Wachstumsstrukturen von Zellen bei Krebsentstehung

Schlüsselmoleküle definieren


Die interdisziplinäre Forschungsgruppe Modellgestützte Methoden zur optimalen Gestaltung von Stimulus-Experimenten und dynamischen Analysen von Signaltransduktionsprozessen (MODEXA) nahm im September 2009 ihre Arbeit auf. Die Wissenschaftler erforschen die Kommunikations- und Wachstumsmechanismen von Zellen bei der Krebsentstehung.

Toolbox erarbeiten

Ziel ist es, die für eine Krebsentstehung entscheidenden Schlüsselmoleküle zu definieren, um sie als Zielstrukturen für Medikamente in der Krebstherapie zu nutzen. Zeitgleich sollen die umfangreichen Daten aus den biomedizinischen Experimenten in mathematische Beschreibungen und Computermodelle umgewandelt werden. Mit Hilfe eines daraus entstehenden Software-Systems, der MODEXA-Toolbox, möchten die Wissenschaftler das Verhalten von Zellen als biologische Netzwerke analysieren, simulieren und letztendlich Krebserkrankungen vorhersagen.

"Das MODEXA-Projekt ist ein weiterer Meilenstein in der noch jungen Erfolgsgeschichte der Magdeburger Systembiologie und integriert sich in das Zentrum für Dynamische Systeme in Biologie/Medizin und Prozesstechnik, welches eines der Netzwerke wissenschaftlicher Exzellenz in Sachsen-Anhalt repräsentiert", so der Koordinator der Forschungsgruppe, Prof. Dr. Michael Naumann, Direktor des Instituts für Experimentelle Innere Medizin. In dem interdisziplinären Projekt kooperieren Wissenschaftler der Universität Magdeburg und des Max-Planck-Instituts für Dynamik komplexer technischer Systeme (Prof. Dr. Michael Naumann, Prof. Dr. Kai Sundmacher, Dr. Michael Mangold) mit Forschern der Software-Firma Computing in Technology (CiT) GmbH.

Aus 85 Forschungsgruppen

Das MODEXA-Projekt ist von einem internationalen Expertengremium als eins von zehn Forschungsvorhaben im Rahmen der Ausschreibung Neue Methoden in der Systembiologie mit der höchsten Qualität ausgewählt worden. Insgesamt bewarben sich auf die Ausschreibung des Bundesministeriums für Bildung und Forschung 85 Forschungsgruppen. Im Laufe der nächsten drei Jahre wird das MODEXA-Projekt der Magdeburger Wissenschaftler mit 960000 Euro gefördert.
PM-red.

 

Letzte Änderung: 30.03.2016 - Ansprechpartner: Webmaster