30. Internationaler Hochschulferienkurs

Lehrer mit viel Geduld


"Mir hat es hier in Magdeburg sehr gut gefallen. Obwohl es eine kleine Stadt ist, gibt es viel zu sehen", meint Anastasia Iljassova aus Samara, die mit über einer Millionen Einwohnern die sechstgrößte Stadt Russlands ist. Sie war das erste Mal in Deutschland, Germanistik studiert sie und besuchte den Internationalen Hochschulferienkurs (IHFK) an unserer Universität, um ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. "Der Kurs war sehr gut organisiert, die Lerngruppen gut aufgeteilt, ihre Größe optimal", ergänzt sie.

Gestaffelte Lerngruppen

Bereits zum 30. Mal hatte das Sprachenzentrum in diesem Sommer den Kurs angeboten, der erstmals vier Wochen dauerte. 25 Studierende aus Russland, Weißrussland, der Ukraine, Usbekistan, Polen, Syrien, der Türkei, Vietnam und Spanien erlernten die deutsche Sprache und machten sich mit der deutschen Kultur vertraut. Sprach- und Phonetikunterricht erfolgte in niveaugestaffelten Lerngruppen. Wobei es bei der Phonetikausbildung eine Neuerung gab - den Phonetiktag, anstelle der täglichen Phonetikübung. Und noch eine Neuerung wurde eingeführt: Die Möglichkeit für die Studierenden, Punkte im European Credit Transfer System (ECTS) zu erwerben. Am Ende des Kurses konnten sie eine Prüfung auf ihrem Sprachniveau ablegen. Geprüft wurde in den Stufen a2, b1 und c1. Kirill Ivanov aus Moskau, Russland, studiert Technik, möchte Ingenieur werden und fand die Lehrer besonders nett, hilfsbereit und vor allem sehr geduldig.

Nachmittags besuchten die Teilnehmer gemeinsam eigens für sie zusammengestellte Vorträge zu Themen wie Die Magdeburger Mundart, Hexenverfolgungen in der frühen Neuzeit oder Deutsche Volkslieder. Für das selbstständige Üben und Vertiefen des Unterrichtsstoffes konnten die Studierenden die Mediothek, ausgestattet mit spezieller Sprachlernsoftware, nutzen. Zudem hält sie auch landeskundliches Wissen über Magdeburg und Sachsen-Anhalt bereit. Vertieft wurden diese Informationen durch Anschauung: Besuch des Doms zu Magdeburg, des Jahrtausendturms im Elbauenpark oder des Landesfunkhauses des MDR.
"Die Exkursionen waren besonders interessant", fand Olga Poddubnaja aus Russland. Sie studiert Internationale Wirtschaft und möchte ihre Diplomarbeit auf Deutsch schreiben. Der IHFK bot ihr eine gute Gelegenheit, ihre Deutschkenntnisse zu verbessern. Die Exkursionen führten die Kursteilnehmer nach Potsdam, Leipzig und in den Harz. In Leipzig besuchten sie erstmals die Ausstellung amazonien 360°. Neu im Programm war auch der Besuch des Feuerwerksfestivals Pyrogames.

Freizeitangebote

Die Kursteilnehmer wurden außerhalb der Unterrichtszeiten durch studentische Hilfskräfte der Universität betreut. Diese organisierten verschiedene Freizeitangebote wie z.B. ein Volleyballturnier, Badeausflüge oder den Besuch von Studentenclubs am Wochenende. Die gemeinsamen Unternehmungen brachten den Gästen vor allem das Magdeburger Studentenleben etwas näher. Und das war für Ewelina Puchalska aus Polen besonders interessant, denn sie beginnt im Oktober als ERASMUS-Studentin ein Studium der Wirtschaftswissenschaft hier in Magdeburg und wollte deshalb ihr Deutsch verbessern.
Ines Perl

 

Letzte Änderung: 30.03.2016 - Ansprechpartner: Webmaster