Durch räumliche und inhaltliche Vernetzung der Verwaltung Bürokratie abbauen

Alles unter einem Dach im Service-Center

 

"Von Pontius zu Pilatus" mag so mancher Erstsemester denken, nachdem er sich an der Uni eingeschrieben und überall angemeldet hat. Immerhin lernt der Neuling so den Campus kennen. Und das nur all zu gut, denn so mancher Weg muss zweimal gegangen werden ob der ganz unterschiedlichen Öffnungszeiten von Mensa, Bibliothek, Rechenzentrum, Prüfungsämtern, Imma-Amt und Co.

Schnell & unbürokratisch

Ab dem Sommersemester 2010 soll damit Schluss sein, denn die Universität baut ein modernes Service-Center unmittelbar neben dem Haupteingang an der Gareisstraße. Entstehen wird für Studieninteressenten, Studenten und Absolventen eine zentrale Servicestelle, in der alle Fragen rund ums Studium schnell und unbürokratisch beantwortet werden.
"Alle wichtigen Ansprechpartner der Studierenden wie das Studentensekretariat, das Auslandsamt, die Prüfungsämter und das Studentenwerk werden für alle Studierenden Beratung und Information unter einem Dach anbieten", informiert Volker Zehle, Dezernent für Studienangelegenheiten.

Die Schaffung von einheitlichen Öffnungszeiten in den studentischen Verwaltungsbereichen, die Verwendung einheitlicher Formulare und Zeugnisse sowie eine weitgehende Automatisierung der Verwaltungsprozesse seien nur einige Vorhaben, die im Zusammenhang mit der Errichtung des Service-Centers verwirklicht werden sollen.

Fünf Projektgruppen

"Der Service für die Studierenden wird sich dadurch spürbar verbessern", betont Volker Zehle. "Seit 2004 haben sich in jedem Jahr über 3000 Studenten für die Uni Magdeburg entschieden. Wir wollen, dass sie sich an der Universität wohlfühlen und ihr Studium hier erfolgreich beenden. Dass sie gern in Magdeburg bleiben und auch später als Absolventen Botschafter für unsere Universität sind, ist vor dem Hintergrund der demographischen Entwicklung für die Universität sehr wichtig."

Vor den fünf Projektgruppen, die das neue Service-Center planen, liegt noch viel Arbeit: von der Koordination des Bauablaufs über die Vereinheitlichung von Prüfungsorganisation, Formblättern und Bescheinigungen sowie der technischen Voraussetzungen in den Prüfungsämtern bis hin zur Personalauswahl, Erarbeitung eines Schulungsplans für Mitarbeiter und vieles mehr. Aber die Anstrengungen lohnen sich, werden doch mit der räumlichen und inhaltlichen Vernetzung der Verwaltung Bürokratie abgebaut und der Verwaltungsaufwand minimiert. "Mit dem Service-Center wollen wir den Studierenden ein Kompaktberatungsangebot von der Einschreibung bis zur Karriereplanung unterbreiten, aber auch alle, die sich für ein Studium oder eine Weiterbildung an unserer Universität interessieren, passgenau informieren und beraten", so der Rektor, Prof. Klaus Erich Pollmann.

In dem modernen, transparenten Neubau an der Schnittstelle zwischen Campus und Stadt ist die Infothek die zentrale Anlaufstelle für alle Ratsuchenden. Hier erfolgen die Erstberatung, die Ausgabe von Formularen und gegebenenfalls die direkte Weiterleitung an den Servicebereich, den Self-Info-Service oder an die Fachstudienberater in den Fakultäten sowie die Terminvereinbarung für die Klärung ganz spezieller und individueller Probleme. Im Servicebereich beraten Mitarbeiterinnen aus dem Studentensekretariat für deutsche und ausländische Studierende, aus den dezentralen Prüfungsämtern und vom Studentenwerk während der Öffnungszeiten montags bis donnerstags von 9 bis 17 Uhr und freitags von 9 bis 14 Uhr. Im Self-Info-Service werden an Computerterminals Arbeitsplätze zur Selbstrecherche, Broschüren und Informationsmaterialien, Formulare und Anträge sowie Selbstbedienungsterminals für die Rückmeldung zur Verfügung stehen.

Angebote von Partnern

Flankiert wird dieses Angebot von Partnern, die nicht ständig vor Ort sind: beispielsweise Einwohnermeldeamt, Alumni-Büro, Schwerbehindertenvertretung, Career Service, Studentenrat, Jobvermittlung der Arbeitsagentur, Studentengemeinden, Wohnungsanbieter, Krankenkassen und, und, und.

Für all jene, die nicht direkt im Center vorbeischauen können, soll sich der Service ebenso verbessern. Ein virtuelles Service-Center gibt umfassende Gelegenheit, Antwort auf alle anfallenden Fragen "Rund um das Studium" zu finden. Über eine einheitliche Telefonnummer werden künftig alle Servicebereiche erreichbar sein, Termine vermittelt oder die Gespräche weitergeleitet. In einem Chat sollen vor allem Studenten Fragen von Studieninteressenten zu Studienbedingungen und zum Umfeld beantworten. Über eine einheitliche E-Mail-Adresse steht dann auch dieser elektronische Beratungsweg offen.

Der Baubeginn ist für den Sommer 2009 geplant. "Mit der Einrichtung eines Service-Centers wollen wir auch nach außen deutlich zeigen, wie dienstleistungsorientiert und studentenfreundlich die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg arbeitet und neue Studierende einwirbt", so der Kanzler, Dietmar Niemann. Die Baukosten belaufen sich auf rund 650000 Euro.

Bis das Service-Center voraussichtlich zum Sommersemester 2010 seine Türen öffnen wird, soll ab Mai 2009 im Gebäude 06 übergangsweise eine Infothek eingerichtet werden, an der werktags von 9 bis 16 Uhr allgemeine Fragen beantwortet, Formulare ausgegeben und Termine vermittelt werden.
Ines Perl

 

Letzte Änderung: 30.03.2016 - Ansprechpartner: Webmaster