Neubau des ZENIT II eingeweiht

Spitzenforschung für marktreife Produkte


In nur achtzehn Monaten wurde der Erweiterungsbau des einzigen neurowissenschaftlichen Gründerzentrums in Sachsen-Anhalt fertig gestellt. Dessen Bedeutung betonte der Ministerpräsident, Prof. Wolfgang Böhmer, bei der Eröffnung im April 2007: "Der Forschungskomplex ZENIT II ist ein Meilenstein auf dem Weg zur Modernisierung Magdeburgs. Hieran zeigt sich, die Landeshauptstadt profiliert sich als Wissenschaftsstandort mit innovativer Infrastruktur und internationaler Ausstrahlung. Der Erweiterungsbau des Zentrums für Neurowissenschaftliche Innovation und Technologie bietet ausgezeichnete Bedingungen für eine umfassendere Grundlagenforschung und für den direkten Wissenschaftstransfer in die Wirtschaft."

Profilschärfung

Für rund 12,9 Millionen Euro entstand eines der modernsten Zentren für die neurowissenschaftliche Forschung. Dass es sich beim ZENIT um eine Zukunftsinvestition handelt, unterstrich noch einmal der Rektor, Prof. Dr. Klaus Erich Pollmann: "Das ZENIT repräsentiert auf überzeugende Weise die enge Verknüpfung zwischen Grundlagenforschung, anwendungsnaher Forschung sowie der Entwicklung von marktreifen Produkten im Bereich der neurowissenschaftlich orientierten Medizintechnik."

Dass die Fertigstellung des neuen Forschungsverfügungsbaus dem neurowissenschaftlichen Standort Magdeburg ein noch größeres Gewicht verleiht, betonte Oberbürgermeister Dr. Lutz Trümper: "Für den Wissenschafts- und Wirtschaftsstandort Magdeburg bedeutet das Technologiezentrum ZENIT II eine noch stärkere Profilschärfung in einer Zukunftsbranche. Hier verbindet sich auch zukünftig Spitzenforschung mit wettbewerbsfähigen Produkten und Verfahren."

"Mit ZENIT II wird die erfolgreiche Arbeit der vergangenen neun Jahre nicht nur fortgeschrieben, sie erreicht eine neue Qualität interdisziplinärer Forschung und Kooperation. Finanziert wurde der Erweiterungsbau durch einen Zuschuss in Höhe von 90 Prozent und einen Eigenanteil in Höhe von 10 Prozent. Gewährt wurde der Zuschuss durch das Land Sachsen-Anhalt, die Bundesrepublik Deutschland sowie den Europäischen Fonds für Regionalentwicklung (EFRE)", erläuterte Joachim von Kenne, Geschäftsführer der ZENIT GmbH.

Mit der Inbetriebnahme des neuen neurowissenschaftlichen Innovationszentrums verfügt die Betreibergesellschaft, die ZENIT GmbH, nun über weitere 3260 Quadratmeter Forschungsfläche. Von der Gesamtfläche sind bereits 60 Prozent vermietet. Das Gebäude umfasst nun 30000 Kubikmeter umbauten Raum. Insgesamt wurden 469 Tonnen Stahl verarbeitet. Trotz der europaweiten Ausschreibungen gingen 75% der Aufträge an Firmen aus Sachsen-Anhalt. Die Planungsleistungen wurden von der Planungsgemeinschaft Assmann/Husemann, MCN, NEK und IPR erbracht. Für die Projektsteuerung zeichnete die hartewig mölle consult verantwortlich. Auftragnehmer für die Rohbauarbeiten war die Hoch-, Tief- und Industriebau GmbH Greußen/Thüringen.

Die zukünftigen Nutzer von ZENIT II werden zum einen Unternehmen aus dem ZENIT sein, die ihre Kapazitäten erweitern, zum anderen werden neue Unternehmen angesiedelt. Insbesondere die Firma MOLISA GmbH, die auf dem Campus der Universität am Universitätsplatz untergebracht war, zog mit über 500 Quadratmetern Flächenbedarf ins ZENIT um. Weiterer bedeutender Nutzer wird das Leibniz-Institut für Neurobiologie sein. Mit über 450 Quadratmetern Fläche wurde ein Tierlabor im Rahmen der Erweiterung realisiert.
J.P./red.

 

Letzte Änderung: 30.03.2016 - Ansprechpartner: Webmaster