dem Hubschrauberlandeplatz (c) Harald KriegSven Liensdorf vom Patientenbegleitdienst auf dem Hubschrauber-Sonderlandeplatz. 

  • Der neue Hubschrauber-Sonderlandeplatz befindet sich in 25 Metern Höhe auf dem Dach des Hauses 60a auf dem Campus der Medizinischen Fakultät.

  • Der Landeplatz kann täglich von 0 bis 24 Uhr angeflogen werden. Ein Aufzug fährt vom Dach die Zentrale Notaufnahme und die sieben Ebenen des Gebäudes an.

  • Notfall-Patienten können jetzt 10 bis 15 Minuten schneller im Krankenhaus behandelt werden. Wird der bisherige Bodenlandeplatz genutzt, müssen die Patienten in einen Rettungswagen umgelagert und dann zur Zentralen Notaufnahme, die 600 Meter entfernt ist, gefahren werden.

  • Der Sonderlandeplatz wurde am 25. Juni 2018 eingeweiht. Circa 40 Planungsbüros und ausführende Firmen arbeiteten an der Umsetzung des Baus.

  • Am Dach wurden 28 Stützen montiert, um die Plattform sicher mit dem Gebäude zu verbinden. Das Alumi­nium-Hubschrauberlandedeck ist 21 mal 21 Meter groß. Es dürfen Hubschrauber von bis zu 15 Meter Länge und max. fünf Tonnen Startgewicht landen.

  • Die Kosten von rund fünf Millionen Euro hat das Land Sachsen-Anhalt getragen.

 

Auf dem tiefsten Arbeitsplatz: Das Magazin der Universitätsbibliothek

Astrid Lindloff in der Bibliothek (c) Harald KriegAstrid Lindloff, Verantwortliche für den Bereich Magazin, und Jens Ilg, Leiter Abteilung Benutzung

  • Auf 825 Quadratmetern werden ca. 300000 Medien, also Bücher, Zeitschriften, CDs usw. aufbewahrt. Diese Medien stehen nicht im Handapparat der Bibliothek, um z.B. wertvolle Bücher zu schützen oder weil sie zwar unentbehrlich sind, aber vergleichsweise selten genutzt werden.

  • Bis zu 850 Medien werden pro Woche aus dem Magazin zur Ausleihe zur Verfügung gestellt. Die Bücher werden über sogenannte Bücherwagen transportiert, das sind quasi überdimensionierte Servierwagen mit 3 bis 4 Böden.

  • Das kleinste Buch ist 4,1 cm breit und 5 cm hoch; von Georgi Dimitroff „Schlußrede vor Gericht am 16. Dezember 1933“ erschienen im Dietz Verlag Berlin aus dem Jahr 1972. Normalerweise sind Fachbücher fünf mal so hoch.

  • Das älteste Buch im Magazin ist von Albert Krantz, es wurde 1520 gedruckt.

 

Auf dem saubersten Arbeitsplatz: Der Reinraum im Gebäude 09

Bodo Kalkofen und Jörg Vierhaus im Reinraum im Gebäude 09 (c) Harald KriegBodo Kalkofen (hinten), Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Halbleitertechnologie, und sein Kollege Jörg Vierhaus (vorn).

  • Mehr als 40 verschiedene Geräte und Anlagen, darunter eine zur Atomlagenabscheidung, stehen im Reinraum. Sie kosteten ca. 18Mio.Euro.

  • Die Temperatur im Reinraum muss 21°C betragen. Die relative Luftfeuchte liegt bei 45 Prozent.

  • Im Reinraum befinden sich maximal 3500 Partikel pro m³. Ein Mensch ohne Reinraumbekleidung gibt beim langsamen Gehen circa 5.000.000 Partikel an seine Umwelt ab. Daher darf der Reinraum nur mit spezieller Kleidung betreten werden, zuvor muss eine Schleuse passiert werden, in der Restpartikel von der Schutzkleidung entfernt werden.

  • Im Reinraum sorgt eine spezielle Luftzirkulation dafür, dass Partikel nicht umher wirbeln, sondern auf den Boden gedrückt und nach außen abgeleitet werden.

  • Zum festen Mitarbeiterstamm im Reinraum gehören ein Leiter, zwei Ingenieure und ein Mikrotechnologe. Außerdem stehen Arbeitsplätze für Wissenschafter, Doktoranden, Studierende sowie Auszubildende und Praktikanten zur Verfügung.

  • Diese erforschen Halbleiterstrukturen, untersuchen Schalter für Hochfrequenz-Signale oder entwickeln neu­artige Sensoren für Windkraftanlagen.

 

Auf dem naturnahesten Arbeitsplatz: Die Gärtnerei der Uni

Christiane Hummel, Maik Schmalisch und Marcus Möbes bei der Arbeit im Blumenbeet (c) Harald KriegChristiane Hummel (Mi.) und ihre Kollegen Maik Schmalisch (re.) und Marcus Möbes (li.) von der Gärtnerei.

  • Drei Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind auf für die Pflege der Grünanlagen an allen Standorten der Uni über die ganze Stadt verteilt und den Winterdienst zuständig. Sie bearbeiten ca. 120.000 m² Grünfläche, im Winterdienst beträgt die Fläche ca. 240.000 m²; dazu gehören Wege, Straßen und Parkplätze.

  • Auf dem Campus stehen ca. 560 Bäume. Zu den 34 Arten gehören Pappeln, Blauglockenbaum, Japanischer Schnurbaum, Ahorn, Robinien, Birken, Eichen, Mammutbaum, Walnuss u.v.m. Der höchste Baum ist die Pappel zwischen Gebäude 12 und Gebäude 05.

  • Stauden, wie Lilien, Lavendel oder Herbstanemonen, verschiedene Bodendecker, wie Euonymus, Cotoneaster oder Immergrün, sowie Gehölze, wie Flieder, Buchsbaum, Kirschlorbeer oder Bambus vor dem Gebäude16, begrünen den Campus.

  • Vom frühen Frühling bis späten Herbst grünt und blüht es auf dem Campus. Da findet man Schneeglöckchen, Narzissen, Tulpen, Krokusse und Hyazinthen überall auf den Wiesen und Beeten, aber auch Rosen vor Gebäude16 oder das große Staudenbeet auf der Westseite von Gebäude 15.

  • Circa 300 kg Rasendünger, 30 kg Rosendünger und 80 kg Dünger für Stauden und Gehölze werden pro Jahr verbraucht.

  • Und auch für die Fauna wird gesorgt: Vor dem Gebäude 16 gibt es ein Bienenhotel, beim Bootshaus der Uni im Rotehornpark leben ganze Bienenvölker und demnächst entsteht eine Bienenblühwiese auf der Ostseite des Gebäudes 18.

 

Ina Götze

Fotos: Harald Krieg / Uni Magdeburg

Letzte Änderung: 01.03.2019 - Ansprechpartner: Webmaster