Paten für ukrainische Studierende und Wissenschaftler*innen gesucht

05.04.2022 -  

Liebe Universitätsangehörige,
liebe Lehrende,
liebe Studierende,

fünf Wochen dauert der Krieg in der Ukraine inzwischen an. Und die Bilder, die uns gerade in den letzten Tagen aus den geschundenen Städten und Dörfern erreichen, führen uns die Unmenschlichkeit des Geschehens, das große Leid der ukrainischen Bevölkerung eindringlich und unmissverständlich vor Augen.

Aber seit fünf Wochen ist auch eine große Hilfswelle angelaufen: in Europa, in Deutschland, in Magdeburg und auf dem Universitätscampus. Die Angebote, die wir als universitäre Gemeinschaft unseren ukrainischen Studierenden bzw. Gastwissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern machen können, werden mehr: Wir können kurzfristig Wohnraum zur Verfügung stellen, helfen bei Immatrikulationen oder Deutschkursen, sorgen dafür, dass Notleidende und unter diesen schwierigen persönlichen Bedingungen Unterstützung erhalten, sich eingliedern können und Fuß fassen.

Wir leisten als Universität aber auch Überbrückungshilfe. Denn bevor staatliche Maßnahmen greifen, Sozialleistungen oder Wohnraum zur Verfügung stehen, brauchen die Hilfesuchenden schnell und unbürokratische Unterstützung. Für diesen Zeitraum, also den wenigen Tagen oder Wochen, in denen die betroffenen Studierenden oder Wissenschaftler noch nicht in den staatlichen Unterstützungsstrukturen angekommen sind, ist die unmittelbare Not in Teilen groß. Gleichzeitig fehlt es oft an Orientierung, Sprachkenntnissen oder dem Wissen um die Behördenstrukturen in Deutschland. Wir möchten Sie deshalb heute bitten:

Werden Sie kurzzeitige Paten für Ukrainerinnen und Ukrainer!

Unterstützen Sie Studierende, Studieninteressierte, Gastwissenschaftlerinnen und -wissenschaftler bei notwendigen Behördengängen, investieren Sie in der Woche ein paar Stunden, um sie, zum Beispiel, bei Wohnungsbesichtigungen oder Behördengängen zu begleiten, zeigen Sie ihnen die Stadt, seien Sie ein vertrauter Ansprechpartner und machen Sie sie auf weitere Hilfsangebote der Stadt oder der OVGU aufmerksam, wie die kostenfreie Bereitstellung von Essenmarken für die Mensa oder ganz praktischen Dinge wie SIM-Karten.

Wenn Sie eine Patenschaft übernehmen wollen, dann melden Sie sich doch bitte per Mail im International Office bei Frau Reena Schliephake.

Spenden Sie für unseren Nothilfefonds

Diese Angebote können wir als universitäre Gemeinschaft nur bereitstellen, weil jeden Tag Spenden unseren Nothilfefonds „GUERICKE hilft!“ erreichen. Nur durch diese Spenden, jeden noch so kleinen Beitrag ist es uns möglich, Menschen, die vor einem sinnlosen, aber immer brutaler werdenden Krieg flüchten, unbürokratisch und unmittelbar zu helfen. Mit dem Stand heute sind bereits 24.000 Euro eingegangen. Geld, dass nach klaren, aber niedrigschwelligen Kriterien vielen Notleidenden als Überbrückungshilfe die kurzzeitige Finanzierungslücke schließen hilft.

Im Namen der gesamten Universitätsleitung möchte ich mich bereits an dieser Stelle für Ihr Engagement auf das Herzlichste bedanken!

Ihr Jens Strackeljan

Letzte Änderung: 05.04.2022 - Ansprechpartner: Webmaster