Rektoratsentscheidungen zur Organisation des Wintersemesters 2021/22

27.09.2021 -  

Auf der Grundlage von § 15 Abs. 5 Nr. 1 der 14. SARS-CoV-2-Eindämmungsverordnung (aktuelle Fassung vom 13. September 2021) und der zugehörigen Begründung in Verbindung mit dem Erlass des Ministeriums für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitalisierung über infektionsschützende Maßnahmen gegen die Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus im Studienbetrieb vom 5. August 2021 beschließt das Rektorat der OVGU:

1.) Für alle Beschäftigten gelten weiterhin die Regelungen der SARS-CoV-Arbeitsschutzordnung. Das sind die Maskenpflicht, die Einhaltung der Abstandsregelungen und die Hygienebestimmungen. Ausnahmen finden sich für bestimmte Personengruppen in den folgenden Punkten.

2.) Auf den Verkehrsflächen der Gebäude gilt eine Pflicht zum Tragen eines medizinischen Mund- Nasen-Schutzes („OP-Maske“ oder FFP2-Maske). Das gleiche gilt im Veranstaltungsraum, wenn der Mindestabstand (1,50 m) nicht eingehalten werden kann und grundsätzlich für den Weg zum und vom Sitzplatz sowie beim Verlassen des Sitzplatzes.

3.) Alle Präsenz-Lehrveranstaltungen der Universität im Wintersemester 2021/22 finden unter Beachtung der sogenannten 3G-Regel statt. Damit dürfen an diesen Veranstaltungen unabhängig von der Gruppengröße nur Personen teilnehmen, die gegen das SARS-CoV-2-Virus geimpft oder negativ getestet wurden oder genesen sind. Das gilt sowohl für Studierende als auch für Lehrpersonen, unabhängig davon, ob sie haupt- oder nebenberuflich tätig sind.

4.) Im Gegenzug entfallen die Regelungen der Eindämmungsverordnung für die Ansammlung von Personen sowie die Verpflichtung zur Einhaltung eines Mindestabstandes. Eine Registrierung beim Betreten von Lehrräumen ist nicht erforderlich.

Als digitalen Nachweis setzt die OVGU intern einen Hochschulpass (OVGU-Pass) ein. Aus diesem geht ausschließlich die Erfüllung des 3G-Status hervor, jedoch nicht, ob die Person geimpft, genesen oder getestet ist. Der OVGU-Pass ist von jeder teilnehmenden Person in gedruckter oder digitaler Form bei sich zu führen. Der Nachweis über einen negativen Test kann grundsätzlich durch einen an einer offiziellen Teststelle durchgeführten Antigen-Test (Schnell- oder Selbsttest), der nicht älter als 48 h sein darf, oder PCR-Test, der nicht älter als 72 h sein darf, erfolgen. Die Universität hält Testkapazitäten vor.

Auch internationale Studierende und Gastwissenschaftler:innen, die über den Nachweis einer vollständigen Impfung eines nicht in der EU zugelassen Impfstoffes (bspw. Sputnik V, CoronaVac oder BBIBP-CorV) verfügen, können eine Registrierung im OVGU-Pass vornehmen. Der Nachweis über eine alternative Covid-19-Schutzimpfung muss mind. in englischer Sprache in digitaler oder in Papierform (bspw. gelber WHO-Impfpass) vorliegen. Mit der Aktivierung des Passes erfolgt die Erklärung, dass die Voraussetzungen der 3G-Regel persönlich erfüllt sind und alle uniinternen Regelungen akzeptiert werden.

5.) Das Lehrpersonal ist berechtigt, die Einhaltung der 3G-Regelung zu überprüfen. Zusätzlich erfolgt stichprobenhaft eine Überprüfung durch von der Universität beauftragte Personen. Sollten Verstöße gegen die 3G-Regel festgestellt werden, wird durch die jeweilige Lehrperson das Hausrecht ausgeübt und die Person von der Lehrveranstaltung an dem jeweiligen Tag ausgeschlossen. Verstöße und verhängte Sanktionen sind an zu melden. Bei wiederholten Verstößen können ein Disziplinarverfahren nach Hochschulrecht (bei Studierenden) bzw. personalrechtliche Maßnahmen (bei Beschäftigten) eingeleitet werden.

6.) Online-Formate können im Ausnahmefall neben Präsenzformaten nur dann angeboten werden, wenn sie aus kapazitären Gründen, zur Ergänzung von Präsenzveranstaltungen oder zur Realisierung neuer Lehrformate sinnvoll sind. Aus persönlichen Gründen kann auf Präsenzangebote nicht verzichtet werden. Bestehen gesundheitliche Einschränkungen, die aus ärztlicher Sicht gegen das Abhalten von Lehrveranstaltungen in Präsenz sprechen, so gelten die allgemeinen arbeitsrechtlichen Bestimmungen zur Arbeitsunfähigkeit. In der Regel werden in solchen Fällen der betriebs- oder amtsärztliche Dienst zur Beurteilung herangezogen. Liegen solche Einschränkungen vor, sind gemeinsame Lösungen mit den Beschäftigten, dem Fachbereich und dem Dezernat für Personalwesen zu suchen.

7.) Studierende, die aus gesundheitlichen Gründen nicht an Präsenzveranstaltungen teilnehmen können, sind zur Vorlage eines ärztlichen Attests verpflichtet und wenden sich schnellstmöglich an ihre Fakultät bzw. den Studiengangsverantwortlichen.

8.) Für internationale Studierende, die nicht nach Deutschland einreisen können, sind die Lehrmaterialien online zur Verfügung zu stellen und entsprechende Prüfungsformate anzubieten.

9.) Die Aufrechterhaltung des Servicebetriebes durch persönliche Beratung muss abgesichert werden. Das betrifft insbesondere die Prüfungsämter, Beschäftigte im CSC, in den Bereichen K 2, K 3, K 6 und der Bibliothek. Aber auch andere Bereiche, die zu Studierenden, Beschäftigten oder Externen engen persönlichen Kontakt haben oder in Gremien mitarbeiten, können betroffen sein. Für diese Beschäftigten wird ebenfalls festgelegt, dass sie den 3G-Status erfüllen und ggf. nachweisen können. Diese Beschäftigten sind berechtigt, den 3G-Status interner Kontaktpersonen (z. B. Studierende) zu prüfen. Bereits bei einer eventuellen Terminvereinbarung sollte darauf hingewiesen werden.

Liegt insbesondere bei externen Gesprächspartnern kein 3G-Status vor, sind die allgemeinen Hygienemaßnahmen in besonderem Maße zu beachten. Sind die Voraussetzungen nicht gegeben, kann eine Beratung oder ein Gespräch nur digital erfolgen.

10.) Beschäftigte außerhalb von Servicebereichen gemäß Punkt 9 haben ebenfalls die Möglichkeit, sich mit dem OVGU-Pass zu registrieren und ggf. ihren 3G-Status nachzuweisen. Das kann hilfreich sein, wenn an der Zusammenkunft mehrerer Personen teilnehmen oder wenn Bereiche genutzt werden, die den Nachweis erfordern (Bibliothek, evtl. Mensa, Zutritt zu anderen Bereichen oder ähnliches).

11.) Auch für Personen, die nicht in der Lehre tätig sind, gilt, dass eine Verweigerung von Arbeitsleistungen aus persönlichen Gründen nicht möglich ist. Mobile Arbeit kann immer dann gewährt werden, wenn die betrieblichen Belange es zulassen und die Tätigkeit uneingeschränkt dafür geeignet ist. Die eigenmächtige Inanspruchnahme mobiler Arbeit ist nicht möglich. Für krankheitsbedingte Einschränkungen gelten die Ausführungen zu Punkt 6.

Letzte Änderung: 28.09.2021 - Ansprechpartner: Webmaster