Engere Vernetzung neurowissenschaftlicher Disziplinen

Richtfest für Institutsneubau


Die Richtkrone schwebte Anfang Mai 2007 über dem Neubau des Instituts für Biologie. Mit der Leiterin des Instituts, Prof. Dr. Anna Katharina Braun, freuten sich der Minister für Landesentwicklung und Verkehr, Dr. Karl-Heinz Daehre, der Kultusminister, Prof. Dr. Jan-Hendrik Olbertz, der Rektor der Universität, Prof. Dr. Klaus Erich Pollmann, der städtische Beigeordnete für Wirtschaft, Tourismus und regionale Zusammenarbeit, Dr. Klaus Puchta, sowie zahlreiche Gäste und die Bauleute über den zügigen Baufortgang.

Der Rektor Prof. Dr. Pollmann hob hervor: "Das Institut für Biologie erhält für seine stark neurowissenschaftlich geprägte Arbeit ein ebenso funktionales wie attraktives Haus. Damit wird künftig die Qualifizierung des wissenschaftlichen Nachwuchses in diesem zukunftsweisenden Forschungsfeld wesentlich erleichtert."
In den vergangenen zehn Jahren haben sich die Neurowissenschaften als einer der wichtigsten Forschungsschwerpunkte der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg sowie des Landes Sachsen-Anhalt etabliert. Das Institutsgebäude trägt an seinem exponierten Standort auf dem Gelände der Medizinischen Fakultät in Nachbarschaft zum Leibniz-Institut für Neurobiologie und dem ZENIT zu einer noch engeren Vernetzung der neurowissenschaftlichen Disziplinen in Magdeburg bei.

So bietet der Neubau nach seiner Fertigstellung auf über 2000 m2 Hauptnutzfläche Raum für gemeinsame Forschungsprojekte des Instituts für Biologie mit den Bereichen Medizin, Psychologie, Physik und den ingenieurtechnischen Fachbereichen sowie für Nachwuchsforschergruppen. Der Institutsneubau beinhaltet moderne Labore und Hörsäle, in denen künftig Studierende der gemeinsam von der Fakultät für Naturwissenschaften, der Medizinischen Fakultät und dem Leibniz-Institut für Neurobiologie getragenen Studiengänge Neurobiologie/Neurowissenschaften sowie des internationalen Studiengangs "Integrative Neuroscience" beheimatet sind. Vor allem dieser 2008 anlaufende Studiengang soll mit optimalen Arbeitsbedingungen in überschaubaren Studiengruppen Studieninteressenten aus der gesamten Bundesrepublik sowie darüber hinaus anziehen.
Derzeit größtes Bauvorhaben

Die Landesregierung plant, in den nächsten zwei Jahren mehr als 128 Millionen Euro in die Hochschullandschaft von Sachsen-Anhalt zu investieren. "Mit rund 13,6 Millionen Euro gehört der Neubau des Instituts für Biologie zu den derzeit größten Bauvorhaben des Landes", sagte Sachsen-Anhalts Bauminister Dr. Karl-Heinz Daehre. Die Bauarbeiten werden unter der Leitung des Landesbaubetriebes überwiegend von klein- und mittelständischen Unternehmen aus der Region ausgeführt. "Damit hat das Land obendrein einen Beitrag zur Stabilisierung der Auftrags- und Beschäftigungssituation in der Bauwirtschaft des Landes geleistet", unterstrich der Minister.
Kultusminister Jan-Hendrik Olbertz machte zudem auf die Vorzüge der Eigenverantwortung des Landes für den Hochschulbau, wie beispielsweise weniger Bürokratie und mehr Nutzerorientierung, aufmerksam.
Mit dem Bau war vor reichlich einem halben Jahr begonnen worden. Anfang 2008 soll das neue Institutsgebäude seiner Bestimmung übergeben werden.
Ines Perl 

Letzte Änderung: 30.03.2016 - Ansprechpartner: Webmaster