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Peace and Conflict Studies

„Und das kann man studieren?“ – diese Frage haben die PACS-Studierenden schon ziemlich oft hören müssen. Hinter dieser Abkürzung verbirgt sich der junge Master-Studiengang Peace and Conflict Studies an der Fakultät für Humanwissenschaften an der Universität Magdeburg. Hier werden Fachkenntnisse in den Theorien und Methoden der Friedens- und Konfliktforschung, dem Völkerrecht aber auch zur Menschenrechtspolitik und –rechtserziehung angeeignet. Die Studierenden werden für den internationalen Einsatz durch Vorlesungen von Gastwissenschaftler und Gastwissenschaftlerinnen, Sprachkursen, Praktika oder einem Auslandssemester fit gemacht. Welche Fähigkeiten die Studierenden lernen und welche Bedeutung die Alumni in der Gesellschaft einnehmen können, hat uns Fabian in einem kurzen Interview erzählt.

You can find an english version here.

Hallo Fabian, stell dich doch bitte kurz vor:

Mein Name ist Fabian Haderlein und ich studiere seit dem Wintersemester 2014/15 Friedens- und Konfliktforschung an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Oder wie er jetzt heißt: Peace and Conflict Studies.

Welche Argumente waren für dich ausschlaggebend für die Entscheidung, den Master in Magdeburg zu machen?

Nach meinem Bachelor in Politikwissenschaft war ich auf der Suche nach einem interdisziplinären Studiengang. Während meines Erststudiums habe ich mich viel mit Menschenrechten und Entwicklungspolitik beschäftigt und suchte nach einem Masterstudiengang, der mir neue Perspektiven ermöglichte. Da bot sich der Master Peace and Conflict Studies an, auch um diese Bereiche weiter zu vertiefen.

FKF_Haderlein

Fabian hat vor seinem Masterstudium Politikwissenschaft studiert und ist anschließend auf das Studium in Magdeburg gestoßen. Dieser Perspektivwechsel hat ihn auch persönlich weitergebracht.

Welche Erwartungen hattest du an das Studium und wurden diese erfüllt?

Ich hatte sehr hohe Erwartungen an die Interdisziplinarität des Studiengangs. Dieser Punkt wurde voll erfüllt, nicht nur auf Grund der angebotenen Lehrveranstaltungen, sondern auch wegen der unterschiedlichen Hintergründe der Kommilitonen und Kommilitoninnen.

Was hat dich besonders positiv am Master-Studium überrascht?

Da wir ein kleiner Studiengang sind, ist das Verhältnis der Studierenden untereinander sowie zwischen Studierenden und Dozenten sehr freundschaftlich und der Kontakt sowie die Betreuung sehr intensiv. Dies ermöglicht in den Seminaren interessante Diskussionen und die Möglichkeit die eigenen Perspektiven weiter zu überdenken und neue Ansichten an sich heranzulassen.

Erinnerst du dich an einen bestimmten Moment, an den du dich bestätigt fühltest, den richtigen Studiengang gewählt zu haben?

Während des Studiums habe ich viele interessante Personen kennengelernt und es sind einige enge Freundschaften entstanden, die wohl auch noch lange nach dem Ende des Studiums bestehen werden, trotz der nur kurzen Zeit von vier Semestern.

Worin liegt der Unterschied zwischen dem Bachelor- und dem Master-Studium?

Der Master ist inhaltlich wesentlich anspruchsvoller und auch spezieller. Man ist freier in seiner Seminarauswahl und kann sich seine Schwerpunkte eher nach persönlichem Interesse auswählen, auch in Anbetracht einer zukünftigen beruflichen Entwicklung. Außerdem sind die Seminare kleiner und ermöglichen einen intensiveren Austausch als im Bachelorstudium. Dieses ist mehr auf Grundlagen ausgerichtet, welche dann im Master wieder von Bedeutung sind.

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In der Kampagne Studieren@OVGU werden Studiengänge der Universität Magdeburg vorgestellt. In den Gesprächen mit Studierenden, Dozentinnen und Dozenten erfahren Studieninteressierte aus erster Hand, wie sie das Studium erleben.

Welche besonderen Fähigkeiten erlernst du während des Studiums und inwiefern sind diese in der aktuellen Arbeitswelt von Nöten?

Man lernt viel darüber, Sachverhalte zu verknüpfen und zu analysieren, auch wenn Studierende zuerst keine besonderen Kenntnisse darüber verfügen. Die Fähigkeit Texte zu verfassen wird auch geübt und in einigen Fällen wohl sogar perfektioniert. Falls man nicht gerade weiter im wissenschaftlichen Kontext arbeiten will sind Absolventen und Absolventinnen eher die Quereinsteiger, die durch ihre Kompetenzen in Kommunikation, Teamfähigkeit und Analysefähigkeit glänzen können.

Welche Bedeutung können Absolventen deines Studiengangs in der Gesellschaft einnehmen?

Viele der Absolventen sind in sozialen Vereinen und Gruppierungen tätig, sei es die Flüchtlingshilfe oder im Bereich der politischen Bildung. Dort erfüllen sie relevante Aufgaben, um die Demokratie zu stärken und setzen sich häufig für soziale Gerechtigkeit ein. Studierende des Studiengangs sind sehr engagierte Persönlichkeiten, welche mit viel Eigeninitiative versuchen die Welt, und sei es nur im Kleinen, zu einem besseren Ort zu machen.

Welche gängigen Vorurteile gibt es gegenüber den Studierenden und wie entgegnest du ihnen?

Das klassische Klischee gegenüber Studierenden der Humanwissenschaften ist es, dass diese in der Zukunft Taxifahrer werden . Dies ist natürlich Blödsinn, aber da muss man drüberstehen. Ansonsten kommen bei dem Titel Peace and Conflict Studies natürlich direkt Verknüpfungen mit aktuellen Kriegen, welche wir dann gleich lösen oder dass man BundeskanzlerIn wird. Auf die meisten dieser Punkte gehe ich mittlerweile gar nicht mehr ein, sondern erzähle eher in welchem Bereich ich selbst tätig werden möchte.

Beschreibe deinen Studiengang in drei Worten?

Interdisziplinär, familiär, engagiert.

 

Mehr Informationen sind unter folgender Adresse zu finden: www.pacs.ovgu.de

Letzte Änderung: 06.09.2017 - Ansprechpartner:

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