65. Geburtstag von Prof. Dr. Gerhard Schwödiauer

Einer der Väter


Das in Forschung und Lehre höchst ambitionierte, in manchen Details wirklich einzigartige Profil der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft ist das Ergebnis einer von Anfang an weitsichtig, fachwissenschaftlich versiert und vor allem auch hochschulpolitisch beharrlich betriebenen Aufbauarbeit. Der Erfolg, weiß der Volksmund, hat viele Väter. Wen immer man im vorliegenden Falle anzuführen hätte - Prof. Dr. Dr. h. c. Gerhard Schwödiauer stünde auf einer entsprechenden Vaterschaftsliste ganz oben. Seit nunmehr anderthalb Jahrzehnten steht der Professor mit österreichischem Pass als Lehrstuhlinhaber für Volkswirtschaftslehre, Schwerpunkt Wirtschaftstheorie, in den Diensten der Fakultät, war als einer der Gründungsdekane maßgeblich an ihrer Gestaltung beteiligt und engagiert sich bis heute in zahlreichen Funktionen, Ausschüssen und Kommissionen - genannt sei allein das Amt des Senators, das er ebenfalls seit nunmehr 15 Jahren bekleidet.

Nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre und Volkswirtschaftslehre sowie Promotion an der Universität Wien leitete Gerhard Schwödiauer von 1973 bis 1979 das Institut für Höhere Studien in Wien und war von 1979 bis 1992 Ordinarius für Wirtschaftstheorie an der Universität Bielefeld. Im Jahr 1993 folgte Prof. Schwödiauer dem Ruf nach Magdeburg, um an der frisch gegründeten Otto-von-Guericke-Universität die Fakultät für Wirtschaftswissenschaft mit aufzubauen und sie, als ihr erster Dekan (1993-1996), in Forschung und Lehre ganz neu zu positionieren.

Gastprofessuren führten Professor Schwödiauer u. a. an die New York University, die TU Wien und die Università di Siena. Seit 2002 ist er Wissenschaftlicher Koordinator des Deutsch-Russischen Zentrums für Wirtschaftswissenschaft in Moskau, an dem unsere Universität in Kooperation mit der Russischen Akademie für Volkswirtschaft seit mehr als zwölf Jahren einen deutschsprachigen MBA-Studiengang betreibt. Vor dem Hintergrund seines langjährigen und vielfältigen Engagements für die Transformationswirtschaften der Länder Osteuropas würdigte die Nationale Technische Universität "Polytechnisches Institut" Charkow im Mai 2005 seine herausragenden Verdienste um die Gründung und Entwicklung der dortigen wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät mit der Verleihung der Ehrendoktorwürde.

Feierstunde

Angesichts seiner Präsenz im Geschehen, der Vielfältigkeit seiner Aktivitäten im Netzwerk und einer für jeden Gesprächspartner spürbaren, hinter dem nüchternen Minenspiel brodelnden Leidenschaft, mit der er seine jeweilige Sicht der Dinge darzulegen pflegt, mag man es kaum glauben: Am 12. Mai 2008 vollendet Professor Schwödiauer sein 65. Lebensjahr. Anlässlich dieses Ereignisses und in Anbetracht der zahlreichen Verdienste des Kollegen Schwödiauer lädt der Dekan der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft, Prof. Dr. Joachim Weimann, hochrangige Vertreter der Wirtschaft und Wissenschaft, ehemalige Schüler, langjährige Freunde und Wegbegleiter des Jubilars sowie alle, die sich ihm persönlich besonders verbunden wissen, zu einer kleinen Feierstunde in den Wintergarten des Parkhotels Herrenkrug ein. Über den Ablauf der am 22. Mai 2008 ab 17.30 Uhr angesetzten Veranstaltung wollte Prof. Weimann zunächst nur soviel verraten: "Wer den im besten Sinne seriösen Forschungs-, Lehr- und Lebensstil Gerhard Schwödiauers kennt, wird keine rauschende Ballnacht erwarten. Den ein oder anderen Toast auf sein Wohl, das ein oder andere Wort der Anerkennung und des Dankes wird er sich aber schon gefallen lassen müssen. So einfach", fügt er schmunzelnd hinzu, "kommt uns Herr Schwödiauer nicht davon."
Guido Henkel, Sylvia Zabel

 

Letzte Änderung: 30.03.2016 - Ansprechpartner: Webmaster