Germanistikstudenten beschäftigten sich mit Franz Fühmann

Auf Spurensuche


Wer war eigentlich Franz Fühmann? Mit dieser Frage hat sich eine Gruppe von Studenten des Instituts für Germanistik im Sommersemester 2009 beinahe täglich beschäftigt. Dabei kannten sie selbst Franz Fühmann erst seit Beginn ihrer Projektarbeit im April dieses Jahres.

Unter der Leitung von Dr. Dagmar Ende entstand die Idee, im Praxismodul des Sommersemesters 2009 auf den teils in Vergessenheit geratenen Autor aus der DDR aufmerksam zu machen und an sein vielseitiges Werk zu erinnern. Zu fragen war auch, ob er tatsächlich "gescheitert" ist, wie er in seinem Testament schrieb.

Fühmann hatte sich nach der sowjetischen Kriegsgefangenschaft für ein Leben in der DDR entschieden, überzeugt von der Idee des Sozialismus. Später sollte er zu den Erstunterzeichnern gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns und den permanent von der Stasi überwachten Künstlern gehören. Sein Werk spiegelt solche Lebensproblematik, zugleich beeindruckt es durch seine Vielfalt.

Den Höhepunkt der Projektarbeit bildete die Gemeinschaftsveranstaltung der Studenten mit der Literarischen Gesellschaft Magdeburg e.V. und dem Forum Gestaltung e.V. unter dem Thema Franz Fühmann - Wovon ausgehen bei der Bilanz? - Ansichten 25 Jahre nach seinem Tod. Eine knapp 90-minütige Reise durch das Leben und Werk des Künstlers war entstanden, die die zahlreichen Besucher Anfang Juli 2009 einlud, Franz Fühmann für sich neu oder wieder zu entdecken. Mittels Lesungen in Kombination mit szenischem Spiel wurde dem Zuschauer am Abend im Forum Gestaltung der Facettenreichtum von Fühmanns Schaffen näher gebracht. Vorgestellt wurde unter anderem der Mythen-, Märchen- und Traumerzähler, der Sprachspieler und der Literaturvermittler mit seinen Essays und Reden über andere Dichter.
Sarah Rothe, Laura Pasemann, Guido Weidner

 

Letzte Änderung: 30.03.2016 - Ansprechpartner: Webmaster