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Forschung & Transfer

Architektur G25

Die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg setzt sich mit der Vielfalt sowohl nationaler, aber auch globaler gesellschaftlicher Herausforderungen auseinander. Das betrifft technische, gesundheitliche und ökologische Fragestellungen; aber auch ethische, kulturelle, soziale und ökonomische Probleme sind  Gegenstand wissenschaftlich-methodischer Betrachtung, Kontextuierung, Konzeptionierung und Reflexion.

Als Vorreiter technologischer Entwicklung wird die Universität Magdeburg mehr und mehr zur Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Wirtschaft. Sie versteht sich als eine Leitfigur beim Ausbau der wirtschaftlichen Entwicklung der Region. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg beraten und unterstützen mit ihrer Expertise wichtige und zukunftsweisende Vorhaben der Stadt, des Landes oder regionaler Unternehmen. Sie sind als Ingenieure, Wirtschaftswissenschaftler, Soziologen, Mediziner oder Informatiker mit ihrem Wissen unverzichtbare Partner in regionalen und überregionalen Netzwerken und so an der gedeihlichen Entwicklung der Landeshauptstadt maßgeblich beteiligt.

Durch die gezielte Anwerbung unternehmerisch begabter Studienanfängerinnen und -anfänger aus ganz Deutschland und dem Ausland und ein entsprechendes Lehrangebot werden Studierende auch zu Unternehmerinnen und Unternehmern herangebildet, die im Anschluss an ihr Studium sowohl in Wissenschaft, Wirtschaft und der Kultur neue Impulse setzen.

Das Profil ist geprägt durch Exzellenzschwerpunkte, Sonderforschungsbereiche, Graduiertenkollegs und Forschergruppen. Externe Kooperationen bestehen mit angegliederten Zentren, An-Instituten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Als Impulsgeber und Entwicklungsmotor auch weit über die Landesgrenzen hinaus, verfolgt die Universität Magdeburg Innovationsstrategien zur Stärkung des Technologie- und Wissenstransfers in regionale und überregionale Unternehmen.

 

Aktuelle Meldungen aus Forschung & Transfer:


Mehr als nur der „Luthereffekt“

Ende Juni trafen in einer international wie interdisziplinär ausgerichteten Tagung zahlreiche renommierte WissenschaftlerInnen aus unterschiedlichen Fachdisziplinen aus deutschen und ausländischen Universitäten in Magdeburg zusammen, um sich mit der Reformation und ihren Auswirkungen bis in die heutige Gesellschaft unter einem dezidiert geschlechtergeschichtlichen Fokus auseinanderzusetzen. Als Beitrag der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg zum Reformationsjubiläum wurde das Thema „Glaube und Geschlecht“ erstmals in der Reformationsdekade in einer wissenschaftlichen Konferenz auf die Agenda gesetzt. Ausstellungen und Kunstprojekte hatten bereits die weibliche Seite der Reformation thematisiert, eine wissenschaftliche Aufarbeitung der Rolle von Männern und Frauen im Glauben und des Glaubens für den Alltag von Männern und Frauen fehlte bislang.

Die von Prof. Dr. Eva Labouvie von der Fakultät für Humanwissenschaften (FHW) initiierte und konzipierte sowie von Stefanie Fabian, wissenschaftliche Mitarbeiterin der FHW, organisierte dreitägige Tagung erhielt nicht nur durch Monika Grütters, Staatsministerin für Kultur und Medien, im Rahmen des Förderprogramms „Reformationsjubiläum 2017“ eine großzügige finanzielle Förderung. Auch die „Gesellschaft der Freunde und Förderer der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg“ und die Magdeburger Universität selber beteiligten sich an der Finanzierung. Die Schirmherrschaft hatten der Rektor der Otto-von-Guericke Universität, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan, und Landesbischöfin Ilse Junkermann übernommen.

Prof. Eva Labouvie, Historikerin und Geschlechterforscherin der Uni Magdeburg, und Andrea Jozwiak von der Pressestelle im Gespräch in der Magdeburger Wallonerkircher. Dort predigte Martin Luther, der - so Prof. Labouvie - nicht nur die Kirche reformierte, sondern auch Gendergeschichte schrieb

Glaube und Geschlecht früher und heute

Zum Auftakt im Kaiser-Otto-Saal des Kulturhistorischen Museums Magdeburg thematisierte Bischöfin i. R. Maria Jepsen in ihrem Eröffnungsvortrag „Die Reformation und ihre gesellschaftlichen Auswirkungen auf Frauen und Männer heute – Impulse aus der Vergangenheit für die Zukunft“, ausgehend von ihrer eigenen Berufsbiografie, Entwicklungen in der evangelischen Kirche bis heute. Die 1992 zur ersten lutherischen Bischöfin weltweit gewählte Referentin nahm auch Stellung zu den ambivalenten und bedenklichen globalen Entscheidungen wie beispielsweise der Abschaffung der Frauenordination in der Evangelisch-Lutherischen Kirche Lettlands. Schirmherr Prof. Dr. Jens Strackeljahn betonte die besondere Bedeutung der Genderforschung an der Otto-von-Guericke-Universität und den herausragenden Stellenwert der gesamtuniversitären Tagung „Glaube und Geschlecht“ auch für Fragen der Gegenwart.

Tagungsprogramm und ReferentInnenliste spiegeln sowohl den besonderen Anspruch der VeranstalterInnen als auch die hochkarätige Besetzung der Themen mit ausgewiesenen KennerInnen der Reformations-, Kirchen- und Religionsgeschichte, der Rechts- und Kulturgeschichte oder der Islamwissenschaften. Deren VertreterInnen aus Deutschland, England, der Schweiz, Österreich oder den Niederlanden diskutierten sowohl den Forschungsstand der letzten Jahre und eruierten Desiderata, gingen aber auch der Frage nach der Bedeutung von Glaube und Geschlecht in der heutigen Gesellschaft und in verschiedenen Glaubensgemeinschaften nach:

  • So präsentierte die in Deutschland im vergangenen Jahr mit dem Gerda-Henkel-Preis ausgezeichnete Oxford-Historikerin Prof. Dr. Lyndal Roper, die aus Israel angereist war, Thesen aus ihrer jüngst erschienenen, vielbesprochenen Lutherbiografie „Der Mensch Martin Luther“.

  • Prof. Dr. Heide Wunder aus Kassel und Prof. Dr. Claudia Opitz-Belakhal aus Basel, beide renommierte Genderforscherinnen und Historikerinnen der Frühen Neuzeit, entwickelten brandneue Thesen zum Genderdiskurs im Kontext der Reformation und ihren Folgen.

  • Prof. Dr. Margit Eckholt, Theologin von der Universität Osnabrück, setzte sich intensiv mit der brisanten Debatte um Ämter für Frauen in der katholischen Kirche auseinander.

  • Die aus Wien angereiste Religionswissenschaftlerin Prof. Dr. Birgit Heller stellte in vergleichend-systematischer Perspektive die Geschlechterrollen und -ordnungen in den verschiedenen Welteligionen vor.

  • Der Vortrag von Prof. Dr. Ina Wunn von der Universität Hannover zu „Islam und Geschlechterrollen im Wandel“ spannte den thematischen Bogen zu den aktuellen Bezügen zwischen „Glaube und Geschlecht“, die mit den Migrationsbewegungen nach Europa kamen.

  • Die sehr lebhafte interdisziplinäre Diskussion zum Abschluss des dritten Konferenztages nahm dies zum Anlass, die Frage nach „Glaube und Geschlecht“ nochmals nicht nur aus historischer und reformatorischer Perspektive, sondern auch unter dem Aspekt der Relevanz für gegenwärtige und zukünftige gesellschaftliche Entwicklungen zu diskutieren.

Sammelband vereint Beiträge der Tagung

Neben der Einsicht, dass die Geschlechterfrage religions- und gesellschaftsübergreifend eine bis in die Gegenwart mehr als entscheidende Kategorie für Glaube und Alltag, Rollenzuschreibungen und Bildung von Frauen und Männern bildet und damit über Lebenswege und -chancen bestimmt, wurde schnell klar, dass die wissenschaftliche Diskussion noch lange nicht abgeschlossen ist, angesichts der neuesten Entwicklungen aber dingend und interdisziplinär sowie epochenübergreifend weitergeführt werden muss. Die Tagungsgäste tun dies in einem wissenschaftlichen Sammelband, der ihre Beiträge und intensiven Diskussionen vereinen, neue Impulse geben und zu einer weiterführenden wissenschaftlichen Beschäftigung mit diesem wichtigen Thema anregen will. Die Tagung habe, so das vorläufige Fazit der WissenschaftlerInnen, gerade durch ihre interdisziplinäre Ausrichtung neue Perspektiven eröffnet und vor allem über die Luther-Zentriertheit des Reformationsjubiläums hinaus Möglichkeit zu einem hochkarätigen, intensiven und fruchtbaren Austausch zwischen einer recht männlich dominierten Reformationsforschung und der Geschlechterforschung geboten – Angebote, recht seltene Angebote zumal im Jahr des Reformationsjubiläums 2017, zum Neudenken und Überdenken. Die vielen bislang eingegangenen positiven Reaktionen von TagungsteilnehmerInnen, Gästen, ReferentInnen und ModeratorInnen zeigen, dass dies zusammen mit einer exzellenten Logistik in hervorragender Weise gelungen ist.

 

von Stefanie Fabian

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Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser

Sportingenieur Marcel Blaumann, Absolvent der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OVGU), hat ein Echtzeit-Feedback-System für das Krafttraining entwickelt. Sportler des SCM haben es bereits getestet und sind begeistert.

Ob Hobby oder Beruf: Im Sport geht es darum, die volle Leistung zur richtigen Zeit abrufen zu können. Für eine optimale Vorbereitung dieses Vorsatzes ist effizientes Krafttraining der Schlüssel. Uni-Absolvent Marcel Blaumann unterstützt mit seiner Start-up-Idee Vmax genau diesen Gedanken. Das Messgerät, ein nur 18 Gramm leichtes System im Griffbereich einer Langhantel platziert, liefert Informationen über ihre Bewegungsgeschwindigkeit und die Bewegungsqualität. Hochautomatisiert, aber extrem einfach in der Anwendung, ist es für den täglichen Einsatz im Krafttraining konzipiert. Mit hoher Messgenauigkeit liefert Vmax zuverlässig quantitative Analysen, sowohl für den professionellen Leistungssportler als auch für ambitionierte Hobbysportler im Kraftraum.

Self-Tracking heißt der digitale Trend, der – in vielen Formen und Programmen auf dem Markt – so zuverlässig wie regelmäßig persönliche Daten zu Herzfrequenz, Kalorienverbrauch oder Geschwindigkeiten liefert. Im Zuge des permanenten technischen Fortschritts und eines stark wachsenden Marktes für mobile Geräte zur Erfassung sportlicher Leistungen hat Vmax-Gründer Marcel Blaumann ein Echtzeit-Feedback-System für den unkomplizierten Einsatz im Krafttraining entwickelt. „Unser großes Ziel ist es, Athleten in jedem einzelnen Training optimal zu unterstützen, um eine kontinuierliche Leistungssteigerung bei gleichzeitiger Verletzungsprävention sicherzustellen“, betont der 29-jährige Entwickler. Damit eine bestmögliche Trainingssituation entstehen kann, ist der Sportingenieur darauf bedacht, eine optimale Reizsetzung bei höchster Bewegungsqualität zu sichern.

Gründer Marcel Blaumann hält das Messgerät Vmax in den Händen 

An der Idee für das Messsystem Vmax arbeitet Marcel Blaumann seit Ende 2013. Er ist für den Master Sport und Technik an die Uni Magdeburg gekommen und hat bereits im ersten Semester mit der Entwicklung begonnen. Der erste Prototyp entstand im Rahmen der Lehrveranstaltung „Angewandte Konstruktionstechnik“. 

Fasziniert von den technischen Möglichkeiten hat der Entwickler die Hardware, die Algorithmen zur Bewegungserkennung und die iOS-Applikation für die Datenaufbereitung und Visualisierung während des Studiums selbst entwickelt und im eigenen Training kontinuierlich getestet. Unterstützung und Hilfestellungen erhielt er dabei von engagierten Professoren und wissenschaftlichen Mitarbeitern unterschiedlicher Fakultäten der Universität Magdeburg und im FabLab des Transfer- und Gründerzentrums TUGZ der OVGU.

Messgerät Vmax an einer Hantelstange

Die umfangreiche Testphase ist abgeschlossen und Vmax steht als Kleinserie für die Anwendung bereit. Kader- und Leistungssportler des Olympiastützpunktes Sachsen-Anhalt und des Sportclub Magdeburg werden durch das Vmax-System betreut und sind durchweg begeistert. „Vmax ersetzt nicht die Rolle eines erfahrenen Trainers. Aber es dient als umfangreiches Werkzeug für quantitative Analysen direkt im täglichen Training und unterstützt Trainer und Athleten bestmöglich“, fasst Marcel Blaumann zusammen, der selbst seit über zwölf Jahren im Kraftsport aktiv ist und als Personal Trainer gearbeitet hat. 

Der Zugang zu akkuraten Echtzeit-Analysen soll zukünftig von der gegründeten Firma Blaumann & Meyer – Sports Technology UG mit speziellen Lösungen auf andere Sportarten ausgeweitet werden und somit möglichst viele leistungsorientierte Sportler im täglichen Trainingsprozess unterstützen.

 

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Wissenschaft und Wirtschaft zusammenbringen

An der Universität Magdeburg wird an vielfältigen Forschungsprojekten gearbeitet. Ziel dieser soll es sein, die Ergebnisse in die Wirtschaft zu transferieren. Dabei unterstützt das Technologie-Transfer-Zentrum (TTZ) die Forschenden der OVGU und führt Wirtschaft und Wissenschaft zusammen. In einem Interview erzählt Michael Kauert, welche Leistungen das TTZ den Mitarbeitenden der Universität bietet und welche Angebote Unternehmen nutzen können.

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Welche Leistungen bietet das TTZ für Forschende der Universität an?

Grundsätzlich informiert das TTZ über nationale und internationale Förderprogramme und Forschungsaktivitäten, berät zu geeigneten Fördermöglichkeiten und unterstützt Forschende bei der Antragstellung sowie Projektabwicklung. Zudem vermitteln wir Kontakte, Ansprechpartner und vermarkten Forschungsergebnisse.

Im Detail umfassen unsere Leistungen folgende Angebote:

Forschungsförderung, Serviceangebot sowie Unterstützung und Beratung zur Antragstellung

  • Förderinformationen, Förderberatung und Mitwirkung bei der Antragstellung für Einzelpersonen und Gruppen
  • EU-Büro im EU-Hochschulnetzwerk Sachsen-Anhalt darüber hinaus EU-Projektmanagement und Service für die (Fach-) Hochschulen
  • Schulungsveranstaltungen und Workshops
  • Newsletter über das Forschungsportal
  • Unterstützung bei der Partnersuche und Reisen sowie bei der Öffentlichkeitsarbeit für Projekte
  • Datenbankrechercheangebote

 

Messen und Ausstellungen

Die Universität Magdeburg auf der CeBIT
Die Universität Magdeburg auf der CeBIT (Foto: Stefan Berger / Universität Magdeburg)

 

Gewerbliche Schutzrechte

  • Evaluierung der Ideen im Vergleich zum Stand der Technik
  • Festlegung der Anmeldestrategie unter Berücksichtigung des Publikationsinteresses der Forscher
  • Ausarbeitung, Einreichung und Überwachung von Schutzrechtsanmeldungen, gegebenenfalls in Zusammenarbeit mit externen Patentanwälten
  • Auffinden von potentiellen Verwertern und Verhandlung zum Zwecke des Abschlusses von Verträgen (Lizensierung, Verkauf, Ausgründung, Beteiligungen der OVGU) unter Einbeziehung des TUGZ

 

Services für Erfinder

Mitarbeitende der Universität können eigene Ideen aus ihrer wissenschaftlichen Tätigkeit zu Schutzrechten anmelden und einer Verwertung zuführen lassen. Unterstützung bei allen Fragen zu gewerblichen Schutzrechten, beginnend mit der Generierung von Ideen und Überführung dieser in eine Erfindungsmeldung, bis hin zur Schutzrechtsanmeldung und der Umsetzung und Verwertung Ihrer Erfindungen. Erfinder erhalten aktuelle gesetzliche Grundlagen zu Förderungsmöglichkeiten bei beabsichtigten Ausgründungen und können ihre Ideen in Erfindersprechstunden darlegen.

Umfangreiche Recherchen zum Stand der Technik können ihnen durch das Patentinformationszentrum (PIZ) der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, zur Verfügung gestellt werden. Zur Steigerung der Verwertungsquote der Erfindungen nutzen wir das Leistungsspektrum der ESA Patentverwertungsagentur Sachsen-Anhalt GmbH.

 

Diverse Transferleistungen und Informationsbereitstellung für Wissenschaftler und Behörden

  • Recherchemöglichkeiten zu Forschungsprojekten, Infrastruktur, Forschern, Publikationen, Fördermitteln, Forschungspartnern, wissenschaftlichen Veranstaltungen
  • Forschungsberichterstellung
  • Pflege der Professorenporträts auf der Website der Universität
  • Transfergutscheinprogramm

 

Wer kann die Leistungen des TTZ in Anspruch nehmen?

Angefangen von Studierenden, die sich in der vom TTZ betreuten XING-Gruppe der OVGU anmelden können oder sich für die Teilnahme am Transfergutscheinprogramm bewerben können bis hin zu Mitarbeitenden oder Professoren/innen unterstützt das TTZ Mitglieder der Universität, wenn es um Fragen der Forschung, Schutzrechte, Messen oder Transfer geht.

 

Worin besteht der Unterschied zum Transfer- und Gründerzentrum?

Der Unterschied zum Transfer- und Gründerzentrum (TUGZ) besteht hauptsächlich darin, dass sich das TUGZ vorrangig mit dem Thema Gründerservice beschäftigt. Daneben erbringt das TUGZ Leistungen und Zuarbeiten zum Zwecke der Vermarktung von gewerblichen Schutzrechten (Lizenzierung/Verkauf/Beteiligungen der Universität).

Es besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen dem TTZ und dem TUGZ besonders im Hinblick auf Beratungsleistungen zu gewerblichen Schutzrechten und die Übernahme von Schutzrechtsanmeldungen.

Alle anderen Bereiche des Technologietransfers und Forschungsservices werden vom TTZ abgedeckt. Perspektivisch sollen die beiden Bereiche zusammengeführt werden.

 

Welche Leistungen bietet das TTZ für Unternehmen an?

Wir bieten Unternehmen unter anderem die Teilnahme an der Firmenkontaktmesse für die Personalvermittlung- und Gewinnung, die Beratung zur Antragstellung gemeinsamer Forschungsprojektanträge zwischen der Universität und der Wirtschaft sowie das Transfergutscheinprogramm und Unternehmerprofile im Forschungs-/Innovationsportal.

Firmenkontaktmesse der Universität Magdeburg
Mit der Firmenkontaktmesse bietet das TTZ der Universität Magdeburg Unternehmen eine ideale Plattform zur Fachkräftegewinnung. (Foto: Stefan Berger / Universität Magdeburg)

 

An wen können sich Unternehmen wenden, wenn sie eine Kooperation mit der Uni anstreben?

Wenn Kontakte gesucht werden, können sich Unternehmen direkt an das TTZ wenden, wir stellen die Kontakte zu den entsprechenden Wissenschaftlern her. Anfragen können per Telefon, Mail oder Kontaktformular gestellt werden. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter können zudem hinsichtlich ihrer Aufgabenschwerpunkte direkt angesprochen werden. Zudem bieten wir einen Online-Chat an.

 

Von welchen Kooperationen des TTZ können Forschende der Universität profitieren?

Kooperation mit der Gemeinschaftsplattform „Forschung für die Zukunft“

Durch die Zusammenarbeit mit der seit dem Jahr 2000 bestehenden Plattform konnten bisher zahlreiche Projekte bei der Findung und Anbahnung neuer wirtschaftlicher Kontakte auf Messen unterstützt werden.

 

Mitarbeit im Bundes Messe Arbeitskreis (MAK)

Der MAK bündelt als Kompetenznetzwerk im Bereich Messen FuEE, Ministerien, Verbände und Messegesellschaften, Erfahrungen und Wissen der genannten Institutionen. Durch regelmäßig stattfindende Tagungen erfolgt ein reger Erfahrungsaustausch aller Beteiligten und trägt so umfassend zur Initiierung neuer gemeinsamer thematisch abgegrenzter Projekte bei, die zu einer Intensivierung und Förderung des Wissens- und Technologietransfers beitragen.

 

Arbeitskreis Messen der FuEE Sachsen-Anhalts (AKM)

Die FuEE Sachsen-Anhalts sind über die Vertreter aus den Bereichen für Transfer und /oder Öffentlichkeitsarbeit im Arbeitskreis Messen organisiert. Dieser Arbeitskreis trifft sich in regelmäßigen Abständen zur strategischen, terminlichen und organisatorischen Abstimmung. Die OVGU übernimmt hierbei über das TTZ eine leitende Funktion.

 

Zusammenarbeit mit dem EU-Hochschulnetzwerk Sachsen-Anhalt

Über das EUHSSA erfolgt ein reger Austausch zu vermarktungsfähigen EU-Projekten und Nutzung von Messen als Vermarktungs- und Kommunikationsplattform.

 

Zusammenarbeit mit den Wirtschaftsclustern Sachsen-Anhalt, TTI, EEN, PVA

Hier erfolgt ein intensiver Austausch mit den Wirtschaftsclustern Sachsen-Anhalts sowie der TTI, der PVA und dem EEN im Messegeschehen.

 

Zusammenarbeit mit der IMG Sachsen-Anhalt

Mit der IMG Sachsen-Anhalt erfolgt seit vielen Jahren eine intensive Kooperation und regelmäßiger Austausch bei der Durchführung von Messeauftritten sachsen-anhaltischer FuEE.

 

Zusammenarbeit mit dem KAT-Netzwerk Sachsen-Anhalt

Das KAT-Netzwerk unterstützt zahlreiche wissenschaftliche Projekte zwischen FuEE und der Industrie. Für die Vermarktung und Kooperationssuche erfolgt hier in einem umfangreichen Maße die Nutzung der Messen als Plattform.

 

Austausch mit dem Innovations- und Forschungsportal Sachsen-Anhalts

Zwischen der Messeplattform forschung-fuer-die-zukunft.de sowie dem Innovations- und dem Forschungsportal erfolgt ein intensiver Datenaustausch und eine befruchtende Zusammenarbeit, die zur innovativen Weiterentwicklung aller drei Portale beiträgt.

 

Vielen Dank für das Gespräch!

 

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Politiker besuchen Start-up der Universität Magdeburg

Sachsen-Anhalts Bildungsminister Marco Tullner und der Landtagsabgeordnete Florian Philipp besuchten am 11. Mai 2017 ein Start-up der Universität Magdeburg, das Unternehmen Silver Seed Games. Das 2013 von Studierenden gegründete Software- und Spielestudio stellte sich und seine Projekte sowie seinen Partner Serious Games Solutions vor. Den Fokus der Spieleentwicklung legt das junge Unternehmen aus Magdeburg auf den Bereich Bildung.

Bildungsminister Marco Tullner besucht Start-up der Universität Magdeburg 3

Bildungsminister Marco Tullner besucht Start-up der Universität Magdeburg 2
Fotos von Maria Manneck (Silver Seed Games)

Durch Lehrveranstaltungen und -konzepte für die Universität Magdeburg, Workshops für das Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung (LISA), die Kinderkulturtage oder die Digitalisierung von Prozessen und Entwicklung interaktiver Unterhaltungssoftware mit gesellschaftlichem Mehrwert, zählt Silver Seed Games im "Impulsgeber und Innovationsmotor: Die Kultur- und Kreativwirtschaft in Sachsen-Anhalt" als "Best Practice: Software und Games in Magdeburg".

Per App zum passenden Studium

Doch was genau kann man sich unter interaktiver Unterhaltungssoftware mit gesellschaftlichen Mehrwert vorstellen? Dahinter stecken alltägliche Probleme, wie zum Beispiel das passende Studium als Studieninteressierter zu finden. Zusammen mit der Otto-von-Guericke-Universität entstand die interaktive App GUERICKEsim, die spielerisch das Studentenleben aufzeigt. Basierend auf den Studienschwerpunkten der Universität können die Spieler so die verschiedenen Fachrichtungen kennenlernen. Zusätzlich kann man den virtuell nachempfundenen Campus entdecken. Ende Mai wird die in den App-Stores veröffentlicht. 

Screenshot GuerickeSIM
Screenshot der App GUERICKEsim

Ob Sportkurse, Gremientätigkeiten, Engagement in studentischen Initiativen, Teilnahme an Universitätsevents oder einfach Treffen mit Freunden: Studieren bedeutet, seine Persönlichkeit zu entfalten und seine Talente zu ergründen. Doch muss man erst einmal von den vielfältigen Angebote erfahren. Hier setzt die App an und zeigt dem studentischen Nachwuchs die vielen Möglichkeiten der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg auf. 

von Friedrich Lüder

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Business Angel Matching: Organisatoren und Teilnehmer im Interview

Um eine Geschäftsidee erfolgreich am Markt zu platzieren und skalierbar zu machen, benötigt es neben der Beratung durch das Transfer- und Gründerzentrum (TUGZ) auch finanzielle Mittel sowie Kooperationspartner aus der Industrie. Matching-Veranstaltungen wie das regelmäßige Business Angel Matching bilden für die Partnersuche einen guten Ausgangspunkt.

Das TUGZ hat mit Marcel Blaumann, Teilnehmer des Business Angel Matching, und mit Christian Ballerstedt von der Investitionsbank Sachsen-Anhalt gesprochen.

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Christian Ballerstedt, Investitionsbank Sachsen-Anhalt (IB)

Stellen Sie sich und das Konzept des Business Angel Matchings bitte kurz vor.

Christian Ballerstedt (c) privatSeit 2013 bin ich in der Investitionsbank im Bereich Förderberatung Existenzgründer tätig. Dazu gehört u. a. auch die Koordination von Netzwerkpartnern im Gründungsbereich sowie die Betreuung von Teams für Matchings des Business Angels Netzwerks in Sachsen-Anhalt.

Die Investitionsbank bietet Gründenden und Jungunternehmen eine Plattform, die den Zugang zu Privatinvestoren ermöglicht. Damit sollen die Chancen für einen erfolgreichen Markteintritt, für eine gelungene Produkteinführung und für unkonventionelles Startkapital erhöht werden. Bei einem Matching präsentieren die Teams ihre Geschäftsidee vor ausgewählten und durch die Investitionsbank geladenen Business Angels. In angenehmer Atmosphäre können sie direkt nach dem Matching Kontakt mit interessierten Business Angels und Investoren aufnehmen.

 

Wer sind die Angels und was können sie den Start-ups bieten?

Business Angels sind in der Regel erfahrene UnternehmerInnen, die über strategische und operative Branchenkenntnisse sowie ein hervorragendes Netzwerk verfügen. Damit können sie Türen zu Märkten, Partnern und Aufträgen öffnen. Mit finanziellen Mitteln unterstützen die Angels erfolgversprechende Gründungen und Jungunternehmen.

 

Wie erfolgreich ist die Veranstaltung beim Matching von Gründerteams und Angels?

Es ist eine Win-win-Situation für beide Seiten. Neben finanziellen Mitteln können die Gründerteams Erfahrungen und Wissen der Angels einwerben. Das erhaltene Feedback einer erfahrenen Geschäftsperson reflektiert das eigene Vorhaben und fördert die persönliche sowie die vorhabensbezogene Entwicklung. Die Angels erhoffen sich durch ihre Beteiligung an einem Unternehmen eine gewisse Rendite. Ebenso erfreuen sie sich am Erfolg der Unternehmen, denen sie mit Rat zur Seite stehen.

 

Wie oft findet das Business Angel Matching statt und wie können Gründer sich hierfür bewerben?

Jedes Jahr finden mind. 3 Matching-Veranstaltungen statt, auf denen sich jeweils vier bis fünf GründerInnen präsentieren. Bewerben können sich Interessierte bei der Investitionsbank. Bei der Erstellung der erforderlichen Unterlagen unterstützen zahlreiche Partner, u. a. das TUGZ.

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Marcel Blaumann, Vmaxpro

Stellen Sie sich und Ihre Idee doch bitte kurz vor.

Mein Name ist Marcel Blaumann, bin 30 Jahre alt und habe an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg den Master Sport und Technik absolviert. Meine Gründungsidee ist Vmaxpro. Dies ist ein neuartiges Echtzeit Feedback System zur umfassenden Analyse der Hantelkinematik. Das System wird im Griffbereich einer Langhantel platziert und liefert Aussagen über die Bewegungsgeschwindigkeit und die Bewegungsqualität. Die Vorteile bestehen in der einmaligen Kombination aus Einfachheit in der Anwendung und der Bereitstellung umfangreicher dreidimensionaler Analysen der Hantelkinematik, welche in diesem Ausmaß bislang nicht verfügbar waren.

 

Wie sind Sie damals zu der Idee gekommen und welche Hilfe hatten Sie bis zur erfolgreichen Umsetzung?

Aus meinem eigenen Training heraus habe ich stetig die Motivation gehabt, meine Leistung weiter zu verbessern. Ich habe dann mit dem Training nach dem Prinzip von Westside-Barbell begonnen, wofür ich idealerweise die Hantelgeschwindigkeit benötigte. Da es kein dafür passendes Messsystem gab, habe ich den Entschluss gefasst eines für mich und meine Trainingsgruppe zu entwickeln.

Genutzt habe ich dafür unter anderem das FabLab an der OVGU, um die ersten Gehäuse und Halterungen für meine Sensoren zu entwerfen und zu drucken. Nachdem ich das Projekt anfangs eher nur für mich entwickelt habe, wurde ich in meinem Praktikum beim Olympia-Stützpunkt Sachsen-Anhalt auf mein Messsystem angesprochen. Bald darauf hatte ich dann dort die ersten Prototypen im Einsatz. Durch den engen Kontakt zwischen dem FabLab und dem TUGZ wurde ich von den Gründungsberatern angesprochen und zur Accelerator Week im Sommer 2016 eingeladen. Die Woche bekräftigte mich noch einmal in meiner Entscheidung mich selbstständig zu machen.

Für den Weg in die Selbstständigkeit zeigte mir das TUGZ verschiedene Wege auf und half mir im Anschluss bei der Antragstellung für ego.-START und bei der Erstellung des Businessplans. Seit Dezember 2016 konzentriere ich mich nun Vollzeit auf meine Gründung und werde durch ein ego.-START Stipendium der Investitionsbank unterstützt.

 

Wie sind Sie du zum Matching gekommen?

Meine Gründung verläuft bisher sehr gut. Für die Erschließung neuer Märkte sind jedoch weitere Entwicklungs- und Marketingmaßnahmen nötig, welche natürlich mit Kosten verbunden sind. Durch den auch nach der Gründung noch engen Kontakt zum TUGZ wurde ich von meinem Betreuer auf das Buiness Angel Matching hingewiesen und anschließen bei der Bewerbung und der Vorbereitung auf den Pitch unterstützt.

 

Wie hat Ihnen persönlich die Veranstaltung gefallen und was konnten Sie für sich daraus mitnehmen?

Der Rahmen der Veranstaltung war sehr gelungen. Sowohl die Location als auch die Gäste boten ein angenehmes Umfeld. Durch die Tischgruppen im Workshopstil war es ein offener und angenehmer Austausch beim Präsentieren meiner Vision. Im anschließenden Get-together kamen viele Kontakte und Gespräche zusammen. Vielen Dank noch einmal an die Investitionsbank und das TUGZ für die Möglichkeit zur Teilnahme.

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Das letzte Business Angel Matching fand am 15. Juni 2017 auf dem Campus der Hochschule Magdeburg Stendal im Herrenkrug statt. Das TUGZ war mit der Gründung „Lignum GmbH & Co. KG“ vertreten. Die Produktdesign-Agentur ist spezialisiert auf ökologische nachhaltige Produktideen. Kürzlich konnten sie mit Kampagnen auf Kickstarter und Indiegogo erfolgreich das Holzmesser „SKID“ promoten.

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Studierende der Uni Magdeburg bieten Werbung der besonderen Art an

Sie werden geworfen, gestemmt, geschleudert und gedreht: ein Meter achtzig große Schilder mit individuellen Werbebotschaften. Akrobatisches Live-Marketing, welches von Studierenden der Universität Magdeburg neben dem Studium in ganz Deutschland und sogar außerhalb Europas angeboten wird.

Baby- und Katzenfotos sind Garanten der Aufmerksamkeit - nachhaltige Werbebotschaften in die Welt zu tragen gehört dagegen zur Königsdisziplin und hat viel Konkurrenz im Alltag. Warum nichts Neues wagen? Student Philipp Schatton, Gründer und Geschäftsführer der Firma SignSpin in Magdeburg hatte vor vielen Jahren genau das im Sinn: „Beim SignSpinning werden Werbebotschaften auf Tafeln angebracht, die vorwiegend in Form eines Pfeils gestaltet werden. Durch die individuellen und akrobatischen Bewegungen wird diese Form von Werbung von Passanten und Menschen ganz anders wahrgenommen.“ Egal ob im Auto, in der Fußgängerzone oder beim Spaziergang im Park – die Dynamik von Körper und Schild in Kombination mit einem Handstand, Rad oder Rückwärtssalto und Figuren, wie dem Reiter oder Ruderer sorgen für Erheiterung. Die Trendsportart aus den USA wird in Europa immer populärer.

Sportdisziplin Werbung

Marvin Lichtenstein studiert im Master Integrated Design Engineering an der Uni Magdeburg und ist Recruiting Director in der jungen Firma SignSpin. Neben Trainingseinheiten für interessierte SignSpinner in Magdeburg stellt er gemeinsam mit seinem Team das interaktive Werbeangebot bereits an vielen weiteren Hochschulstandorten in Deutschland vor. „Das Training ist es eine Mischung aus Akrobatik, Geschick und Kraftsport. Wie bei vielen anderen Sportarten ist SignSpinning ein optimales Ganzkörpertraining und stärkt die Koordination. Aus diesem Grund bieten wir das Training jetzt auch im Hochschulsport an und nebenbei bekommen die Studierenden die Möglichkeit, einen sportlichen Nebenjob anzufangen“, beschreibt der 27-Jährige.

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Ungefähr drei bis vier Trainingseinheiten werden benötigt, um für einen ersten Einsatz ein Schild in die Luft zu wirbeln. Nicht nur die koordinativen Fähigkeiten werden dabei gesteigert, sondern auch soziale und berufliche Kompetenzen. Derzeit arbeiten ca. neun Studenten mit interdisziplinären Studiengängen wie Wirtschaftsingenieur Maschinenbau, BWL und VWL im eigenen Büro in Magdeburg und können im Jahr 2016 auf ca. 650 angefertigte Schilder für unterschiedliche Werbekunden zurückblicken. 150 SignSpinner, davon 40 aus Magdeburg, stehen fast täglich bei Neueröffnungen oder anderen Aktionen mit ihren Schildern auf den Straßen und zeigen vollen Körpereinsatz.

Die besten SignSpinner Europas

„Uns macht der Job und Ausbau von SignSpin besonders viel Spaß“, betont der 25-jährige Philipp Schatton, „weil wir alle miteinander befreundet sind und ähnlich wie in einem Verein nach der Arbeit oft miteinander Zeit verbringen.“ Neben der noch stattfindenden SignSpin-Europameisterschaft im Sommer ist das Team aus Magdeburg bereits bei der 10. SignSpinning Weltmeisterschaft in Las Vegas angetreten.

 

von Andrea Jozwiak

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Brandgefährlich: Forschung für den Katastrophenschutz

„Die Anwohner werden gebeten, bis auf weiteres alle Türen und Fenster geschlossen zu halten. Der Grund: Großbrand im nahegelegenen Recycling-Hof.“ So oder so ähnlich ist es nicht selten aus dem Radio zu hören. Meldungen dieser Art lassen Prof. Dr.-Ing. Ulrich Krause aufhorchen. Er hat es genau vor Augen: Die Flammen schlagen aus einer riesigen Halde von brennbaren Materialien: Flüssigkeiten, Metalle, Kunststoffe, Autoreifen, Altbatterien – ein gefährliches, oft unberechenbares Gemisch. Dichte Rauchwolken hängen über dem Gelände. Diese Szenarien kennt der Experte für Anlagentechnik und Anlagensicherheit nur zu genau. Am Institut für Apparate- und Umwelttechnik der Fakultät für Verfahrens- und Systemtechnik beschäftigt er sich unter anderem mit dem Brandverhalten von Feststoffschüttungen, mit Brandsimulationen sowie natur- und ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen des vorbeugenden und abwehrenden Brandschutzes.


Ingenieure sorgen für mehr Sicherheit von Einsatzkräften

In seinem aktuellen Forschungsprojekt AERIUS untersucht Professor Krause, wie durch den richtigen Einsatz des alternativen Löschmittels Druckluftschaum ausgedehnte Großbrände schnell und sicher unter Kontrolle zu bringen sind. Großbrände von Deponien, Treibstofflagern, Energiespeichern, Autoreifen oder großen Lachen brennbarer Flüssigkeiten können katastrophale Folgen haben: Die Rettungskräfte sind stark gefährdet, giftige Stoffe gelangen in die Umwelt, der materielle Schaden geht oft in die Millionen. Deshalb betrachten die Wissenschaftler neben der Löschwirkung auch die Sicherheit der Einsatzkräfte und die Einflüsse auf die Umwelt.

Neu ist das alternative Löschverfahren mit Druckluftschaum nicht. Der mit komprimierter Luft versetzte Löschschaum wurde bereits in den 1930er Jahren entwickelt und auch schon in der Praxis eingesetzt. „Wir wissen, dass sich einige Brände offensichtlich mit Druckluftschaum wesentlich effizienter löschen lassen als mit herkömmlicher Schaumausbringung. Wir wissen aber nicht genau, warum“, stellt Professor Krause fest. „Empirische Beobachtungen belegen trotz der Reduzierung der spezifischen Wärmekapazität von Druckluftschaum auf etwa ein Drittel derer von Wasser für viele Brände einen besseren Löscherfolg. Unser Forschungsprojekt AERIUS soll diese Erfahrungen mit belastbaren Daten unterlegen.“

AERIUS wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Hightech-Strategie der Bundesregierung im Programm „Forschung für die zivile Sicherheit“ mit 1,7 Millionen Euro bis Juni 2018 gefördert. „Alternatives Löschmittel Druckluftschaum – komplexe Großschadenslagen vermeiden“ ist der offizielle Titel des Projekts AERIUS, für das sich Verbundkoordinator Professor Krause die Partner Berliner Feuerwehr, Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e. V. (vfdb) Lippetal und die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) in Berlin gesucht hat. Assoziierte Partner kommen aus der Industrie.

Brandexperten sind ständig auf der Suche nach Löschverfahren, die schneller und sicherer als Wasser und herkömmlicher Löschschaum besonders großflächige Brände eindämmen. Was macht das besondere öffentliche Interesse am Projekt AERIUS aus? „Ein ganz wesentlicher Faktor ist die Verbesserung der Sicherheit der Einsatzkräfte. Durch die neue Anwendungstechnik des Druckluftschaums versprechen wir uns höhere Wurfweiten des Löschstrahls, das heißt, es kann aus größerer Entfernung gelöscht werden“, erläutert Professor Krause. „Das können durchaus bis zu 100 Meter sein. Die Einsatzkräfte sind also der Strahlungswärme deutlich weniger ausgesetzt.


Wissenschaftler nehmen die Schaumblasen unter die Lupe

Zudem wird das Brandgut besser abgedeckt als mit Wasser und damit vom Luftsauerstoff getrennt. Der Schaum bleibt länger haften, auch an abschüssigen Flächen. Druckluft- Löschschaum besteht aus Wasser und 0,2 bis 0,5 Prozent Schaummittel. „Vergleichbar dem Spüli im Abwaschwasser bringt es das Löschwasser zum Schäumen“, verdeutlicht der Wissenschaftler. Auf Einsatzfahrzeugen gibt es dafür eine spezielle Mischkammer, in der mittels eines Kompressors das Wasser-Lösungsmittel-Gemisch mit Druckluft versetzt wird. „Dadurch entstehen viel mehr luftgefüllte Blasen. Auf einen Volumenanteil Wasser kommen sieben Teile Luft. Dass der Brand schneller gelöscht wird, könnte nun am größeren Volumen des Druckluft-Löschschaums und der daher größeren Abdeckung des Brandherdes liegen oder an der niedrigeren Temperatur des Schaums“, führt Professor Krause aus. Deshalb nehmen die Wissenschaftler die Zellgröße der Schaumblasen genau unter die Lupe und untersuchen deren Stabilität. Wie lange bleibt der Schaum erhalten und wie lange deckt er den Brand ab? Und noch einem anderen Gesichtspunkt widmen sie sich: den technischen Eigenschaften, welche die Strahlrohre haben müssen, um die Druckluftschäume optimal auf die Brände auszubringen.


Künstliche Brände als Testobjekte

Foto vom Versuchsaufbau

In 90 Experimenten werden unter genau kontrollierten Bedingungen Holzstapel, später Stapel mit zusätzlichen Kunststoff anteilen, entzündet und dann gelöscht. Eine erste Versuchsreihe mit Modellbränden lief im Juni dieses Jahres in den speziell ausgestatteten Experimentierräumen des Instituts für Brand- und Katastrophenschutz in Heyrothsberge. Das waren Miniaturbrände mit einer hohen Reproduzierbarkeit, bei denen das Löschmittel in immer genau definierten Mengen und den gleichen Abläufen auf den Brand aufgegeben wurde. Ausbreitung, Temperaturen und auftretende Komponenten des Rauchgases wurden vermessen und werden in den kommenden Monaten analysiert. Der zeitliche Verlauf von Masseverlustrate und Wärmefreisetzungsrate ist während der Versuchsreihen dokumentiert worden, um die optimale Applikationsrate zu ermitteln, das heißt, wie viel Druckluftschaum, auf das Volumen bezogen, auf den Brand auszubringen ist. Daraus kann dann unter anderem auch abgeleitet werden, wie viel Löschmittel die Löschfahrzeuge an Bord haben müssen. Anhand der Versuchsergebnisse erarbeiten die Magdeburger Wissenschaftler mathematische Modelle auf strömungsmechanischen Grundlagen, um die Vorgänge beim Löschen im Druckluftschaum simulieren zu können.

Die Auswertung der Versuche im kleinen Maßstab bildet die Grundlage für Experimente unter Realbedingungen. In einer nächsten Versuchsphase werden die in Heyrothsberge durchgeführten Modellversuche unter vergleichbaren Bedingungen und Parametervariationen im Untersuchungsfeld im Maßstab von 1:5 bei der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung in Berlin nachgestellt. „Je größer die Brände, desto schwieriger die Reproduzierbarkeit“, weiß Professor Krause. „Das ist eine Herausforderung, denn im nächsten Jahr soll das Löschverfahren von der Berliner Feuerwehr bei Realbrandversuchen angewendet werden.“


Die Umwelt darf nicht vergessen werden

Neben der Sicherheit der Feuerwehreinsatzkräfte ist ein ganz entscheidender Aspekt der Untersuchungen im Projekt AERIUS der Umweltschutz. Brandgase enthalten in der Regel giftige Stoffe. Je schneller also ein Brand eingedämmt ist, desto weniger Rauchgase gelangen in die Umwelt und desto geringer ist die Belastung beispielsweise für Anwohner und Anwohnerinnen. Und einen zweiten positiven Effekt des neuen Löschverfahrens für die Umwelt möchten die Magdeburger Wissenschaftler nachweisen: Weniger Wasseranteil im Löschmittel führt zur Einsparung von Löschwasser, denn Druckluftschaum enthält nur einen Bruchteil Wasser. Und gelangt weniger Löschwasser in den Boden, gelangen mit ihm unter anderem auch weniger giftige Stoffe in Boden und Grundwasser. Eine erste Umweltbilanz zum Einsatz der Druckluftschaum-Löschtechnik erarbeitet die Magdeburger Arbeitsgruppe derzeit. Weniger Löschwasser hat aber auch einen nicht zu vernachlässigenden volkswirtschaftlichen Nutzen: geringere Versicherungsschäden. Oft sind die wirtschaftlichen Verluste durch Löschwasser größer als durch den eigentlichen Brand.

Immer wieder führen Großbrände zu unvorhergesehenen Ereignisketten mit verhängnisvollen Konsequenzen. Brandbekämpfer müssen deshalb bestens auf ihren Einsatz in diesen komplexen Szenarien, insbesondere bei Großbränden, vorbereitet sein. „Die Ergebnisse unserer Forschungen werden zu konkreten Empfehlungen für die Brandbekämpfung mit Druckluftschäumen“, schildert Prof. Dr.-Ing. Ulrich Krause. „Für die unterschiedlichen Schadensszenarien, wie Brände von Tanklagern, Recycling-Höfen, Chemikalienlagern oder Hochspannungsleitungen, werden die Löschwirkungen von Druckluftschaum untersucht, Einsatztaktiken abgeleitet und Handlungshilfen definiert. Die Daten fließen sowohl in Merkblätter der Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e. V. als auch in eine DIN-Spezifikation zur Anwendung von Druckluftschäumen ein. Sie sollen Grundlage für die Ausbildung von Feuerwehrleuten sein und auf Fachtagungen und Weiterbildungsveranstaltungen werden sie den aktiven Rettungskräften vorgestellt.“
Text: Ines Perl


Wussten Sie schon, dass ...

 

Icon1 - Wussten Sie schon, dass ...  ... 2006 im Industriegebiet Magdeburg-Rothensee in einem Recycling-Unternehmen auf einer Fläche von 7.500 m2 mehrere Tage lang Kunststoff-Pressballen brannten? Die Magdeburger Feuerwehr war mit drei Löschfahrzeugen und ca. 70 Kräften im Einsatz. Zur Brandbekämpfung wurden Schaum und Gel eingesetzt. Um sicherzustellen, dass alle Glutnester gefunden wurden, musste die Halde abgetragen und das brennende Material in kleinen Mengen einzeln gelöscht werden. 

Icon 2 - Wussten Sie schon, dass ...  ... alle zwei Minuten in Deutschland ein Brand gemeldet wird? Fast 400 Menschen sterben jährlich an den Folgen von Feuer (Stand 2013). Wenn es brennt, sollte sofort unter der Notrufnummer 112 die Feuerwehr verständigt werden. Kleine Brände sollten am besten mit einer Löschdecke selbst gelöscht werden. Wenn es brennt, Fenster und Türen schließen, damit kein frischer Sauerstoff an das Feuer kommt und der Rauch nicht in die Fluchtwege gelangt.

Icon 3 - Wussten Sie schon, dass ...  ... drei Faktoren im richtigen Mischungsverhältnis vorhanden sein müssen, damit ein Feuer brennen kann: Brennstoff, Sauerstoff und Wärme (Entzündungstemperatur)? Brandbekämpfung beruht darauf, dem Brand eine oder mehrere seiner Grundvoraussetzungen zu entziehen: den brennbaren Stoff entfernen bzw. den Nachschub an Brennstoff unterbinden, den brennenden Stoff beispielsweise mit Wasser unter seine Zündtemperatur abkühlen und/oder den Sauerstoff durch einfaches Abdecken mit einer Decke oder Überziehen mit einer luftundurchlässigen Schicht, beispielsweise Schaum, vom brennbaren Stoff fernhalten.

Icon 4 - Wussten Sie schon, dass ...  ... Brände zur Klassifizierung entsprechend der Europäischen Norm EN2 in fünf Brandklassen eingeteilt werden? Sie richten sich nach dem brennenden Stoff und sind wichtig für die Auswahl der richtigen Löschmittel durch die Feuerwehr. Brandklasse A steht für Brände von festen Stoffen, hauptsächlich organischer Natur. B sind Brände von flüssigen oder flüssig werdenden Stoffen. C beschreibt Brände von Gasen und D von Metallen. Die Brandklasse F steht für Brände von Speiseölen und –fetten.

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Studierende der Universität Magdeburg entwickeln Produkt für die Wirtschaft

Ein interdisziplinäres Team aus 12 Studierenden der Otto-von-Guericke- Universität Magdeburg hat während des Sommersemesters 2017 im Auftrag der „Haus & Boot Manufaktur – A. Becker & R. Naumann GbR“ ein erlebnisorientiertes Hausboot mit einem innovativen Design entwickelt. Neben Studierenden des Masterstudiengangs Integrated Design Engineerings brachten auch angehende Akademiker aus den Fachbereichen Sport und Technik sowie Betriebswirtschaftslehre ihre Kenntnisse in die Projektarbeit ein. Ziel war es, ein Hausboot zu entwickeln, das sowohl die Bedürfnisse der Kunden erfüllt, neuen technischen Anforderungen entspricht als auch einen wirtschaftlichen Erfolg für den Auftraggeber verspricht.

Neben Markt- und Wirtschaftsanalysen, CAD-Modellen, fotorealistischen Renderings und Plänen für die Inneneinrichtung des Hausbootes, fertigten die Studierenden ein detailliertes Designmodell an. Am 7. Juli 2017 stellten sie ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit vor: Das Hausboot Beluga, das mit technischen Raffinessen und einer modernen Optik neue Zielgruppen begeistern soll. Es bietet einen Schlafraum für zwei Personen mit bestem Ausblick durch ein Panoramafenster. Auf dem Dach können sich die künftigen Hausboottouristen auf einer fest installierten Sonnenliege entspannen oder ein paar Körbe in einen Basketballkorb werfen. Ein Tablet mit Gewässerkarten und Tutorials soll die Ausstattung abrunden. Die Haus & Boot Manufaktur haben die Studierenden bereits von dem Konzept überzeugt – in naher Zukunft wird die Manufaktur mit dem Entwurf in die Produktion gehen.

Studierende der Uni Magdeburg präsentieren die Projektergebnisse (c) BKokoschkoStudierende der Uni Magdeburg präsentieren die Projektergebnisse (Foto: BKokoschko)

Theorie aus den Vorlesungen in der Praxis anwenden

Das Projekt zeigt, wie erfolgreich die Universität Magdeburg mit Wirtschaftspartnern zusammenarbeitet. Bereits seit Jahren bietet der Lehrstuhl für Maschinenbauinformatik mit dem Masterstudiengang Integrated Design Engineering eine akademische Ausbildung an, bei der Studierende mit namhaften internationalen Unternehmen aus der Industrie in Kontakt kommen und ihr theoretisches Wissen in der Praxis einbringen können. Die Unternehmen profitieren dagegen von kreativen Ansätzen der jungen, motivierten Nachwuchsfachkräfte.

Die Zusammenarbeit der Manufaktur mit den Studierenden der Universität Magdeburg entstand im Rahmen des Forschungsprojektes Science-to-Market-Accelerators for Regional Transfer, kurz SMART. Ziel von SMART ist es, Kooperationen zwischen Hochschulen und Unternehmen aus der Region zu initiieren und durchzuführen, um neue Konzepte zur regionalen Innovations- und Wirtschaftsförderung zu entwickeln. Besonders für kleine und mittlere Unternehmen, welche nur begrenzte Ressourcen für Forschung und Entwicklung aufwenden können, bedeuten solche Kooperationen eine hervorragende Möglichkeit, neue Produkte zu entwickeln, um in einem dynamischen Markt zu bestehen.

Das Projekt Science-to-Market-Accelerators for Regional Transfer (SMART) wird durch das Land Sachsen-Anhalt und den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung der EU gefördert.

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Austausch auf Augenhöhe ist sehr bereichernd

„Magdeburg ist wie meine zweite Heimat geworden“, erklärt der 28-jährige Dr. Atsuhiro Tsuchiya während des Interviews. Im Mai 2016 kam der Neurowissenschaftler mit seiner Frau und seinem Kind aus Japan nach Magdeburg. Hier forschte er für ein Jahr als Gastwissenschaftler in der Abteilung Genetik und Molekulare Neurobiologie des Instituts für Biologie unter Anleitung von Prof. Dr. Oliver Stork.

Im Team von Prof. Stork beschäftigte sich Dr. Tsuchiya mit den zellulären Mechanismen der Hirnentwicklung und erforschte, wie Synapsen von Nervenzellen gebildet werden. „Die OVGU ist nicht so bekannt wie die Harvard oder Boston University, aber die technischen Möglichkeiten und das wissenschaftliche Niveau meines gastgebenden Labors sind exzellent“, beschreibt er. Nach Magdeburg kam er aufgrund persönlicher Kontakte von Prof. Stork mit Wissenschaftlern der Toyo Universität in Japan, wo Dr. Tsuchiya Anfang 2016 promoviert hatte.

Im Laufe seines Forschungsaufenthaltes konnte Dr. Tsuchiya einige wichtige neue Erkenntnisse darüber gewinnen, wie die Bildung von Synapsenbestandteilen in Nervenzellen geregelt wird. Mit den Ergebnissen seiner Studien arbeitet die Arbeitsgruppe weiter, um auch Prozesse der Gedächtnisbildung im Gehirn besser zu verstehen und zu klären, wie sich Stress und Alterungsprozesse auf diese auswirken. Dr. Tsuchiyas Arbeit wurde aus dem Innovationsfonds der OVGU gefördert und sein Projekt ist in die Aktivitäten lokaler Forschungsnetzwerke wie den Sonderforschungsbereich 779 „Neurobiologie motivierten Verhaltens“ sowie das „Center for Behavioral Brain Sciences“ eingebunden.

Dr. Atsuhiro Tsuchiya (c) Harald Krieg-3908

Neurowissenschaftler Dr. Atsuhiro Tsuchiya im Laborraum der Abteilung Genetik und Molekulare Neurobiologie des Instituts für Biologie.

Nicht nur aufgrund der Entfernung, sondern auch wegen der unterschiedlich entwickelten Kulturformen und Traditionen ist in Japan vieles anders als in Deutschland. Dazu gehören beispielsweise Umgangs- und Höflichkeitsformen – und diese sind dem jungen Wissenschaftler besonders aufgefallen.Der Austausch und Umgang mit den Kollegen in Deutschland passiert auf Augenhöhe und ist sehr bereichernd. Ein großer Unterschied zu Japan ist es, dass im Labor und am Arbeitsplatz ein eher lockeres und freundschaftliches Verhältnis gepflegt wird“, beschreibt Dr. Atsuhiro Tsuchiya begeistert.

Der allgemeine Tages- und Arbeitsablauf verläuft jedoch sehr ähnlich: Man kommt morgens zur Arbeit und geht erst, wenn die Aufgaben am Ende des Tages erledigt sind. Dem Nachwuchswissenschaftler ist aufgefallen, dass in Deutschland trotzdem auch darauf geachtet wird, genügend Freizeit als Ausgleich zu haben und nicht, wie in Japan üblich, immer bis spät abends im Büro zu sitzen. Er selbst wird auch den täglichen Arbeitsweg mit dem Rad entlang der Elbe sehr positiv im Gedächtnis behalten.

Dr. Tsuchiya hat es als Bereicherung empfunden, in einem sehr international aufgestellten Team zu arbeiten. Durch den Kontakt mit Forschern und Mitarbeitern aus Pakistan, Griechenland, Portugal, der Türkei und Deutschland konnte er wertvolle kulturelle Erfahrungen sammeln und seine Englischkenntnisse ausbauen. Dies wird ihm künftig bei der wissenschaftlichen Arbeit, dem Erstellen von Publikationen und dem Umgang auf internationalen Meetings helfen.

Dr. Atsuhiro Tsuchiya ist inzwischen wieder in sein Heimatland zurückgekehrt, um eine Stelle als Assistenzprofessor an der Universität Kanagawa anzutreten. Gern wäre er länger in Deutschland geblieben und sicherlich wird er den Kontakt zu den Kollegen an der OVGU halten. Magdeburg und die Arbeit an der Universität haben ihm sehr gefallen.

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Letzte Änderung: 15.08.2017 - Ansprechpartner:

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