Kontinuität an der Führungsspitze der Universität Magdeburg

17.06.2016 -  

Am 15. Juni 2016 hat der erweiterte Senat der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg den bisherigen Rektor, Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan, mit überwältigender Mehrheit im ersten Wahlgang im Amt bestätigt. Die zweite vierjährige Amtszeit des Professors für Technische Mechanik beginnt am 1. Oktober 2016.

Der Senat ist das höchste Gremium der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. In ihm sind alle Statusgruppen vertreten: Hochschullehrerinnen und Hochschullehrer, Wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Mitarbeitende der Bereiche Technik und Verwaltung und Studierende.

Prof. Jens Strackeljan nahm die Wahl an und dankte für das entgegengebrachte Vertrauen. „Die letzten vier Jahre waren für die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg keine einfachen. Es standen Strukturentscheidungen an, die sicher nicht von jedem Universitätsangehörigen geteilt, aber letztendlich doch von allen getragen wurden“, so Prof. Strackeljan.

In Strackeljans erste Amtszeit fielen die in ihrem Ausmaß bisher einzigartigen Kürzungspläne der Landesregierung für die Hochschulen Sachsen-Anhalts. In gemeinsamer Anstrengung von Studierenden und Universitätsmitarbeitern konnten die Millionenkürzungen sowie die beabsichtigte Schließung der Fakultät für Humanwissenschaften verhindert werden. Als Rektor zeichnet Jens Strackeljan zudem verantwortlich für die Erarbeitung des Hochschulentwicklungsplanes, in dem die strategischen Ziele der Universität bis 2025 festgelegt sind. Im Januar 2015 unterzeichnete Prof. Strackeljan in seiner Verantwortung als Rektor die Zielvereinbarungen der Universität Magdeburg mit dem Land.

Unter der Amtsführung Strackeljans brachte sich die Universität Magdeburg zunehmend sichtbar in den nationalen hochschulpolitischen Diskurs ein. Im Mai dieses Jahres übernahm er die Sprecherfunktion des Netzwerks Mittelgroße Universitäten Deutschlands. In die Bilanz der vergangenen vier Jahre gehören auch verstärkte Bemühungen zur Internationalisierung der Universität Magdeburg. Internationale Studienprogramme wurden ausgebaut und intensiviert, wie z.B. das GRIAT-Projekt zur Etablierung von Ingenieurstudiengängen an der Kasaner Staatlichen Technischen Forschungsuniversität. Der Anteil der ausländischen Studierenden an der Universität Magdeburg stieg auf 17 Prozent.

 

Herausforderungen der nächsten Jahre

„Auch wenn wir schon viel erreicht haben, stehen wir vor enormen Herausforderungen“, so Strackeljan nach der Wahl. Die Erwartungen der Gesellschaft an die Universität würden vielfältiger, gleichzeitig müssten Lehre und Forschung auf hohem Niveau weitergeführt werden. „Zu den vor uns stehenden Aufgaben zählen die Teilnahme an der Exzellenzinitiative bzw. dem Professorennachwuchsprogramm, die weitere Internationalisierung und, nicht zuletzt, große Anstrengungen, einen substantiellen Beitrag bei der Ausbildung von dringend benötigten Lehrerinnen und Lehrern zu leisten. Um diese Ziele zu erreichen und weiterhin zur Stärkung des Innovationssystems Sachsen-Anhalt beizutragen, brauchen wir entsprechende Ressourcen. Dazu muss die gesamte Budgetverteilung im Land auf den Prüfstand. Wir werden uns dafür einsetzen, dass innerhalb der nächsten vier Jahre endlich ein geeignetes Verteilungsmodell gefunden wird.“

Der Verfahrenstechniker und Vorsitzende der Rektor-Findungskommission, Prof. Dr. rer. nat. Prof. Helmut Weiß, gratulierte dem Rektor zu seiner Wiederwahl: „Wir haben mit Jens Strackeljan einen Rektor, der es versteht, in einem komplizierten Umfeld die in unserer Universität angelegten Synergien zu nutzen und Kräfte zu bündeln. Gegenüber der Politik und der breiteren Öffentlichkeit vermag er überzeugend darzustellen, welch wertvolles Gut für Stadt und Land eine über die Landesgrenzen hinaus attraktive Otto-von-Guericke-Universität verkörpert. Bereits im Findungsprozess wurde die große Akzeptanz der bisherigen Amtsführung Strackeljans in der Universität deutlich. Seine fast einstimmige Wiederwahl ist jetzt die Bestätigung und gibt ihm auch ein starkes Mandat. Das braucht er auch, insbesondere in den Verhandlungen auf politischer Ebene. Die Festlegungen des Koalitionsvertrages lassen uns zwar darauf hoffen, dass längst überfällige Anpassungen der Hochschulregulierung an ein modernes Wissenschaftssystem getroffen werden, von einer Ausfinanzierung der unter Überlast stehenden Hochschulen kann jedoch nach wie vor nicht die Rede sein.“

 

Vita Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan

Geboren 1962, erhielt Jens Strackeljan 1988 das Diplom im Allgemeinen Maschinenbau, Fachrichtung Mechanik, an der TU Clausthal, 1993 folgte die Promotion zum Dr. - Ing., 2002 habilitierte er sich mit der venia legendi für das Fachgebiet Technische Mechanik und war bis 2004 Vertretungsprofessor für Festkörpermechanik.

2004 wurde Jens Strackeljan auf den Lehrstuhl Technische Dynamik der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg berufen. Neben seinen Tätigkeiten als Prorektor für Studium und Lehre, als Vorsitzender der Kommission für Studium und Lehre und der Vergabekommission für Promotionsstipendien, als Prodekan der Fakultät für Maschinenbau und Vorsitzender des Prüfungsausschusses der Fakultät für Maschinenbau war Prof. Strackeljan maßgeblich am Aufbau des Instituts für Kompetenz in AutoMobilität (IKAM) beteiligt.

Die Universität Kiew verlieh ihm 2012 für seine wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der Dynamik und die Aktivitäten zum Ausbau der ukrainisch-deutschen Fakultät für Maschinenbau die Ehrendoktorwürde.

Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan ist verheiratet und hat vier Kinder.

 

Letzte Änderung: 13.04.2017 - Ansprechpartner: Katharina Vorwerk