Julius Brinken

„Für meine Einkäufe brauche ich keine Tourenplanung und selten Transportoptimierung, aber die Soft Skills helfen mir im Alltag natürlich“, sagt Julius über sein Studium. Der 27-Jährige studiert an der Uni Magdeburg Wirtschaftsingenieur mit Schwerpunkt Logistik und weiß die Vorteile der Stadt zu schätzen.

Wieso hast du dich für die Uni Magdeburg als Studienort entschieden?

Seit meiner Entscheidung sind schon gut sieben Jahre vergangen, ich kann das gar nicht mehr genau sagen. Ich glaube, es war eine Mischung aus Studienangebot und Stadt, beides wirkte attraktiv. Damals gab es auch in Niedersachsen noch Studiengebühren, während uns Magdeburg Begrüßungsgeld gezahlt hat. Zusammen mit den relativ geringen Mieten lieferte das also auch ein finanzielles Argument pro Magdeburg.

Was bieten dir dein Studium und die Stadt?

Die Stadt ist dynamisch, grün und hat eine gute Größe. Im Sommer ist viel los und ich komme überall mit dem Rad hin. Mein Studium war spannend, besonders die zahlreichen Projekte haben mir geholfen, mich weiterzuentwickeln. Auch die Betreuung war super, mit einigen Dozent*innen habe ich inzwischen ein gutes persönliches Verhältnis.

Kannst du das erlangte Wissen aus dem Studium auch im Alltag / privat einsetzen?

Das Fachwissen bringt mir im Alltag nur begrenzt etwas: Ich brauche für meine Einkäufe keine Tourenplanung und selten Transportoptimierung. Die Soft Skills helfen im Alltag natürlich mehr: Sicheres Auftreten bei Ahnungslosigkeit oder allgemein Kommunikation können auf der WG-Party sehr hilfreich sein.

Hilft dir dein Studium dabei, deine Ziele für die Zukunft zu fokussieren?

Ehrlich gesagt: nein. Das Studium hat mir bis jetzt eher immer mehr mögliche Ziele für die Zukunft aufgezeigt, das Fokussieren einzelner Ziele wurde dadurch erschwert.

Hat sich deine Zukunftsvision während des Studiums mal verändert?

Ich bin jetzt noch überzeugter als zu Beginn meines Studiums, dass wir unsere Gesellschaft verändern müssen. Inzwischen sehe ich, dass die Universitäten entscheidende Akteurinnen für unsere große Transformation sind. Viele Veränderungen, die wir an Unis erreichen, können dann auch in der Gesellschaft erreicht werden.

Welchen Rat hast du für Studienanfänger*innen oder für Schüler*innen, die sich gerade über ein Studium an der OVGU informieren?

Ich persönlich bin nach der Schule gereist und habe meinen Zivildienst gemacht. Für mich war es sehr wichtig, erst Erfahrungen in unserer und in anderen Gesellschaften zu machen, bevor ich zur Uni gehe. Die Erfahrungen haben dann natürlich auch meine Studienwahl beeinflusst.

Den Studienanfänger*innen kann ich nur empfehlen, sich nicht nur im Studium zu engagieren. Die Erfahrungen, die man in einer der zahlreichen Initiativen oder in einem Gremium an der Uni machen kann, sind mindestens genauso wertvoll für euch!

Was möchtest du nach dem Studium beruflich machen?

Ich würde gern Unternehmen helfen, ihre Geschäfte nachhaltig zu gestalten, also ihren negativen Einfluss auf die Umwelt und die globale Gesellschaft zu minimieren.

Engagierst du dich neben der Uni noch für andere Projekte?

Ich bin politisch in der Grünen Hochschulgruppe (GHG) aktiv und arbeite im Nachhaltigkeitsbüro der OVGU. Im Büro wollen wir einen Nachhaltigkeitsbericht erarbeiten, der darstellt, wie zukunftsfähig unsere Uni jetzt schon aufgestellt ist. Mit der GHG organisieren wir dieses Semester eine Veranstaltungsreihe zum Thema: Klima und Kapitalismus.

Warum sollte man sich für die Uni Magdeburg entscheiden?

Hier passiert was! Jede*r hat die Möglichkeit, hier an der Universität oder in der Stadt etwas zu verändern oder etwas zu erreichen.


Vielen Dank für das Gespräch!