Sachsen-Anhalt soll Vorreiter für regenerative Speicherenergien werden

Elektromobilität im Harz


Im Blitzlichtgewitter der Presse setzte sich der Wirtschaftsminister Sachsen-Anhalts, Dr. Reiner Haseloff, Ende Mai 2009 in das erste Elektroauto der Universität. Auf den Namen LENA ist es getauft und soll eine Hauptrolle in einem neuen Forschungsprojekt zur elektrischen Mobilität spielen. Neugierig über die Schulter schauten dem Minister Rektor Prof. Dr. Klaus Erich Pollmann, Prof. Dr. Zbigniew A. Styczynski, Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik, Dr. Gerhard Müller vom Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF sowie Heinrich Bartelt, RegenerativKraftwerke Harz GmbH & Co. KG.

Die Herausforderung

Eine prominente Unterbrechung für die Wissenschaftler und Unternehmer, die an diesem Tag im Gebäude 09 zusammensaßen, um das Projekt Harz.EE-mobility inhaltlich und strukturell vorzubereiten. Vom Bundesumweltministerium wird es voraussichtlich mit 7 Mio. Euro aus dem Konjunkturpaket II gefördert. Inhalt des Projekts ist die Erforschung, Entwicklung und Integration von Elektromobilität auf Basis regenerativer Energien in regionale Energieversorgungsstrukturen. Es soll dazu beitragen, Sachsen-Anhalt zu einem Vorreiter für regenerative Speichertechnologien zu entwickeln. Das Bundesumweltministerium geht davon aus, dass im Jahre 2020 in Deutschland rund eine Millionen Elektrofahrzeuge betrieben werden können, ohne dass dazu der Bau neuer Großkraftwerke erforderlich wird. Fast alle Automobilhersteller haben dazu die Entwicklung geeigneter elektrischer Fahrzeuge gestartet.

Die Herausforderung liegt darin, die Energie jeweils dann in den Fahrzeugbatterien zu speichern, wenn, beispielsweise durch gute Windbedingungen, ein großes Stromangebot herrscht. Deshalb wird in den zwei Jahren Laufzeit von Harz.EE-mobility eine Konzeption der datentechnischen Kommunikationsstruktur zwischen Fahrzeugen, Ladestationen, Energienetzen und regenerativen Einspeisern entwickelt werden. In einem zweiten Schritt sollen dann in einem Feldversuch Standorte für Ladestationen gesucht, gefunden, aufgebaut und im Betrieb mit Elektrofahrzeugen getestet werden.

Harz.EE-mobility soll zum 1. August 2009 starten. Beteiligt sind neben unserer Universität das Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF Magdeburg, die Hochschule Harz, die Universität Kassel, E.ON Avacon, mehrere Stadtwerke sowie Einspeiser von erneuerbaren Energien im Landkreis Harz.
Ines Perl

 

Letzte Änderung: 13.07.2018 - Ansprechpartner: Webmaster