Best Paper Award

Die amerikanische Gesellschaft International Society for Advancement of Cytometry (ISAC) ehrte Dr. Walter Schubert, Institut für Medizinische Neurobiologie, mit dem renommierten "Best Paper Award 2007". Der Preis wurde ihm aufgrund einer Befragung von mehr als 2000 Wissenschaftlern für seine Publikation verliehen, in der er eine neue Technologie (MELK) und einen Drei Symbol Code für die Analyse von Protein-Netzwerken im Immunsystem beschreibt.
In der Arbeit wird dargelegt, dass man mit diesem Code eine quasi beliebige Anzahl von Proteinen in einem einzigen Gewebeschnitt erfassen kann, so dass bisher nicht sichtbare funktionelle Bereiche in Immunorganen und anderen Organsystemen aufgedeckt und quantitativ beschrieben werden können. Damit eröffnen sich völlig neue Perspektiven, um z. B. die Funktionsweise bzw. Fehlfunktionen des Immunsystems bei Krankheiten direkt im Gewebe zu entschlüsseln.
Walter Schubert gründete mit seinen Forschungsarbeiten das neue Wissenschaftsgebiet der TOPONOMIK, die Wissenschaft von den Protein-Netzwerken (dem Funktionsplan) der Zellen. Ziel ist es, das Toponom des Menschen in Krankheit und Gesundheit vollständig zu entschlüsseln und die Ergebnisse in neue Diagnose- und Behandlungsverfahren zu übersetzen. PM

Henning-Andersen-Preis

Dr. Klaus Mohnike, Oberarzt an der Universitätskinderklinik, wurde mit dem Henning-Andersen-Preis 2008 für das beste klinisch forschungsorientierte Abstract European registry for congenital hyperinsulinism ausgezeichnet. Anerkannt wird damit seine Arbeit zum Aufbau des Europäischen Registers zur Erfassung der Patienten mit angeborenem Hyperinsulinismus. Daten zur Erstmanifestation, Diagnose und Therapie von 841 Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen wurden von pädiatrisch-endokrinologischen Zentren in Frankreich, Großbritannien und Deutschland erfasst. Die Evaluation der umfassenden klinischen, genetischen und pathophysiologischen Daten bietet die Möglichkeit, für die verschiedenen Formen des CHI therapeutische Ansätze und prognostische Aussagen zum Langzeitverlauf herauszuarbeiten und weitere klinische Studien zu initiieren.
Der kongenitale Hyperinsulinismus (CHI) bezeichnet eine sehr seltene, lebensbedrohliche Erkrankung im Säuglingsalter, die basierend auf einer Regulationsstörung der Insulinsekretion zu ständigen und lebensbedrohlichen Unterzuckerungen führt. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung ist wichtig, um dauerhafte Hirnschädigungen zu verhindern. PM

 

Besuch im Landtag

Die Bewohner des Internationalen Begegnungszentrums (IBZ) der Universität hatten Mitte November 2008 die Gelegenheit, an einer englischsprachigen Führung im Landtag von Sachsen-Anhalt teilzunehmen. Die Gäste erfuhren auf anschauliche Art und Weise mehr zu den Aufgaben und Tätigkeiten der Abgeordneten, zu geschichtlichen Hintergründen der Institution und des Gebäudes. Besonders spannend war für die Gastwissenschaftler der Besuch der Zuschauertribüne im Plenarsaal. Hier wurden viele Schnappschüsse aufgenommen, die, wieder zu Hause, noch lange Zeit an den Wissenschaftsaufenthalt in Magdeburg erinnern werden.
Der Landtagsbesuch ist ein Bestandteil des IBZ-Begegnungsprogramms, in dem internationale Gastwissenschaftler neue wissenschaftliche Kontakte knüpfen können und an die Traditionen unseres Landes herangeführt werden.
Derzeit wohnen 14 Gastwissenschaftler mit ihren Familien aus 13 Ländern im IBZ. Darunter zwei Stipendiaten der Alexander-von-Humboldt-Stiftung.
Gastgebende Institute können für ihre ausländischen Wissenschaftler, die zeitlich begrenzt an der Otto-von-Guericke-Universität arbeiten, ab sofort Anträge auf Wohnraum (1- bis 4-Raum-Wohnungen) für das Jahr 2009 im IBZ einreichen. Grit Voigt

 

Letzte Änderung: 30.03.2016 - Ansprechpartner: Webmaster