Vorreiterrolle zur Fachkräftesicherung im Land

11.03.2015 -  

Wie sieht eine gute Willkommenskultur aus, und was können die Universität, die Stadt Magdeburg, die regionalen Unternehmen und nicht zuletzt die Bürger dafür tun, damit ausländische Studierende und Wissenschaftler nach Sachsen-Anhalt kommen und gern bleiben?

Das waren Fragen, die heute Nachmittag im Campus Service Center der Otto-von-Guericke-Universität diskutiert wurden. Der Rektor der Universität Prof. Dr.-Ing. Jens Strackeljan war dazu mit dem Ministerpräsidenten Dr. Reiner Haseloff, der Landtagsabgeordneten Edwina Koch-Kupfer, der Rektorin der Hochschule Magdeburg-Stendal Prof. Anne Lequy und dem Wissenschaftler und ersten Vorsitzenden der islamischen Gemeinde in Magdeburg Dr. Moawia Al-Hamid im Gespräch. Gemeinsam mit Vertretern von Studenteninitiativen, internationalen Doktoranden und Studierenden aus Brasilien, Mexiko und der Ukraine sprachen sie über den Abbau von Hürden und Möglichkeiten einer gelungenen Integration als Aufgabe vieler Partner. Nötig seien unter anderem neue Stipendienmodelle, so der Rektor der Universität, Prof. Jens Strackeljan. Damit könne das Land Sachsen-Anhalt eine Vorreiterrolle bei der Fachkräftesicherung übernehmen. Es sei nicht alles in Euro und Cent zu messen, so Strackeljan weiter. Aber, um mehr Studierende aus Entwicklungs- und Schwellenländern für ein Studium in Magdeburg zu interessieren, bedürfe es innovativer Finanzierungsmodelle und eines klaren Engagements der Politik.

Auf dem Weg des Landes zu mehr Internationalität spielt die Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg eine wichtige Rolle. Jeder Siebte der über 14.200 Studierenden kommt aus Europa und Übersee auf den Unicampus. Damit liegt der Anteil an ausländischen Studierenden bei fast 15 Prozent - der Spitzenwert aller Hochschulen des Landes. Die Studierenden und jungen Wissenschaftler kommen unter anderem aus China, Indien, der Ukraine, finden den Weg aus Japan, Portugal oder Kolumbien nach Sachsen-Anhalt.

Vor allem ingenieur- und wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge ziehen die „Internationalen“ an. Gleichzeitig gehen Hunderte Studierende der Uni jedes Jahr für ein Praktikum oder Semester ins Ausland. Ein dichtes Netzwerk von Kooperationen mit über 220 Universitäten und Hochschulen aus 60 Ländern der Universität Magdeburg macht das möglich.

 

Letzte Änderung: 30.03.2016 - Ansprechpartner: Webmaster